Empfindlichkeit Flap oder Panikmache?

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von heiner » 28.06.2009, 09:09

Ich habe meiner Freundin zum glück ausreden können sich ständig irgendwelche Sachen auf die Wimpern zu machen, weil das für meinen Geschmack nicht schöner sondern künstlicher aussieht.

Schminke ist in den ersten Wochen nach OP sowieso nicht angesagt, auf Augenreiben sollte man in den ersten 3 Monaten verzichten. Bei mir war es so das sich nach einigen Tagen nach OP wo ich den empfehlungen das Auge nicht zu berühren strickt gefolgt bin die Wimpern total verklebt waren, weil die Augentropfen alles mögliche aus den Auge spülen und in den Wimpern eintrocknen. Die Ärztin zur Nachuntersuchung empfahl mir darauf die Wimpern ganz vorsichtig im vorbeihuschen (!) mit feuchter Watte zu reinigen.

von heiner » 27.06.2009, 13:52

Das ist also eher Panikmache von Deinem "Hausaugenarzt"... und da stehen ja viele konservative AÄ der refraktiven Chirurgie noch immer kritisch gegenüber... nicht zuletzt auch wegen der Tatsache, dass ein LASIK-behandelter Patient i.d.R. seinen AA nur noch selten benötigt
Man muss hierbei nochmal festhalten das Kontrollbesuche beim Augenarzt generell alle 1-2Jahre durchgeführt werden sollten, unabhängig davon ob man fehlsichtig ist oder nicht! Es gibt bestimmte, wenn auch seltene Augenkrankheiten die bis zur Erblindung führen können, rechtzeitig erkannt aber zu heilen sind. Das gehört zur normalen Gesundheitsvorsorge wie die Kontrolle beim Zahnarzt, auch wenn es nicht so stark propagiert wird.

Bzgl. der Flap-Gefahren habe ich den Eindruck das es von den Lasik-Ärzten etwas herruntergespielt wird, weil der Flap in Situationen wie Balltreffer beim Sport, Schlägerei oder Airbag-Auslösung eben doch noch verrutschen kann. Diese Gefahr wird von Lasik-Ärzten oft nur auf ausdrückliches Nachfragen erwähnt und behauptet diese Gefahr bestünde nach 3 Monaten nicht mehr, realistisch ist aber eher ein Zeitraum von 2 Jahren bis der Flap auch in Extremsituationen sicher hält.

von chrissu » 27.06.2009, 11:52

Danke für eure Antworten. Bin schon etwas beruhigter.

Diese Panikmache von meinem Augenarzt kam schon etwas überraschend, da ich mich im Vorfeld doch schon ausführlich über die OP und alles drum herum informiert habe.

Grüße
Chrissu

Halte ich eher für Panikmache!

von hagid_muc » 26.06.2009, 23:53

Hallo,

ich arbeite selbst seit über 15 Jahren in dieser Branche, bin selbst gelasert und kann Dich beruhigen.

Grundsätzlich: ein Flap wächst zwar nur nach vielen Jahren weitgehend an, so kann man z.B. eine Re-LASIK (Flapanhebung, danach nachlasern) auch noch nach 3-4 Jahren machen, wenn auch das Anheben des Flaps etwas dauert, da der Operateur mit einem Spatel den Flap nur vorsichtig lösen kann. Allerdings verschliessen sich die Wundränder des Flaps recht bald, die Gefahr einer Infektion ist - wenn überhaupt - nur in den ersten Tagen nach OP gegeben. Dafür bekommt der Patient ja antibiotische AT.

Und in all den Jahren habe ich nur einen einzigen Fall in unserer Klinik gehabt, dass eine junge Frau es irgendwie geschafft hat, durch starkes Reiben den Flap (ca. 1 Woche nach LASIK) tatsächlich zum Verrutschen zu bringen. Also das ist praktisch unmöglich! Wenn Du sowas tatsächlich zustande bringen würdest, merkt man das sofort, weil man total verschwommen sehen würde und der Lidschlag Probleme bereiten würde. Dann sollte man natürlich umgehend seinen Operateur aufsuchen, damit der Flap angehoben, gespült und wieder faltenfrei aufgelegt würde.

ABER - wie gesagt - das ist praktisch unmöglich. Das ist also eher Panikmache von Deinem "Hausaugenarzt"... und da stehen ja viele konservative AÄ der refraktiven Chirurgie noch immer kritisch gegenüber... nicht zuletzt auch wegen der Tatsache, dass ein LASIK-behandelter Patient i.d.R. seinen AA nur noch selten benötigt, also Brillenrezepte, CL-Anpassung entfallen... Ebenso reagieren auch viele Optiker entsprechend... = Umsatzeinbusse!

Ich hoffe, ich konnte Dir mit meinen Informationen die Sorgen etwas nehmen.

Schöne Grüsse

von heiner » 26.06.2009, 22:27

In der tat ist der Flap, insbesondere in den ersten 3 Monaten, sehr empfindlich und kann verrutschen. Nach 2 Jahren sitzt er dagegen schon so fest das praktisch nichts mehr passieren kann.

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