Femto-LASIK - Funktionsweise - optischer Effekt

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Moderator: Frankyboy

Steinello
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Femto-LASIK - Funktionsweise - optischer Effekt

Beitrag von Steinello » 21.09.2007, 23:21

... nur noch einmal für mein Verständnis !

Bei der Femto-LASIK wird wie auch bei der "normalen" LASIK ein Flap
geschnitten und umgeklappt. Hierbei wird von der Hornhaut die Deckschicht
(Epithel) bis auf eine schmale Stelle abgetrennt.
Dann wird gelasert und der Flap wieder draufgelegt.

Der Laser schneidet nach meinem Verständnis "nur" eine mehr oder weniger
feine Stufenstruktur in die Hornhaut.
Nach dem AUflegen des Flaps schmiegt dieser sich an die geänderte Struktur an.
Wird hierdurch eine Art Raster (Auflösung wie z.B. bei Digitalmonitor) erzeugt?
Oder wird durch das wieder Auflegen des Flaps eine "analoge-nichtgerasterte" Linsenkontur erzeugt?
Hängen die optisches Eigenschaften praktisch nur von der Position Epithel-Ebene ab ?
Verwachsen die durch das Lasern erzeugten Stufen dann mit dem Flap ?

Ich habe gelesen, das der Flap über Jahre hinweg wieder abgehoben werden kann !

In diesem Zusammenhang welchen Effekt hat dies mit Sportarten wie z.B. Tauchen ???
Können sich da zwischen Flap und Hornhaut Blasen bilden ?

... oder habe ich da was komplett falsch verstanden ?

P.S.: Ich hoffe das wurde hier im Forum nicht schon mehrfach durchgekaut !!!

Gruß
Steinello

Steinello
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Beitrag von Steinello » 25.09.2007, 16:31

... ich antworte mir mal selbst ...

... habe jetzt die Antworten direkt vom Arzt bekommen:

Beim "Lasern" der Hornhaut wird angeblich eine relativ glatte Fläche
erzeugt, d.h. der Laser hat eine sehr hohe Auflösung bzw. die Laserpunkte
werde so angeordnet, dass sich ein optimales Ergebnis einstellt.
(Naja - so ganz zufrieden bin ich mit dieser Antwort zwar nicht. Aber nachdem
der Flap (Epithel) ja scheinbar wieder komplett mit der Hornhaut verwächst, hoffe
ich einfach, dass sich eventuelle "Stufen" interpolieren - in der EDV würde man
von anti-aliasing sprechen ;-))

Der Flap wächst zunächst in der Randzone fest. In der ersten Zeit kann
der Arzt den verwachsenen Randbereich (alte Schnittfläche) mit einem
kleinen Schnitt lösen und den Flap abheben. Je nach Heilungsverlauf
wächst der Flap nach ein paar Monaten vollflächig fest.

Ist es später nach einer Femto-LASIK erforderlich "nachzulasern", wird
übrigens lt. meinem Arzt der verwachsene Flap mechanisch geschnitten (Randbereich) und abgehoben.

Die Gefahr dass sich beim Tauchen Bläschen unter dem Flap bilden können,
besteht angeblich nicht.

... diese Gedanken hat aber scheibar bisher noch keiner gehabt !?

Gruß
Steinello

Glasbaustein
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Beitrag von Glasbaustein » 26.09.2007, 08:43

Steinello hat geschrieben:... Je nach Heilungsverlauf
wächst der Flap nach ein paar Monaten vollflächig fest.
Sorry, aber: Wo haste denn die Neuigkeit her? Das würde bestimmt jeden refraktiven Chirurgen vor Freude im Quadrat springen lassen. Mit anderen Worten: Du bist völlig auf dem Holzweg.

Jedenfalls nach meinem Kenntnisstand. Obwohl man hier auch Beiträge findet die was anderes behaupten. Es sollte mal von der Moderation eine konkrete Aussage dazu gemacht werden. Aber allgemein gilt nach meinem Wissen folgendes:

Allein das Epithel am Rande wächst (..allerdings auch nur wesentlich unvollständiger als ursprünglich) wieder an. Unten steht ein Link von Ron zu dem Thema. Leider auf englisch, aber die Grundaussage ist:
LASIK Flap heilt nicht komplett: Stroma 2.4%, Wundrand 21.4%
LINK zu Ron Lehnerts Beitrag
[b]R[/b] (Sph) = -4,75 (neuester Wert); (Cyl) = -0,5; (Ach) = 30
[b]L[/b] (Sph) = -5,50 (neuester Wert); (Cyl) = -0,5; (Ach) = 165
Status: Noch ohne refraktive OP! [img]http://yelims3.free.fr/Jesuis/Opticien.gif[/img]

stareyes
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Flap

Beitrag von stareyes » 26.09.2007, 09:05

Nach etwa 24 Monaten, der verlauf ist individuell, hat der Flap nach dem Adhesionsprinzip gute biomechanische Eigenschaften entwickelt. Ueber den Heilungsverlauf weiss man nichts genaues. Die Studie ist relativ klein.Aber eins ist sicher: der Flap heilt NIE wieder vollstandig. Der Patient darf sich nicht in ein z.B. Boxkampf verwickeln.

Bei erhoehter Gefahr wie Polizei, Militar wird grundsaetzlich eine Lasek gemacht. Auf dem letzten Kongress in Potsdam, ich war in Australien, wurde faelle berichtet von hobby Boxern wo der Flap amputiert wurde. Vielleicht hat Ron Berichte gesammelt.

Den Artikel hat Ron auf meinen Wunsch hin ins Forum gestellt. Bei mir hat er den Volltext auf Englisch auf den ftp server geladen. Wenn Du einen volltext wuenscht, bitte per pn melden beim Ron

Chantal
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Beitrag von Chantal » 26.09.2007, 10:33

Hmmm, das ist schon bitter... Wieso unterzieht sich dann nicht einfach jeder einer LASEK?! Die längere Wundheilungsphase ist wohl nichts gegen einen nie mehr richtig anwachsenden Flap.

Wenn das wirklich so ist, dass der Flap nie mehr richtig anwächst, dann würde mich schon das Gefühl, dies zu wissen, schier wahnsinnig machen...

Deswegen tendiere ich mittlerweile schon mehr zur LASEK.

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