Lasik-Lüge -Beitrag bei Monitor (ARD)

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Re: Lasik-Lüge -Beitrag bei Monitor (ARD)... an Sandy.

von Sandy » 13.10.2003, 12:16

Gott sei Dank bin ich nicht erblindet! Die OP des ersten Auges 1999 verlief gut; nicht hundertprozentig aus Optikersicht, aber für mich sehr zufriedenstellend. Nach der OP des zweiten Auges eine Woche später sah ich Doppelbilder, ausserdem war ein irregulärer Astigmatismus verursacht worden. Bin dann dieses Jahr nachgelasert worden (vorher ging es nicht, weil die Technik nicht vorhanden war), und jetzt ist es noch schlechter geworden. Ich habe eine Hornhautoberfläche wie ein Wellblechdach (senkrecht) und ein Koma (eine Delle vergleichbar mit einer Treppenstufe), die insbesondere die Anpassung von Kontaktlinsen sehr erschwert. Ausserdem wurde, obwohl eine Unterkorrektur angepeilt wurde, überkorrigiert, d.h. ich bin jetzt auf diesem Auge weitsichtig. Die beiden Augen sind jetzt sehr unterschiedlich, und das Sehen dadurch anstrengend.
Meine Werte waren vorher
R: 0 sph -3,75cyl/0 = 0,8
L: -0,25 sph -4,25cyl/5 0,7,
und jetzt +1,0 sph

Ich hatte übrigengenau die gleichen Empfindungen, die Gabriel Frahm in der Monitorsendung beschreibt.

Ich finde es nicht gut, wenn endlich mal jemand über seine negativen Erfahrungen berichtet, daß er dann so angegriffen wird. Ich habe ja sozusagen eine gute und eine schlechte Erfahrung und kenne daher beide Seiten.
Sandy

Jeder Bericht sollte -objektiv- unter die Lupe genommen werd

von Thierry » 10.10.2003, 16:20

Liebe Sandy,

ich verstehe Deine Äusserung. Du hast Recht. Es gibt in vielen Fällen eine Kehrseite an der Laser-Behandlung. Und, wie Du schön sagst, sollte jeder Interessierte sich vorstellen, wie es sein könnte. Doch, das ist schwer. Ich wünsche auch jeden, der/die sich für eine Behandlung interessiert, sich zuerst einmal vorstellen zu können, wie es sein kann, und wie es sein könnte wenn es "schlief" geht. Doch mit dieser Bitte sprechen wir eine Fähigkeit an, die unrealistisch ist. Wer hat schon die Fähigkeit, sich etwas vorzustellen, von dem man sich kein Bild machen kann, da man sowas oder ähnliches noch nie am eigenen Leibe erfahren/erlebt hat ??

Der Beste Weg, sich sowas vorzustellen, ist -wie von Rainer angesprochen- ein Besuch auf den Seiten (http://www.surgicaleyes.com/eyechart/eyechart.htm und http://www.surgicaleyes.com/visual_effe ... ffects.htm).

Aber, verlangen bzw. erwarten wir nicht zuviel, wenn wir alle Interessierten diesen Ratschlag geben ???

Ich bin offen für einen konstruktiven Meinungsausstausch. Vielleicht sollten wir (operierte Patienten) mal daran denken, welcher Weg der Beste ist, sich sowas vorstellen zu können, wenn wir Interessierten "vorwarnen" wollen.

Ansonsten, wollte ich Dir nur sagen, daß ich genauso positive als auch negative sehr kritisch unter die Lupe nehme, und bestimmt nicht der Einzige bin.

LG,
Thierry

Re: Lasik-Lüge -Beitrag bei Monitor (ARD)... an Sandy.

von Maria1 » 10.10.2003, 16:14

Hallo Sandy.

Tut mir leid das bei dir was schief gelaufen ist bei der OP. Sicher wäre es für uns noch vor der Entscheidung stehenden Patienten wichtig wenn du uns erzählen könntest, was denn bei Dir schief gelaufen ist. Wenn du darüber nicht im Forum sprechen möchtest, kannst du mich auch privat anmailen. Ich stehe auch vor der Entscheidung die Lasik machen zu lassen, allerdings nicht aus Schönheitsgründen, sondern damit ich meinen Beruf weiterhin gut ausüben kann.

Wie schlimm ist es ausgegangen? Aber du bist hoffentlich nicht erblindet, oder?

Bitte melde dich doch nachmal.
Vielen Dank und liebe Grüße von Maria.

Re: Lasik-Lüge -Beitrag bei Monitor (ARD)

von Sandy » 10.10.2003, 16:05

Wie gesagt, ich habe den Beitrag leider (noch) nicht gesehen. Aber als "LASIK-Opfer" muss ich Euch schon sagen, dass es auch eine Kehrseite der Medaille gibt. Das sollte man nicht nur wissen = mal gehört haben, sondern sich vor der Entscheidung auch mal vorstellen, wie es denn ist, wenn es wirklich schief geht. Ich bin auch der Meinung: Wenn der Leidensdruck vor der OP gross genug ist, dann wird die Entscheidung verständlicherweise wohl immer pro LASIK ausfallen. Für die, bei denen es in die Hose ging, ist ein "Negativbeitrag" nicht so negativ zu sehen, da man dann auch sieht, dass man "nicht allein im Regen steht". Warum meckert eigentlich keiner über Sendungen, die "ein Leben ohne Brille" versprechen und alles rosarot darstellen? Allen, die sich für die OP entscheiden, wünsche ich jedenfall mehr Glück als ich es hatte.

Re: Lasik-Lüge -Beitrag bei Monitor (ARD)

von HR » 10.10.2003, 14:36

Mir kam der Beitrag i Monitor auch sehr einseitig vor. Zeitgleich lief auf WDR auch eine Sendung zum Thema Augen, Linsen, Lasik usw. In der Sendung wurde auf die Studie von Monitor eingegangen und der dort anwesende Kontaktlisen- und Lasik-Spezialist hat die Studie auch gleich sehr relativiert. Ich werde mich nicht durch den Monitorbeitrag verrück machen lassen. Ich werde auch in die Türkei fahren. Mein "Bauchgefühl" sagt mir, dass ich dort besser aufgehoben bin, als in einer Klinik in Deutschland. Außerdem ist man heute genauso schnell in Istanbul, wie in München, Köln oder Hamburg.

: Ich habe mir den Beitrag gestern in Monitor angeschaut und muss sagen, dass ich schon sehr gespannt war. Vor allem, weil die Redaktion erst wenige Tage vor der Sendung noch hier im Forum "Laser-Opfer" gesucht hat.
: Mir hat sich beim Zusehen jedenfalls der Eindruck aufgedrängt, dass es sich um eine ziemlich einseitige Berichterstattung handelte. Verantwortungsvollen Journalismus im Ersten habe ich mir bisher immer anders vorgestellt. Hier gings wohl eher darum: Wie verunsichere ich Patienten und verderbe den gewinnemachenden Laserkliniken das Geschäft??
: Nachdem ich mich jetzt auch schon einige Zeit mit LASIK befasse u. mich so ziemlich dafür (bei Fr. Dr. C. in Istanbul!) entschieden habe, fällt doch auf, dass wenig Fakten in dem Bericht genannt wurden. Entscheidend sind wohl schon die Werte, die Herr Fromm vor der OP hatte. Und wie schaut es jetzt eigentlich genau aus? Wieso gibts denn keinen Führerschein? Es entstand der Eindruck, dass man damit rechnen muss, mit großer Wahrscheinlichkeit an Lebensqualität zu verlieren und nicht zu gewinnen! Wenn wir alle soo gut mit unseren Augenleiden zurecht kommen würden, würde ja niemand so viel Geld ausgeben und das (jedem bekannte Rest-) Risiko auf sich nehmen, oder? Die "neuen" Studien aus den USA lassen sich für mich auch nicht so ohne weiteres nachvollziehen. Wer hat sie denn erstellt, wo sind sie veröffentlicht??? Zitate wären da schon angebracht gewesen!

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