Hallo heiner,
fast alle Firmen versuchen, Fehler durch Rollen und Drehen des Auges auszugleichen und zu korrigieren. Da die Pupillengröße gleich sein muss wie bei der Messung funktioniert die Iriserkennung nicht in allen Fällen oder eben auch nur zeitweise.
Meines Wissens war bei der FDA Studie des VisX diese Funktion nicht eingesetzt. Generell kann aber gesagt werden, dass in der Regel mit technischen Mitteln ein auftretendes Problem eliminiert werden soll.
Wavelight verfolgt einen anderen Ansatz. Das Grundprinzip ist nicht technischer Natur, sondern kommt aus der Medizin, genauer gesagt aus der Neurophysiologie.
Hierbei wird am Laser das Zyklorotations-Modul „NeuroTrack“ aktiviert. Dieses Verfahren basiert auf vier blinkenden Dioden, die seitlich um die Fixationsdiode angebracht wurden. Durch Optimierung der Lichtintensität und Blinkfrequenz dieser rechtwinklig positionierten Dioden wird eine rechtwinklige Geometrie erzeugt, die das Auge als Referenzgeometrie wahrnimmt. Der „Vestibulare Okulare Reflex (VOR)“
http://de.wikipedia.org/wiki/Vestibuloo ... rer_Reflex
bewirkt, dass sich das Auge automatisch an dieser rechtwinkligen Struktur ausrichtet und dadurch eine mögliche torsionale Verdrehung des Auges ausgleicht.
Durch Versuche wurde herausgefunden, dass mit Hilfe der Lichtintensität und Blinkfrequenz selbst so einfache räumliche Strukturen wie vier rechtwinklig angeordnete blinkende Dioden ausreichen, eine torsionale Antwort des Auges zu erzeugen, um so das Auge optimal in der gewünschten Drehposition auszurichten. Dieses Verfahren genannt „NeuroTrack“ führt dazu, dass auch während der Behandlung das Auge immer optimal zyklorotatorisch ausgerichtet und fixiert ist.
Zusätzlich hat Wavelight für die Vorpositionierung der Patienten einen Kreuzlinienprojektor integriert. Beim Positionswechsel von sitzend nach liegend kann sich nun das Auge des Patienten verdrehen. Deshalb Wird der Kopf des Patienten entsprechend vorpositioniert. Dies erfolgt mit dem Kreuzlinien-Projektor.
Mit Einschalten der gelben Neurotrack-Dioden richtet sich das Auge nun dynamisch zyklorotatorisch aus und fixiert sich während der Behandlung, selbst wenn sich der Kopf bewegen sollte.
Im Gegensatz zu allen verfügbaren Lösungen arbeitet das NeuroTrack-Modul kontinuierlich, selbst während der Behandlung und gleicht somit mögliche Zyklorotationsverändungen online während der Behandlung aus.
Bei diesem Verfahren wird also nicht ein auftretender Fehler korrigiert, sondern im Vorfeld wird dafür gesorgt, dass der Fehler erst gar nicht entsteht.
lG, Spark