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Voruntersuchung Frankfurt

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Moderator: Frankyboy

Voruntersuchung Frankfurt

Beitragvon golfons » 19.02.2014, 16:51

Da mein ursprünglicher Thread, in dem ich viele Fragen hatte, etwas unstrukturiert geworden ist, möchte ich meine Erfahrungen der Übersichtlichkeit halber in einem neuen Thread festhalten. Sollte ich mich für eine OP entscheiden, werde ich die Neuigkeiten auch hier posten.

Gestern hatte ich nämlich meine Voruntersuchung in Frankfurt. Was kann ich berichten? Die ganzen kleinen Untersuchungen gab es zum größten Teil auch in Mannheim schon. Gute Neuigkeit war, dass ich eine Enthotelzellenzahl/-dichte von über 3000 habe. Das ist ziemlich viel oder? Weniger erfreulich ist die Größe meiner Dunkelpupille von 8,6 mm (?). Die Sorge vor Blendungen hält sich aber bei mir in Grenzen, da ich nachts ohnehin kein Auto fahre. Hat jemand eine ähnlich große Dunkelpupille und bereits Linsen im Auge?

Klar war mir auch, dass ich eine ICL empfohlen bekommen werde.

Viel wichtiger waren meine Eindrücke, die mich bezüglich einer Entscheidung voranbringen sollen. Nochmal kurze Hintergrundinfo: Ich sehe auf dem linken Auge nur ca. 20%. Anfangs führte eine Assistenzärztin die vielen kleinen Untersuchungen durch und zwischenzeitlich wurden auch meine Sehwerte von einem Optiker gemessen. 20% sind natürlich tragisch wenig und ich sprach auch bei beiden an, dass dies der wesentliche Grund ist, weshalb ich mit meiner Entscheidung zögere. Beide stimmten mir voll und ganz zu, dass dies natürlich ein Risiko darstellst. Zu dem Zeitpunkt war ich also sehr skeptisch und begann schon im Kopf die Pläne wieder an den Nagel zu hängen.

An dieser Stelle mal meinen aktuellen Werte, welche seit circa 4 Jahren stabil sind. Ich bin 23 Jahre alt.
Rechts: -10,5 -2,5
Links: 11,25 -2,25
Dennoch würde man mich leicht überkorrigieren.

Überzeugender war hingegen das abschließende Gespräch mit Herr Kohnen, der in voller OP-Bekleidung erschien. Auch er sagte, dass ein gewisses Risiko besteht, er gleichzeitig aber auch "das Risiko mittragen kann". Was genau er damit meinte, weiß ich nicht. Er gab mir aber das Gefühl, als wäre er sehr überzeugt davon, dass keine Komplikationen auftreten werden. Hier mal ein paar Dinge, die mich positiv stimmten:

- Er macht in etwa 100-150 ICLs pro Jahr

- Die Uni-Klinik implantiert diese schon seit 15 Jahren und verfügt über mit die meiste Erfahrung in Deutschland

- Er hatte auch schon andere Patienten, die auf einem Auge sehr wenig sehen.

- Gefahr Netzhautablösung: Sieht hier keine Gefahr. Er hat wohl nur einmal in einem Bericht gelesen, dass es zu einer Ablösung kam und vermutet, dass dies eher eine Art Zufall war, da Patienten mit hoher Myopie ja ohnehin ein höheres Risiko haben

- Gefahr Glaukomanfall: Auch hier sieht er keine Gefahr. Hat er bei seinen Patienten noch nie gehabt. Zudem versucht er die OP in 5-6 Minuten über die Bühne zu bringen, was das Risiko wohl senkt. Sprich je schneller das Auge wieder verschlossen ist desto besser.

- Gefahr Infektion: Die Gefahr besteht immer, hat er aber noch nicht gehabt und stimmt mir zu, dass sich dieses Risko recht gut kontrollieren lässt.

- Auf neue Linsenmodelle warten: Sieht er keinen Anlass zu, da seine Patienten überaus zufrieden mit der ICL V4C sind

- Krafttraining: Kein Problem

- Sollte es zu einer Katarakt OP kommen, würde nur ein Schnitt gemacht werden. Er wollte aber gar nicht erst von der Gefahr Grauer Star ausgehen, da seine Erfahrungen mit der ICL V4C scheinbar sehr gut sind.

- Materialermüdung: Auch keine Gefahr

Insgesamt machte er einen sehr kompetenten Eindruck. "Ruhiger Perfektionist", wie es in einem anderen Thread heißt, trifft es ganz gut! Aber klingt das ganze nicht zu positiv? Eventuell sieht auch er vor allem das Geschäft und konnte es nur gut verbergen? Was meint ihr, klingt es realistisch, dass er noch nie Probleme mit Glaukomanfall, Infektionen o.Ä. hatte?
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Re: Voruntersuchung Frankfurt

Beitragvon golfons » 19.02.2014, 19:52

Habe gerade nochmal die Ergebnisse der Doktorarbeit nachgeschaut:

Bild
(es handelt sich hierbei um ein Vorgängermodell meines Wissen nachs. Link zur Doktorarbeit: http://mediatum.ub.tum.de/doc/1096001/1096001.pdf)

Irgendwie erscheint es mir unwahrscheinlich, dass Prof. Kohnen diese Komplikationen nie hat :shock:


Nachtrag: Hier nochmal die Ergebnisse aus einem FDA Bericht.

Bild

Sieht hier wesentlich weniger "schlimm" aus.
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Re: Voruntersuchung Frankfurt

Beitragvon binfred » 19.02.2014, 21:57

Hallo golfons!
Dein Bericht bestätigt auch meine Erfahrungen in Frankfurt und für mich steht fest: wenn ich die OP machen lasse, dann da!! Ich glaube nicht, dass Professor Kohnen es nötig hat, seine OP Erfahrungen zu beschönigen und Komplikationen zu "vertuschen". Auf mich machte er jedenfalls einen sehr kompetenten und seriösen Eindruck.
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Re: Voruntersuchung Frankfurt

Beitragvon Donauwelle » 19.02.2014, 22:11

Prof. Kohnen hat einen hervorragenden Ruf; du wirst dir schwer tun, einen erfahreneren Operateur zu finden :wink: .

Dass er derartige Komplikationen noch nie gehabt hat, kann ich mir allerdings nur schwer vorstellen.
Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass gar nicht alle "Komplikationen" zu ihm vordringen, oder dass er diese nicht so dramatisch sieht, um sie lange in Erinnerung zu behalten.

Glücklich ist, wer vergisst. - Nach diesem Motto lebt es sich leichter; auch in der Medizin :oops: .

Dass er das Risiko mittragen kann, halte ich für eine gute (bzw. gewagte) Aussage. Es gibt nämlich nur einen, der mit möglichen Komplikationen leben muss (egal, welcher Intensität).
Trotzdem kann ich gut verstehen, dass du eine Linsen-OP anstrebst. Bei einer geglückten OP hast du wahrscheinlich einen deutlich höheren Gewinn an Lebensqualität als die meisten anderen hier im Forum.
LG
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Re: Voruntersuchung Frankfurt

Beitragvon golfons » 19.02.2014, 22:49

Wobei ich das gar nicht mal glaube. Rechts komme ich auf 60%. Ich fühle mich eigentlich in meinem Alltag nicht eingeschränkt. Eine OP hätte an sich schon eher den Charakter einer Schönheits-OP für mich.

Hm dann sollte ich mich von den Worten des Arztes wohl eher nicht blenden lassen.
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