LASIK-OP in der alz München bei Frau Dr. Lege

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

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the eye
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LASIK-OP in der alz München bei Frau Dr. Lege

Beitrag von the eye » 07.09.2007, 20:25

Hallo,

da mir diese Seite in den letzten Wochen sehr viele Informationen gegeben hat, möchte ich auch einen kurzen Bericht über meine gestrige Femto-LASIK bei Frau Dr. Lege in der alz Augenklinik in München am Stachus schreiben:

Nachdem ich einige Jahre lang unmotiviert über eine Augen-OP nachgedacht hatte (werde ich blind? Ist das sonst gefährlich? Tut das weh?), habe ich mich am Anfang der Sommerferien ausführlich im Internet über selbige informiert und erfahren, dass Anfang 30 ein guter Zeitpunkt dafür ist. Ab ca. 45 wird man nämlich im Regelfall eh altersweitsichtig und braucht eine Lesebrille. Zwischen 18 und 30 Jahren kann sich die Kurzsichtigkeit dagegen oft noch etwas verschlechtern und dann müsste nachgelasert werden. Da bei mir eh eine neue Brille, eine neue Sonnenbrille mit Schliff und neue Linsen anstanden, habe ich mich dazu entschlossen, jetzt endlich Nägel mit Köpfen zu machen.

Die alz Augenklinik liegt am Stachus in München und hat einen sehr guten Ruf; sie ist die erste Klinik, die den "LASIK-TÜV" erhalten hat, und der Chef, Prof. Neuhann, ist der Experte für LASIK-OPs in Deutschland. Seine beiden Mitoperateure Dr. Lege und Dr. Bauer machen nichts anderes als LASIK-Patienten zu betreuen und zu operieren - ganz im Gegensatz zu vielen Augenärzten, die sich 1x im Monat den Laser anmieten und ihre Patienten selbst lasern.

Nachdem ich einen Info-Abend besucht hatte bei dem ganz genau der Ablauf der OP und die Risiken besprochen worden waren stand für mich fest: Die Klinik ist super! (Gab außerdem nen tollen Kuli!) Man kann sich zwar für ein Drittel der Kosten auch in der Türkei lasern lassen (inkl. Flug und Hotel), aber das kam für mich überhaupt nicht in Frage (hätte auch keinen Kuli gegeben). Am 27.08. hatte ich dann die kleine kostenlose Voruntersuchung, bei der in ca. 1 Stunde genau überprüft wird, ob man für die OP geeignet ist. Da bei mir alles stimmte, bin ich gleich am Donnerstag drauf zur großen Voruntersuchung gegangen, bei der ich 2 Stunden lang mit den interessantesten Geräten untersucht worden bin (Such das Loch im Kreis! Wo ist die japanische Kirchblütenlandschaft? Wie weit geht deine Pupille auf?). Meine Operateurin, Frau Dr. Lege hat mich persönlich untersucht und mir bestätigt, dass ich bestens für die LASIK geeignet bin. Ich hatte -3,25 und -3,75 Dioptrien sowie eine Hornhautverkrümmung. Wegen dieser blöden Hornhautverkrümmung konnte ich auch in den letzten Wochen unglaublich schlecht sehen, da ich 2 Wochen vor den Untersuchungen auf die harten Linsen, welche die Verkrümmung sonst "glatt bügeln", verzichten musste. Also sah ich noch schlechter also sonst und kam mir vor wie Horst - ich hasse meine Brille!

Gestern war dann der große Tag: Um 14h standen Martin und ich auf der alz-Matte! Zunächst wurden bei mir noch einige der Untersuchungen vom Donnerstag vorher wiederholt - damit alle Daten wirklich abgesichert sind. Zwischendurch hat Martin mich beruhigt ("Können die auch aus Versehen Deinen Zinken weglasern?"). Nach einer Dreiviertelstunde sind wir dann ein Stockwerk tiefer in einen kleineren Warteraum geführt worden und warteten hier auch noch mal 45 Minuten softbonbonverzehrend vor uns hin. Endlich kam eine nette Dame und überreichte mir ein kleines Täschen mit Tropfen, Tipps und - noch einem Kuli! Allerdings ohne die funky Sonnenbrille, die mir vorher versprochen worden war! Sie fütterte mich dann mit einer Beruhigungstablette (für den besseren Schlaf hinterher), tropfte mir Betäubungstropfen in das rechte Auge und wiederholte dies bei beiden Augen ca. 5 Minuten später.

Und dann war es soweit: Ich musste mich OP-tauglich umziehen, mit Haube, Kittel und kleinen Mülltüten an den Füßen und im sterilen Warteraum ohne Brille warten. Zu dem Zeitpunkt fühlte ich mich äußerst entspannt, und als dann die OP-Tür aufgeschoben wurde und blaue Menschen mit weißen Köpfen herauskamen, fühlte ich mich ein bißchen wie in Akte X. Eines der Männchen sprach mich freundlich an, führte mich zu der OP-Liege und ich machte es mir erst mal bequem. Dann wurde es kurz unangenehm, die Helferin warf mir ein OP-Tuch über, das über meinem rechten Auge einen kleinen Folienteil hatte. Dieser wurde mir direkt auf das Auge aufgeklebt (sah zumindest so aus) - und dann schnitt sie die Folie mit einer Schere aus, nur wenige Nanomilimeter vom Auge entfernt! Urrgh - aber das war eigentlich auch schon das Schlimmste.

Frau Dr. Lege begrüßte mich dann sehr freundlich und wir übten mal die OP - ist irgendwie blöd, wenn man bei der OP mithelfen muss. Na ja, ich gab mein Bestes und fixierte das blinkende Licht über mir, egal, mit welchen Tricks Frau Dr. Lege auch ankam: mal ein grünes Licht von hier, ein rotes von da - oder ein forsches Blaues von schräg unten. Dann hatten wir genug geübt und ich wurde mit der Liege flott unter ein anderes Gerät gelegt. Nu geit dat los, dachte ich mir - "Jetzt wird's schwarz" - sagte Frau Dr. Lege. Ein Saugnapf näherte sich meinem Auge und saugte sich fest. Das tat nicht weh, weil das Auge ja betäubt war. Allerdings drückte dieser Saugnapf mein Auge ziemlich fest nach unten, und das war nun doch ein eher unangenehmes Gefühl, wenn auch nicht schmerzhaft. Seltsam war nur, dass ich überhaupt keine Kontrolle mehr über mein Auge hatte - alles war schwarz, nur in der Ferne war ein Kreis aus hellblauen Lichtern, der sich interessiert umsah und sich dann meinem Auge näherte und sich schließlich mit diesem irgendwie vereinigte. Ich sag ja, Akte X! Etwas beunruhigt stellte ich fest, dass irgendetwas passierte - aber wo war das blöde Blinklicht? Hatte ich aus Versehen das Auge zugemacht und wurde mir jetzt das Lid abgefräst?! "Frau Dr. Lege, da blinkt nix!" - "Nein, ich habe ja gesagt, es wird schwarz". Ach so, dann war das Üben vom Anfang wohl nur ein kurzes Üben gewesen... Na ja, somit hatte ich den blödsten Teil der OP wenigstens gar nicht so richtig mitbekommen.

Nach ca. 1 Minute verschwand der Saugnapf dann wieder und Frau Dr. Lege legte das gelaserte Hornhautdeckelchen um. Jetzt musste ich noch einmal auf das blinkende Licht gucken und es wurde von 60 runtergezählt. Dabei machte der Laser sehr arbeitsintensive Geräusche und es roch ganz leicht verkokelt
- tat aber null weh und war von daher auch wenig aufregend. Schließlich klappte Frau Dr. Lege den Flap wieder um, spülte ordentlich und strich mir einige Male mit einer Art Tupfer von der Augenmitte nach Außen.

Und das war's dann schon mit dem rechten Auge; das linke dauerte ebenfalls noch nicht mal 10 Minuten!

Ich stand dann auf, konnte schemenhaft den OP-Raum erkennen und Frau Dr. Lege begutachtete mich noch einmal mit der Spaltlampe. Sie war sehr zufrieden und klebte mir dann sehr modische Uhrenglaspflaster auf beide Augen (siehe Foto), damit ich mir nachts nicht unbewusst das Auge reibe.

Martin hat mich dann eingesammelt, mich mit Bonbons gefüttert und mir den Button "Bin gelasert" an die Jacke gesteckt. Zur Feier des Tages gab es ein Stück leckeren Obstkuchen - wobei der sich blind eher schlecht essen lässt (entweder ist nix auf der Gabel oder der komplette Kuchen). Martin tat so, als bemerke er nix, hat mich aber mehrfach fotografiert und lacht sich jetzt 'nen Ast! Wegen der Beruhigungstablette war ich dann sehr müde und habe erst einmal 3 Stunden geschlafen. Das war auch gut, denn als die Beruhigungstropfen nachließen, träumte ich vergnügt vor mich hin. Beim Aufwachen hatte ich dann ein ganz leichtes Brennen - ungefähr so, als ob man etwas Gesichtscreme ins Auge bekommen hat. Das rechte Auge hat leicht getränt, das linke war schon wieder wie neu.

Wir haben dann ein bißchen TV geguckt bzw. gehört - und an den spannenden Stellen habe ich dann doch mal probiert, zu gucken. Siehe da! Ich konnte alles sehen! Ich habe die Pflaster dann aber doch drauf gelassen und habe die Augen schnell wieder zugemacht, denn die Lider sind ja als eine Art Druckverband für das lose Hornhautdeckelchen gedacht.

Heute morgen dann habe ich mir die Pflaster gleich abgerissen (Au! Klebten gut!) und war mehr als begeistert: Ich kann sehen! Nie wieder die ätzende Brille tragen, die sowieso immer runterutscht oder beschlägt! Nie wieder Gefummel mit den Kontaktlinsen, nie wieder Krümel unter den Linsen! Beim Duschen (und in der Sauna ;-)) sehen, was um mich passiert! Nie wieder aus Versehen auf die Brille treten oder setzen! Spontan übernachten können ohne Brille, Linsen und Pflegemittel! Nie wieder Brillentausch im Auto vor und nach Tunneln! Nie wieder unsicher sein, welche Linse eigentlich für welches Auge gedacht ist! Nie wieder müde Augen vom Linsentragen haben! Nie wieder Klopapier in das Hotelwaschbecken stopfen, damit die Linsen nicht aus Versehen auf Nimmerwiedersehen verschwinden! Nie wieder eine Linse fallenlassen und drauftreten! Schärfer sehen als jemals zuvor! Mit meinen eigenen Augen!

Heute mittag war ich zur Nachsorgeuntersuchung: Alles Bestens - ich habe auf beiden Augen 120% Sehschärfe! Und habe schon ein "augenärztliches Zeugnis anstelle einer Sehtestbescheinigung", damit in einem Jahr (erst dann sind die Ergebnisse wirklich stabil) der Eintrag "Inhaber muss Sehhilfe tragen" aus dem Führerschein gelöscht wird. Ich habe zwar kleine Blutergüsse im Auge von den Saugnäpfen, die werden aber von selbst wieder verschwinden. Dreimal am Tag tropfe ich mir Antibiotika in die Augen und zweimal am Tag eine Salbe. Wenn sich die Augen trocken anfühlen, tropfe ich künstliche Tränen.

Falls Ihr über eine LASIK nachdenkt: Ja, es ist eine tolle Sache! Ich ärgere mich nur, dass ich es nicht viel früher habe machen lassen. Es ist unglaublich, dass ich nach so einem kurzen Eingriff jetzt nie wieder kurzsichtig sein werde!

Habine
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Ich habs auch hinter mir

Beitrag von Habine » 10.09.2007, 08:46

Ich habe mich am 30.8. in der ALZ lasern lassen bei Dr. Bauer und bin genauso begeistert wie du. Dein Bericht ist super detailliert und genauso war es auch bei mir. Keine Schmerzen und auch nach über 1 Woche keine trockenen Augen. Die Kontrolle nach 1 Woche habe ich bei einem normalen Augenarzt gemacht. Alles bestens. Aber die grosse Ahnung hatte der nicht. Deshalb werde ich die 3 Monats und Endkontrolle wieder in München machen. Die sind super freundliche, kaum Wartezeit und kennen sich aus.

Halos habe ich nachts noch. Bin gespannt wie lange. Die Blutergüsse sieht man bei mir zum Glück nicht sind unter dem Oberlid.
Zum Duschen trage ich aus Sicherheitsgründen noch ne Schwimmbrille.

Viele Grüsse

Habine

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