nachdem ich mir hier aus dem Forum jede Menge Info´s geholt habe, möchte ich mich natürlich auch revanchieren.
Inzwischen bin ich froh, dass es mit der Registrierung hier so lange gedauert hat, denn noch vor einer Woche wäre mein Bericht anders ausgefallen.. Aber inzwischen ist alles gut
Meine Werte vor der OP waren auf beiden Augen -3,5 und Hornhautverkrümmung -1,5.
Die große Voruntersuchung, die tatsächlich 3 Stunden gedauert hat, hatte ich am 09.11., also zwei Tage vor der OP.
Am 11.11. um 15.00 Uhr hatte ich dann meinen Termin. Hier ein großes Manko bei der Uni Regensburg, man bekommt kein Beruhigungsmittel. Ich habe zwar im Laufe des Vormittags (nach Rücksprache) unendlich Baldrian genommen, aber das hat es nicht wirklich gebracht.. Ich war schon sehr nervös. Gott sei Dank musste ich in der Klinik nicht mehr lange warten und schon wurde nochmal ein Sehtest gemacht und es ging los.
Ich habe direkt vor der OP noch dreimal antibiotische Tropfen bekommen damit auch nicht schon vorher etwas im Auge ist, was sich infizieren könnte und dann kam die OP-Kleidung dran.
Die OP selbst war echt überhaupt kein Drama, man spürt ja dank den Betäubungstropfen überhaupt nichts. Selbst diese Klammer, die das blinzeln verhindert, war kaum zu spüren. Das einzige was ich als etwas unangenehm empfand, war als das Epithel mit Alkohol abgelöst wurde, das hat ein bisschen gebrannt. Aber das alles "von innen" zu sehen, was man vorher immer liest, war für mich echt interessant und einfach faszinierend. Man sieht zu, spürt nichts und ich bin mir vorgekommen als würde ich das alles durch ein Aquarium beobachten oder so..
Vom Laser selber bekommt man relativ wenig mit, man sieht nur ein grünes Licht, das sich dann in rote Punkte zerstreut.. Und es stinkt tatsächlich verdammt nach verbrannten Haaren..
Dann kam noch die Verbandslinse drauf und alles war passiert.
Direkt danach kann man schon erstaunlich gut sehen, ich sollte jedoch gleich eine Schmerztablette nehmen. Den Rest bekam ich mit nach Hause. Als dann die Betäubungstropfen aufgehört haben zu wirken, wusste ich auch warum ich gleich eine Tablette schlucken sollte... aua.
Ich habe den Abend mit geschlossenen Augen im Dunkeln verbracht, und jedes Licht gemieden wie ein Vampir... Nachdem ich wie angeordnet noch zwei Schmerztabletten genommen und die Tropfen irgendwie in die Augen bekommen habe bin ich ins Bett. Da haben die Tabletten auch ihre Wirkung getan und ich konnte schmerzfrei schlafen. Am nächsten Morgen war alles schon viel besser, und ab gings zur ersten Nachuntersuchung. Es war aber alles in Ordnung, nur das Epithel im rechten Auge war noch etwas unruhig.
Am nächsten Tag haben dann die Verbandslinsen angefangen verdammt zu drücken und ich konnte die Augen wieder nicht aufmachen.. das Ganze hat sich am vierten Tag noch verschlimmert, sodass ich tatschlich 4 Tage im Dunkeln mit Sonnenbrille und geschlossenen, tränenden Augen verbracht habe. Also Fremdkörpergefühl ist hier echt untertrieben. Ich dachte die ganze Wüste befindet sich in meinem Auge
Die Schmerzen sind aber trotz allem schon erträglich. Was ich schlimm finde ist, dass man sich trotz allem doch immer Sorgen macht ob alles in Ordnung ist.. Aber da mein Auge weder gerötet oder geschwollen war, war ich einigermaßen beruhigt. Am 15.11. kamen dann die Verbandslinsen heraus, aber bei dem rechten Auge war die Hornhaut noch so unregelmäßig dass mir der Doc nochmal eine einsetzen wollte, aber das wusste ich zu verhindern Ich musste dann halt viel tropfen, tropfen, tropfen und es wurde auch viel, viel besser. Die Schmerzen waren vorbei und es ging bergauf.
Ich war nur fürchterlich enttäuscht weil ich nun mit dem rechten Auge nichts gesehen habe, oder halt nur sehr verschwommen. Ich musste drei Tage länger als geplant von der Arbeit zuhause bleiben.
Aber seit letztem Donnerstag, also ab dem Zeitpunkt wo es eine Woche her war, ist es richtig gut geworden, und jetzt stellt sich auch das WOW-Gefühl ein. Ich kann jetzt auch wie die anderen davon schwärmen wie es ist, morgens aufzuwachen und zu sehen..!
Ich weiß leider nicht bei wie viel % ich inzwischen angelangt bin da ich die nächste Nachuntersuchung erst am 14.12. habe. Aber ihr könnt drauf wetten dass ich euch auf dem Laufenden halte
Ich tropfe inzwischen nur noch die Kortison-Tropfen, die Tränenersatz benutze ich nur noch morgens. Ich habe keine trockenen Augen, keine Schmerzen, kein brennen wenn ich den ganzen Tag beruflich bedingt vor den PC verbringe.. Also ich kann´s empfehlen
Zur Klinikwahl möchte ich noch sagen, dass ich mich in der Uni Regensburg sehr wohl und gut betreut gefühlt habe. Eine Schwester hat mir während der OP sogar die Hand gehalten, was ich als sehr tröstend empfand.
Ich weiß jetzt, dass es aufgrund der Schmerzen und der Sorgen , die mach sich automatisch macht, kein Spaziergang ist, deshalb sollte man es sich schon gut überlegen. Aber für ein Leben als normalsichtiger Mensch war es das für mich auf jeden Fall wert.
Ich hoffe, euch ein bisschen weitergeholfen zu haben und freue mich über viele Antworten und Fragen
Lg, Sabrina
