Komplikationen - Kometenschweife

Sehbeeinträchtigungen wie Halos (Lichthöfe), Glare (Blendung), Starburst, Kontrastverlust (Schleiersehen) und Trockene Augen nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

Moni32
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Re: Komplikationen - Kometenschweife

Beitrag von Moni32 » 28.04.2010, 07:54

Hallo,
o je, o je, die Geschichte hört sich bei dir nach einem harten Kampf an. Ich kenne aber dieses "mit-dem-Kopf-gegen-die-Wand-Gefühl" auch. Wegen meiner Probleme wurde ich in der Praxis belächert und als Querulant abgestempelt (subjektiv empfunden). Ich glaube, wenn Sie nur meinen Namen hören, wenn ich mal anrufe würden sie am liebsten auflegen. Ich glaube es zählt dort tatsächlich nur das Endergebnis, ob man eine bessere Sehekraft erreicht hat oder nicht. Dann wir die OP als "voller Erfolg" zu den Akten gelegt. Ob du dann als Patient noch über weitere Probleme oder Nebenwirkung etc. klagst, ist es irrelevant.
Aber ich freue mich für dich, dass du den Fehler selber gefunden hast. Aber mit dem Nachlesern würde ich dann tatsächlich noch etwas warten, manchmal tut sich da auch nach einem halben Jahr noch etwas. Dann kannst Du alles auf einen Schlag weglasern. Das gibt mir etwas Mut wieder, denn ich habe den Kampf fast schon aufgegeben.

Alles gute für Deine weiteren Schritte in Richtung eines beschwerdefreien Sehens
LG
Moni32

sokla
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Re: Komplikationen - Kometenschweife

Beitrag von sokla » 09.10.2010, 22:53

Hallo allerseits,

also, meine Leidensgeschichte ist noch nicht zu Ende.
Nach ca. 1. Jahr hatte ich letztendlich 120% Sehkraft links und 80% rechts. Inzwischen ist das linke Auge mein führendes geworden und tagsüber verspürte ich keine großen Unannehmlichkeiten.
Doch, nachts störten mich die Schleier und ich entschied mich für eine Nach-Op, weil mir versprochen wurde, „mit Topographie-geführten Lasik korrigiren wir alles auf einmal weg“.

Im Juni 2010 hatte ich noch einen Termin und die Vermessung zeigte dass ich rechts eine etwas komische Fehlsichtigkeit +1,50 SPH und -1,5 D CYL hatte. Plus und Minus kompensierten sich gegenseitig, aber nur zur 80%. Mit den Gläsern waren sie zu 100% korrigierbar. Die Verschleierungen waren zu den Fehlern von höheren Ordnungen zurückzuführen und blieben trotzdem.
Immerhin fühlte sich das rechte Auge manchmal „unwohl“, aber wie genau, konnte ich nicht artikulieren.
In dem Tag der Relasik (30.09) wurde mein rechtes Auge noch mal vermessen. Das Ergebnis war nicht erfreulich, +2,0 SPH und -2,0 D CYL, also die Werte änderten sich, es blieb aber bei 80%.
Der Optometrist hat mich noch mit verschiedenen Brillengläsern geplagt. Da drehte er ein oder anderes Glas und ich musste vergleichen sehe ich so oder so besser. In den meisten Fällen sah ich gleich schlecht. Zu den eindeutigen 100% sind wir gar nicht gekommen.
Okay, da sagt er, er muss die Werte für den Laser erstellen und dann kann es losgehen.
Wenn ich danach fragte, ob die Verschleierung wegkorrigiert wird, wurde er plötzlich verlegen und sagte: „eventuell nicht da Sie mit den Werten von Topographie-Scanner schlechter sehen werden als mit regulärer Ablation. Ich versuche aber das zu minimieren“. „Oops…!“, dachte ich mir.

Ich lag schon auf dem Tisch und fragte jetzt den Operateur extra nach: „wird’s jetzt topographie-geführt galasert oder nicht?“. „Nein, da sie mit Wellenfront-Optimierung schlechter sehen würden!“.
So ein Schreck, wozu denn das Ganze, dachte ich mir? Okay, aber zumindest komme ich zu den 100% tagsüber was nicht schlecht ist.

Nun aber, konnte der Operateur den Flap stumpf nicht aufheben, der ist irgendwie „vernarbt“ worden. Da musste er mit dem scharfen Instrument hantieren und hat entschieden nicht zu lasern. Begründung: Dieses komische Astigmatismus kommt eventuell von der Spannung im Flap wegen unplanmäßigem Verwachsen des Flaps. Also, SPANNUNG! Das ist das passende Wort für was ich im Auge oft spürte! Okay, hat er den Flap doch angehoben, gespült, zurückgelegt, Verbandslinse drauf. Hoffentlich, kriegt das ganze optische System des Auges seine normale Form und ich werde 100% auch ohne lasern sehen.

(Fortsetzung folgt…)
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sokla

sokla
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Re: Komplikationen - Kometenschweife

Beitrag von sokla » 10.10.2010, 12:54

(Fortsetzung)
Die Kontrolle am nächsten Tag hat nur 50% Sehkraft festgestellt. Komisch, aber die haben das mit der Verbandslinse gemessen. Die Linse was ausgetauscht und ich wurde bis nächsten Dienstag entlassen.
Das Sehen in diesen Tagen war einfach Sch…. Alles trüb, z.T. doppelt und unangenehm.
Am Dienstag (5. Tag nach dem Eingriff) noch eine Messung, wieder mir der Linse, nichts Erfreuliches – immer noch 50%, schlimmer als vor der 2.Op. Der Arzt war überrascht, er hat gehofft bessere Werte zu haben. Das hieße, man muss noch mal dran 
Der Plan sieht so aus: am nächsten Donnerstag wird eine ausführliche Untersuchung noch mal gemacht, wenn die Werte stabil schlecht bleiben, wird’s operiert, wenn sie sich ändern, abwarten.
Die Verbandslinse wurde entfernt, ein paar Minuten nachdem ich aus der Klinik ausgegangen bin, konnte ich plötzlich besser sehen, nicht 80%, aber 60-70% bestimmt. Das kann ich nur dadurch erklären, dass die Verbandslinse meine Sicht trübte.
Die Frage ist eigentlich, warum haben sie alles mit der blöde Linse gemessen?

Momentan, am 10. Tag nach dem Flap-Anheben sehe ich ungefähr so wie vorher, geschätzt 80%, aber mit gewöhnlichen Halos (die gehen ja irgendwann weg).

Ich habe jetzt riesige Bedenken bzgl. dem 3. Eingriff. Das Lasik Team im Augenzentrum scheint nicht zu wissen was es tut. Folgende Punkte erheben Bedenken:
1. Eingewachsener Flap: die sagen, so was haben sie nie erlebt. Ist das wirklich so selten? Wie heißt es eigentlich fachmedizinisch korrekt? Hat mir keiner gesagt.
Konnte man „die grobe Vernarbung“ vorher wirklich nicht sehen?
2. Sie haben schweigend versucht eine reguläre Relasik durchzuführen, obwohl ich von vorne rein immer nur von gerichteten Verschleierungen sprach, die mich stören. Wenn ich nicht gefragt hätte… Wenn sie mit Brille korrigierbar wären, hätte ich kein Relasik machen lassen.
Auf die Frage „WARUM?“ antwortete er erst mal „Sie sehen mit Wellenfront-Werten nicht 100%“. Das basierte sich auf die Aussage des Optometristen.
Nächstes Mal hat der Operateur auf die gleiche Frage aber gesagt „das Visus nach der Wellenfrontgeführten-Ablation können wir nicht simulieren“.
Wie ist er dann auf die Idee gekommen ich werde schlechter sehen wenn er das mit Brillengläsern nicht simulieren kann???
Warum machen die anderen Ärzte topographiegeführte Operationen???
3. Er lässt die Augenwerte mit Verbandslinse messen und hat vor die Stabilität der Werte danach zu kontrollieren. Da konnte er 20 min nach dem Absetzten einen riesigen Progress feststellen  Das Ganze ist für mich irgendwie nicht wissenschaftlich.

Was sagt das werte Forum dazu? Sehe ich die Sache in einem oder anderen Punkt vielleicht falsch?

Danke und Gruß,
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sokla

krace1984
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Re: Komplikationen - Kometenschweife

Beitrag von krace1984 » 10.10.2010, 14:33

Hallo,

Es tut mir leid dass du mit solchen Problemen kämpfst, ich kann auch ein Lied davon singen.
Ich habe nach meiner LASEK etliche Probleme bei Nacht.
Warum machen die anderen Ärzte topographiegeführte Operationen???
Sie bringen bei einigen Patienten mit grossen Unebenheiten auf der Hornhaut eine Verbesserung der Sehqualität. Tatsache ist aber dass man dies im Voraus sicher nicht simulieren oder Vorhersagen kann.
Dort liegt auch das Problem, man weiss nie was nach einer solchen Operation schlussendlich rausschaut. Sei es mit wellenfrontgeführter Technik oder ohne, die Hornhaut hält sich nicht an Berechnungen.
Er lässt die Augenwerte mit Verbandslinse messen und hat vor die Stabilität der Werte danach zu kontrollieren
Nein das ist allerdings nicht wissenschaftlich. Ich bin zwar kein Arzt aber ich kann mir nicht vorstellen das da was brauchbares bei rauskommt.

Ich würde an deiner Stelle noch abwarten mit einer erneuten OP. Wenn es für dich im Moment erträglich ist warte noch ab bis die Werte stabil sind.
Andreas

sokla
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Re: Komplikationen - Kometenschweife

Beitrag von sokla » 07.07.2011, 13:45

Halle allerseits.

noch ein Update.
Ich habe mich ein 3. Mal lasern lassen, das geschah Ende März 2011. Bis dem Moment haben sich die Werte noch mal verändert, das kam zu +2.0 SPH und -2,0 CYL, war immerhin 80%.
Der Operateur hat diesmal eine Idee. Da in meinem Auge offensichtlich eine "Verformung" im Laufer der Zeit stattfindet, wollte er die Verformung vorkorrigieren, d.h. zusätzlich zu der üblicher Korrektur baut er mir absichtlich ein Astigmatigmus, das zu 90 Grad gegenüber dem immer wieder kommenden Astigmatigmus gedreht ist.

Nach der 3. Op sah ich ein Paar Tage sogar keine Kometenschweife und war echt glücklich.
Sie kamen aber wieder :(, aber jetzt treten sie nicht so früh auf, richtig störend sind sie nur bei absoluter Dunkelheit und wenn ich das Auge aufreisse.
Die Sehschärfe nach der Op war ca. 70%, des Astigmatigmus wegen. Der Arzt meinte aber, dass mein Auge nach einige Wochen sich wieder verformt und ich komme zu 100%.
Klingt ungewöhnlich, aber genau das hat geschehen!
Allmählich, ab 2.Monat nach dem Eingriff konnte ich die Verbesserung feststellen.
Bei der Kontrolle letzte Woche sah ich mit dem problematischen rechten Auge sogar 3 von 4 Ziffern aus der 120% Reihe!

Ich bin echt zufrieden.

Für die Extraeingriffe habe ich nur die Materialkosten (teilweise) beglichen, kein Honorar.

Schöne Grüße,
---
sokla

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