Hallo adrenalin,
wenn Du irgenwann altersichtig wirst, verlierst Du Akkomodationsbreite, d.h. durch altersbedingte Strukturveränderungen in der Linse, kann sich diese nicht mehr "zusammenziehen" und damit nicht mehr das optische System auf die Nähe scharfstellen. Kurzsichtige mit wenigen Dioptrien haben dann den Vorteil, dass sie beim Absetzen der Fernbrille im Nahbereich scharf sehen können. Für die Ferne brauchen Sie aber weiterhin die Fernbrille.
Wenn Du nicht andauernd zum Lesen die Fernbrille absetzen willst, kannst Du dir eine Gleitsichtbrille (früher Bifokalbrille), welche -wie der Name sagt- eine gleitenden Sicht von fern nach nah ermöglicht.
Wenn Du beim lasern auf 0 Dpt kommst brauchst Du einige Jahre keine Brille. Wenn die Altersichtigkeit einsetzt brauchst Du dann eine Lesebrille.
Eine weitere Option ist Monovision, d.h. mit einer Augenlaser-OP wird nur ein Auge auf 0 Dpt gebracht, dass andere Auge bleibt kurzsichtig für den Nahbereich. Dies muss man aber vorab mit einer Kontaktlinse im "Fernauge" simulieren - meistens braucht man eine Eingewöhnungszeit.
VG, Ron
"Lohnt" sich für mich überhaupt eine Lasik OP noch
Moderator: Frankyboy
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Dr. med. Ron Lehnert
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Ich meinte übrigens auch nicht, daß sich die Kurzsicht durch das Alter erübrigt. Ich dachte nur, daß die Einschränkung durch die Kurzsicht nicht so erheblich ist, als daß sich die OP lohnen würde. Aber das ist ja sehr im individuellen Ermessen.
Der Vorteil ist (das aus eigener Erfahrung), daß du, falls du es so beläßt, noch lange keine Altersweitsichtbrille brauchst. Während die anderen "normalsichtigen" früher (ab ca. Mitte 40) bspw. im Restaurant nach der Brille suchen müssen, um die Karte zu lesen, kannst du deine einfach nur absetzen und alles lesen. Ein 60-jähriger im Freundeskreis hat bis heute keine Lesebrille und ähnliche Werte wie du.
Ich finde die Lesebrille ungewohnt und lästig, habe sie aber in Kauf genommen, weil mir die deutliche Fernsicht noch mehr bedeutet.
Du hättest vielleicht noch 10 völlig brillenlose Jahre vor dir.
Diese OP war - obwohl sie größtenteils gut verlaufen ist - kein Spaziergang, das wollte ich noch einmal in die Abwägung einbringen.
Der Vorteil ist (das aus eigener Erfahrung), daß du, falls du es so beläßt, noch lange keine Altersweitsichtbrille brauchst. Während die anderen "normalsichtigen" früher (ab ca. Mitte 40) bspw. im Restaurant nach der Brille suchen müssen, um die Karte zu lesen, kannst du deine einfach nur absetzen und alles lesen. Ein 60-jähriger im Freundeskreis hat bis heute keine Lesebrille und ähnliche Werte wie du.
Ich finde die Lesebrille ungewohnt und lästig, habe sie aber in Kauf genommen, weil mir die deutliche Fernsicht noch mehr bedeutet.
Du hättest vielleicht noch 10 völlig brillenlose Jahre vor dir.
Diese OP war - obwohl sie größtenteils gut verlaufen ist - kein Spaziergang, das wollte ich noch einmal in die Abwägung einbringen.
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nicole_
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Es gibt noch eine Sache:
Und zwar besteht in der Bevölkerung eine Hyperopisierungstendenz im Alter.
Heisst: Eine Tendenz, leicht weitsichtig im Alter (zusätzlich zur Alterssichtigkeit) zu werden.
Das spielt sich aber meist im Rahmen von einer Dioptrie ab und setzt erst später ein.
Es könnte also sein, dass du im Endeffekt in etlichen Jahren bei -1 dpt landest, wenn du zu diesen Leuten gehörst.
Mit einer so geringen Kurzsichtigkeit hat man im Alltag wenig Probleme (ausser Autofahren).
Ich bin selbst 38 und habe gering weniger Dioptrien als du und lasse keine OP machen.
lg
Und zwar besteht in der Bevölkerung eine Hyperopisierungstendenz im Alter.
Heisst: Eine Tendenz, leicht weitsichtig im Alter (zusätzlich zur Alterssichtigkeit) zu werden.
Das spielt sich aber meist im Rahmen von einer Dioptrie ab und setzt erst später ein.
Es könnte also sein, dass du im Endeffekt in etlichen Jahren bei -1 dpt landest, wenn du zu diesen Leuten gehörst.
Mit einer so geringen Kurzsichtigkeit hat man im Alltag wenig Probleme (ausser Autofahren).
Ich bin selbst 38 und habe gering weniger Dioptrien als du und lasse keine OP machen.
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Die Wissenschaft fängt eigentlich da an, interessant zu werden, wo sie aufhört.
(Justus von Liebig)
sehimpulse.de
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Taurusli007
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.... noch komplizierter
Also ich bin absolut kein Experte und ich denke, dass wichtigste ist bereits gesagt. Um das Ganze noch zu komplizieren, könnte man noch hinzufügen, dass auch ein Augentraining wie es in Europa erst so langsam aufkommt und auch von spezialisierten Augenoptikern angeboten wird, helfen kann, die vorzeitige Alterssichtigkeit hinauszuzögern. Selber zweifle ich allerdings, doch ganz auszuschliessen ist es nicht. Natürlich ist es ziemlich aufwändig. Der Effekt lässt sicher wieder nach, wie bei jedem Muskel der nicht dauern trainiert wird. Eine Kombination von Lasern und Augentrainigung könnte vielleicht und im allerbesten Fall eine lange Brillenfreiheit ermöglichen. Das braucht aber Geduld, Zeit und Einsatz, wie beim Fitnesstraining auch. Aber am Ende steht wohl immer die Brille.... bei den meisten.
Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten unter die Augen.
Re: "Lohnt" sich für mich überhaupt eine Lasik OP
Lässt du die augen nicht korrigieren, brauchst du für die ferne weiterhin eine brille. Deine kurzsichtigkeit erspart dir aber ab 45 j. eine lesebrille.adrenalin hat geschrieben: Ich werde dieses Jahr 38 Jahre alt und habe auf beiden Augen -2.0 Dioptrien.
Lässt du die augen auf 0 dpt. korrigieren, brauchst du für die ferne keine brille mehr. Fürs lesen brauchst du im alter dann aber eine lesebrille.
Lass dir das eine auge (mit dem zylinder) lasern, das andere nicht. Dann hast du einen guten kompromiss.
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