Vertretbarkeit einer Lasik bei Weitsichtigkeit

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nebenbei erwähnt...

von Mo » 15.01.2012, 21:00

wollte kurz kundtun, daß ich bisher immer noch keine Lasik hab durchführen lassen. Da ich aber in meinem zurückliegenden Beitrag über die Erfahrung der Absetz-Zeit meiner Kontaktlinsen vor der damals geplanten OP berichtet hatte. Muss ich unbedingt hierzu etwas ergänzen:
Ich berichtete über den kristallklaren Seh-Qualiäts-Gewinn in dieser Zeit, da meine Augen ohne Linsen zwar die Sehstärke ausgleichen mussten, aber gleichzeitig eine glasklare Auflösung hatten, (Seh-Quantität vs. Seh-Qualität).
Seit dieser Zeit testete ich zumindest zahlreiche Kontaktlinsentypen, um die Höhe der Sehqualität wie beschrieben, für mich zu verbessern. Ein entscheidener Schritt hiefür war bisher: der Umstieg auf Tageslinsen, wodurch mögliche Ablagerungen und Deformationen der Linse als Fehlerursache ganz verhindert werden, da man sie jeden tag wegwirft. Irretationen mit dem Tränenfilm, sowie der gewohnte Abwehrkampf meines rechten Auges (Fadenähnliche Eiweißketten im Auge, am abend) bleiben seitdem aus.
Hygienisch gesehen, ist dies auch die allerbeste Lösung, kostet halt nur mehr. Mit den acuvue oasys kam ich bisher am besten zurecht, Tageslinsen sind eh dünner als Monatslinsen, diese spürte ich am aller wenigsten, kann ich wohl empfehlen.
ABER:
Nun der eigentliche Supergau:

Habe gestern ein paar Testlinsen bekommen, die mein Sehen komplett geändert haben !!
Das ist jetzt im Gottesnamen keine gefakte Werbung, aber die Linsen unterscheiden sich so stark von allen anderen getesteten Linsen, daß es eine Erwähnung wert ist, was die o.g. Sehqualität
betrifft, einfach unglaublich !
Die Linsen heißen pure vision 2-hd, wobei ich den Namen erst albern fand, was soll der trendbegriff hd bei einer kontaktlinse.
Eigentlich ist der name immer noch bescheuert, weil er eine Auflösung von 1980x1080 beschreibt, die sollte man in der Realität doch wohl besser überbieten können ;). aber egal.
Diese Linsen verschärfen alles strahlende an Licht um ein herum soviel besser als andere Linsen, so als hätte ich fast keine Linsen im Auge. Der Kontrast, die Detailiertheit, besonders wenn man so scharf seitlich schaut ohne den kopf drehen zu wollen, ist nun völlig Übergangslos, dies ist auch so, wenn man nach oben oder unten schaut, insgesamt hatte ich sofort den Eindruck, als hätte man mein Sichtfeld seitlich vergrößert, so als hätte die Linsen überall einen gleichen Fokus, daß hatte ich vorher nie so gut.
Blöd ist nur, daß es die nur als Monatslinse gibt, was die erst erwähnten 1-Tages-Linsen-Vorteile mit der Hygiene wieder zurückwirft, erstaunlich dünn sind diese Linsen aber trotzdem, man merkt sie noch weniger als die Tageslinsen, da sie noch dünner gefertigt wurden, hoffentlich halten sie auch 1 Monat durch. Verkauft werden sie als Dauerlinse, diese Handhabung werde ich aber nicht in Anspruch nehmen, das tue ich meinen Augen nicht an und nehme sie abend raus.
Wie gesagt, soll keine werbung sein, nur eine wertvolle empfehlung, diese linse einmal zu testen. gruß, mo

Re: Geringere Werte mit Kontaktlinsen - Test abgeschlossen.

von singforfun » 07.03.2009, 20:24

Mo hat geschrieben: Vertraut bitte nicht dieser Branche blind, wartet so lange bis Ihr wirklich eine eigene Meinung habt, ...und dies geht nur durch lesen und Sachkenntnis erwerben über das was der jeweilige Arzt mit EUREN AUGEN vorhat ! ! ! !
Gruß, Mo
Sehr gutes Statement und die völlig richtige Entscheidung. Hoffe, die Zeilen von Dir werden auch gelesen und die OP-Willigen vertrauen nicht blind den Ärzten. Im Unterforum "Komplikationen" gibbet ja grade so einen Fall, wo es total schief gegangen ist. Sollte man eigentlich als Sticky oben festpinnen als Warunung für alle.

lg singforfun

Lasern?

von Spark » 07.03.2009, 16:33

Hi Mo, Entscheidung steht! Gut so, irgend eine Entscheidung musste getroffen werden.
Wenn ein Patient mit Hyperopie untersucht wird, unterschlägt er die realen Werte. Durch eine hohe Akkommodationsfähigkeit erscheinen die Werte niedriger als sie es tatsächlich sind. Deshalb wird die Akkommodationsfähigkeit medikamentös ausgeschaltet. Erst dann kommen die tatsächlichen Werte zum Vorschein. Das bedeutet, das die gelaserten Werte oft relativ hoch liegen.
Zudem wird man eher in den Minusbereich gehen. Zum einen wegen der Regression und bei Patienten ab 40 Jahren wegen der drohenden Alterssichtigkeit. Eine Unterkorrektur macht sich beim Lesen sehr früh bemerkbar. Eine leichte Überkorrektur von -0,25 bis -0,5dpt erscheint mir in diesem Fall eher sinnvoll. Erleichtert das Lesen und eine Reserve bleibt für die Regression.
lG, Spark

Geringere Werte mit Kontaktlinsen - Test abgeschlossen.

von Mo » 07.03.2009, 13:29

So abschließend noch folgendes:

habe nun 2 Monate die Kontaktlinsen probiert mit den weitaus geringeren dioptrienwerten, die herr Dr. Maubach dann auch lasern wollte.

Ergebnis: Völliger Quatsch !

Ich hatte eine echt anstrengende Zeit mit diesen viel zu geringen Werten, wenn ich beim Autofahren kurz auf den Tacho schauen wollte, dauerte es etwa eine Sekunde bis der scharf wurde !

Ich merkte ganz deutlich, daß ich für die nahe Schärfe trotz Linsen viel akkomodieren muss, und dies mit verzögerten Erfolg. Hinzu kam, das mir bei Bewegungen (sich drehen etc.) immer etwas schwindelig wurde, es enstand ein sehr unsicheres Gefühl mit der Zeit ! Beim Sport war dies ganz extrem zu merken.

Fazit: Linsen raus und die alten Linsen wieder rein, entspannend und sicher, Schwindelgefühl sofort weg !

Unverantwortlich solche Werte lasern zu wollen, nur um das eigene Operationsrisiko gering zu halten.

Auch bei Dr. Maubach habe ich nun den Eindruck gewonnen:
"Hauptsache Operieren, Risiko medzinisch gesehen gering halten,
Ergebnis für den Patienten scheiss egal "

Das musste ich hier mal ganz klar sagen, denn der Test mit den Linsen war MEINE IDEE, und nicht seine.
Der Arzt hätte mich am liebsten ganz schnell operieren wollen, die Idee mit dem Test wurde auch nur widerwillig angenommen.

Diese traurigen Erfahrungen mit den sogenannten "Augen-Experten" haben mich am meisten enttäuscht.
Das Geld scheint hier eindeutig über den Verstand gesiegt zu haben.

Vertraut bitte nicht dieser Branche blind, wartet so lange bis Ihr wirklich eine eigene Meinung habt, ...und dies geht nur durch lesen und Sachkenntnis erwerben über das was der jeweilige Arzt mit EUREN AUGEN vorhat ! ! ! !

Gruß, Mo

Hyperopie

von Spark » 04.12.2008, 20:38

Hi Mo, ich habe mir das für und wieder angesehen. Hier habe ich den Eindruck gewonnen, dass auch viele Widersprüche der Experten bzur Verunsicherung beigetragen haben.
Nun, ich finde die Entscheidung richtig.
Richtig deshalb, weil du auf dein Gefühl geachtet hast und dich zu nichts hast drängen lassen. Das Thema wird sicher noch einmal aktuell werden, wenn die Akkommodationsfähigkeit nachlässt.
Hyperope haben eine wesentlich größere Akkommodationsbreite als kurzsichtige Patienten.
Eines wollte ich aber noch loswerden! Ich zitiere:
Einen sehr wichtigen Artikel über die Regressionsanfälligkeit bei Weitsichtigen möchte ich hier noch ganz dringend empfehlen:
http://deposit.ddb.de/cgi....e=972520864.pdf
Dies ist eine Arbeit aus dem Jahre 2003. Methode war die PRK. Schon damals war die Lasik bei den meisten modernen Anwendern Standardoperationsmethode. Im Jahr 2003 war der Laser Mel60 auch schon nicht mehr aktuell. Man darf aus dieser Arbeit keinerlei Rückschlüsse zu einer Lasik ziehen.
Auch der Vergleich mit einer Lasek bei Hyperopie lässt sich nur bedingt herleiten, da das Abtragsprofil mit einem modernen Laser nicht mehr zu vergleichen ist und bei dieser Studie ausschließlich Patienten ohne Hornhautverkrümmung behandelt wurden.
lG, Spark

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