Femto-Lasik

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

jwinckelmann
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Beitrag von jwinckelmann » 15.06.2006, 21:11

presbyop hat geschrieben:
jwinckelmann hat geschrieben:Und 1 Klinge pro Auge, wie in Deutschland üblich, hat keine nennenswerten Vorteile und kann sogar mal nachteilig sein.
Und welche Nachteile wären das?
Aus dem Gedächtnis:

Man muss abwägen: Die Gefahr der Übertragung einer Infektion von einem Auge zum anderen bei einer Klinge gegen die Gefahr, dass bei 2 Klingen eben auch eher eine fehlerhafte dabei sein kann. Wobei die Übertragung von Infektionen in der Praxis wohl fast nicht zu beobachten ist.

blizzard
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Beitrag von blizzard » 16.06.2006, 10:40

Winkelmann hat geschrieben:
Man muss abwägen: Die Gefahr der Übertragung einer Infektion von einem Auge zum anderen bei einer Klinge gegen die Gefahr, dass bei 2 Klingen eben auch eher eine fehlerhafte dabei sein kann. Wobei die Übertragung von Infektionen in der Praxis wohl fast nicht zu beobachten
Seriöse Laserkliniken, die ihre Patienten nicht erst am Tag des Eingriffs zum erstenmal sehen, geben den Patienten Tropfen, die zur Infektionsvorbeugung genommen werden. Darüber hinaus werden Patienten mit Infektionen nicht operiert

Fälle einer Infektionsübertragung von einem Auge ins andere über die Klinge sind gänzlich unbekannt.

Kalibrierte Präzisionsklingen werden strengen Qualtätskontrollen unterzogen und in vielen Laserkliniken vor dem Einsatz unter einem Mikroskop kontrolliert. Die Wahrscheinlichkeit, daß man mit einer defekten Klinge operiert wird, ist kleiner als die Wahrscheinlichkeit eines Defekts beim Femto-Laser.

Eine Klinge für beide Augen hat den Vorteil, daß der zweite Schnitt mit der gleichen Klinge in der Regel einen etwas dünneren Flap liefert. Man kann somit bei höheren Kurzsichtigkeiten, die für die einzelnen Augen unterschiedlich sind, das Auge mit der höheren Kurzsichtigkeit als zweites behandeln und somit noch ein wenig Hornhautgewebe sparen.

presbyop
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Beitrag von presbyop » 19.06.2006, 19:06

jwinckelmann hat geschrieben: Man muss abwägen: Die Gefahr der Übertragung einer Infektion von einem Auge zum anderen bei einer Klinge gegen die Gefahr, dass bei 2 Klingen eben auch eher eine fehlerhafte dabei sein kann. Wobei die Übertragung von Infektionen in der Praxis wohl fast nicht zu beobachten ist.
Infektionsübertragung von einem Auge auf das andere ist in der Tat sehr selten, aber nicht ausgeschlossen. Keratomklingen müssen vor Verwendung durch den Operateur geprüft werden und das sollte auch dokumentiert werden. Wobei bestimmte Probleme auch dabei unentdeckt bleiben können - Siehe anderer Beitrag.

presbyop
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Beitrag von presbyop » 19.06.2006, 19:28

blizzard hat geschrieben: Seriöse Laserkliniken, die ihre Patienten nicht erst am Tag des Eingriffs zum erstenmal sehen, geben den Patienten Tropfen, die zur Infektionsvorbeugung genommen werden. Darüber hinaus werden Patienten mit Infektionen nicht operiert

Fälle einer Infektionsübertragung von einem Auge ins andere über die Klinge sind gänzlich unbekannt. In neueren Studien müsste ich erst recherchieren.
Stulting berichtete schon in der Studie von 1999 von zwei Fällen.
blizzard hat geschrieben: Kalibrierte Präzisionsklingen werden strengen Qualtätskontrollen unterzogen und in vielen Laserkliniken vor dem Einsatz unter einem Mikroskop kontrolliert. Die Wahrscheinlichkeit, daß man mit einer defekten Klinge operiert wird, ist kleiner als die Wahrscheinlichkeit eines Defekts beim Femto-Laser.
Seit vor einigen Jahren ein bekannter und seriöser Hersteller Keratomklingen auslieferte, die zwar steril, nicht jedoch von Schleifsäure befreit waren, glauben zumindest die Menschen mit einer dadurch verursachten Verätzung der Hornhaut nicht emhr an deren Unfehlbarkeit. Die Fälle verliefen alle nicht so berauschend, in einem mir bekannten davon wurde auch eine Keratoplastik fällig.
blizzard hat geschrieben: Eine Klinge für beide Augen hat den Vorteil, daß der zweite Schnitt mit der gleichen Klinge in der Regel einen etwas dünneren Flap liefert. Man kann somit bei höheren Kurzsichtigkeiten, die für die einzelnen Augen unterschiedlich sind, das Auge mit der höheren Kurzsichtigkeit als zweites behandeln und somit noch ein wenig Hornhautgewebe sparen.
Fuzzy logic im OP halte ich nicht für begrüßenswert. Die Behandlung eines jeden Auges ist ein separater Eingriff und sollte auch so behandelt werden. Alle mir bekannten seriösen und erfahrenen refraktiven Chirurgen behandeln stets das gleiche Auge zuerst, nicht einmal das linke und einmal das rechte. Wenn man mit so etwas erstmal das Chaos bei seinem Assistenzpersonal verbreitet, ist m. E. reproduzierbare Ergebnisqualität im OP nicht mehr zu gewährleisten.

sindbad1969
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Beitrag von sindbad1969 » 31.03.2008, 09:48

blizzard hat geschrieben:(...)Das AMADEUS-Mikrokeratom schneidet nicht, wenn die Saugung nicht ausreichend ist. Daß ein AMADEUS mitten im Schnitt stehengeblieben sei, ist nicht bekannt. Darüber hinaus ist die Reproduzierbarkeit der Schnitte von AMADEUS unter Benutzung von kalibrierten Präzisionsklingen nicht schlechter als bei einem FEMTO-Laser. Ich verweise noch einmal auf den Beitrag von Prof. Seiler auf der IROC-Seite. Zur Zeit sind Vorteile eines FEMTO-Lasers nicht zu sehen. (...)
Ich habe mich bei Prof. Seilers Iroc für einen Voruntersuch angemeldet. Daher weiss ich, dass Prof. Seiler nunmehr das Femto-Lasik Verfahren als sog. "Zusatz-Angebot" anbietet (vgl. hier: http://www.iroc.ch/preise.html). Wohl ein Hinweis darauf, dass sich der augenärtzliche Standpunkt zwischenzeitlich geändert hat.

Bei aller hier für oder gegen Fachpersonen und Anbieter gemachten Bewertungen muss ich abschliessend Folgendes hervorstreichen: Das Iroc macht keine "marktschreierische" Werbung und ist dem ärtzlichen Gebot entsprechend ausserordentlich zurückhaltend mit Erfolgsversprechen. Gerade dieser Umstand gibt mir Vertrauen. Es ist doch bei Ärtzen genau Dasselbe wie bei Anwälten. Marktschreier sind selten gut...

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