höhere Risiken als vermutet

allgemeine Themen zu LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...die in keine Spezialkategorie passen

Moderator: Frankyboy

April
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Beitrag von April » 16.04.2008, 17:25

justwatchin hat geschrieben:haze wahrscheinlichkeit steigt mit dem quotienten ablationstiefe / gesamthornhautdicke

muss also nicht direkt mit den dpt. zusammenhängen
Aber die Ablationstiefe hängt doch mit der Dioptrienzahl zusammen, oder nicht?

Donauwelle
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Beitrag von Donauwelle » 16.04.2008, 18:05

Hallo April!

Das hätte ich eigentlich auch so gesehen, aber vielleicht klärt uns justwatchin oder ein anderer Spezialist noch auf.

-Dass Lasik immer eine ordentliche Schwächung der HH ist, ist klar, auch wenn es nicht immer zu Problemen kommt.
- Dass Zusatzlinsen von vielen Ärzten bei unserer Stärke zumindest angeboten werden ist auch bekannt, aber eine Zusatzlinse ist eben auch eine "ordentliche" OP mit sämtlichen Risken. - Und mit der Tatsache des Fremdkörpers im Auge kann sich auch nicht jeder anfreunden.
- Lasek wird meist nur bis -6 empfohlen. - z.B. wg. Haze

Ich gehe troztdem davon aus, dass, wenn man einen Arzt wählt, der Erfahrung a.d.Gebiet hat, das Risiko geringer ist, als bei einem Arzt, der Lasek halt auch anbietet.

Vielleicht interessiert dich das Thema CISIS. - Statt Linsenimplantat.
Wird zwar erst ab 8 Dioptrien beworben, wäre aber reversibel, falls etwas nicht passt.

Ich bin so unverschämt, folgenden Auszug aus dem Internet zu kopieren.

"BEST PAPER OF SESSION AWARD!
Der Vortrag von Doz. Daxer zur reversiblen Behandlung hoher Kurzsichtigkeiten mittels CISIS
A. Daxer, Reversible Intracorneal Implant Surgery for the Treatment of Moderate and High Myopia.

wurde als bester Vortrag der Vortragsserie Keratorefractive, LASIK and Epi-LASIK der diesjährigen Tagung der ASCRS (American Society of Cataract and Refractive Surgery) in Chicago ausgezeichnet. Die Jahrestagung der ASCRS ist die weltweit größte und bedeutendste Tagung für Augenchirurgie."

Bis jetzt habe ich hier im Forum noch nichts darüber gelesen, aber vielleicht ändert sich das noch.

LG

justwatchin
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Beitrag von justwatchin » 16.04.2008, 22:58

April hat geschrieben:
justwatchin hat geschrieben:haze wahrscheinlichkeit steigt mit dem quotienten ablationstiefe / gesamthornhautdicke

muss also nicht direkt mit den dpt. zusammenhängen
Aber die Ablationstiefe hängt doch mit der Dioptrienzahl zusammen, oder nicht?
schon, aber bei kleiner behandlungszone und großer gesamthornhautdicke kann man durchaus über 6 dpt gehen

April
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Beitrag von April » 17.04.2008, 16:41

justwatchin hat geschrieben:
April hat geschrieben:Aber die Ablationstiefe hängt doch mit der Dioptrienzahl zusammen, oder nicht?
schon, aber bei kleiner behandlungszone und großer gesamthornhautdicke kann man durchaus über 6 dpt gehen
Bleibt die Frage, wann die LASEK sinnvoll ist (von der Frage des generellen Flap-Risikos einmal abgesehen, v.a. bei Sportarten und Berufen mit Verletzungsrisiko)

Denn wenn ich es richtig verstanden habe, kann man bei entsprechender Hornhautdicke mit LASIK bis zu -8 oder sogar -10 dpt gehen.

Donauwelle
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Beitrag von Donauwelle » 17.04.2008, 17:12

Ich hatte vor meiner OP einige Vorgespräche und einige Voruntersuchungen.
Es war interessant, dass ich immer genau die Aussagen bzw. Behandlungsmöglichkeiten zu hören bekam, mit denen ich zum jeweiligen Zeitpunkt nicht rechnete.

Ursprünglich war eindeutig LASEK der Favorit (Spätfolgen, Sport.....)
Aufgrund der Dioptrienstärke später eher Lasik, denn meine bzw. unsere Dioptrienstärke lag genau in der Mitte(von Lasek hörte man zum damaligen Zeitpunkt fast nur Horrorgeschichten im Forum)

Jetzt stellt sich die Frage, ob Lasik von vielen so beworben wird, weil
a) es angeblich einfacher ist

b) der Erfolg rasch sichtbar ist, der Patient schnell das AHA-Erlebnis hat und der Arzt rasch mit Patienten-Werbung rechnen kann (anfängliche LASEK-Probleme werden von Patienten rasch als Unfähigkeit des Arztes gedeutet, obwohl alles noch in der Norm des Heilungsverlaufs wäre)

c) viele Chirurgen Lasek nicht besonders gut beherrschen, weil in den Jahren zuvor alle für Lasik schwärmten und die Übung fehlt, die natürlich für den Erfolg wichtig wäre

d) viele Chirurgen die immer Lasik-Befürworter waren unglaubwürdig werden würden, wenn sie plötzlich eher für Lasek wären (angeblich tendiert auch die Forschung wieder eher zu Lasek, bzw. zu Methoden, die die HH weniger strapazieren)

e) Lasek von manchen als schmerzhaft empfunden wird und die Heilung dauern kann.

Es ist nicht einfach, sich die richtige Meinung zu bilden, wenn Fachleute nicht einig sind. :D

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