von Thierry » 11.10.2003, 10:23
Guten Morgen Marcel,
ja, der Erhalt des (vor-OP) Sehvermögens ist schon ein sehr gutes Ergebniss!! Desshalb plädiere ich persönlich mehr für eine qualitativ-orientierte Behandlung, als für das Erreichen eines "Adleraugen"-Resultat. Denn die neuste Entwicklung (wellenfront/wavefront) birgt zuviele offene Fragen. Ich würde sie persönlich nur in Ausnahmefälle raten: sehr große Pupillen o. sehr große Refraktionswerte.
Was ich gestern vergessen habe zu sagen: Vermutlich konntest Du schon den einen oder anderen Bericht lesen, indenen Patienten von Ergebnissen von 150% oder mehr berichten. Dazu sollte man sagen, daß in vielen Behandlungen eine Überkorrektur vom Arzt in den Laser eingegeben wird. Vielleicht bist Du jetzt erstaunt. Aber das lässt sich damit erklären, daß viele Ärzte durch ihre eigenen Erfahrungen an operierten Patienten, zu der Feststellung gekommen sind, daß beispielsweise Patienten mit geringer/mittlerer Kurzsichtigkeit eine Regression Ihres Sehvermögens während des natürliches Heilungsprozesses erleben. Aus dieser Feststellung haben viele Ärzte gelernt und planen daher eine leichte Überkorrektur für solche Patienten. In den ersten Wochen nach der OP wird dann oft eine leichte Weitsichtigkeit/Überkorrektur gemessen (daher die sehr guten Werte von über 125 o. 150%, von denen diese Patienten berichten - aber kombiniert mit einem schwächeren Sehvermögens auf kurzer Distanz, wie zB beim Lesen eines Buches), die sich aber mit der Heilung und Stabilisierung der Augen, in Richtung 100% verringert.
Dr. Applegate und andere führende Ärzte haben schon oft darüber berichtet (ich kann Dir gerne diverse Links geben): Diese sehr guten Ausgangswerte (manchmal uber 175%) lassen sich während des Heilungs und Akkomodationsprozesses der Augen nicht einhalten und tendieren wieder in Richtung 100%.
Das ist ein weiterer Grund, warum man solche Ergebnisse mit Vorsicht "geniessen" sollte.
Es ist schon sehr schwierig diesen "Status quo" zu erreichen, weil oft neben einem Visus von 1,0 (sehr gutes Ergebniss) störende Nebenwirkungen entstehen (Ghost, Starburst, usw). Zum Glück verbessert sich das bei vielen Patienten nach einigen Monaten (nicht Wochen). Aber, leider ist schwer abzuwiegen, ob sich diese Patienten nicht daran gewöhnt haben und nur eine subjektive Verbesserung und keine objektive Verbesserung entstanden ist.
Guten Morgen Marcel,
ja, der Erhalt des (vor-OP) Sehvermögens ist schon ein sehr gutes Ergebniss!! Desshalb plädiere ich persönlich mehr für eine qualitativ-orientierte Behandlung, als für das Erreichen eines "Adleraugen"-Resultat. Denn die neuste Entwicklung (wellenfront/wavefront) birgt zuviele offene Fragen. Ich würde sie persönlich nur in Ausnahmefälle raten: sehr große Pupillen o. sehr große Refraktionswerte.
Was ich gestern vergessen habe zu sagen: Vermutlich konntest Du schon den einen oder anderen Bericht lesen, indenen Patienten von Ergebnissen von 150% oder mehr berichten. Dazu sollte man sagen, daß in vielen Behandlungen eine Überkorrektur vom Arzt in den Laser eingegeben wird. Vielleicht bist Du jetzt erstaunt. Aber das lässt sich damit erklären, daß viele Ärzte durch ihre eigenen Erfahrungen an operierten Patienten, zu der Feststellung gekommen sind, daß beispielsweise Patienten mit geringer/mittlerer Kurzsichtigkeit eine Regression Ihres Sehvermögens während des natürliches Heilungsprozesses erleben. Aus dieser Feststellung haben viele Ärzte gelernt und planen daher eine leichte Überkorrektur für solche Patienten. In den ersten Wochen nach der OP wird dann oft eine leichte Weitsichtigkeit/Überkorrektur gemessen (daher die sehr guten Werte von über 125 o. 150%, von denen diese Patienten berichten - aber kombiniert mit einem schwächeren Sehvermögens auf kurzer Distanz, wie zB beim Lesen eines Buches), die sich aber mit der Heilung und Stabilisierung der Augen, in Richtung 100% verringert.
Dr. Applegate und andere führende Ärzte haben schon oft darüber berichtet (ich kann Dir gerne diverse Links geben): Diese sehr guten Ausgangswerte (manchmal uber 175%) lassen sich während des Heilungs und Akkomodationsprozesses der Augen nicht einhalten und tendieren wieder in Richtung 100%.
Das ist ein weiterer Grund, warum man solche Ergebnisse mit Vorsicht "geniessen" sollte.
Es ist schon sehr schwierig diesen "Status quo" zu erreichen, weil oft neben einem Visus von 1,0 (sehr gutes Ergebniss) störende Nebenwirkungen entstehen (Ghost, Starburst, usw). Zum Glück verbessert sich das bei vielen Patienten nach einigen Monaten (nicht Wochen). Aber, leider ist schwer abzuwiegen, ob sich diese Patienten nicht daran gewöhnt haben und nur eine subjektive Verbesserung und keine objektive Verbesserung entstanden ist.