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allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

blizzard
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Beitrag von blizzard » 03.10.2008, 15:26

LASIK-TÜV hat eine geringe Aussagekraft über die Qualität der klinischen Ergebnisse. Es wird u.a. gefordert, daß die Nachlaserungsrate unter einem betimmten Prozentsatz bleibt. Dies ist ein sehr grobes Qualitätskriterium, das noch obendrein von dem jeweiligen Operrateur gesteuert werden kann. Sonst sind eher formale denn Qualitätskriterien zu erfüllen. LASIK-TÜV wurde von den damals etablierten Kliniken mit dem Ziel eingeführt, die unliebsame Konkurrenz zu verdrängen.

Die Behauptung über "Hausaugenärzte", die in einer Ecke einen Laser stehen hätten und alle paar Wochen eine LASIK durchführten, betrachte ich als eine Mär. Kein Arzt kann sich einen derart teueren Laser leisten, der wochenlang nicht benutzt würde. Ganz abgesehen von der Anschaffung gibt es nicht unbeträchtliche laufende Kosten.

Gruß

B.

Donauwelle
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Beitrag von Donauwelle » 03.10.2008, 16:39

@blizzard Mit deinem Beitrag triffst du (zumindest meiner Meinung nach) den Nagel auf den Kopf.

Deine Beiträge sind immer sehr interessant und erscheinen kompetent. Ich gehe davon aus, dass du irgendwie mit dieser Branche zu tun hast.
Hast du eigentlich schon eine OP hinter dir?
Nach welchen Kriterien hast du ausgewählt bzw. würdest du auswählen; oder würdest du eine OP sowieso nie in Erwägung ziehen.

Vielleicht wäre deine Antwort eine Anregung oder Hilfe für Operationswillige, die nicht wissen, wie sie an die Sache herangehen sollen. - Einfach ist es ja wirklich nicht, die richtige Wahl zu treffen, und von zahlreichen Gelaserten - von denen man sich Infos holen kann - sind nur wenige umgeben.
LG
Donauwelle

singforfun
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Beitrag von singforfun » 03.10.2008, 16:50

blizzard hat geschrieben:
Die Behauptung über "Hausaugenärzte", die in einer Ecke einen Laser stehen hätten und alle paar Wochen eine LASIK durchführten, betrachte ich als eine Mär. Kein Arzt kann sich einen derart teueren Laser leisten, der wochenlang nicht benutzt würde. Ganz abgesehen von der Anschaffung gibt es nicht unbeträchtliche laufende Kosten.

Gruß

B.
Eine Mär ist das bestimmt nicht. Ich war auf Empfehlung meines AA bei einem Kollegen der Hausaugenarzt ist und nebenbei Lasik durchführt, wenn er genügend Leute zusammen hat.

Name bei Bedarf per PN.

lg singforfun
ab jetzt ohne Brille

Donauwelle
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Beitrag von Donauwelle » 03.10.2008, 17:19

singforfun hat geschrieben:[. Ich war auf Empfehlung meines AA bei einem Kollegen der Hausaugenarzt ist und nebenbei Lasik durchführt, wenn er genügend Leute zusammen hat.lg singforfun
Da ich davon ausgehe, dass es sehr viele Operateure gibt, die im KH nicht den ganzen Tag ausschließlich Lasek oder Lasik, sondern auch diverse andere Arbeiten erledigen (Úntersuchungen, Behandlung div. Patienten mit den verschiedensten Augenerkrankungen, div. andere Augenoperationen.... Bürokram....Privatpraxis nebenbei...) finde ich das nicht ganz so schlimm.

Natürlich hört es sich gut an, wenn der Arzt sagen kann, dass er den ganzen Tag im OP steht, aber was habe ich von einem Arzt, der zwar eine OP nach der anderen erledigt, aber relativ selten eine Lasik oder Lasek (weil diese meist der Kollege durchführt); was habe ich von einem Arzt, der zwar bei einer der großen OP-Ketten arbeitet, aber in 100 Jahren kein großes Talent werden wird; was habe ich von einem Arzt, der sich nur über 0-8-15-Operationen wagt und somit eigentlich nie erkennen wird, welche Möglichkeiten er wirklich ausschöpfen kann.

Da bin ich vielleicht doch lieber beim etwas "kleineren" Bruder wenn das Bauchgefühl passt, wenn der Arzt kompetent erscheint und im besten Fall noch Interesse an der lfd. Fortbildung und nicht ausschließlich am Umsatz vorhanden ist.

Das soll nicht bedeuten, dass ich alle Ärzte in großen Ketten als maximal durchschnittlich sehe; aber es wird bestimmt zahlreiche unter ihnen geben. Bei manchen Ketten erfährt man erst vor der OP, welchem Operateur man zugeteilt wird. Mich würde das sehr stören. - Das passiert z.B. beim "kleinen Hausaugenarzt" nicht.
LG
Donauwelle

heiner
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Beitrag von heiner » 03.10.2008, 19:37

Da gibt es natürlich fliessende Übergänge, Ärzte die nur operieren, oft bei sollchen Klinikketten, Ärzte oder Gemeinschaftspraxen die ne ganz normale Augenarztpraxis haben und an einem Tag die Woche (meist Donnerstag) ne kleine Handvoll patienten operieren, aber eben auch Ärzte die das viel seltener machen.

Und dann gibts ja noch diese Vielzahl von Anbietern die irgendwo in der Fussgängerzone schrille Werbung für Lasik machen, hinter denen stecken dann oft entweder sollche kleinen Arztpraxen, Schönheitskliniken usw. die nebenbei noch bischen Lasik machen.
Mich stört dabei zum einen die Aufmachung der Werbung mit lustigen Motiven und Aufstellern in der Fussgängerzone die den Eindruck vermittelt man geht zur Lasik wie zum Friseur oder zum Nagelstudio. Zum anderen sind das dann meistens Ärzte oder Anbieter, von denen man weder hier im Forum noch in der Presse irgendwann mal was gelesen hat.
Einer sollchen Operation und einschneidenden Veränderung im Leben sollte eine genaue Abwägung und ein überregionaler Anbietervergleich vorrausgehen.

Ich selbst bin gelasert. Meine Abwägungsprozess dauerte etwa ein Jahr, in der Zeit war ich bei 5 Anbietern zu einem Gruppen-Informationsabend und bei zwei zu einer Erstuntersuchung und Beratung.
Am wichtigsten war mir das die modernste zur Verfügung stehende Technik zum Einsatz kommt. Behaupten tun das alle. Beschäftigt man sich mit der Thematik lernt man recht schnell die Unterschiede kennen. Dadurch fielen schonmal eine ganze Reihe von Anbietern, übrigens auch alle dieser Gelegenheits-Laser-Praxen durchs Raster, und es blieben ein paar übrig die ich mir genauer ansehen konnte.
Am ende fiel meine Entscheidung auf einen Anbieter, der insgesamt den besten Eindruck als kompetenter, seriöser ärztlicher Betrieb, der die Sache mit großer Sorgfalt und Ernsthaftigkeit angeht machte.

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