Moin nochmal!
Neben meinem anderen Post zur Simulation der Nachtsicht mit Kontaktlinsen hier noch eine andere Sache zur Pupillengröße: Durch zwei Voruntersuchungen mit unterschiedlichen Ergebnissen (Pupillengröße 7mm im relativ dunkeln, 8,3mm im stockdunkeln) habe ich mich gefragt, wie überhaupt die Größe der optischen Zone bestimmt wird. Antwort meines nicht-lasernden Augenarztes: Das ist Gefühlssache des lasernden Arztes!! Denn es könne auch bei großer optischer Zone und kleinen Pupillen zu Schwierigkeiten im Nachtsehen kommen, genauso könne es andersrum keine Probleme geben. Man wisse noch nicht genau woher eine schlechte Nachtsicht komme...
Puh, und ich dachte die optische Zone wäre durch die Pupillengröße festgelegt. Das ist mir ähnlich unbehaglich wie die Tatsache, dass der Abtrag letztlich aus den Werten eines Sehtests bestimmt wird...
Bin gespannt auf Eure Kommentare.
Viele Grüße
Martin
Ermittlung der größe der optischen Zone
Moderator: Frankyboy
Ermittlung der größe der optischen Zone
R: -3,5 sph; -0,25 cyl
L: -3,5 sph; -0,5 cyl
...noch(?) keine refraktive OP...
L: -3,5 sph; -0,5 cyl
...noch(?) keine refraktive OP...
Re: Ermittlung der größe der optischen Zone
Hallo,
also meiner Meinung nach ist die optische Zone die vom Laser behandelte Zone in der Hornhhaut. Und diese müsste ja eigentlich in möglichst großer Dunkelheit gemessen werden, um den entsprechenden Laser für die richtige Laserfläche auswählen zu können. Das man keine hundertprozentige Dunkelheit zum Messen benötigt, ist vielleicht ok, da man ja eigentlich auch im Alltag nie in kompletter Dunkelheit unterwegs ist und wenn doch, das Sehen dann eh ziemlich eingeschränkt ist
Was mich erstaunt, ist, warum die falsche optische Zone nichts mit der schlechten Nachtsicht zutun haben sollte. Es kann ja durchaus sein, dass noch weitere Faktoren mit hineinspielen, aber die Größe der optischen Zone ist bestimmt nicht unwesentlich.
Was sagt denn dein lasernder Arzt dazu? Entscheidet er das auch aus dem Gefühl heraus?
Viele Grüße
also meiner Meinung nach ist die optische Zone die vom Laser behandelte Zone in der Hornhhaut. Und diese müsste ja eigentlich in möglichst großer Dunkelheit gemessen werden, um den entsprechenden Laser für die richtige Laserfläche auswählen zu können. Das man keine hundertprozentige Dunkelheit zum Messen benötigt, ist vielleicht ok, da man ja eigentlich auch im Alltag nie in kompletter Dunkelheit unterwegs ist und wenn doch, das Sehen dann eh ziemlich eingeschränkt ist
Was mich erstaunt, ist, warum die falsche optische Zone nichts mit der schlechten Nachtsicht zutun haben sollte. Es kann ja durchaus sein, dass noch weitere Faktoren mit hineinspielen, aber die Größe der optischen Zone ist bestimmt nicht unwesentlich.
Was sagt denn dein lasernder Arzt dazu? Entscheidet er das auch aus dem Gefühl heraus?
Viele Grüße
-
Donauwelle
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Re: Ermittlung der größe der optischen Zone
Ist es nicht "beruhigend", dass der Großteil der Laseroperationen klappt, obwohl man eigentlich nur Versuchskaninchen istMan wisse noch nicht genau woher eine schlechte Nachtsicht komme...
Ist es nicht ebenso "beruhigend", dass viele Ärzte Pupillenmessungen vornehmen (naja, manche Ärzte schätzen eher), obwohl bei mehreren Messungen oft stark abweichende Ergebnisse geliefert werden und man noch nicht einmal weiß, warum die Nachtsicht manchmal überraschend gut, und manchmal überraschend schlecht wird.
Manche Ärzte - z.B. auch mein Erstoperateur - vertreten die Ansicht, dass die opt. Zone nicht so groß sein muss wie die Dunkelpupille, weil der äußere Teil der Pupille für´s Sehen nicht sehr wichtig ist.
Mag sein, dass diese für viele Patienten zutrifft; meine Erfahrung hat leider anderes gezeigt. Wenn bei Dämmerung oder Dunkelheit die Pupille die "Auslaufzone" erreicht treten mit großer Wahrscheinlichkeit Sehprobleme auf.
Die Vergrößerung der opt. Zone auf einer Seite (bei einem anderen Arzt) brachte bei mir z.B. deutliche Besserung.
Ich denke, es wird schon seinen Grund haben, dass die vorsichtige Gruppe von Ärzten zu einer opt. Zone tendiert, die ausreichend groß ist.
Ich würde die OP daher nur mehr bei einem Arzt durchführen lassen, der glaubhaft versichert, dass er die opt Zone (also excl. Übergangsbereich) mind. i.d. Größe der Dunkelpupille lasern kann. Auf Aussagen wie "Randbereich ist meist nicht relevant ...." würde ich mich nicht mehr einlassen. Schließlich weiß man erst im Nachhinein, ob man zu den "angeblich wenigen Patienten" zählt, die bei zu kleiner opt. Zone Probleme bekommen.
Man weiß auch nicht, wie sensibel man auf Aberrationen, welche im Zuge der OP entstehen, reagiert, oder ob die Augen nach der OP trockener werden als der Arzt erwartet
Ich denke, man sollte die möglichen Risikofaktoren vor der OP minimieren, soweit dies möglich ist und nicht durch Leichtsinn (sowohl des Operateurs als auch durch eigene Unvernunft und intensives Drängen) mögliche Probleme heraufbeschwören.
Das Testen einer zu kleinen opt. Zone mit CL vor der OP finde ich schlau. Alle möglichen Sehprobleme wirst du damit aber nicht simulieren können. Außerdem rutschen CL im Auge leicht hin und her (harte CL mehr, weiche CL wenig). - Die gelaserte opt. Zone bewegt sich nicht.
LG
Donauwelle
Donauwelle
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Donauwelle
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Re: Ermittlung der größe der optischen Zone
In folgendem Auszug ( http://www.augen-roseneck.de/pupillomet ... durchmeser ) ist recht gut erklärt, dass große Pupillen eine kleine Herausforderung sind, obwohl jeglicher Hinweis fehlt, wie sich "Kompromisse"
auswirken können.
Auch der Operateur hat nicht am eigenen Leib verspürt, wie sich eine wenig geglückte Kompromiss-OP auswirken kann, denn sonst könnte er seinen Chirurgenjob wahrscheinlich gar nicht mehr ausüben. Die Aussagen im Zuge der Aufklärung sind daher im besten Fall ehrliche Annahmen.
Zur Sicherheit unterschreibt der Patient vorher, dass ihm bewusst ist, dass aufgrund seiner Anatomie ein erhöhtes Risiko besteht
.
Findet ihr die Texktombination "Besonders wichtig ist die Erfassung der Pupillengröße" und "Kompromisse" auch so witzig wie ich?
Ich nahm bisher an, dass man bei wichtigen Dingen keine Kompromisse eingehen soll.
Stellt sich natürlich die Frage, wie schlau es ist, "Kompromisse" bei den Augen einzugehen, v.a. weil es eine Überraschung für den Patienten bleibt, wie sich dieser Kompromiss tatsächlich auswirkt.Besonders wichtig ist die Erfassung der Pupillengröße vor der geplanten Laserbehandlung einer Fehlsichtigkeit. Die mit dem Laser behandelte Hornhautfläche sollte möglichst so groß sein, wie die Pupillengröße bei Dämmerung (Mesopische Pupillengröße).
Dies ist in der Regel bei normalen Korrekturhöhen und normaler Hornhautdicke kein Problem. Ist jedoch die Pupille gerade bei jungen Patienten besonders groß oder ist die Höhe der Fehlsichtigkeitskorrektur besonders hoch und/oder ist die Hornhaut für die angestrebte Korrekturhöhe und die pupillenbedingte Größe der Behandlungszone eher knapp bemessen, so muss man einen Kompromiss bei den Behandlungsparametern finden. Das heißt man muss zur Gewebeeinsparung die Behandlungszone etwas verkleinern oder ggf. die Korrekturhöhe verringern. Diesen Kompromiss wird der erfahrene Laserchirurg nach Berechnung der Laserparameter mit dem Patienten ausführlich besprechen und in der schriftlichen Aufklärung vor der Operation ausführlich dokumentieren.
Auch der Operateur hat nicht am eigenen Leib verspürt, wie sich eine wenig geglückte Kompromiss-OP auswirken kann, denn sonst könnte er seinen Chirurgenjob wahrscheinlich gar nicht mehr ausüben. Die Aussagen im Zuge der Aufklärung sind daher im besten Fall ehrliche Annahmen.
Zur Sicherheit unterschreibt der Patient vorher, dass ihm bewusst ist, dass aufgrund seiner Anatomie ein erhöhtes Risiko besteht
Findet ihr die Texktombination "Besonders wichtig ist die Erfassung der Pupillengröße" und "Kompromisse" auch so witzig wie ich?
Ich nahm bisher an, dass man bei wichtigen Dingen keine Kompromisse eingehen soll.
LG
Donauwelle
Donauwelle
Re: Ermittlung der größe der optischen Zone
hall zusammen, das mit den harten oder weichen KL im dunkeln tragen, das kann ich selber bestätigen.
im dunkeln hatte ich mit harten KL eigentlich eine gute sicht und wenig halos.
bei mir wurde gelasert:
Pupille dunkel: 6,5
Zone: 7,0
Behandlungszone: ?
--------------------------
nun um eine weitere meinung beim anderen laser doc einzuholen wurde eine dunkel pupille von 8 gemessen.
ich gehe mal davon aus das die behandlungszone bei mir 8 dann auch betragen hat.
im dunkeln hatte ich mit harten KL eigentlich eine gute sicht und wenig halos.
bei mir wurde gelasert:
Pupille dunkel: 6,5
Zone: 7,0
Behandlungszone: ?
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nun um eine weitere meinung beim anderen laser doc einzuholen wurde eine dunkel pupille von 8 gemessen.
ich gehe mal davon aus das die behandlungszone bei mir 8 dann auch betragen hat.
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