Lasik mit schlimmen Folgen...

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

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Donauwelle
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Re: Weitere Info

Beitrag von Donauwelle » 01.08.2008, 15:13

Kawasaki hat geschrieben: So zu Leben ist alles andere als toll. Lieber ne dicke Brille auf der Nase aber dafür hervorragend sehen. Diese ganze Laserei an den Augen müsste gesetzlich verboten werden, wenn es nur darum geht die Brille los zu werden.

Wenn es nämlich schief geht sind die Folgen verheerend und sogar lebensgefährlich. Man kann nur noch zu höchstens 50% am normalen Leben vernünftig teilnehmen. Aber für all die anderen Betroffenen ist das ja nichts neues sondern nur eine weitere Bestätigung, wie man für sehr viel Geld sein Leben ruinieren kann.
Schlimm, wenn man erkennen muss, dass die eigene OP eine "Panne" wurde. Das sollte sich jeder durch den Kopf gehen lassen, der eine Laser-OP in Erwägung zieht, weil jeder so ein Pech haben kann. Gerade wenn die Brille eigentlich nur nervt und keine wesentlichen Einschränkungen mit sich bringt, sollte man sich die Entscheidung nicht zu leicht machen.
ABER: Nicht grundlos tendieren immer mehr Operateure zu Oberflächenverfahren. Dabei gibt es die diversen Flap-Problematiken zum Glück nicht. - Wenn es hie und da Probleme gibt sind diese zwar lästig, aber meist besser behandelbar.

Verbieten würde ich derartige OPs nicht. Schließlich kann man - wenn es glatt geht - enorm an Lebensqualität gewinnen.
Man kann nicht alles verbieten, wo ev. etwas passieren kann.
In den Regalen finden wir immer noch Dickmacher, Zigaretten und Alkohol. - Alles Genussmittel, die auch schlimme Folgen verursachen können. Schließlich dürfen auch Motorräder noch verkauft werden, obwohl unzählige schwere Unfälle passieren. Über den "Spaß" mancher Motorradfahrer freuen sich oft auch nur jene, die auf ein Spenderorgan warten.

Alles Gute für September.
LG
Donauwelle

Kawasaki
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Nächste Untersuchung bei Dr. Schayan

Beitrag von Kawasaki » 22.09.2008, 17:20

Hier wieder ein kurzer Zwischenbericht.

Ich war am 9.September in Dillenburg bei Herrn Dr. Schayan zur Untersuchung. Im Prinzip keine all zu neuen Erkenntnisse. Sehkraft an der Prüftafel ca. 50% auf beiden Augen und es wurde von Ihm eigentlich nur das bestätigt was voriges Jahr und im Januar schon die zwei anderen Augenärzte mir diagnostiziert hatten: mehrere Falten auf dem linken Auge und eine zentrale Falte auf dem rechten Auge. Die Falte auf dem rechten Auge hat angeblich nichts mit dem mittlerweile sich nach unten verzerrenden Sehen zu tun. Links muß aber was gemacht werden. Die Anzahl der Falten wurde aber nicht gesagt und ich hatte auch ehrlich gesagt nicht dran gedacht Nachzufragen. Dr. Schayan sprach lediglich von Fältchen-eindeutig in der Mehrzahl.

Er wollte auch noch genau Wissen wann und wie lange die ersten zwei Spülungen gemacht wurden. Er fragte mehrmals ob die letzte Spülung wirklich 3min gedauert hat.

Dr. Schayan erklärte mir dann das nur eine richtige Flap-Spülung in solchen Fällen helfen kann. Sie sollte normal direkt nach Erkennen der Falten gemacht werden. Er gab mir Recht das der Zustand, mit solchen Falten zu Leben, Lebensgefährlich ist. Nach einer Flap-Spülung ist dann auch nichts drin mit sofort Arbeiten gehen. Zwei Wochen dauert es schon bis man halbwegs wieder was sehen kann. Die Hornhaut wird sehr strapaziert und braucht sehr lange zum Erholen. Aber sie erholt sich wieder. Er bejahte meine Aussage dass ich dann anschließend mindestens zwei Wochen krankgeschrieben werden muß.

Er erklärte mir dann zum Schluss das eine Flap-Spülung gut 45min!!! dauert und anstrengend für den Betroffenen und für den Arzt ist.

Dr. Schayan hat mir dann eine Überweisung zu Dr. Knorz nach Mannheim gegeben mit dem Worten das es besser ist wenn er diese Therapie durchführt, da er damit sehr viel Erfahrung und das nötige Wissen hat. Anschließend kann ich sehr gerne wieder zu Ihm kommen zur weiteren Kontrolle und Medikamentenverschreibung damit ich nicht immer so weit Fahren muß.

Endlich habe ich mal eine klare und ehrliche Aussage bekommen was los ist. Zumindest was das linke Auge betrifft. Dr. Schayan bemerkte aber zum rechten Auge noch das sich dieses Dr. Knorz noch mal genauer Ansehen soll. Ich vermute stark dass dort auch eine Spülung fällig ist aber diese vorerst nicht in Frage kommt.

Natürlich habe ich vor dieser Therapie mittlerweile echt Angst und ich will diese nicht machen lassen. Ich habe jetzt eine Anfrage in die Schweiz gemacht und werde erst mal zur Untersuchung im November dort hin Fahren. Wenn man mir dort auch nicht weiterhelfen kann, dann werde ich es mir mit der Flap-Spülung in Mannheim noch mal Überlegen. Ich muß das ja auch mit meinem Arbeitgeber abklären da ich damit Rechnen muß das ich mindestens ein halbes Jahr nicht mehr Arbeiten kann. Ich will ja nicht mit Harz 4 enden. Es gibt ja leider schon ein paar Fälle deswegen.

Ich werde wieder berichten wenn es was Neues gibt.

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Beitrag von Glasbaustein » 23.09.2008, 08:21

Hallo,

Nach meinem Wissen, wirst Du kaum einen besseren Arzt als Prof. Dr. Knorz in Deutschland finden. Besonders nachdem Du schreibst, dass Du das erste Mal eine fundierte Aussage bekommen hast. In meinen Augen hast Du jetzt doch einen sehr guten Ansatz. Bin ehrlich gesagt, etwas verwundert, dass Du Dir trotzdem erstmal nicht helfen lassen, sondern den Umweg über die Schweiz machen willst.

Alllerdings habe ich mir den Thread nicht komplett durchgelesen, so dass es sein kann, das Du dort deine OP hattest und deine Entscheidung finanzieller Natur ist (kostenloses Nachlasern.)

Dein Zögern kann man dann einerseits verstehen. Andererseits ist, wie gesagt, Prof. Dr. Knorz, nach meinen Kenntnissen, eine echte Koryphäe. Denke mal, was besseres kommt erstmal nicht. Aber das ist nur meine Meinung. Du entscheidest natürlich selbst.

Gruß, Matthias
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Status: Noch ohne refraktive OP! [img]http://yelims3.free.fr/Jesuis/Opticien.gif[/img]

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Happy End in Sicht-durch C-Ten

Beitrag von Kawasaki » 24.02.2009, 15:46

Viele haben bestimmt gedacht das sich mein Problem von selbst erledigt. Weit gefehlt. Da man bei mir am linken Auge nicht früh genug nach der Lasik die Falten erkannt hatte, die Falten am rechten Auge bis zum Schluß abgestritten hatte und auch die versuchten Spühlungen nichts gebracht hatten, war dieses Problem nicht mehr mit den normalen, bekannten Therapien zu behandeln. Zudem kommt ja auch noch die schlechte Sehstärke hinzu. Die einzigste Therapie wäre eine nochmalige, ca. 45 min lange Spühlung gewesen die von Dr. Knorz hätte ausgeführt werden sollen. Ich bekam ja eine Übrweisung von der Artemis Klinik, wo ich zuletzt untersucht worden bin. Aber die zusätzliche Sehschwäche wäre dann immer noch nicht korrigiert. Allerdings bin ich dort nicht gegangen. Die Folgen dieser Spühlung wollte ich nicht wirklich erleben, da ja die beiden kurzen Spühlungen schon der reinste Horror waren. Was mir trotzdem dann geholfen hat könnt ihr in meinem neuen Bericht lesen den ich mit Absicht mit einer neuen Überschrift einstelle.
Ich kann nur jedem betroffenen Raten sich nicht mit diesem lebensgefährlichen Ausgang einer Lasik zufrieden zu geben, sich nicht einschüchtern und vertrösten zu lassen sondern alles bei der Ärztekammer zur Anzeige bringen. Ich habe dies schon letzen Jahres getan. Eine Lasik ist nur so gut wie sie ausgeführt wird. Erst recht wenn noch altertümliche Geräte wie zum Beispiel die Keratomklinge eingesezt werden um damit den Flap zu Schneiden. Solche Dinge gehören mittlerweile in das Museum und nicht mehr an das Auge. Gute Kliniken bieten nur noch die Femtolasik an wenn es dann wirklich eine Laserbehandlung mit Flapschnitt sein soll. Außerdem gibt es mittlerweile ein Verfahren das nicht vergleicbar sicherer ist und sogar in der Lage ist Lasikfehler zu beseitigen, wenn bestimmte Vorraussetzungen wie z:B. genügend Hornhautdicke, gegeben sind. Und das alles ist auch noch absolut Schmerzfrei ...: C-TEN

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Re: Happy End in Sicht-durch C-Ten

Beitrag von Donauwelle » 26.02.2009, 19:08

Hallo!
Freut mich wirklich, dass bei dir wieder alles ins Lot gebracht wurde.
Kawasaki hat geschrieben:Eine Lasik ist nur so gut wie sie ausgeführt wird. Erst recht wenn noch altertümliche Geräte wie zum Beispiel die Keratomklinge eingesezt werden um damit den Flap zu Schneiden. Solche Dinge gehören mittlerweile in das Museum und nicht mehr an das Auge. Gute Kliniken bieten nur noch die Femtolasik an wenn es dann wirklich eine Laserbehandlung mit Flapschnitt sein soll.
Obwohl ich selber dem Lasik-Verfahren eher skeptisch gegenüber stehe, drängt sich bei der Aussage, dass gute Kliniken nur mehr den Flap mit dem Femtolaser anbieten, der Verdacht auf, dass deine Klinik nicht nur cTen (ein Verfahren, welches mir recht vernünftig erscheint) anbietet, sondern auch einen Femtolaser hat (der auch abbezahlt werden muss :wink: ).
Bei dünner oder z.B. recht steiler HH denke ich auch, dass Femto besser wäre, als Keratomschnitt. Davon, dass Femto für alle OP-Willigen die bessere Lösung ist, konnte ich bisher noch nicht überzeugt werden. Man findet im Internet doch immer wieder Beiträge, aus denen hervorgeht, dass es auch bei diesem Verfahren einige Knackpunkte gibt, und die Langzeiterfahrung fehlt sowieso. Hätte ich mich für Femto bzw. Keratom entscheiden müssen und wäre HH-Dicke kein Thema gewesen, wäre mir die Entscheidung bestimmt nicht leicht gefallen. Wahrscheinlich hätte ich mich für Keratom entschieden und gehofft, dass es zu keinem Schittfehler kommt.

Grundsätzlich finde ich Oberflächenverfahren immer noch vernünftiger, weil die HH nicht so sehr geschwächt wird.
LG
Donauwelle

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