Vertretbarkeit einer Lasik bei Weitsichtigkeit

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

Mo
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Voruntersuchung

Beitrag von Mo » 02.12.2008, 21:17

Hallo allerseits !

ich hoffe es besteht noch Interesse an diesem Beitrag.... das mal annehmend....schreib ich mal die neusten Infos.

ich war heute bei Dr. Maubach.

1. Also wie umfangreich doch eine Voruntersuchung sein kann,
das weiß ich seit heute !
Dort bin ich OHNE Wartezeit 2 Stunden lang ein Parkur von
Messgeräten und Untersuchungen durchlaufen, bis hin zum
sehr ausführlichen Gespräch mit dem Doktor für eine weitere
halbe Stunde.
-> Nun kann man wirklich sagen untersucht worden zu sein !
Ich kann jetzt auch ganz sicher sagen, das kein Care-V****n-Center der Welt mit 2 Geräten alles messen kann !

2. Nun kommt der blöde Teil:

Vorgeschlagen wurde ebenfalls eine zu implantierende Linse, dies würde seiner Meinung nach stabilere langfristige Werte liefern, Eingriff minimal, besser für die Augen ...etc.. viel zu teuer PUNKT

Desweiteren zeigt er mir folgendes:

1. Wellenfrontanalyse Ergebnis ( diese Messung wurde definitiv bei CV nicht gemacht, ich sah so eine Messung zum 1. mal)
- ein winzig absolut kleiner scharfer Punkt war MEIN Ergebnis, was wohl heisst, daß die Wellenfrontlasik nicht von Vorteil wäre, da meine Augen ja keine (kaum) Verzerrungen abbilden, somit wäre die trotzige Anwendung der Wellenfrontlasik wohl eher verschlechternd.

2. Die Diop.Werte, die er mit mir subjektiv bestimmte, an fast kaum noch erkennbaren Zahlen, zeigten daß er bei mir "wesentlich" weniger lasern würde als die objektive Messung.
( Vergleich CV : wollte +4,0 und +3,0 lasern)
In etwa +2,75 und +2,0.
Außerdem topografi gesteuert "TA-LASIK", was die Sache wieder verteuert :(

Nun folgende Fragen:

1. Wäre es annehmbar über 1,25 diop. übrig zu lassen !
Habe Angst nachher doch vielleicht unterkorrigiert zu sein, oder kann das so richtig sein ?????

2. TA-Lasik ?? Warum ?, habe folgendes dazu gelesen:

Wavefront Analysis vs Corneal
Topography
Physikerin Cynthia Roberts:
Zitat:
"Stellt man sich die
Frage über die ideale Hornhaut-Topographie,
bleibt als Antwort die, die eine
optimale Wellenfront erzeugt."

......ich dachte mein Auge liefert bereits eine gute Wellenfront !
...widerspricht sich da nicht etwas ????

bitte um Antworten.....

Mo
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Thema erstmal vom Tisch !

Beitrag von Mo » 04.12.2008, 10:46

So zum Abschluß wollte ich noch mitteilen, daß ich mich nun erstmal nicht lasern lasse !

1.
Das vorab beschriebene Experiment mit der Unterkorrektur gefällt mir so nicht, spätestens in 10 Jahren würden mir diese "stehen gelassenen" Dioptrien doch sicherlich Schwierigkeiten bereiten.
Eine Re-Lasik sehe ich da als quasi vorprogrammiert.
2.
Kann ich die Mehrkosten für eine Topo-Lasik nicht nachvollziehen, da dies eine Vorstufe der Wellenfront-Lasik ist. Nachvollziehen kann ich zwar, daß diese TL bei mir ausreicht, da keine Aberrationen höherer Ordnung vorhanden sind, warum diese dann aber mehr Geld kostet bleibt unlogisch. (Ursprungspreis war ja für Wellenfront-Lasik)
3.Ich werde nun erstmal die geringeren subjektiv ermittelten Dioptr.-Werte mit weichen Kontaktlinsen 1-2 Monate testen, dann sehe ich weiter.

Ich hoffe das mein "langer Weg" bis hierher dem ein oder anderen Weitsichtigen hilft !

Einen sehr wichtigen Artikel über die Regressionsanfälligkeit bei Weitsichtigen möchte ich hier noch ganz dringend empfehlen:

http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?i ... 520864.pdf

..... bis dann mal und Danke für alle Ratschläge bis hier her ! [/b]

Spark
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Hyperopie

Beitrag von Spark » 04.12.2008, 20:38

Hi Mo, ich habe mir das für und wieder angesehen. Hier habe ich den Eindruck gewonnen, dass auch viele Widersprüche der Experten bzur Verunsicherung beigetragen haben.
Nun, ich finde die Entscheidung richtig.
Richtig deshalb, weil du auf dein Gefühl geachtet hast und dich zu nichts hast drängen lassen. Das Thema wird sicher noch einmal aktuell werden, wenn die Akkommodationsfähigkeit nachlässt.
Hyperope haben eine wesentlich größere Akkommodationsbreite als kurzsichtige Patienten.
Eines wollte ich aber noch loswerden! Ich zitiere:
Einen sehr wichtigen Artikel über die Regressionsanfälligkeit bei Weitsichtigen möchte ich hier noch ganz dringend empfehlen:
http://deposit.ddb.de/cgi....e=972520864.pdf
Dies ist eine Arbeit aus dem Jahre 2003. Methode war die PRK. Schon damals war die Lasik bei den meisten modernen Anwendern Standardoperationsmethode. Im Jahr 2003 war der Laser Mel60 auch schon nicht mehr aktuell. Man darf aus dieser Arbeit keinerlei Rückschlüsse zu einer Lasik ziehen.
Auch der Vergleich mit einer Lasek bei Hyperopie lässt sich nur bedingt herleiten, da das Abtragsprofil mit einem modernen Laser nicht mehr zu vergleichen ist und bei dieser Studie ausschließlich Patienten ohne Hornhautverkrümmung behandelt wurden.
lG, Spark

Mo
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Geringere Werte mit Kontaktlinsen - Test abgeschlossen.

Beitrag von Mo » 07.03.2009, 13:29

So abschließend noch folgendes:

habe nun 2 Monate die Kontaktlinsen probiert mit den weitaus geringeren dioptrienwerten, die herr Dr. Maubach dann auch lasern wollte.

Ergebnis: Völliger Quatsch !

Ich hatte eine echt anstrengende Zeit mit diesen viel zu geringen Werten, wenn ich beim Autofahren kurz auf den Tacho schauen wollte, dauerte es etwa eine Sekunde bis der scharf wurde !

Ich merkte ganz deutlich, daß ich für die nahe Schärfe trotz Linsen viel akkomodieren muss, und dies mit verzögerten Erfolg. Hinzu kam, das mir bei Bewegungen (sich drehen etc.) immer etwas schwindelig wurde, es enstand ein sehr unsicheres Gefühl mit der Zeit ! Beim Sport war dies ganz extrem zu merken.

Fazit: Linsen raus und die alten Linsen wieder rein, entspannend und sicher, Schwindelgefühl sofort weg !

Unverantwortlich solche Werte lasern zu wollen, nur um das eigene Operationsrisiko gering zu halten.

Auch bei Dr. Maubach habe ich nun den Eindruck gewonnen:
"Hauptsache Operieren, Risiko medzinisch gesehen gering halten,
Ergebnis für den Patienten scheiss egal "

Das musste ich hier mal ganz klar sagen, denn der Test mit den Linsen war MEINE IDEE, und nicht seine.
Der Arzt hätte mich am liebsten ganz schnell operieren wollen, die Idee mit dem Test wurde auch nur widerwillig angenommen.

Diese traurigen Erfahrungen mit den sogenannten "Augen-Experten" haben mich am meisten enttäuscht.
Das Geld scheint hier eindeutig über den Verstand gesiegt zu haben.

Vertraut bitte nicht dieser Branche blind, wartet so lange bis Ihr wirklich eine eigene Meinung habt, ...und dies geht nur durch lesen und Sachkenntnis erwerben über das was der jeweilige Arzt mit EUREN AUGEN vorhat ! ! ! !

Gruß, Mo

Spark
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Lasern?

Beitrag von Spark » 07.03.2009, 16:33

Hi Mo, Entscheidung steht! Gut so, irgend eine Entscheidung musste getroffen werden.
Wenn ein Patient mit Hyperopie untersucht wird, unterschlägt er die realen Werte. Durch eine hohe Akkommodationsfähigkeit erscheinen die Werte niedriger als sie es tatsächlich sind. Deshalb wird die Akkommodationsfähigkeit medikamentös ausgeschaltet. Erst dann kommen die tatsächlichen Werte zum Vorschein. Das bedeutet, das die gelaserten Werte oft relativ hoch liegen.
Zudem wird man eher in den Minusbereich gehen. Zum einen wegen der Regression und bei Patienten ab 40 Jahren wegen der drohenden Alterssichtigkeit. Eine Unterkorrektur macht sich beim Lesen sehr früh bemerkbar. Eine leichte Überkorrektur von -0,25 bis -0,5dpt erscheint mir in diesem Fall eher sinnvoll. Erleichtert das Lesen und eine Reserve bleibt für die Regression.
lG, Spark

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