PRK am 16.01.2009 bei Citylasik/Augenpraxisklinik Heidelberg
Verfasst: 20.01.2009, 11:33
Hallo!!! Nach ihr hier bereits von meiner Voruntersuchung und meinen Gedanken vor der OP lesen konntet:
http://augenlaser.operationauge.de/voru ... t6489.html
...schreibe ich nun, nachdem ich es hinter mir habe!
Meine OP ist also gerade mal 4 Tage her. Ich hab die Auflösung des Rechners auf 800x600 gestellt, aber ich schreibe das hier selbst!
Also, am Freitag, dem Tag 0 war ich wirklich furchtbar aufgeregt und konnte es kaum aushalten, obwohl ich den Morgen über noch im Geschäft war, sehr produktiv war das aber bestimmt nicht...
Im Wartezimmer warteten außer mir noch 4 andere, davon 1x Femto-Lasik und 3x PRK. Die anderen PRKler haben mir ziemlich viel Mut gemacht und auch von Kollegen und Freunden etc. erzählt, die dieselbe Methode ebenfalls in der Augenpraxisklinik machen haben lassen. Und alle hätten nicht länger als das Wochenende gelitten und waren nach 1 Woche tatsächlich arbeitsfähig. Also kann es bei mir auch nicht so schlimm werden dachte ich. Jeder, der vor mir aus dem OP kam, war auch schon total euphorisch...
Dann gegen 15.45 Uhr war es soweit und mir wurde die Haube aufsetzt und ich bekam die Betäubungstropfen in die Augen. Dann wurde ich in den OP geführt. Die Schwester bat mir gleich an, meine Hand zu halten, was ich dankend vor lauter Angst annahm und was auch wirklich Mut gemacht hat. Noch ein kurzer Check ob das auch wirklich ich bin und dann ging es los. Fr. Dr. Blaukat klebte mir die Wimpern ab und setzte die Lidsperre ein. Alles halb so wild. Das Abkratzen des Epithels war zwar etwas unangenehm, aber nicht schmerzhaft oder so. Dann wurde das Licht ausgeschaltet und ich sollte ins rote Licht sehen und diesem, wenn es wandert auch folgen. Die nächsten 40 Sekunden lag meine gesamte Konzentration darauf, das auch zu tun. Aber es war mitunter richtig schwierig, denn das rote Licht wanderte tatsächlich und war zwischendurch immer schwerer zu erkennen. Fr. Dr. Blaukat meinte jedenfalls, ich mache das gut. Üblicherweise roch ich auch die verbrannte die Hornhaut und als die Zeit des Lasers rum war, konnte ich erstmal gar nichts erkennen. Dann bekam ich ein paar Tropfen ins Auge und... alles wurde klar!! Das hat mich schon mal total beruhigt. Das gleiche dann nochmal mit dem anderen Auge und nach insgesamt 15-20 Min. war schon alles erledigt!! Ich konnte problemlos selbst aus dem OP laufen und schon vieles erkennen, was vorher ohne Brille niemals möglich gewesen wäre. Dementsprechend groß war die erste Euphorie!
Wir sind dann direkt nach Hause gefahren, unterwegs war alles OK. Zuhause dann aber fing plötzlich das eine Auge an furchtbar stark zu tränen und zu brennen. Beim anderen war gar nix, keine Schmerzen, kein Tränen. Das ging eine ganze Weile so und da ich auf das Tränen nicht vorbereitet war, weil ich davon noch nichts gelesen hatte und es beim anderen Auge so anders war, haben wir nach 1-2 Stunden die das anhielt bei der Handy-Nr. angerufen, die mir gegeben wurde. Dort hieß es, das wäre völlig normal, auch dass der Heilungsverlauf am Anfang so assymetrisch wäre. Also gut. Lange musste ich auch nicht mehr warten und das andere Auge fing auch an. Große dicke Tränen und das ohne Ende. Das hielt dann auch mindestens 24 Stunden (!) an. Ich habe eine ganze 100er Packung Taschentücher zum Tränen abwischen leergemacht. Ich weiß gar nicht, wo mein Körper diese Massen an Tränen hergenommen hat. Und schmerzhaft war es dann allemal. Ein Brennen & Stechen, und geholfen hat so gut wie gar nix. Meine Augen konnte ich kaum länger als 1 Sek. offen halten, dann fielen sie sofort wieder zu. In Räumen mit Licht konnte ich mich nur mit Sonnenbrille, geschlossenen Augen und am besten noch mit vorgehaltener Hand aufhalten. Das kann man wirklich nicht beschönigen. In der ersten Nacht von Freitag auf Samstag habe ich auch nicht wirklich schlafen können. Vielleicht hatte ich mal eine halbe Stunde einen total Erschöpfungszustand, aber im Prinzip war ich nur damit beschäftig, die Tränen wegzuwischen, mir in Gedanken Mut zuzusprechen, und gegen die furchtbare Austrocknung viel zu Trinken. Die Region um meine Augen fühlte sich auch total übel an, durch die ganze salzige Tränenflüssigkeit und andauernd das Abwischen mit dem rauhen Taschentuch... Am Samstag morgen war sofort die erste Nachuntersuchung. Fr. Dr. Blaukat machte mir Mut und versprach, die nächste Nacht würde schon besser und am Sonntag würde ich eine deutliche Besserung merken. Ich muss sagen, der Samstag wurde schon immer besser. Ich habe über den Tag immer mal wieder ne halbe Std-Stunde geschlafen und in der Nacht von Samstag auf Sonntag sogar durchgehend. Am Sonntag konnte ich dann tatsächlich endlich meine Augen offenhalten! Alles war etwas verschwommen, aber wenn man von -5,5 und -4,75 kommt, war auch das schon der Hammer! Den Sonntag habe ich natürlich hauptsächlich zur Erholung genutzt, aber es auch genossen, mal wieder meine Augen offen zu lassen und in einem hellen Raum zu sein. Das ging tatsächlich! Bereits am Sonntag war plötzlich alle Lichtempfindlichkeit verschwunden!
Gestern, am Montag den 3. Tag war bereits die 2. Nachuntersuchung. Ich hatte schon überhaupt keine Schmerzen mehr, zwar kein vollständig klares Bild, aber sonst keinerlei Einschränkungen. Es war toll, raus zu gehen und zu sehen was ich schon alles erkennen kann, auch wenn es natürlich alles etwas anstrengend ist. Der Arzt, der mir die Schutzkontaktlinse entfernte war absolut zufrieden. Das Epithel auf beiden war bereits geschlossen und zur Sehkraft meinte er, kann man noch nix sagen. Ich habe jedoch bei mir zuhause Landoltringe aufgehängt und auch vorher schon getestet. Mit der Brille kaum ich so auf 80% (die hatte aber auch je Auge 0,5 Dioptrien zu wenig - war nur ne Notfallbrille). Heute morgen, nach dem Aufstehen, was soll ich sagen, ich konnte ebenfalls problemlos die 80% erkennen. Ich bin total glücklich. Wenns jetzt nur noch in dem Tempo weitermacht, wow!!!
Ich glaube im Moment wirklich, dass ich bis nächsten Montag wie in der Klinik versprochen, problemlos wieder arbeiten kann.
Letztendlich war der Leidensweg 1,5 Tage und eine ganze Nacht, alles andere war verkraftbar. Ich hoffe, damit auch anderen Mut zu machen!!
Ich habe mich bewusst gegen (Femto-)Lasik und den Flap entschieden und dafür den schmerzhaften Weg in Kauf genommen. Und auch wenn es in der (kurzen) Zeit am Anfang alles andere als toll war und ich auch geflucht habe, schon jetzt weiß ich, dass ich genau die richtige Entscheidung getroffen habe. Vorausgesetzt ich bekomme jetzt nicht noch irgendwelche Komplikationen, aber davon gehe ich mal nicht aus.
Ihr könnt mich gerne anschreiben, ich kann gerne auch noch mehr erzählen und werde auch noch weiter in diesem Thread beschreiben, wie es mit mir weitergeht, aber das wollte ich so schon mal loswerden. Ich war in der Vorbereitung total froh, dass es diese Community gibt! Und immer froh, wieder was positives zu lesen.
Ein paar Fragen an die Experten unter euch oder diejenigen die schon weiter sind, habe ich jetzt aber auch:
- Was meint ihr, ist es schlimm, wenn ich jetzt schon am Rechner bin oder auch mal ne halbe Stunde fernsehe oder sollte ich alles was mit Bildschirmen und Anstrengung für die Augen zu tun hat lieber noch meiden?
- Woran merke ich, wenn ich einen Haze oder andere Komplikationen habe (mal abgesehen von der schlechter werdenden Sicht) ? Ich habe etwas Respekt davor, dass sowas noch nachkommt. Zur Vorbeugung nehme ich 3x täglich Efflumidex. Wie war das bei euch? Hattet ihr Probleme mit Haze etc? Wie habt ihr euch verhalten?
- Meine nächste Nachuntersuchung ist erst am 16.2., meint ihr ich sollte weil ich so ein Schisser bin, vorher noch mal jemand drauf gucken lassen oder einfach Cool bleiben?
Ok, das wars erstmal von mir.. Wie ihr seht, ich war (und bin) ein totaler Angsthase! Aber ich habs geschafft und bisher würde ich diese Entscheidung jederzeit wieder treffen und bin total glücklich damit!
http://augenlaser.operationauge.de/voru ... t6489.html
...schreibe ich nun, nachdem ich es hinter mir habe!
Meine OP ist also gerade mal 4 Tage her. Ich hab die Auflösung des Rechners auf 800x600 gestellt, aber ich schreibe das hier selbst!
Also, am Freitag, dem Tag 0 war ich wirklich furchtbar aufgeregt und konnte es kaum aushalten, obwohl ich den Morgen über noch im Geschäft war, sehr produktiv war das aber bestimmt nicht...
Im Wartezimmer warteten außer mir noch 4 andere, davon 1x Femto-Lasik und 3x PRK. Die anderen PRKler haben mir ziemlich viel Mut gemacht und auch von Kollegen und Freunden etc. erzählt, die dieselbe Methode ebenfalls in der Augenpraxisklinik machen haben lassen. Und alle hätten nicht länger als das Wochenende gelitten und waren nach 1 Woche tatsächlich arbeitsfähig. Also kann es bei mir auch nicht so schlimm werden dachte ich. Jeder, der vor mir aus dem OP kam, war auch schon total euphorisch...
Dann gegen 15.45 Uhr war es soweit und mir wurde die Haube aufsetzt und ich bekam die Betäubungstropfen in die Augen. Dann wurde ich in den OP geführt. Die Schwester bat mir gleich an, meine Hand zu halten, was ich dankend vor lauter Angst annahm und was auch wirklich Mut gemacht hat. Noch ein kurzer Check ob das auch wirklich ich bin und dann ging es los. Fr. Dr. Blaukat klebte mir die Wimpern ab und setzte die Lidsperre ein. Alles halb so wild. Das Abkratzen des Epithels war zwar etwas unangenehm, aber nicht schmerzhaft oder so. Dann wurde das Licht ausgeschaltet und ich sollte ins rote Licht sehen und diesem, wenn es wandert auch folgen. Die nächsten 40 Sekunden lag meine gesamte Konzentration darauf, das auch zu tun. Aber es war mitunter richtig schwierig, denn das rote Licht wanderte tatsächlich und war zwischendurch immer schwerer zu erkennen. Fr. Dr. Blaukat meinte jedenfalls, ich mache das gut. Üblicherweise roch ich auch die verbrannte die Hornhaut und als die Zeit des Lasers rum war, konnte ich erstmal gar nichts erkennen. Dann bekam ich ein paar Tropfen ins Auge und... alles wurde klar!! Das hat mich schon mal total beruhigt. Das gleiche dann nochmal mit dem anderen Auge und nach insgesamt 15-20 Min. war schon alles erledigt!! Ich konnte problemlos selbst aus dem OP laufen und schon vieles erkennen, was vorher ohne Brille niemals möglich gewesen wäre. Dementsprechend groß war die erste Euphorie!
Wir sind dann direkt nach Hause gefahren, unterwegs war alles OK. Zuhause dann aber fing plötzlich das eine Auge an furchtbar stark zu tränen und zu brennen. Beim anderen war gar nix, keine Schmerzen, kein Tränen. Das ging eine ganze Weile so und da ich auf das Tränen nicht vorbereitet war, weil ich davon noch nichts gelesen hatte und es beim anderen Auge so anders war, haben wir nach 1-2 Stunden die das anhielt bei der Handy-Nr. angerufen, die mir gegeben wurde. Dort hieß es, das wäre völlig normal, auch dass der Heilungsverlauf am Anfang so assymetrisch wäre. Also gut. Lange musste ich auch nicht mehr warten und das andere Auge fing auch an. Große dicke Tränen und das ohne Ende. Das hielt dann auch mindestens 24 Stunden (!) an. Ich habe eine ganze 100er Packung Taschentücher zum Tränen abwischen leergemacht. Ich weiß gar nicht, wo mein Körper diese Massen an Tränen hergenommen hat. Und schmerzhaft war es dann allemal. Ein Brennen & Stechen, und geholfen hat so gut wie gar nix. Meine Augen konnte ich kaum länger als 1 Sek. offen halten, dann fielen sie sofort wieder zu. In Räumen mit Licht konnte ich mich nur mit Sonnenbrille, geschlossenen Augen und am besten noch mit vorgehaltener Hand aufhalten. Das kann man wirklich nicht beschönigen. In der ersten Nacht von Freitag auf Samstag habe ich auch nicht wirklich schlafen können. Vielleicht hatte ich mal eine halbe Stunde einen total Erschöpfungszustand, aber im Prinzip war ich nur damit beschäftig, die Tränen wegzuwischen, mir in Gedanken Mut zuzusprechen, und gegen die furchtbare Austrocknung viel zu Trinken. Die Region um meine Augen fühlte sich auch total übel an, durch die ganze salzige Tränenflüssigkeit und andauernd das Abwischen mit dem rauhen Taschentuch... Am Samstag morgen war sofort die erste Nachuntersuchung. Fr. Dr. Blaukat machte mir Mut und versprach, die nächste Nacht würde schon besser und am Sonntag würde ich eine deutliche Besserung merken. Ich muss sagen, der Samstag wurde schon immer besser. Ich habe über den Tag immer mal wieder ne halbe Std-Stunde geschlafen und in der Nacht von Samstag auf Sonntag sogar durchgehend. Am Sonntag konnte ich dann tatsächlich endlich meine Augen offenhalten! Alles war etwas verschwommen, aber wenn man von -5,5 und -4,75 kommt, war auch das schon der Hammer! Den Sonntag habe ich natürlich hauptsächlich zur Erholung genutzt, aber es auch genossen, mal wieder meine Augen offen zu lassen und in einem hellen Raum zu sein. Das ging tatsächlich! Bereits am Sonntag war plötzlich alle Lichtempfindlichkeit verschwunden!
Gestern, am Montag den 3. Tag war bereits die 2. Nachuntersuchung. Ich hatte schon überhaupt keine Schmerzen mehr, zwar kein vollständig klares Bild, aber sonst keinerlei Einschränkungen. Es war toll, raus zu gehen und zu sehen was ich schon alles erkennen kann, auch wenn es natürlich alles etwas anstrengend ist. Der Arzt, der mir die Schutzkontaktlinse entfernte war absolut zufrieden. Das Epithel auf beiden war bereits geschlossen und zur Sehkraft meinte er, kann man noch nix sagen. Ich habe jedoch bei mir zuhause Landoltringe aufgehängt und auch vorher schon getestet. Mit der Brille kaum ich so auf 80% (die hatte aber auch je Auge 0,5 Dioptrien zu wenig - war nur ne Notfallbrille). Heute morgen, nach dem Aufstehen, was soll ich sagen, ich konnte ebenfalls problemlos die 80% erkennen. Ich bin total glücklich. Wenns jetzt nur noch in dem Tempo weitermacht, wow!!!
Ich glaube im Moment wirklich, dass ich bis nächsten Montag wie in der Klinik versprochen, problemlos wieder arbeiten kann.
Letztendlich war der Leidensweg 1,5 Tage und eine ganze Nacht, alles andere war verkraftbar. Ich hoffe, damit auch anderen Mut zu machen!!
Ich habe mich bewusst gegen (Femto-)Lasik und den Flap entschieden und dafür den schmerzhaften Weg in Kauf genommen. Und auch wenn es in der (kurzen) Zeit am Anfang alles andere als toll war und ich auch geflucht habe, schon jetzt weiß ich, dass ich genau die richtige Entscheidung getroffen habe. Vorausgesetzt ich bekomme jetzt nicht noch irgendwelche Komplikationen, aber davon gehe ich mal nicht aus.
Ihr könnt mich gerne anschreiben, ich kann gerne auch noch mehr erzählen und werde auch noch weiter in diesem Thread beschreiben, wie es mit mir weitergeht, aber das wollte ich so schon mal loswerden. Ich war in der Vorbereitung total froh, dass es diese Community gibt! Und immer froh, wieder was positives zu lesen.
Ein paar Fragen an die Experten unter euch oder diejenigen die schon weiter sind, habe ich jetzt aber auch:
- Was meint ihr, ist es schlimm, wenn ich jetzt schon am Rechner bin oder auch mal ne halbe Stunde fernsehe oder sollte ich alles was mit Bildschirmen und Anstrengung für die Augen zu tun hat lieber noch meiden?
- Woran merke ich, wenn ich einen Haze oder andere Komplikationen habe (mal abgesehen von der schlechter werdenden Sicht) ? Ich habe etwas Respekt davor, dass sowas noch nachkommt. Zur Vorbeugung nehme ich 3x täglich Efflumidex. Wie war das bei euch? Hattet ihr Probleme mit Haze etc? Wie habt ihr euch verhalten?
- Meine nächste Nachuntersuchung ist erst am 16.2., meint ihr ich sollte weil ich so ein Schisser bin, vorher noch mal jemand drauf gucken lassen oder einfach Cool bleiben?
Ok, das wars erstmal von mir.. Wie ihr seht, ich war (und bin) ein totaler Angsthase! Aber ich habs geschafft und bisher würde ich diese Entscheidung jederzeit wieder treffen und bin total glücklich damit!