LASIK-Xtra

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Re: LASIK-Xtra

von Donauwelle » 04.09.2013, 09:33

Der Beitrag vom 2.9.2013 von hyperaktasie hat mich veranlasst, nochmals diesen Thread zu suchen. Der Betroffene wurde von einem erfahrenen Chirurgen (kurzzeitig!!) von seiner Fehlsichtigkeit befreit; einige Jahre nach der OP stellte sich heraus, dass die HH trotz hoher Resthornhautdicke schwersten Schaden erlitten hat.

Aus diesem Grund finde ich es verantwortungslos, wenn eine Klinik mit "vorbeugendem Crosslinking" dafür wirbt, dass sich auch Personen, die eigentlich fürs Lasern nicht optimal geeignet sind, mit dem "neuen" Verfahren doch unter den Laser legen können.
hyperektasie hat geschrieben:Mir ist durchaus bekannt, dass die Erfolgschancen mit Crosslinking sehr gut sind, aber das sind sie ja bei der LASIK auch, gell :wink:. Zudem liegen hier noch keine Langzeitstudien vor. Keiner weiß, welche Auswirkungen Crosslinking im späteren Verlauf auf die Hornhaut hat.
Der vor Jahren von unserem ehemaligen Moderator (Arzt) ins Netz gestellte Satz, dass die Hornhaut noch nicht ausreichend erforscht ist, scheint weiterhin seine Berechtigung zu haben.

Auch die Aussage von jms passt immer noch; sie bekommt meiner Meinung nach mit der Zunahme der Laseranbieter und deren fragwürigen Werbemothoden sogar noch mehr Bedeutung.
jms hat geschrieben: Mit den augenkliniken ist es ein bisschen wie bei banken:
wenn du ein haus bauen willst und gehst zu deiner bank, dann prüft die nach standardverfahren deinen verdienst und ob du gesund bist und sagt dann: alles klar, überhaupt kein problem.

Du missverstehst diesen satz aber und denkst, für dich wäre das mit dem haus zu packen. Die bank meint mit diesem satz aber, der kredit ist für die bank kein problem, weil ja bei einer zwangsversteigerung für die bank immer noch ein batzen übrigbleibt. Und diese zwangsversteigerungen gibt es massenhaft.

Na und mit den augenkliniken ist es auch so: oft in einer staatlichen klinik eingegliedert meint man: na wenn die das empfehlen kann es ja nur gut für mich sein.
aber die klinik prüft nur nach bestem wissen und gewissen und lässt dich unterschreiben, dass du die risiken kennst. die wägt fast nie ab und sagt: lassen sie es (ausgenommen med. gegenindikationen).

Man sichert sich offiziell ab und ist aus dem schneider...

Re: LASIK-Xtra

von Claireissa » 21.08.2013, 13:47

Interessant. Ich habe tatsächlich eine hohe Dioptrinzahl, bin also an der Grenze. Habe mir aber von zwei verschiedenen Ärzten versichern lassen, dass ich für eine OP geeignet sei, von daher halte ich das Zusatzangebot in meinem Fall für eine Vorsorgemaßnahme und kein Aufschwätzen.

Re: LASIK-Xtra

von Kjartan » 18.07.2013, 13:37

Interessant. Aber was heißt das alles konkret für den Heilungsprozess? Bleibt der trotzdem gleich lang? Oder gibt es nicht diese großen Schwankungen des Sehens, wenn alles versteift wird? Wie kann man sich die Auswirkungen so vorstellen?

Re: LASIK-Xtra

von Frankyboy » 17.07.2013, 21:13

Donauwelle hat geschrieben:Ob es bei dünner HH nicht vernünftiger wäre ein Oberflächenverfahren durchführen zu lassen (falls die Werte passen), oder - noch besser - die Lasik-Idee überhaupt zu verwerfen?
So sehe ich das auch. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie glücklich man nach einer gelungenen Laser-OP sein kann. Aber ich habe hier zu viele Berichte gelesen von Patienten, die offenbar für eine derartige Behandlung ungeeignet waren, schlecht beraten wurden und nun unter den Folgen leiden.

Es gibt übrigens durchaus auch Laserärzte, die eine zu dünne Hornhaut definitiv als Ausschlusskriterium ggf. für alle refraktiven Eingriffe sehen: http://femto-lasik-blog.com/hornhautdicke/#more-2754

Viele Grüße
Frank

Re: LASIK-Xtra

von Donauwelle » 17.07.2013, 20:15

Crosslinking ist eine übliche Methode zur "Behandlung" von Keratokonus bzw. Keratokonusanwärtern.

Für mich ist das Werben mit einem derartigen Verfahren
- ein Eingeständnis dafür, dass Lasik wegen der HH-Schwächung doch nicht so ungefährlich ist, wie oft dargestellt und

- die Chance für Laseranbieter, dass sie jenen Patienten, die für Lasik eigentlich nicht mehr geeignet sind, gerade noch eine Laseroperation aufschwatzen können.

Kann man Crosslinking eigentlich beliebig oft durchführen, oder hat man mit diesem Verfahren sofort die Chance auf ein weiteres Crosslinking (falls in Zukunft erforderlich) verwirkt?

Ob es bei dünner HH nicht vernünftiger wäre ein Oberflächenverfahren durchführen zu lassen (falls die Werte passen), oder - noch besser - die Lasik-Idee überhaupt zu verwerfen?

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