Lasik bei Maus und Heiser, Köln am 11.12.2006

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

Moderator: Frankyboy

Steini
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Lasik bei Maus und Heiser, Köln am 11.12.2006

Beitrag von Steini » 12.12.2006, 22:26

Tja, nun war es bei mir auch soweit. Gestern. Nach langem Studium diverser Quellen im Internet. Von operationauge über clario bis hin zu den Seiten der FDA. Nach dem Besuch von Informationsabenden in verschiedenen Lasik-Praxen. Nach verschiedenen persönlichen Erfahrungsberichten aus dem Bekanntenkreis.

Es folgt mein etwas längerer Erfahrungsbericht. Ziel: Andere Besucher des Forums first-hand an meiner ganz persönlichen Erfahrung der Operation teilhaben zu lassen und damit vielleicht etwas zurück- und anderen ein wenig Entscheidungshilfe zu geben.

Also:

Meiner Entscheidung für Maus & Heiser ging erst einmal ein Kuriosum voraus:

Im Gegensatz zu anderen Anbietern versuchte ich erfolglos, mich zu einem Informationsabend anzumelden. Ausgebucht. Nachdem ich schon einige anderweitige derartige Veranstaltungen besucht und die Schilderung eines sehr positiven Erfahrungsberichts durch einen mir bekannten Zahnarzt über Hr. Maus bekommen hatte, vereinbarte ich gleich einen Termin zur Voruntersuchung. Die Entscheidung über das "ob" der Lasik war zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen, da ich bereits in einer anderen Praxis eine Voruntersuchung erfolgreich überstanden hatte. Prophylaktisch machte ich auch bereits den OP-Termin für eine Woche später aus.

Zusammengefasstes Ergebnis der Voruntersuchung: Alles im grünen Bereich. Alter 45 Jahre. Hornhautdicke 545/560. Bestkorrigierter Visus 100% bzw 125%. L -4,5 D, -0,75 cyl, R -5,25 D, -0,5 cyl. Genug Reserven für 12 Dioptrien. Bisher Keine Alterssichtigkeit. Mit meinen ständig getragenen weichen Kontaktlinsen erreichte ich allerdings immer nur 80-90% Visus.

Unmittelbar vor der OP wurden diese Untersuchungen wiederholt und einige zusätzliche durchgeführt. Danach Vorbesprechung mit Herrn Maus, der mir jede meiner vielen Fragen plausibel beantwortete und einen coolen (aber nicht arroganten) und souveränen, aber irgendwie auch sympathisch verschmitzten Eindruck machte. Auch der im Forum diskutierte Monitorbericht fand auf meine Frage Erwähnung. Ohne hier Details auszubreiten: Hr. M. wurde schlicht und ergreifend abgelinkt.

Zur Op.: Nach meinen vielen Fragen bejahte er meine letzte Frage ("mit oder ohne Beruhigungsmittel?"), weil ich durch meine Fragerei wohl einen recht gestressten Eindruck machte. Männer sind halt manchmal Weicheier. Das Lasern ging dann eine halbe Stunde später über die Bühne und ging wie die Feuerwehr. Methode: Links Q-Lasik, rechts wellenfront optimierte (nicht: geführte)herkömmliche Lasik. Der Mann weiss absolut, was er tut und ist immer ruhig und gelassen. Durch die Beruhigungstablette war ich zudem so im Tran, dass meine Frau, die meine Hand hielt, mehrmals fest zudrückte, weil sie fürchtete, ich hätte das Bewusstsein verloren. Das zwar nicht, doch hatte ich sichtlich Mühe, das grüne Licht zu fixieren. Der Schnitt beim linken Auge war nicht nur spürbar, sondern auch ein wenig schmerzhaft. Beim rechten dauerte es dafür etwas länger, bis sich der Flap angesaugt hatte. Der übliche Duft nach verbranntem Horn verströmte natürlich vorher auch. Dass meine Frau heldenhaft den entsetzlichen Anblick meines aufgeklappten linken Auges ertrug, honorierte Hr Maus mit der Bemerkung, sie könne geich das rechte Auge lasern...
Dann noch Schutzkontaktlinse drauf. Augen auf, aufstehen! Sehen!!!! ´Scharf Sehen!!! 15 Minuten in den Ruheraum, kurzer Check, Schutzkontaktlinse runter. 45 Minuten mit geschlossenen Augen warten.... Nach einigen Minuten trat bei mir trotz geschlossener Augen eine extreme Lichtempfindlichkeit auf. Ich musste meine Hände sogar - trotz geschlossener Augen - über die zwischenzeitlich aufgesetzte Sonnenbrille halten. Und die Augen fingen zunehmend an zu brennen. Nach 45 Minuten nochmals Kontrolle. Alles ok. Tropfplan für den Abend. Handynummer Maus für den Notfall. Morgen zur Nachuntersuchung kommen. Auf der Rückfahrt von Köln nach Dortmund wollte ich schon wieder umkehren. Wie war das: Nicht so schlimm, wie beim Zahnarzt? Von wegen. Starkes Brennen. Erste Ibuprofen. Andauernde Nadelstiche in beiden Augen. Zweite IBuprofen. Trotzdem noch Schmerzen. Meine Frau erinnerte mich an die Geburten unserer Töchter und ich riss mich zusammen. Zuhause angekommen war immerhin das Blendungsgefühl durch die geschlossenen Augen bereits verschwunden. Nachdem ich meine Augen nun das erste mal wieder öffnete und sich ein ganzer Schwall von Tränen ergossen hatte, sah ich - erstmals ohne Sehhilfe - scharf meine mir vertrauten eigenen vier Wände.

Noch kurz getropft, aus dem Fenster gesehen (deutliche Halos um die Strassenbeleuchtung gesehen), Schlaftablette geschluckt und 13 (!) Stunden geschlafen.

Am nächsten Morgen: Wahnsinn! (Fast) ein neues Leben. Alles scharf. Das rechte Auge schmerzt noch ein wenig. Eine Art Wundschmerz. Auf der Fahrt zur Nachuntersuchung Wettspiele mit meiner besseren Hälfte. Wer kann zuerst ein Autobahnschild, wer zuerst ein entferntes Autokennzeichen lesen? Und ich übertreffe meine seit jeher unkorrigiert besser als ich (mit KL) sehende Ehefrau. Nachuntersuchung. Alles ok. 0,0/0,0 Beide Augen allein nicht ganz 125%, aber problemlos 100%. Zusammen 125%! Hierbei besteht sogar noch eine gute Chance einer weiteren Verbesserung der Schärfe und des Kontrastsehens, weil keine 24 Stunden nach der OP häufig noch nicht das Optimum ereicht ist. Eine Leidensgenossin von gestern erzählt mir im Wartezimmer, dass sie überhaupt keine Schmerzen nach der OP hatte. Dafür hat sie nicht wie ich eine konstante Schärfe sondern etwas schwankende Sicht wegen trockener Augen (bei einem Visus von 80% bzw 125% auf ihren Augen).

Heute abend bin ich das erste Mal Auto gefahren und der Hit ist, dass ich im Dunkeln nun auch klar und deutlich sehe. Vorher war ich nachts auf der Autobahn der absolute Maulwurf. Die Halos sind gegen über gestern abend bereits mindestens 50% zurückgegangen. Zufällig war ich soeben auf einer Geburtstagsfeier, auf der zwei Augenärzte (u.a. mein Haus-Augenarzt) zugegen waren. Keiner konnte glauben, dass meine "völlig reizfreien" Augen gestern gelasert worden waren.

Was kommt als nächstes? Ich werde mir das Video von der OP ansehen. Und über den weiteren Heilungsverlauf berichten.


Beste Wünsche für diejenigen, die es noch vor sich haben !! Es lohnt sich!
I can see clearly now!

ckone
Forums-Benutzer
Beiträge: 11
Registriert: 19.03.2007, 12:23

Beitrag von ckone » 19.03.2007, 12:31

Hallo Steini!

Ich habe deinen Bericht gerade gelesen, fand ihn sehr interessant... ich verschlinge momentan alle Infos zum Augenzentrum in Köln... habe am 11.04. auch einen Termin dort. :wink:

Wie geht es dir mittlerweile? Wie "sieht" es sich so?

LG

Conny

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