Lasik trotz starker Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

Mo
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Re: Lasik trotz starker Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung

Beitrag von Mo » 12.07.2011, 01:00

Hallo Birgit,

habe hier im Forum im jahr 2009 über mein Rückzieher bezüglich Weitsichtigkeit lasern berichtet. thema ist wieder aktuell für mich, daher habe ich mit Spannung Deinen wechselhaften Erfahrungsbericht verfolgt.

Wie sieht´s momentan aus ?
Schon eine Besserung in Sicht ?

Ging der Flap eigentlich bei der 2.OP besser ab ?
(alte Stelle lösbar oder völlig neuer Schnitt ?) (interessant, weil ich in Erinnerung habe, daß die "alte Naht" total leicht aufgehen würde, begreife dann aber nicht, warum die eigentliche Fläche nicht anwächst, oder mußte wie beim 1.Mal verfahren werden ?)

Was für einen "neuartigen Laser" meinst Du eigentlich ?

-Femto: löst ja nur den Flap, wobei die hierfür erforderl. Ansaug-Technik bei zu langer Ansaug-Dauer, so üble Folgen haben kann, was den Vorteil der schonenden Femto-Punkt-Schneidetechnik, erblassen lässt. Irgendwie klingt für mich das ganze, wie eine ingenieurmäßig durchdachte OP-Methode, bei derer Erfindung vor lauter Begeisterung über die neue Technik, ganz vergessen wurde, einen Mediziner hinzu zuziehen, der rechtzeitig auf die strapaziöse Ansaugtechnik - mit der hiermit verbundenen Sauerstoff und Blut - Unterversorgung, hätte Einfluß nehmen können.) (Ich darf das sagen, ich bin Ingenieur ;) !

....war es bei Dir nicht genau dieses Saug-Ring-Dingens, welches für den Femtolaser benötigt wird, den die bei Dir nicht auf´s Auge bekommen haben ? Wurde dann also bei Dir klassisch mit dem Keratom(?) geschnitten ?

Der eigentliche Laser, den Du als "neuartig" erwähnt hast, was ist das für einer, was ist an dem neuartig ? Meinst Du den "ALLEGRETTO WAVE Concerto", der ist schneller, dadurch ist schnelleres Lasern möglich, auch der eye-tracker ist schneller, ok, aber eigentlich nicht so entscheidend, daß erst durch ihn eine OP bei irgendwem ermöglicht wird.
Oder gibt´s da tatsächlich was NEUES ??

Aber selbst wenn Du die Fragen nicht alle beantworten kannst, erzähl mal was die Seherei jetzt macht ;)

Gruß, Mo

Birgitf
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Re: Lasik trotz starker Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung

Beitrag von Birgitf » 12.07.2011, 21:18

Hallo Mo,

also;

- der Laser mit dem operiert also die Korrektur durchgeführt wurde war ein "Eximer-Laser".

- das Flap ist normalerweise vor einer Re-Lasik noch nicht angewachsen. (Dr. Maus ist ja echt eine Kapazität auf seinem Gebiet und Europaweit bekannt. Er sagte, er habe erst zwei mal erlebt, dass das Flap, wie zufällig bei mir, wieder angewachsen war)

- Bei mir musste das Flap mittels Skalpell abgeschnitten werden.

- der Ring, der das Auge fixiert, war diesmal etwas kleiner (meine ich), dafür war es aber ein unglaublich fester Druck, sehr unangenehm.

- Inzwischen kann ich etwas besser sehen aber immer noch nicht gut, Autofahren tue ich nur, ganz kurze Strecken (bis zur S-Bahn oder Einkaufen) - mehr derzeit nicht.

Habe an fast jedem Arbeitstag, irgendwann nach ein paar Stunden Büroarbeit, urplötzlich schreckliche Schmerzen wie in den ersten unerträglichen Stunden nach der Lasik.

Diese Schmerzen fühlen sich an wie ein Splitter einer Rasierklinge, der mitten im Auge steckt. Nichts hilft, kein Gel, keine Salbe, keine Sonnenbrille, kein Augenschließen, kein Augenliedhochklappen (aus lauter Verzweiflung auch ausprobiert), einfach NICHTS - das macht mich dann fast wahnsinnig. Letztens saß ich im Auto als das passierte und fuhr mit meiner neuen Kaninchendame Melissa (hat einen Kieferabszess und wurde schon 2 x in Vollnarkose operier :( t) vom Tierarzt nach Hause.

Mal ist es das rechte, dann wieder das linke Auge. Der Schmerz kommt fast wie aus dem Nichts, geht los mit leichtem Brennen/ Trockenheitsgefühl und ist innerhalb von 1 - 5 Minuten vollständig da, er ist fast unerträglich und konstant stark, er hält eine halbe Stunde bis eineinhalb Stunden an ... und verschwindet urplötzlich wieder ins Nichts. Dann ist alles wieder normal - auch das Sehvermögen.

Ich verstehe das nicht, am Wochenende sind keine Schmerzen da, obwohl ich zu Hause ja auch ein bisschen am PC sitze.

Vorige Woche bin ich, weil ich es nicht mehr aushalten konnte und Erleichterung beim Sehen haben wollte, zum Optiker hin und wollte einen Sehtest und eine leichte Übergangsbrille machen lassen.

Plötzlich wieder so eine Schmerzattacke, die "nur" nur eine halbe Stunde dauerte.

Dann der Sehtest, zu dem ich die Optikerin dochnoch bequatschen konnte (sie wollte nicht weil die Augen stark überreizt waren) wo ich mit Korrektur nur auf knapp 60 % Sehleistung kam. Die Brille wurde per Eiltservice bestellt, ist aber völlig unbrauchbar, weil die Werte nicht stimmen. Die Optikerin hatte Recht :roll:

Na ja, ich meine ich sehe so ca. 70 %, komme im Alltag zurecht, hab mir eine Lesebrille mit + 1 Dioptrin gekauft die mir das Lesen erleichtert.

Ich muss Geduld haben, tropfen, tropfen, tropfen und die Augen schonen.

Morgen fahr ich aber nochmal zum Augenarzt. Heute hatte ich wieder so eine Schmerzattacke, diesmal eineinhalb Stunden lang, zum Glück erst nach meiner Feier im Büro. Ich hatte auf meine Eheschließung Sekt und Häppchen ausgegeben. Stellt euch vor, das wäre während meiner Feier passiert. Oh Gott, we peinlich .....

Liebe Grüße
Birgit
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Mo
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Re: Lasik trotz starker Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung

Beitrag von Mo » 13.07.2011, 00:59

Hi Birgit,

also doch kein Femtolaser benutzt für den Flap, auch nicht beim ersten Eingriff ?
Der Stellring für das Keratom ist bestimmt unangenehm, aber ich meine mich zu erinnern, daß diese Prozedur dem Auge nicht schadet.

Das mit dem Schmerz klingt jetzt so, als wäre dies nun das ausschlaggebendere Problem bei Dir.
Allgemein sagt man doch, daß bei der Entstehung von neuen Nerven, sich dies durch stechende intensive Kurz-Schmerzereignisse ankündigen kann. Möglicherweise sind es die Nerven die beim Flapschnitt durchtrennt wurden und nun nachwachsen, in dem Falle wäre jeder Schmerz ein gutes Zeichen für Dich, immerhin ist dies nicht selbstverständlich bei jedem Operierten.
Bei einigen bilden sich keine Neuen, insbesondere erschwert, je nach Flap-Klapprichtung (hierzu mehr in meinem früheren Beitrag). Diese Nerven melden sich bei trockenen Augen und sorgen für die somit ausgelöste Befeuchtung oder geben dem Impuls zum Lidschlag an, wenn dies so ist, wär´s toll. Leider gibt es aber auch noch andere Ursachen für solche Schmerzen.

Da ich ja auch weitsichtig bin, kenne ich den stechschmerz vom akkomodieren.
Da Deine Werte Dich wahrscheinlich zum Akkomodieren zwingen, könnte Dein Zilarmuskel im Grenzbereich arbeiten. Bei Kurzsichtigen ist das Bild scharf oder nicht. Ich empfinde die Weitsichtigkeit deutlich vielschichtiger, der Einfluß der Augenfeuchte hat, denk ich, einen riesen Einfluß auf die Bildqualität bei Weitsichtigen. Als ich allein schon meine Linsen abgesetzt hatte vor der geplanten OP (3 Wochen lang) war die Bildqualität so enorm gut, da meinem Auge 1.keine milchige Linse mehr vor sich hatten und vor allem 2. Mein Auge nach 17 Jahren Kontaktlinsen, auf einmal die ganze Feuchtigkeit für sich selbst hatten (da ja sonst die Linse viel davon abzweigte).

Ich könnte mir vorstellen, daß bei diesen treppen-artig aufgesteilten Plus-Berg, erst durch die notwendige Feuchtigkeit, die ganze Sache sozusagen aufgefüllt wird und so erst eine perfekt-glatte Pluslinse entsteht.

Wie ein Art Gel, daß die Unebenheiten der gelaserten Serpentinenringe auf-füllen muß, könnte also die Feuchtigkeit bei Deinen 60% eine große Rolle spielen.
Es gibt übrigens subjektive und objektive Werte, die Laserleute nehmen natürlich den rein geometrischen Wert, daher könnte tatsächlich der notwendige "Plusberg" voll entstanden sein, aber er harmoniert noch nicht. (Ist wirklich nur meine Vorstellung hierzu, k.A. ob dies medizinisch korrekt ist, leider nur Ingenieur ;) )

Ich spiele auch mit dem Gedanken, wenn dann die Praxis von Dr. Maus anzusteuern.
Bei aller Kompetenz, finde ich aber schon, daß er in Deinem Fall, ruhig etwas hilfsbereiter und mehr Auskunft geben sollte, besonders Deinen Schmerzen auf den Grund zu gehen !!

Gruß, Mo

Birgitf
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Re: Lasik trotz starker Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung

Beitrag von Birgitf » 13.07.2011, 18:37

Hallo Mo,

also ich war heute vor Ort und hab mein Problem dort beschrieben:

Da meine Augen mal wieder supertrocken waren hat mir die Vertretungsärztin ich glaub Fr. Dr. Kraft (Dr. Maus war nicht da) sogenannte "Punctum Pluggs" (ggf. falsch geschrieben) eingesetzt, damit sich die (künstliche) Tränenflüssigkeit nicht immer gleich in den Tränen-Nasenkanal verabschiedet. Es handelt sich dabei um winzige Kunststoff-Stöpselchen, die man weder sieht noch spürt. (bin mal gespannt, wann das erste futsch ist ... :lol: )

Diese Pluggs soll ich ein paar Wochen tragen, es müsste damit besser werden.

Mein Werte variieren sehr stark; morgens bin ich ziemlich "blind", was auch an der Trockenheit liegt, da man nachts noch weniger Tränenflüssigkeit produziert, so die Augenärztin, die die Lasik-Patienten bei ´Mäuschens´ Abwesenheit behandelt.

Der Femto-Laser wurde bei der ersten Lasik eingesetzt um das Flap "abzulasern"; das kann man aber nur einmal machen, erklärte mir Herr Dr. Maus.

Der Laser mit dem ich behandelt worden bin ist dieser hier:

http://www.sehkraft.de/technologie/lase ... certo.html

"Der ALLEGRETTO WAVE Concerto, an dessen Entwicklung und Validierung wir maßgeblich beteiligt waren, ist das Flagschiff der ALLEGRETTO Serie. Mit 500 Herz der ist er der schnellste Laser weltweit. Als einziger Laser misst er den Hornhautabtrag während der Behandlung in Echtzeit und kann gleichzeitig die Hornhautfeuchte während der Behandlung erfassen. Dadurch wird die LASIK für unsere Patienten noch komfortabler und sicherer und die Ergebnisse noch präziser."

Diese heftigen Schmerzen sind wirddklich ein gutes Zeichen, nämlich - genau wie du beschrieben hast - ein Zeichen dafür, dass sich wohl das Flap wieder mit der Hornhaut verbindet und sich dort die durchtrennten Nervenbahnen regenerieren bzw. sich neue bilden.

Ich staune allerdings, wie gut du dich schon auskennst :o

Du beschreibst das alles so unglaublich gut, da komm´ ich beim Texten leider nicht mit :)

Heute hatte ich übrigens keine Schmerzattacke, nur ein leichtes kurzes Pieksen ab und an, die Pluggs sind echt gut (sag ich jetzt einfach mal). Wie ich heute abend die Wimpoerntusche runterkriegen soll ist mir allerdings noch ein Rätsel :?

Also ich empfehle diese Lasik bei Herrn Maus jedem, der ähnlich starke Werte hat - es ist ein ganz anderes Leben. Am Strand findet man neuerdings sein Handtuch wieder und irrt nicht scheinbar ziellos in der Gegend rum ... das ist schon toll.

Gestern hab ich noch gesagt, ich hätte die Re-Lasik besser nicht machen lassen aber heute seh ich das wieder anders. Ich war gestern ziemlich verzweifelt.

Liebe Grüße aus Köln
Birgit
Ausgangswerte:
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li: Sph + 5,50, Cyl - 3,5 Achse 23
1. Lasik: März 2010
2. Lasik: Juni 2011

dbg

Re: Lasik trotz starker Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung

Beitrag von dbg » 15.07.2011, 10:55

Birgitf hat geschrieben:
Ich habe für meinen Führerschein eine Bescheinigung bekommen, dass ich derzeit keine Brille tragen muss und dass in Kürze ein Gutachten folgt zur Vorlage bei der Straßenverkehrsbehörde (Austragen der Brille aus dem Führerschein).
Hallo,

genau DAZU habe ich mal eine Frage, wo ich es gerade lese und dran denke.

Wo ist das denn i.d.R. verzeichnet, dass man Sehhilfen zu tragen hat ? Ich meine natürlich, ausser im Führerschein ? Wird dies sonst noch irgendwo in Registern vorgehalten ?
Ich frage deswegen, weil ich vor x Jahren mal meine Tasche mit Papieren gestohlen bekam und im neuen FS wurde der Zusatz "Beim Führen von Kfz sind geeignete Sehhilfen zu tragen" schlicht vergessen.
Muss ich das nun nach der LASIK trotzdem noch irgendwo sagen, d.h. löschen lassen oder kann ich es dabei belassen, da es ja eh nicht mehr im FS steht ?

Danke Euch
Holger

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