trans-PRK bei -6 dpt? Euer Rat?

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Moderator: Frankyboy

HamsterAuge
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trans-PRK bei -6 dpt? Euer Rat?

Beitrag von HamsterAuge » 09.10.2011, 17:14

Schnellleser: lest nur das fettgedruckte!

Hallo liebe Forum-Nutzer,

ich finde dieses Forum echt super und sehr informativ. Ich habe schon viele Stunden hier verbracht und konnte von euch einiges lernen, danke dafür!

Nun also zu mir:
Ich bin stark kurzsichtig (-6 dpt) und fühle mich auch mit Brille im Alltag sehr eingeschränkt. Ich habe 5 Jahre lang harte Kontaktlinsen getragen, bin damit aber nicht mehr klar gekommen seit ich studiere (da ich zu wenig schlafe, sehr wenig Zeit habe, die Linsen nicht mehr richtig gepflegt und "übertragen" habe, usw). und trage nun seit 2 Jahren fast nur noch Brille. Zum Ausgehen habe ich auch mal weiche Tageslinsen genommen, aber davon kriege ich schon nach wenigen Stunden trockene und gereizte Augen. Über eine Laser-OP habe ich schon als Teeny nachgedacht und nur darauf gewartet, alt genug zu sein und das Geld gespart zu haben. Also habe ich seit Jahren jeden Euro 5 mal umgedreht und habe nun endlich das Geld zusammen. Ich habe mich im Internet und auch in diesem Forum über die verschiedenen OP-Varianten, mögliche Komplikationen usw. informiert und habe dann einen Termin in einem ALZ zur Voruntersuchung gemacht.

Meine Werte:

rechts Sph -4,35 Zyl -0,75 Achse 47
links Sph -5,75 Zyl -0,50 Achse 5
Visus mit Brille 1,00
Augendruck rechts 19 mmHg, links 18 mmHg
(Ist der Augendruck eigentlich leicht erhöht? Habe gelesen, dass 21 mmHg der maximale normale Wert ist.... muss ich mir Sorgen machen oder ist alles so in Ordnung?)

Abberometrie: RA-4, 61-0,66 A48°, LA-6,35-0,86 A3° @ 4mm
(Diese Werte sagen mir gar nichts... weiß jemand was das bedeutet?)

Pupillometrie: RA 6,47 mm, LA 6,24 mm
VAA-OCT/Pachymetrie: RA 600µm, LA 593µm

Sonstiges: Bin 21 Jahre alt, Werte sind seit 6 Jahren stabil


Laut Operateur wären meine Augen für eine Laser-OP geeignet. Er sagte, hätte ich keine Präferenz geäußert, dann hätte er mir die LASIK empfohlen. Mir ist aber diese Flap-Geschichte ziemlich heikel, ich habe schon Sorgen dass es da zu Problemen kommen könnte, und wenn ich vielleicht irgendwann 80 bin. Außerdem habe ich ja mit den weichen Linsen Probleme gehabt und vermute, dass ich somit für trockene Augen prädestiniert bin. Ich denke, dass eine trans-PRK das Risiko der Augentrockenheit minimiert und außerdem sicherer ist, da kein Flap geschnitten wird. Das Epithel wächst ja komplett wieder zu und ich erhoffe mir, dass mein Auge nach der OP von außen komplett verheilt ist und selbst ein Augenarzt nicht sieht, dass gelasert wurde. Und es wird bei einem Oberflächenverfahren ja auch weniger Gewebe abgetragen, was mir schonender erscheint. Außerdem gefällt mir an der trans-PRK, dass nicht mit irgendwelchen Messern an meinem Auge herumgeschnippelt wird und somit das Infektionsrisiko sehr gering ist. (Ja, ihr merkt, ich bin ein ängstlicher Mensch...)
Also habe ich im Gespräch sofort gesagt, dass ich mir besonders für eine trans-PRK interessiere. Der Operateur hat mich dann auf die längere Heilungsdauer hingewiesen, aber das ist mir nicht so wichtig. Wenn ich von der höheren Sicherheit einer Methode überzeugt bin, kann ich auch ein paar Wochen auf das Ergebnis warten.
Der Operateur sagte, bei mir wäre auch eine trans-PRK möglich. Die trans-PRK sei eine super Sache bis -4 dpt, aber bei höherer Fehlsichtigkeit würde die Hornhaut stärker reagieren da mehr Laserschüsse benötigt wären. Daher müsse er mir mehr Medikamente geben als bei einer LASIK, aber mit den Medikamenten sei es kontrollierbar.

Also heißt das ein höheres Risiko der Narbenbildung/Trübung der Hornhaut bei der trans-PRK??? Wenn es nur darum geht, für wenige Wochen mehr Medikamente zu nehmen, finde ich das nicht schlimm. Ein höheres Vernarbungsrisiko würde mich aber schon nachdenklich machen.

Laut Aufklärungsbogen ist die Methode ja auch nur bis -6 dpt geeignet. Ich befinde mich also im Grenzbereich. Heißt das, dass ich doch lieber die Finger von der trans-PRK lassen sollte aufgrund meiner hohen Fehlsichtigkeit?

Da das Gespräch nun auch 2 Monate zurückliegt, kriege ich in meinem Kopf auch nicht mehr zusammen, warum bei einer PRK eigentlich mehr Laserschüsse benötigt werden als bei einer LASIK? Es wird doch weniger Gewebe abgetragen? Kann mir einer das erklären?

Ich möchte die OP in meinen Semesterferien machen lassen. Wenn alles terminlich klappt, hätten meine Augen 6 Wochen Zeit zu heilen, eventuell auch nur 4 Wochen wenn ich terminliche Probleme bekomme. Laut Operateur wären 4 Wochen Heilungszeit aber ausreichend. Ich bin mir nun aber nicht so sicher, da ich hier Erfahrungsberichte gefunden habe von Patienten, bei denen es wesentlich länger gedauert hat. Sobald meine Uni wieder losgeht, müssen meine Augen SEHR viel mitmachen. Wenig Schlaf, viel Stress, viel lesen und Bildschirmarbeit, stundenlang sehr trockene Laborluft..... Kann ich mich darauf verlassen, dass nach 4-6 Wochen alles so verheilt ist, dass meine Augen einen heftigen Alltag mitmachen und ich nicht alle halbe Stunde tropfen muss?

Also, ich bin im Moment etwas verunsichert. Wenn die trans-PRK für mich doch nicht in Frage kommen sollte, würde ich die OP gar nicht machen. Vor einer LASIK habe ich zu viel Respekt.

Allgemein hatte ich von der Klinik und dem Gespräch mit dem Operateur aber einen sehr guten Eindruck. Es ist nicht die günstigste Klinik, aber ich spare lieber etwas länger und gehe zu einem Operateur, dem ich vertraue. Er hat mir auch nicht das blaue vom Himmel versprochen, sondern auf Probleme hingewiesen. Außerdem hatte er eine sehr ruhige und sympathische Art. Er veröffentlicht auch in wissenschaftlichen Zeitschriften, daher wirkt er auf mich zusätzlich kompetent. Eine Freundin hat bei ihm eine LASIK machen lassen und ist super super glücklich (sie ist noch viel schlimmer kurzsichtig als ich).

Ich würde sehr gerne eure Meinung dazu hören, gerade von den besonders erfahrenen "Forums-Experten" oder von Patienten, die mit änhlichen Werten eine trans-PRK haben machen lassen.
Dankeschön und ich freue mich auf euere Antworten!!!!!
HamsterAuge

Donauwelle
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Re: trans-PRK bei -6 dpt? Euer Rat?

Beitrag von Donauwelle » 10.10.2011, 18:53

Da das Gespräch nun auch 2 Monate zurückliegt, kriege ich in meinem Kopf auch nicht mehr zusammen, warum bei einer PRK eigentlich mehr Laserschüsse benötigt werden als bei einer LASIK? Es wird doch weniger Gewebe abgetragen? Kann mir einer das erklären?
Du meinst wahrscheinlich, dass bei einer trans-PRK mehr Laserschüsse notwendig sind, oder?
Bei der trans-PRK erfolgt der Abtrag des Epithels mittels Laserimpulsen. Daher sind nicht nur die Laserimpulse für die HH-Modellation nötig, sondern auch Laserimpulse für die Epithelentfernung.
Wenn es nur darum geht, für wenige Wochen mehr Medikamente zu nehmen, finde ich das nicht schlimm. Ein höheres Vernarbungsrisiko würde mich aber schon nachdenklich machen.
Ob bei trans-PRK auch Mitomicin verwendet wird, um das Vernarbungsrisiko zu minimieren, müsstest du mit dem Arzt abklären.
Ich würde auch abklären, wie hoch das Risiko ist, dass bei längerer medikamentöser Behandlung dein Augendruck in den nicht mehr unbedenklichen Bereich ansteigt.
Ich würde auch ansprechen, wie hoch die Gefahr ist, dass die großen Pupillen nachts zum Problem werden könnten.
Kann ich mich darauf verlassen, dass nach 4-6 Wochen alles so verheilt ist, dass meine Augen einen heftigen Alltag mitmachen und ich nicht alle halbe Stunde tropfen muss?
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, aber garantieren kann dir niemand, dass deine Augen nach 1 Monat wieder voll funktionsfähig sind. Häufiges Benetzen würde ich dabei als kleineres Übel sehen.
LG
Donauwelle

HamsterAuge
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Re: trans-PRK bei -6 dpt? Euer Rat?

Beitrag von HamsterAuge » 10.10.2011, 19:12

Hallo Donauwelle,

vielen Dank für deine Antwort!
Ob bei trans-PRK auch Mitomicin verwendet wird, um das Vernarbungsrisiko zu minimieren, müsstest du mit dem Arzt abklären.
Ja, der Arzt hat gesagt, dass er Medikamente einsetzen würde gegen das Vernarbungsrisiko. Ich habe aber nicht nachgefragt, welches. Danke für den Tipp, anzusprechen, ob durch das Medikament der Augendruck ansteigt. Ich werde mal im ALZ anrufen und danach fragen.
Ich würde auch ansprechen, wie hoch die Gefahr ist, dass die großen Pupillen nachts zum Problem werden könnten.
Ich habe danach im 1. Gespräch gefragt. Der Arzt sagte, er würde die optische Zone dementsprechend wählen, dass ich keine Probleme mit den großen Pupillen in der Nachtsicht bekomme. Er hat mich gefragt, ob ich bereits Halos, Starbursts etc. sehe und ich habe gesagt, ja schon, aber das ist für mich ganz normal und nicht störend. Laut Arzt würden diese durch die OP natürlich nicht verschwinden, aber sie werden nicht schlimmer werden. Hört sich das realistisch an?
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, aber garantieren kann dir niemand, dass deine Augen nach 1 Monat wieder voll funktionsfähig sind.
Ok, das hört sich für mich erst mal gut an. Mit einer guten Wahrscheinlichkeit kann ich leben.
Häufiges Benetzen würde ich dabei als kleineres Übel sehen.
Das würde mich extrem einschränken, da ich in einem Labor arbeite. Dort ist die Luft besonders trocken. Wenn ich also bei normaler Luft alle 30 min tropfen müsste, wären es bei der Laborluft bestimmt alle 5-10 Minuten. Und zum Tropfen müsste ich aus Sicherheitsgründen das Labor verlassen. Ich könnte also nicht arbeiten. Das kann ich mir nicht leisten, echt nicht. Mein Uni-Abschluss ist wichtiger als die Augen-OP, und genau den würde ich aufs Spiel setzen, wenn ich 4-6 Wochen nach der OP noch größere Schwierigkeiten mit trockenen Augen oder Ähnlichem hätte.

Habe ich es richtig verstanden, dass bei der trans-PRK das Risiko der Trübung und Vernarbung der Hornhaut sehr viel höher ist als bei einer LASIK, ins Besondere bei meinen hohen Werten?

Erst mal vielen Dank für die Antwort. Ich hoffe, dass ich ein bisschen mehr Mut finden kann.... freue mich weiterhin über jede Meinung.

HamsterAuge

Donauwelle
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Re: trans-PRK bei -6 dpt? Euer Rat?

Beitrag von Donauwelle » 10.10.2011, 19:55

Ich habe eigentlich gemeint, dass längere Cortisongaben nach der OP den Augendruck erhöhen können. Fast alle Ärzte verschreiben nach Oberflächenverfahren für längere Zeit Cortison.
Ich habe danach im 1. Gespräch gefragt. Der Arzt sagte, er würde die optische Zone dementsprechend wählen, dass ich keine Probleme mit den großen Pupillen in der Nachtsicht bekomme. Er hat mich gefragt, ob ich bereits Halos, Starbursts etc. sehe und ich habe gesagt, ja schon, aber das ist für mich ganz normal und nicht störend. Laut Arzt würden diese durch die OP natürlich nicht verschwinden, aber sie werden nicht schlimmer werden. Hört sich das realistisch an?
Ich habe die gleiche Frage gestellt und die gleiche Antwort erhalten.
Die Antwort hat sich bei mir auf lange Sicht leider als nicht richtig herausgestellt.
Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob man minimale Starbursts sieht, oder ob die Starbursts auf einmal x-mal so lang und x-mal so dicht (und schön dick) sind. Die Aussage, dass du schon vor der OP Halos und Starbursts siehst, wird vielleicht schon dick und rot in deiner Kartei vermerkt sein :oops:
LG
Donauwelle

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Re: trans-PRK bei -6 dpt? Euer Rat?

Beitrag von HamsterAuge » 10.10.2011, 20:09

Die Aussage, dass du schon vor der OP Halos und Starbursts siehst, wird vielleicht schon dick und rot in deiner Kartei vermerkt sein :oops:
Oh nein, jetzt machst du mir etwas Angst.... :(
Hätte ich mal die Klappe gehalten, habe aber im Gespräch nie im Leben daran gedacht, dass es nachher heißen könte "Aber das hatten Sie doch vorher schon genau so, nach eigenen Angaben!" Ich kann mir irgendwie gar nicht vorstellen, dass der Operateur so fies sein könnte.... aber nach dem, was man hier im Forum list, sind anscheindend viele Operateure nur vor der OP nett und einfühlsam... ich hoffe mal meiner wird's auch nach der OP sein, FALLS es irgendwelche Schwierigkeiten geben wird.
Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob man minimale Starbursts sieht, oder ob die Starbursts auf einmal x-mal so lang und x-mal so dicht (und schön dick) sind.
Von daher hatte ich seine Aussage auch beim Wort genommen, dass er es so meint, dass die Halos und Starbursts unverändert bleiben und nicht hefitger werden....

Aber irgendwie beruhigt es mich ein bisschen, dass meine Freundin bei dem gleichen Arzt eine LASIK hat machen lassen, und ihre Nachtsicht ist unverändert gut. Naja aber ich weiß auch nicht wie groß ihre Pupillen sind.

Argh, ich bin einfach ein Angsthase! Meine OP liegt noch 2.5 Monate entfernt (mindestens) bis dahin überlege ich mir bestimmt noch 1000000 Gründe, noch mehr Angst zu kriegen... am Ende traue ich mich vielleicht gar nicht mehr. Dabei habe ich doch schon so viel Zeit investiert und scharfes Sehen ohne Brille ist so ein großer Traum.... aber das kennt ihr ja sicherlich auch....

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