Hallo Zusammen,
bin hier im Forum bisher nur ganz selten in Erscheinung getreten. War für mich aber ein wichtiges Medium um eine generelle Entscheidung pro OP zu treffen.
Meine Situation vorher:
R: -6,0 = -1,0/20°
L: -8,0 = -1,0/160°
bin 34J. alt. Seit 26 Jahren kurzsichtig und seit 22 Jahren Kontaktlinsenträger (davon die letzte 14 Jahre weiche KL.) Im Laufe der Zeit wurde das Tragen der Linsen immer unangenehmer. Habe Probleme mit Allergien - Partys in verrauchten Räumen waren die Hölle. Hatte ca. 10 mal im Jahr mit Bindehautreizungen zu tun. Beim Motorradfahren, Schwimmen, Sport hat es mich einfach genervt weil ein ständiges Unwohlfühlen da war. Ohne Linsen war ich ein "Maulwurf", mit Brille fühlte ich mich wie mit Froschaugen. Daher habe ich seit 3 Jahren alles studiert was über refraktive Korrekturen zu finden war. Eigentlich hatte ich vor mich in Mannheim operieren zu lassen. Dann hatte ich aber mehr durch Zufall Kontakt zu Herrn Prof. Dr. Trinkmann im Diakonissenkrankenhaus in Karlsruhe Rüppurr. Herr Trinkmann war mir sofort sympathisch und erschien äusserst kompetent. In insgesamt 3 Vorgesprächen/Untersuchungen informierte er mich umfassend über Chancen und Risiken. Da ich mich rundum wohl fühlte, und das Krankenhaus nur ca. 10km von meinem Wohnort weg ist, entschied ich mich hier für die Lasik - OP. Erwähnen möchte ich noch, daß der Laser nicht ständig hier ist. Scheinbar teilen sich mehrere Krankenhäuser diesen Laser wobei nach meinem Verständnis der gleiche CO-Operateur diesen Laser auf seiner Runde begleitet. Der OP-Termin war gestern 4.4. um 10 Uhr angesetzt. Die Nacht zuvor schlief ich wunderbar. Auch vor der OP keinerlei Aufregung. Im Wartezimmer traf ich eine Dame deren eines Auge bereits vor 4 Wo. gelaser wurde. Da Sie wechselseitig kurz- und weitsichtig war, wurde erst nach diesem Zeitraum das 2te mal operiert. Sie war total begeistert und sorgte dafür daß keine Bedenken bei mir aufkamen. Meine Augen wurden nochmals untersucht der Wert erneut festgestellt und dann gings los. Ich verzichtete auf Schmerz und Beruhigungsmittel da ich den Vorgang bei vollem Bewusstsein miterleben wollte. Zuerst wurde das rechte Auge mit Tropfen betäubt. Ich bekam eine schicke OP-Haube auf und wurde in den OP-Raum geführt. Es waren Prof. Trinkmann und 3 Assistenten anwesend. Ich legte mich auf die Liege in meine Kniebeuge kam ein Schaumstoffkeil. Mein Kopf lag in einer Kuhle und das Gerät wurde langsam über meinen Kopf gerollt. Sehr beruhigend fand ich daß mir jeder Schritt im Detail erklärt wurde. Begonen wurde mit dem rechten Auge. Das Lid, die Wimpern und Braue wurde desinfiziert. Nach einer kurzen Wartezeit wurde das Ober- und Unterlid mit einem Klebestreifen fixiert. Der gesamte Kopfbereich mit einem sterilen Einmalabdecktuch bedeckt dessen Ränder um das Auge festgeklebt wurde. Mit dem Lidspreizer wurde das Auge geöffnet und fixiert. Zwischenzeitlich wurde noch 2mal betäubende Tropfen verwendet. Der Saugring wurde aufgesetzt und durch Unterdruck? am Auge fixiert. Danach kam das Abschneiden des Flap. Während der gesamten OP sollte ich einen grünen Punkt beobachten, was ich auch tat. Als der Flap weggeklappt war, begann der Laser sein Werk. Ich spürte nichts, ich sah nichts und ich roch nichts. Es war kein Klacken zu hören, es war eher das Geräusch wie wenn mein PC hochfährt. Ich bemerkte nur wie sich das Bild veränderte. War der Punkt vorher noch verhältnismässig klar, verschwamm er nun immer stärker vor meinen Augen. Als der Flap dann zurückgelegt worden war und glattgestrichen wurde, hatte ich mein erstes AHAerlebnis. Danach kam das 2te Auge dran. Genau die gleiche Vorgehensweise. Ausser einer kleinen Blutung an meinem rechten Auge kam es während der OP zu keinem nennenswerten Vorfall. Meine Augen wurden nochmals kurz überprüft, dann mit 2 durchsichtigen Augenklappen abgeklebt und fertig. Mit allen Voruntersuchungen ca 1 Stunde Zeitbedarf. Da mein Kreislauf stabil war und ich mich gut fühlte, durfte ich gleich nach Hause. Ich stärkte mich zuvor mit einem Glas Osaft und einer Brezel und rief meinem Abholer an der mich nach Hause brachte. Auf der Fahrt begannen beide Augen massiv zu tränen. Das Gefühl ist in etwa wie wenn man eine Ladung Sand abbekommen hat. Zwar nicht schön, aber wenn man die Augen geschlossen hält gut durchzuhalten. Ich habe dann Zuhause im verdunkelten Schlafzimmer 3 Stunden geschlafen, und mich auch generell gestern im Dunkeln bewegt. Als ich dann nach einer ruhigen Nacht heute Morgen erwachte, wollte ich es wissen!!! Ich nahm den Verband ab und konnte wieder sehen!!! Hurra!! Die Nachuntersuchung heute Morgen ergab links 100% und rechts 80% wobei diese Sehschwäche rechts durch die Trübung durch das geplatzte Äderchen kam. Meine Frau bewunderte heute Morgen meine strahlenden Augen. Ich fühle mich grandios. Die Schrift auf Strassenschildern springt mich regelrecht an. Was mich vor Allem wundert, die vielseits genannten Kontrastprobleme gehen bei mir eher ins Gegenteil! Alle Farben sind extrem kräftig und leuchtend! Super! Ich glaube, daß ich den richtigen Zeitpunkt für die OP gewählt habe - in Ruhe informiert und einige Erfahrungswerte abgewartet und trotzdem noch vieeel Leben vor mir!
Ich bedanke mich bei Allen die durch Ihre informativen, positiven und zum Teil auch kritischen Berichten halfen meine Entscheidung zu treffen.
Viele Grüße
Bernd
Frisch operiert und super glücklich!
Moderator: Frankyboy
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