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von eric » 11.07.2003, 12:44
Die größte Langzeiterfahrung gibt es mit der Artisan-Linse von Ophtec (wurde angeblich in 300000 Augen implantiert). Es soll bald eine faltbare Artisan geben, die durch einen kleineren Schnitt implantiert werden kann. Bei der ICL waren die Erfahrungen bisher nicht so toll (grauer Star). Ein neues Modell (PRL von Ciba) soll Abhilfe verschaffen. Das ist aber noch nicht sicher.
Es ist wirklich schwierig, brauchbare Informationen über phake IOLs zu bekommen. Man kann z.B. bei pubmed.com nach Studien suchen. Jeder hält seine Linse für die beste. Wenn man Studien liest, sieht man, dass es erhebliche Probleme gibt. Grauer Star, Glaukom, fortschreitende Hornhautschäden, Ovalisierung der Pupille, Gewebewucherungen.
Die Artisanlinse scheint mir die einzige zu sein, die Sicherheitsabstände zu den empfindlichen Strukturen einhält. Bei der Artisan kann es wie bei manchen anderen Vorderkammerlinsen zu einer ovalen Pupillenform kommen (das muss nicht so schlimm sein, dass es stört).
Ich habe den Eindruck, dass in diese Technologien zu wenig Geld investiert wird. Es gibt einfach zu wenige potentielle Käufer. Für die meisten sind die Laserverfahren sinnvoller. Wenn man schon die Erblindung riskiert, sollte es wenigstens eine perfektionierte Linse geben. Das ist bisher nicht der Fall.