Hallo an alle,
vorweg – ich bin kein Augenarzt und werde mich in meinem Bericht möglicherweise etwas unwissenschaftlich ausdrücken. Ich bitte dafür um Entschuldigung, vielleicht kann mir trotzdem jemand einen Tip geben.
Persönlicher Steckbrief: Männlich, 53, seit meinem 10. Lebensjahr kurzsichtig, die Kurzsichtigkeit hat sich besonders zwischen meinem 15 und 30. Lebensjahr dramatisch verschlechtert. Einhergehend progressive Hornhautverkrümmung auf beiden Augen.
Kontaktlinsen zwischen 1984 und 1997, immer hochwasserhaltige Mehrtageslinsen. Tragen wurde aufgegeben als sich etwa ab Ende 1997 bereits leichte Altersweitsichtigkeit im Nachbereich einstellte und diese besser durch hin und Her Schieben der der Fernbrille zu korrigieren war als mit Lesebrille + Kontaktlinsen.
Mein jahrelang behandelnder Augenarzt, der selbst in einem Operationspool hier in Hannover mitwirkt, hatte mir die Laser (Lasik) Behandlung immer mal wieder als Alternative zur inzwischen absolut unverzichtbaren Brille angeboten.
Nachdem in meinem Bekanntenkreis mehrere Leute gute Erfahrungen mit der Firma Euro Eyes gemacht hatten, bin ich dort im Februar 2008 zu den Info Veranstaltungen in Hannover gegangen und hatte einen absolut positiven Eindruck. Das ganze wirkte kompetent.
Meine damalige Ausgangsbasis:
Links : -6,25 / -2,25 10° - rechts -8,75 / -1,25 170°
Das ganze war mit Brille links auf 0,8 und rechts auf 1,0 auskorrigiert also 80 + 100%.
Links ging nicht mehr, weil in meiner Jugend die links vorhandene Hornhautverkrümmung nicht erkannt wurde und jahrelang nicht auskorrigiert war.
Voruntersuchung vereinbart:
Ergebnis: Trotz der hohen Fehlsichtigkeit gut ausreichende Hornhautdicke, obwohl auf dem rechten Auge der Grenzbereich der Lasik Behandlungsfähigkeit berührt wird, wurde mir der Eingriff angeboten, da man überzeugt war, genug Hornhautmasse zur Verfügung zu haben.
Von meiner Seite war in allen Behandlungsgesprächen das Ziel definiert, nach dem Eingriff die Werte, die ich vorher mit der alten Brille hatte, wieder zu erreichen also 80/100.
Die unterschiedlichen Behandler bei Euro Eyes Hannover (hier gibt es ein Rotationsprinzip, haben das immer als erreichbares Ziel bestätigt.
1. Femto Lasik in Hamburg im März 2008.
Ergebnis nach etwa 4 Wochen:
Restsehfehler Links +1,0 -1,50 175° rechts +0,75 -1,25 10°
Mit einer entsprechenden Brille mit diesen Werten konnte ich in etwa genau so gut sehen wie vor der OP mit der alten Brille, also ein großer Schritt nach vorn. Selbstverständlich die üblichen Begleiterscheinungen, wie Blendempfindlichkeit etc, das ist hier im Forum ja allgemeiner Wissensstand. Allerdings bereits damals, starkes Schwanken der Sehleistung in Relation zum Umgebungslicht. Bei mittlerer Helligkeit im Außenbereich konnte ich fast ohne Brille genau so gut sehen wie mit der neuen. Je dunkler oder auch heller es wurde, ging es schlechter.
Bedingt durch die nach wie vor starke Hornhautverkrümmung ist mir eine Nachbehandlung für den August 2008 ebenfalls Femto (RE) Lasik in Hamburg angeboten worden. Im Zuge der unmittelbaren Voruntersuchung zu dieser OP habe ich letztmalig einkorrigiert das 80/100 Ergebnis erzielt.
2. Femto RE Lasik in Hamburg im August 2008
Bereits unmittelbar nach der OP hat sich das Phänomen der Abhängigkeit der Sehleistung vom Umgebungslicht weiter verschärft.
Obwohl der zweite Eingriff eigentlich deutlich kürzer und nach Aussagen der behandelnden Ärzte auch weit weniger gravierend war, schwankte danach die Sehleistung im Fernbereich sehr stark, wieder abhängig vom Umgebungslicht. Hinzu kam das ab etwa 10 Meter Sehentfernung eine einfach kein richtig scharfer Visus zu bekommen war und das war das beunruhigende, es ließ sich nicht mehr auskorrigieren.
Ich habe dann zwei weitere Meinungen eingeholt, was mir wenig half: mein bisheriger Augenarzt war eindeutig verärgert, das er nicht das Geschäft mit der OP gemacht hat.
Und eine weitere Augenärztin gab freimütig zu, nicht genug Kenntnisse über Lasik zu besitzen um ein fundiertes Urteil abzugeben, danke für die Offenheit.
Nach viel Hin + Her folgender Stand im Dezember 2008
Links -0,25-0,50 158° rechts +0,50 -1,0 175°
Trotz dieser im Prinzip lächerlich geringen Werte ließ sich als Ergebnis nur noch
Links 70-80% und rechts 80 % herstellen.
Zu diesem Zeitpunkt wurde mir vom Behandlerteam geraten noch etwa 3 Monate abzuwarten, um dann zu einer abschließenden Beurteilung zu kommen.
Auch das soll kurz gesagt werden, je häufiger ich zu den Kontrollterminen kommen musste umso frostiger wurde die Stimmung. Meine konkreten Schilderungen wurden zunehmend ausweichend beantwortet. Dazu gesagt, ich bin kein notorischer Nörgler oder Reklamierer.
Letztlich hatte ich im März 2009 einen Termin mit dem Arzt, der die eigentlichen Eingriffe am Laser in Hamburg durchgeführt hatte.
Ich habe ihn konkret gefragt, ob das Ergebnis 80/100 erreichbar ist. Er entgegnete, das links eine weitere Behandlung nichts bringen würde, da ich ja den vorherigen Wert mit etwas Abstrichen letztlich fast erreicht habe, aber rechts ein weiteres Feintuning aus seiner Sicht möglich und sinnvoll sei.
RE RE Lasik im März 2009 in Hamburg für das rechte Auge.
Danach das übliche, Sehleistung ist abhängig vom Umgebungslicht, Unschärfen über 10 Meter Sehentfernung unverändert, besonders lästig – nun reagieren die beiden Augen unterschiedlich auf das Umgebungslicht. Ausgemessen gestern 13.08. links 70-80 % rechts 80 %. Trotz fast halbstündiger Korrekturversuche, keine Verbesserung zu bekommen.
Meine Fragen:
Wen ist ähnliches widerfahren und welche Lösung gibt es ggf.?
Ist das Ergebnis ein OP Erfolg?
Wer kennt im Raum Hannover Augenarzte, die sich die Sache unabhängig ansehen können und über entsprechende Erfahrungen verfügen?
Ungewöhnliche Komplikationen nach Re Lasik, wer weiß Rat?
Moderator: Frankyboy
Kleine Ergänzung:
Mich beunruhigt hauptsächlich, dass sich das jetzige Ergebnis offensichtlich auch mit einer leichten Brille nicht mehr nachkorrigieren lasst, jedenfalls nach meinem bisherigen Wissensstand. Da bin ich ganz besonders an ergänzenden Infos interesiert, da mir die jetzige Sehleistung in bestimmten Situationen einfach nicht ausreicht. 
Danke für Deinen Bericht. Du sprichst mir aus der Seele.Mir gehts fast genauso wie Dir.Bei verschiedenen Lichtstärken habe auch ich unterschiedliche Sehstärken.Wurde 2mal je Auge ge-Lasikt.Meine Werte sind eigentlich jetzt in Ordnung,trotzdem sehe ich bei starker Sonne oder bei Neonlicht schlecht. Alles ist verwischt und wie eine Wand.Auch aus den Augenwinckeln sehe nichts.Habe das Gefühl ich würde nur geradeaus sehen(am Strassenrand parkende Autos-ist der Horror).Habe aber leider auch keine Erklärung dafür.Habe jetzt meinen Op-Bericht angefordert,mal sehen ob ich den bekome.Wurde beim 1. Versuch gleich mal abgefertigt mit "Da haben Sie keinen Anspruch drauf!"
Möglicherweise ist eine zu kleine optische Zone oder eine Dezentrierung der Grund für das schlechte Sehen?Ich bin kein AA aber ich mache mir jetzt schon 20 Monate( seit 1.Lasik) Gedanken darüber warum ich noch immer nicht richtig gut sehe.
Gruss Fribri
Möglicherweise ist eine zu kleine optische Zone oder eine Dezentrierung der Grund für das schlechte Sehen?Ich bin kein AA aber ich mache mir jetzt schon 20 Monate( seit 1.Lasik) Gedanken darüber warum ich noch immer nicht richtig gut sehe.
Gruss Fribri
Hallo fribri,
danke für deine Antwort. Hast du mal versucht, die Sehleistung über eine leichte Brille zu verbessern? Wenn ja, was ist dabei rausgekommen?
Zu der Sache mit dem OP Bericht - ich vermute dein AA hat Angst das du ihn / sie regresspflichtig machst , die ganze Sache ist ja auch eine bezahlte Dienstleistung.
Gruß
rwnk08
Zu der Sache mit dem OP Bericht - ich vermute dein AA hat Angst das du ihn / sie regresspflichtig machst , die ganze Sache ist ja auch eine bezahlte Dienstleistung.
Gruß
rwnk08
Sie haben Interesse an einer Lasik-Behandlung? Fordern Sie hier kostenlose Informationen zum Thema Lasik an und lassen Sie sich beraten!
Beratung anfordern
