Lasern bei fehlendem räumlichen Sehen

Sehbeeinträchtigungen wie Halos (Lichthöfe), Glare (Blendung), Starburst, Kontrastverlust (Schleiersehen) und Trockene Augen nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

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steffi
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Lasern bei fehlendem räumlichen Sehen

Beitrag von steffi » 30.06.2008, 09:13

Ich wurde letzten Donnerstag, am 26.6.08, an beiden Augen gelasert. Ich war weitsichtig mit +2,5 links und +2,75 rechts, dazu eine Hornhautverkrümmung. Der Arzt hatte mir vorgeschlagen, mein linkes Auge leicht kurzsichtig zu lasern, damit ich nicht so bald eine Lesebrille brauche. Ich bin schon 43 Jahre alt und in absehbarer Zeit würde die Altersweitsichtigkeit einsetzen. Das Gehirn würde die beiden Bilder von den Augen verarbeiten und sich das passende raussuchen.
Ich habe ihn aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß ich nicht räumlich sehen kann und das linke Auge bei mir führend ist. Das wirkt sich bei mir so aus, daß ich z.b. bei diesen rot-grünen 3D-Brillen entweder nur die rote oder nur die grüne Seite sehe, je nachdem, auf welches Auge ich mich konzentriere. Außerdem kann ich schlecht Entfernungen schätzen oder Bälle fangen. Da ich das aber immer schon hatte, vermisse ich im Alltag nichts.
Mein Arzt hat gesagt, daß das mit den unterschiedlichen Sehstärken auf beiden Augen trotzdem funktionieren würde, in Amerika macht man das wohl immer so.
Jetzt geht es mir zur Zeit mit dem Ergebnis sehr schlecht. Ich kann zwar sehr gut lesen, aber etwas entferne Gesichter sind undeutlich. Auch Fernsehen ist verschwommen, wenn ich nicht dicht davor sitze. Bei dieser Computereingabe muß ich mich dicht vorbeugen. Autofahren geht gar nicht, weil ich keine Schilder lesen kann. Es klappt einfach nicht mit der Umstellung in der Ferne auf das rechte Auge, außer wenn ich das linke zuhalte, dann ist in der Ferne alles scharf. Ich kann mich auch ganz kurz auf das rechte Auge konzentrieren, das geht aber nicht lange, diese Spannung kann ich höchstens eine Minute halten. Außerdem geht das linke Auge dann sofort in eine Schielstellung, die ich nicht kontrollieren kann und die das Sehen sehr anstrendend macht.

Bei der Nachuntersuchung am nächsten Tag sagte mir der Arzt, alles wäre gut verlaufen wie besprochen. Ich sollte Geduld haben, bis Montag könnte ich locker Autofahren. Heute ist aber Montag und an Autofahren nicht zu denken. Kann mir ja nicht die ganze Zeit ein Auge zuhalten.
Hat jemand Erfahrungen mit dieser besonderen Konstellation?
Macht mein Gehirn das irgendwann wirklich von allein, obwohl ich nie räumlich sehen konnte?
Wie lange dauert es?
Bin sehr nervös, da ich einen Bildschirmarbeitsplatz habe, in 3 Tagen wieder arbeiten muß und dazu auf die Autobahn muß.
Brauche dringen Rat.
Mein Ergebnis nach Lasern ist gefühlt so rechts bei 0, links bei -1,5.

neo3380
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Beitrag von neo3380 » 30.06.2008, 10:11

Hallo Steffi,
ich kann gut verstehen dass du verunsichert bist...

Bei weitsichtigen Augen ist es so dass diese erst mal in die Kurzsichtigkeit gelasert werden! Wenn z.B. du auf dem einen Auge +3 DIP hattest wird dieses Auge etwa erst mal auf -1,5 DIP gelasert. Das macht man, weil bei weitsichtigen Augen die Regression nach einer Lasik größer ist. In 8 bis 12 Wochen wird sich das Ergebnis normalisieren. Ich selbst war einen Tag nach der OP (Ausgangswerte etwa +4 DIP) bei -3 DIP. Nach 2 Tagen dann schon -1 und nach einem Jahr wieder +0,5 DIP. Geh mal eben zu einem Optiker und lass mal nen Sehtest machen...
Aber der Optiker kann bei dir keine objektive Messung durchführen. Das liegt daran, dass das Gerät nur in der Mitte mist und dein optisches System des Auges nun anders aufgebaut ist. Dadruch würden fehlmessungen entstehen.


Grüße
neo3380

steffi
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Beitrag von steffi » 30.06.2008, 12:11

Hallo neo3380,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das mit der Regression klingt logisch. Jetzt hat mein Arzt aber ganz bewußt zwei verschiedene Werte auf beiden Augen gelasert. Ich habe ihn gerade noch mal angerufen, er nannte mir die Werte gemessen am Tag nach der OP: links -1, rechts +0,5. Also ganz bewußt 1,5 Dioptren Unterschied, damit ich -nach seinen Worten- noch lange um eine Lesebrille rumkomme. Nur klappt es noch nicht mit der Umstellung von rechts auf links. Ich sehe nur mit links, und dann in der Ferne natürlich verschwommen.
Mein Arzt bat mich abzuwarten. Bei meiner besonderen Situation könnte es schon Wochen dauern, bis sich das Gehirn an die zwei Bilder gewöhnt hat und automatisch auf das richtige Auge schaltet. Wenn ich nicht klarkäme, würde er nachlasern, das wäre ganz unkompliziert. Davor habe ich aber Angst. Den Flap noch mal zu lösen erscheint mir schon riskant, zumal mein linkes Auge mein wichtigstes ist.
Hast du Erfahrungen mit Nachlaseren?
Und wenn es so ist, daß sich die Kurzsichtigkeit noch verändert, was ist dann mit dem anderen Auge, daß jetzt quasi bei 0 ist? Wird das wohl voraussichtlich so bleiben, so daß der Unterschied in der Dioptrenzahl zwischen den Augen geringer wird? Das wäre ja tröstlich.
Ist es wirklich üblich, daß man Augen bewußt unterschiedlich lasert, ich habe darüber hier nichts gefunden?

Mein Problem klingt nicht besonders ernst, da ich sehr geringe Werte habe, belastet mich im Moment doch sehr. Mein Arzt meinte gerade, auch mit -1 könnte ich prima ohne Brille Auto fahren, andere wären froh, wenn sie so viel sehen würden. Ich habe aber Angst, weil ferne Sachen leicht verschwommen sind und Schilder erst sehr spät lesbar werden. Vielleicht habe ich ja mehr als -1, gehe gleich mal zu einem befreundeten Optiker.

Gruß
Steffi

Blinx
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Beitrag von Blinx » 30.06.2008, 13:58

Hehe, hab auch kein räumliches sehen diese beiden Beispiele mit der 3D Brille und dem fangen sind echt gut :P
Mir wurde das erst vor 2 Jahren gesagt. Wurde am linken Auge schieloperiert als ich 4 war...
Aber irgendwo besteht da schon eine Zusammenarbeit wenn ich mit beiden augen gucke habe ich einen höheren visus an der Tafel da!
Mein dominantes ist das rechte wenn ich das linke vervwende guckt das rechte so ganz komisch weg :(

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