von Gast » 14.11.2002, 17:23
Hallo, Barbara !
Leider spinnt momentan mein Internet Explorer, so daß ich nicht direkt an Deine mailadresse mailen kann. Daher kopiere ich hier einen Teil meiner früheren Korrespondenz mit einer "Leidensgenossin"
ins Forum:
Nach der Iridotomie:
"Ich habe bisher erst die Iridotomie hinter mir. Hierbei werden mit dem Laser in jede Iris zwei kleine Löcher "geschossen" als eine Art "Bypass", damit damit es keinen Stau des Kammerwassers gibt, wenn dann die künstliche Linse vor die Pupille gesetzt wird und somit den "natürlichen" Kammerwasserweg blockiert.
Zur Behandlung:
- erst werden die Pupillen enggetropft (kann etwas unangenehm sein - mir kam es etwas wie in "künstlicher Krampf" vor, der mir bis heute (Die Iridotomi war letzten Freitag) noch einen leichten "Muskelkater" in der Iris verschafft hat, was allerdings auch durch Augentropfen zur leichten PupillenWEITUNG und meine in der Arbeit anstrengende Computerarbeit mit verursacht sein kann.
- dann bekommt man Betäubungstropfen ins Auge und wird an ein Gerät (ähnlich wie bei der Netzhautuntersuchung - mit einer länglichen Lampe und Anlegefläche für Stirn und Kinn) gesetzt. Auf das Auge wird ein Kontaktgel gebracht und eine Art Glasschale mit Haltezylinder, durch den der Laser "schießt" wird aufs Auge gedrückt. Die Arzthelferin drückt dann den Kopf an die Halterung (damit man nicht zurückzuckt) und der Arzt schießt dann je benötigtem Durchgang 1-2 mal mit dem Laser. Das ist ein Gefühl wie ein ganz kurzer elektrischer Schlag und es knallt ein bisschen. Man erschrickt jedoch mehr als daß es weh tut. Nach ca. 6 Stunden lässt die Wirkung der Verengungstropfen nach und außer dem erwähnten "Muskelkatergefühl" und einer leichten Blendempfindlichkeit (wahscheinlich aufgrund der Tropfen) gibt es jedoch keine Probleme.
Mit der OP geht´s am nächsten Montag los und ehrlichgesagt hab ich eigentlich nur etwas Angst vor der Spritze (ich glaube alle Männer haben panische Angst vor Spritzen) - und weniger vor der OP. Dr. Kohnen (UNI-Augenklinik Frankfurt) wirkt zwar sehr unnahbar, scheint jedoch auch sehr kompetent zu sein und darauf kommt es ja wohl an."
Nach der 1. OP:
"Ich habe die 1. Hälfte erstmal überstanden und bin jetzt zuhause. Da ich momentan "einäugig" bin (d.h. das operierte Auge verwende und das andere abdecke bzw. "ignoriere" oder das noch nicht korrigierte Auge mit Brille verwende und das operierte Auge abdecke, (Der Größenunterschied zwischen beiden Augen ist einfach ZUUUU groß), und ich mich dher zu lesen und schreiben etwas arg anstrengen muß nur soviel- bisher scheint alles soweit o.k. zu sein."
Nach der OP des 2. Auges:
"Bin soeben zuhause angekommen und habe die 2. OP weitestgehend gur überstanden ...P.S.: Nachher werde ich meine alten Kontaktlinsen "feierlich" im Müll "bestatten" - gutes Gefühl !!!!"
Nach einer Woche:
"Es gab "leichte" Komplikationen, weswegen ich meinen Nachuntersuchungstermin von eigentlich heute (18.10.) auf Dienstag (15.10.) vorverschoben hatte.
Wie folgt: - rechte Pupille war größer als die linke und wenn ich vom Dunkeln ins helle komme, flackerte kurz der Rand auf, desweitern hatte ich phasenweise das Gefühl, eine Kontaktlinse im Auge zu haben, die bereits zu lange drin ist und der Bereich über der Iris fühlt sich ziemlich kalt an. (Klingt erstmal nicht so gut, oder ?). Nach dieser Beschreibung hat sich Dr. Kohnen alles mal selbst angesehen.
Ergebnis: Beide Augen sind soweit "auf dem richtigen Weg" - jedoch ist der Augendruck zumindest auf dem rechten Auge wesentlich zu hoch. Diagnose: Ich vertrage anscheinend die Tropfen (Antibiotika-Kortison-Mix) nicht (daher der zu hohe Augendruck und eventuell die zu große Pupille - hat sich bisher nur rechts ausgewirkt, da ich da die Tropfen ja bereits eine Woche länger nehme) und habe andere Tropfen verschrieben bekommen.
Das Fremdkörpergefühl kommt voraussichtlich durch die Verheilung im Auge und eventuell noch eine leichte Mechanische Reizung (immerhin ist ja die Linse quasi an die Iris "getackert"), was aber durch die Tropfen und VOR ALLEM BENETZUNGSTROPFEN (künstliche Tränen) gebessert wird. (Stimmt auch - das unangenehme Fremdkörpergefühl wird jeden Tag weniger !). Falls die Reizung bis zur Monatskontrolle noch sein sollte, wird geprüft, ob eventuell der Linsenrand zu sehr an der sich schließenden Iris reibt, dann müsste ggfs die Linse nochmal etwas "gerichtet" werden.
Das "Flackern" kommt auch entweder daher, daß die Pupille etwas zu groß ist (durch die Tropfen oder die Verzögerung des Pupillenverschlusses, sofern dies durch Reibung kommt - könnte jedoch jetzt mit den anderen Tropfen auch weggehen.
Das "kalte" Gefühl über dem Auge kommt von der Naht, da hier -naturlich- auch einige Nerven und Blutgefäße durchtrennt wurden, welche sich erst wieder regenerieren müssen.
Sieht also so aus, als ob sich doch alles wieder bessern würde (die Tropfen haben am Schluß auch etwas gebrannt - da konnte ja etwas nicht stimmen) und am Mittwoch (23.10.) habe ich Nachkontrolle des Augendrucks und am 08.11. die
Monatskontrolle. Dann wird so gut wie alles nochmal überprüft und schlimmstenfalls dann korrigiert (evtl. Nach-OP aber lt. Dr. Kohnen wahrscheinlich nicht notwendig !)
Die Sehschärfe ist meinem Empfinden nach SEHR GUT. Abends gibt es noch leichte Irritationen bei kleinen Lichtpunkten, welche statt rund oval erscheinen. Dies kommt lt. Dr. Kohnen von der Hornhautverkrümmung, da hier auf beiden Augen noch ein Rest von 1 dpt ist (vorher 2,75 und 1,75), wobei sich dieser Astigmatismus durch das Zuwachsen der Narben
beider Augen noch in Richtung 0 (im besten fall) verändern sollte.
Ich denke es ist besser auf solche "Anfangsschwierigkeiten" vorbereitet zu sein, als davon überrascht zu werden und sich in Panik versetzt, weil man nicht weiß, ob das alles "normal" ist. ABER: LASS DICH DAVON NICHT ABHALTEN - EIN LEBEN OHNE SEHHILFE IST GENIAL !!!!!!! ... und dafür muß man halt auch einmal in der Anfangsphase leicht brennende Augen, Kopfweh (nach langer Computerarbeit wg. Blendeffekt bei größerer Pupille) und ein Risiko in Kauf nehmen."
Und nach der Monatsuntersuchung (letzte Woche):
"Letzten Freitag hat Dr. Kohnen einen der drei Fäden des rechten Auges gezogen (ein Fadenende hat etwas hervorgestanden) und die Tropfen wurden komplett abgesetzt. Ich weiß zwar nicht, welche dieser beiden Maßnahmen ausschlaggeben war, aber: Die Lichteffekte im rechten Auge in der Dämmerung sind weg.
Jetzt bleiben nur noch gelegentlich leichte Narbenschmerzen (bei Wetterwechsel oder nach sundenlanger, angestrengter Computerarbeit) und auch die werden immer seltener."
Ich hoffe, dieser ausführliche Bericht hilft Dir und allen Anderen Interessierten !!
Bis dann !
Frank
Also: Alles Positiv ! (Und Autofahren darf ich auch wieder - sogar ohne Brille).
Hallo, Barbara !
Leider spinnt momentan mein Internet Explorer, so daß ich nicht direkt an Deine mailadresse mailen kann. Daher kopiere ich hier einen Teil meiner früheren Korrespondenz mit einer "Leidensgenossin"
ins Forum:
Nach der Iridotomie:
"Ich habe bisher erst die Iridotomie hinter mir. Hierbei werden mit dem Laser in jede Iris zwei kleine Löcher "geschossen" als eine Art "Bypass", damit damit es keinen Stau des Kammerwassers gibt, wenn dann die künstliche Linse vor die Pupille gesetzt wird und somit den "natürlichen" Kammerwasserweg blockiert.
Zur Behandlung:
- erst werden die Pupillen enggetropft (kann etwas unangenehm sein - mir kam es etwas wie in "künstlicher Krampf" vor, der mir bis heute (Die Iridotomi war letzten Freitag) noch einen leichten "Muskelkater" in der Iris verschafft hat, was allerdings auch durch Augentropfen zur leichten PupillenWEITUNG und meine in der Arbeit anstrengende Computerarbeit mit verursacht sein kann.
- dann bekommt man Betäubungstropfen ins Auge und wird an ein Gerät (ähnlich wie bei der Netzhautuntersuchung - mit einer länglichen Lampe und Anlegefläche für Stirn und Kinn) gesetzt. Auf das Auge wird ein Kontaktgel gebracht und eine Art Glasschale mit Haltezylinder, durch den der Laser "schießt" wird aufs Auge gedrückt. Die Arzthelferin drückt dann den Kopf an die Halterung (damit man nicht zurückzuckt) und der Arzt schießt dann je benötigtem Durchgang 1-2 mal mit dem Laser. Das ist ein Gefühl wie ein ganz kurzer elektrischer Schlag und es knallt ein bisschen. Man erschrickt jedoch mehr als daß es weh tut. Nach ca. 6 Stunden lässt die Wirkung der Verengungstropfen nach und außer dem erwähnten "Muskelkatergefühl" und einer leichten Blendempfindlichkeit (wahscheinlich aufgrund der Tropfen) gibt es jedoch keine Probleme.
Mit der OP geht´s am nächsten Montag los und ehrlichgesagt hab ich eigentlich nur etwas Angst vor der Spritze (ich glaube alle Männer haben panische Angst vor Spritzen) - und weniger vor der OP. Dr. Kohnen (UNI-Augenklinik Frankfurt) wirkt zwar sehr unnahbar, scheint jedoch auch sehr kompetent zu sein und darauf kommt es ja wohl an."
Nach der 1. OP:
"Ich habe die 1. Hälfte erstmal überstanden und bin jetzt zuhause. Da ich momentan "einäugig" bin (d.h. das operierte Auge verwende und das andere abdecke bzw. "ignoriere" oder das noch nicht korrigierte Auge mit Brille verwende und das operierte Auge abdecke, (Der Größenunterschied zwischen beiden Augen ist einfach ZUUUU groß), und ich mich dher zu lesen und schreiben etwas arg anstrengen muß nur soviel- bisher scheint alles soweit o.k. zu sein."
Nach der OP des 2. Auges:
"Bin soeben zuhause angekommen und habe die 2. OP weitestgehend gur überstanden ...P.S.: Nachher werde ich meine alten Kontaktlinsen "feierlich" im Müll "bestatten" - gutes Gefühl !!!!"
Nach einer Woche:
"Es gab "leichte" Komplikationen, weswegen ich meinen Nachuntersuchungstermin von eigentlich heute (18.10.) auf Dienstag (15.10.) vorverschoben hatte.
Wie folgt: - rechte Pupille war größer als die linke und wenn ich vom Dunkeln ins helle komme, flackerte kurz der Rand auf, desweitern hatte ich phasenweise das Gefühl, eine Kontaktlinse im Auge zu haben, die bereits zu lange drin ist und der Bereich über der Iris fühlt sich ziemlich kalt an. (Klingt erstmal nicht so gut, oder ?). Nach dieser Beschreibung hat sich Dr. Kohnen alles mal selbst angesehen.
Ergebnis: Beide Augen sind soweit "auf dem richtigen Weg" - jedoch ist der Augendruck zumindest auf dem rechten Auge wesentlich zu hoch. Diagnose: Ich vertrage anscheinend die Tropfen (Antibiotika-Kortison-Mix) nicht (daher der zu hohe Augendruck und eventuell die zu große Pupille - hat sich bisher nur rechts ausgewirkt, da ich da die Tropfen ja bereits eine Woche länger nehme) und habe andere Tropfen verschrieben bekommen.
Das Fremdkörpergefühl kommt voraussichtlich durch die Verheilung im Auge und eventuell noch eine leichte Mechanische Reizung (immerhin ist ja die Linse quasi an die Iris "getackert"), was aber durch die Tropfen und VOR ALLEM BENETZUNGSTROPFEN (künstliche Tränen) gebessert wird. (Stimmt auch - das unangenehme Fremdkörpergefühl wird jeden Tag weniger !). Falls die Reizung bis zur Monatskontrolle noch sein sollte, wird geprüft, ob eventuell der Linsenrand zu sehr an der sich schließenden Iris reibt, dann müsste ggfs die Linse nochmal etwas "gerichtet" werden.
Das "Flackern" kommt auch entweder daher, daß die Pupille etwas zu groß ist (durch die Tropfen oder die Verzögerung des Pupillenverschlusses, sofern dies durch Reibung kommt - könnte jedoch jetzt mit den anderen Tropfen auch weggehen.
Das "kalte" Gefühl über dem Auge kommt von der Naht, da hier -naturlich- auch einige Nerven und Blutgefäße durchtrennt wurden, welche sich erst wieder regenerieren müssen.
Sieht also so aus, als ob sich doch alles wieder bessern würde (die Tropfen haben am Schluß auch etwas gebrannt - da konnte ja etwas nicht stimmen) und am Mittwoch (23.10.) habe ich Nachkontrolle des Augendrucks und am 08.11. die
Monatskontrolle. Dann wird so gut wie alles nochmal überprüft und schlimmstenfalls dann korrigiert (evtl. Nach-OP aber lt. Dr. Kohnen wahrscheinlich nicht notwendig !)
Die Sehschärfe ist meinem Empfinden nach SEHR GUT. Abends gibt es noch leichte Irritationen bei kleinen Lichtpunkten, welche statt rund oval erscheinen. Dies kommt lt. Dr. Kohnen von der Hornhautverkrümmung, da hier auf beiden Augen noch ein Rest von 1 dpt ist (vorher 2,75 und 1,75), wobei sich dieser Astigmatismus durch das Zuwachsen der Narben
beider Augen noch in Richtung 0 (im besten fall) verändern sollte.
Ich denke es ist besser auf solche "Anfangsschwierigkeiten" vorbereitet zu sein, als davon überrascht zu werden und sich in Panik versetzt, weil man nicht weiß, ob das alles "normal" ist. ABER: LASS DICH DAVON NICHT ABHALTEN - EIN LEBEN OHNE SEHHILFE IST GENIAL !!!!!!! ... und dafür muß man halt auch einmal in der Anfangsphase leicht brennende Augen, Kopfweh (nach langer Computerarbeit wg. Blendeffekt bei größerer Pupille) und ein Risiko in Kauf nehmen."
Und nach der Monatsuntersuchung (letzte Woche):
"Letzten Freitag hat Dr. Kohnen einen der drei Fäden des rechten Auges gezogen (ein Fadenende hat etwas hervorgestanden) und die Tropfen wurden komplett abgesetzt. Ich weiß zwar nicht, welche dieser beiden Maßnahmen ausschlaggeben war, aber: Die Lichteffekte im rechten Auge in der Dämmerung sind weg.
Jetzt bleiben nur noch gelegentlich leichte Narbenschmerzen (bei Wetterwechsel oder nach sundenlanger, angestrengter Computerarbeit) und auch die werden immer seltener."
Ich hoffe, dieser ausführliche Bericht hilft Dir und allen Anderen Interessierten !!
Bis dann !
Frank
Also: Alles Positiv ! (Und Autofahren darf ich auch wieder - sogar ohne Brille).