Hallo zusammen,
Im Vorfeld meiner Operation habe ich mich hier im Forum umfassend informieren können, habe mich jetzt aber ganz neu angemeldet, weil ich meine Zugangsdaten nach all den Jahren vergessen habe.
Die LASIK war im Januar 2005, danach hatte ich 100% Sehschärfe, auf dem linken nur 90 %, aber das habe ich garnicht bemerkt.
Bei meiner ersten Lesebrille (2009) wurde dann die Sehschärfe links als ca. +1 gemessen und dieser Wert wurde auf den Nahwert addiert. Soweit, so gut.
Seit einem JAhr macht mir eine Winkelfehlsichtigkeit (WF, schielen, das man kompensieren kann, aber die Muskeltätigkeit, die dafür notwendig ist, kann sehr astrengend werden) zu schaffen, aber das ist ein anderes Thema. Nur, wegen des sehr anstrengenden Sehens am REchner bin ich erneut zum Optiker. der stelle nun auch eine Fehlsichtigkeit auf dem rechten Auge fest und ich erhielt eine Gleitsichtbrille mit Prismengläsern (für die winkelfehlsichtigkeit). Damit komme ich aber nicht klar, das Sehen ist sehr anstrengend.
Nachts ist die Sicht ganz schlecht, ohne Brille sehe ich gebrauchbar, mit fast unmöglich. Da ich aber zur Korrektur der WF das Prismenglas (lenkt die Strahlen um) habe, kann ich die Brille aber nicht einfach absetzen, da ich dann 2 Bilder sehe.
Folgendes ist jetzt herausgekommen:
Also, auf beiden Augen habe ich ca. +1
Die Messung der Hornhautoberfläche hat Unregelmäßgkeiten gezeigt, dadurch ist die Sehschärfe bei erweiterten Pupillen annähernd Null Dioptrien, bei leichter Hornahutverkrümmung.
Eigentlich bräuchte ich 2 verschiedene Gleitsichtbrillen.
Nun meine Fragen:
Wie kann sich die Sehschärfe nach über 6 Jahren nach OP noch ändern?
Das rechte Auge war all die Jahre ok.
Ist diese Aberration zwingend eine Folge der LASIK (klar, der Optiker hat das in jedem 2. Satz betont, dass ich die Problme durch die OP habe)
Oder kann es andere Ursachen haben? Krankhafte Veränderungen?
Kann man es korrigieren und wenn ja, unter welchen Umständen ist es zu empfehlen?
Viele Grüße
Teasy
Aberration höherer Ordnung
Moderator: Frankyboy
Re: Aberration höherer Ordnung
Hallo Teasy,
Dass sich die Brechkraft deines Auges in den letzten Jahren leider zum negativen hin entwickelt hat kann mehrere Gründe haben.
Um genaueres zu sagen müsste man deine Dioptrienwerte von heute mit den Werten von vor der lasik bzw. einem Jahr danach genau vergleichen.
1. Je nach dem wie alt du bist kann dein Augapfel noch etwas gewachsen sein , was zu einer Veränderung der Fehlsichtigkeit führen kann.
2. Es ist nach all den Jahren zu einer leichten Rückbildung des
OP-Erfolges gekommen zur sogenannten Regression. Tritt allerdings meist innerhalb des ersten Jahres auf.
3. Durch die Aberrationen höherer Ordnung kann sich die Fehlsichtigkeit ebenfalls leicht verändern, was du ja auch beschreibst.
Normalerweise werden diese Höheren Abbildungsfehler welche auch ein ungelasertes Auge hat durch eine solche OP erhöht. Sie treten bereits unmittelbar während der Heilungsphase auf und nicht unbedingt erst nach vielen Jahren.
Es können sich aber auch im Verlaufe des Lebens aus anderen Gründen spontan solche Aberrationen bilden. Ist aber eher die Ausnahme.
Deine schlechte Nachtsicht liegt also warscheinlich an deiner Restfehlsichtigkeit gepaart mit deinen Aberrationen und evtl. einer etwas zu kleinen gelaserten optischen Zone, damit kann Streustrahlung in den Randzonen entstehen.
Aberrationen könne im Zuge einer Re-lasik heute nur sehr schwer oder gar nicht entfernt werden. Im Besten Fall hast du nach der Op nicht mehr Aberrationen als vorher.
Der technische Fortschritt macht aber auch auf diesem Gebiet nicht halt. Es wird sich in den nächsten Jahren einiges tun.
Alles Gute
Dass sich die Brechkraft deines Auges in den letzten Jahren leider zum negativen hin entwickelt hat kann mehrere Gründe haben.
Um genaueres zu sagen müsste man deine Dioptrienwerte von heute mit den Werten von vor der lasik bzw. einem Jahr danach genau vergleichen.
1. Je nach dem wie alt du bist kann dein Augapfel noch etwas gewachsen sein , was zu einer Veränderung der Fehlsichtigkeit führen kann.
2. Es ist nach all den Jahren zu einer leichten Rückbildung des
OP-Erfolges gekommen zur sogenannten Regression. Tritt allerdings meist innerhalb des ersten Jahres auf.
3. Durch die Aberrationen höherer Ordnung kann sich die Fehlsichtigkeit ebenfalls leicht verändern, was du ja auch beschreibst.
Normalerweise werden diese Höheren Abbildungsfehler welche auch ein ungelasertes Auge hat durch eine solche OP erhöht. Sie treten bereits unmittelbar während der Heilungsphase auf und nicht unbedingt erst nach vielen Jahren.
Es können sich aber auch im Verlaufe des Lebens aus anderen Gründen spontan solche Aberrationen bilden. Ist aber eher die Ausnahme.
Deine schlechte Nachtsicht liegt also warscheinlich an deiner Restfehlsichtigkeit gepaart mit deinen Aberrationen und evtl. einer etwas zu kleinen gelaserten optischen Zone, damit kann Streustrahlung in den Randzonen entstehen.
Kann ich von meiner Position aus nicht beurteilen.Oder kann es andere Ursachen haben? Krankhafte Veränderungen?
Kann man es korrigieren und wenn ja, unter welchen Umständen ist es zu empfehlen?
Aberrationen könne im Zuge einer Re-lasik heute nur sehr schwer oder gar nicht entfernt werden. Im Besten Fall hast du nach der Op nicht mehr Aberrationen als vorher.
Der technische Fortschritt macht aber auch auf diesem Gebiet nicht halt. Es wird sich in den nächsten Jahren einiges tun.
Alles Gute
Andreas
Re: Aberration höherer Ordnung
Hallo Andreas,
danke für die antwort.
Leider kenn ich die Dioptrienwerte nach der OP nicht, der augenarzt bestätigte mir nur die Sehkraft in %.
Vor der OP war ich stark kurzsichtig, nun weitsichtig (damit wäre ja der OP-Erfolg nicht rückläufig, sondern verstärkt, nach 7 Jahren) und zwar mit der schlechteren Sicht tagsüber, nachts sehe ich besser. Das ist der Grund, dass ich mit der Brille, die für denTag gemacht ist, nachts nicht gut sehen kann, sie ist einfach zu stark.
Falls die Aberrationen direkt nach der OP schon da waren, habe ich sie nicht bemerkt, zumindest war die Sicht rechts immer super, Probleme habe ich erst seit weniger als einem Jahr also über 6 Jahre post-OP. Irgendetwas hat sich da getan.
Hätte ich nicht die Problematik mit der Prismenbrille - wenn man diese einige Zeit getragen hat, kann sich das Auge schlecht umstellen und ohne gut sehen, aber am Rechner brauch ich sie - würde ich im dunklen schlicht ohne Brille sein.
Hat man das schon gehört, im hellen ist die Sehkraft schlechter als im dunklen??
Na, ja, ist alles recht seltsam...
Viele Grüße
Teasy
danke für die antwort.
Leider kenn ich die Dioptrienwerte nach der OP nicht, der augenarzt bestätigte mir nur die Sehkraft in %.
Vor der OP war ich stark kurzsichtig, nun weitsichtig (damit wäre ja der OP-Erfolg nicht rückläufig, sondern verstärkt, nach 7 Jahren) und zwar mit der schlechteren Sicht tagsüber, nachts sehe ich besser. Das ist der Grund, dass ich mit der Brille, die für denTag gemacht ist, nachts nicht gut sehen kann, sie ist einfach zu stark.
Falls die Aberrationen direkt nach der OP schon da waren, habe ich sie nicht bemerkt, zumindest war die Sicht rechts immer super, Probleme habe ich erst seit weniger als einem Jahr also über 6 Jahre post-OP. Irgendetwas hat sich da getan.
Hätte ich nicht die Problematik mit der Prismenbrille - wenn man diese einige Zeit getragen hat, kann sich das Auge schlecht umstellen und ohne gut sehen, aber am Rechner brauch ich sie - würde ich im dunklen schlicht ohne Brille sein.
Hat man das schon gehört, im hellen ist die Sehkraft schlechter als im dunklen??
Na, ja, ist alles recht seltsam...
Viele Grüße
Teasy
Re: Aberration höherer Ordnung
Hallo Teasy,
Ja das ist doch ein wenig seltsam, oft hört man eher das Gegenteil. Tagsüber ok und in der Dunkelheit zunehmend schlechter.
Es kann aber durchaus sein dass du in der Nacht bei geöffneter Pupille die besseren Korrekturwerte hast als tagsüber da die äusseren Hornhautregionen näher am Nulldioptrien Punkt liegen.
Das würde die bessere Sicht erklären.
Grundsätzlich können sich die Dioptrienwerte immer richtig weitsichtigkeit verändern mit zunehmenden Alter.
Ob mit, oder ohne Augenlaser-OP.
Gruss Andi
Ja das ist doch ein wenig seltsam, oft hört man eher das Gegenteil. Tagsüber ok und in der Dunkelheit zunehmend schlechter.
Es kann aber durchaus sein dass du in der Nacht bei geöffneter Pupille die besseren Korrekturwerte hast als tagsüber da die äusseren Hornhautregionen näher am Nulldioptrien Punkt liegen.
Das würde die bessere Sicht erklären.
Grundsätzlich können sich die Dioptrienwerte immer richtig weitsichtigkeit verändern mit zunehmenden Alter.
Ob mit, oder ohne Augenlaser-OP.
Gruss Andi
Andreas
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