Hallo zusammen.
Nachdem ich mich vor meiner OP hier in diesem Forum viel informiert habe, möcht ich nun auch mal meinen Erfahrungsbericht einstellen. Vor allem auch weil es über LASEK recht wenige Einträge gibt.
Ich hatte vor der OP eine Kurzsichtigkeit von -2,25 und - 2,75. Also nicht sehr hoch. Jedoch hat mich vor allem beim Sport und im Urlaub das ständige Wechseln von Kontaktlinsen und Brille gestört und somit ist mir das Lasern in den Sinn gekommen. Aufgrund der Erfahrungsberichte, die ich dann gelesen habe, war für mich eigentlich klar, dass ich nur eine LASIK machen lasse (wegen der beschriebenen Schmerzen der LASEK) oder eben gar nicht, wenn das nicht geht.
Ich hatte dann ein Vorgespräch bei einem "normalen" Augenarzt, der auch lasert. Aber der hatte mir dann doch zu wenige OPs pro Jahr. Daraufhin bin ich in die Uniklinik (Augenklinik) Heidelberg. Ausgewählt hatte ich die Uniklinik, und nicht eine private Klinik, weil diese viel im Bereich der Forschung macht und ich das Gefühl hatte, dass ich dort dann die neuesten Methoden finden werde.
Die Voruntersuchung im September 2009 wurde sehr ausführlich gemacht. Leider mit dem Ergebnis, dass für mich wegen meiner flachen Hornhaut nur eine LASEK in Frage kommt bzw. eben risikoärmer ist. Da geriet ich ins Wanken. Denn eigentlich hatte ich das wegen der Schmerzen ausgeschlossen. Der Arzt überzeugt mich dann aber, dass die Schmerzen nicht so schlimm sind und durchaus ausgehalten werden können. Somit habe ich dann doch einen OP Termin für Ende November ausgemacht.
Am 24. November 2009 trat ich also an zur OP des ersten Auges (die Uniklinik empfiehlt die Augen mit 2 Tagen Abstand zu machen, was ich gut fand). Aufgeregt war ich seltsamerweise nicht. Denn ich wußte ja, dass mein Auge betäubt wird und ich nichts spüre.
Ich bekam also vorab eine Schmerztablette, dann wurden die Betäubungstropfen ins Auge getropft und los ging es. Haube auf den Kopf und an die Füsse. Rauf auf die Liege. Der Arzt hat alles erklärt was er macht. Gespürt habe ich lediglich leicht den Druck der Klammer, die das Auge aufhält. Als die oberste Hornhautschicht auf die Seite geschabt wurde, habe ich nur bemerkt, dass ich jetzt nur noch verschwommen sah. Dann kam der Laser. 28 Sekunden. Es roch leicht verbrannt, aber sonst hat man nichts gemerkt. Und schon war es vorbei. Verband auf das Auge und ich konnte gehen. Starke Schmerztropfen habe ich mit heimbekommen. Die sollte ich zuhause nochmal nehmen und dann vorm Einschlafen. Ich lag dann da und hab auf die Schmerzen gewartet. Aber es kam kaum was. Lediglich ein leichter Schmerz, der aber wirklich kein Problem war. Getränt hat das Auge aber sehr, aber das hab ich durch den Verband kaum gemerkt. Auf jeden Fall konnte ich gut schlafen. Und ich war happy, dass ich kaum Schmerzen hatte. Am nächsten Tag wurde mir der Verband schon abgenommen.
Am 26. November 2009 kam dann das andere Auge dran. Gleiches Vorgehen. Die OP war komplett problemlos. Aber bereits auf der Heimfahrt kamen die ersten Nadelstiche ins Auge. Und dann kamen ca. 6 Stunden mit richtigen Schmerzen. Im 15-Sekunden-Takt dachte ich, dass mir eine Nadel ins Auge gestochen wird. Und gebrannt hat das Auge, als ob ich Chilli reingestreut hätte. Da haben auch die Schmerztropfen nicht mehr geholfen. Aber durch die Berichte, die ich hier gelesen hatte, wußte ich, dass das am nächsten Tag vorbei sein sollte. Und ich dachte immer, dass es viel schlimmeres Leid auf der Welt gibt. Und so habe ich diese 6 Stunden überstanden. Konnte dann sogar etwas schlafen und am nächsten Tag war es vorbei. Und ab da kamen auch keine Schmerzen mehr. Ist also alles auszuhalten! Und die Schmerzen sind absolut kein Grund keine LASEK machen zu lassen! Wobei das natürlich nur meine Erfahrung ist.
Und dann kam das große Warten auf die volle Sehfähigkeit. Angefangen hat es mit 60%, dann nach einer Woche war ich bei 70%. Eine Woche später war es wieder schlechter. Ich wurde dann schon langsam unruhig, auch wenn ich wußte, dass der Heilungsprozess bei LASEK länger dauern kann. Autofahren durfte ich da aber schon wieder. Naja, es wurde dann Weihnachten, also 4 - 5 Wochen später und ich war bei 80%. Da ich in der Arbeit fast nur am PC sitze, meinte der Arzt schon, dass mir die 2 Wochen Urlaub bestimmt gut tun, weil sich da die Augen mal entspannen können. Und so war es dann auch. Anfang Januar war ich dann bei 100%. Im März bei 120%. Und heute, am 27. Mai 2010, war ich auch noch bei 120%.
Probleme hab ich keine mehr. Auch tagsüber muss ich keine Tropfen mehr nehmen. Nur nachts bzw. wenn ich eben aufstehe oder nachts mal aufwache, dann sind die Augen oft noch sehr trocken und kleben fast fest. Da brauch ich dann noch Tropfen. Das wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern. Aber damit kann ich leben, denn das ist einmal Tropfen morgens oder nachts.
Den Vorteil der LASEK konnte ich auch im März nochmal spüren. Da hab ich mir die Spitze der Augentropfen (harte Plastikspitze) versehentlich ins Auge reingestossen. Das tat höllisch weh. Das Auge wurde knallrot, ich hatte ständig wie ein Sandkorn im Auge und sogar das Lid war leicht geschwollen. Ich hatte schon Angst, dass ich etwas kaputt gemacht habe. Aber nach zwei Tagen war alles okay und auch eine Kontrolluntersuchung ergab, dass alles okay ist. Bei LASIK hätte es passieren können, dass dieser Flap sich gelöst hätte.
Naja, auf jeden Fall bin ich froh, dass ich es habe machen lassen.
In der Uniklinik HD habe ich mich sehr gut aufgehoben gefühlt, auch wenn man dort vielleicht rundherum nicht so "verwöhnt" wird wie in einer privaten Klinik. Aber das ist mir bei so einem Eingriff nicht wichtig.
Generell würde ich gerade eine LASEK auch NIE im Ausland machen lassen, da eben hier der Heilungsverlauf länger dauern kann und ich wirklich froh war, dass ich so oft ich wollte ohne Zusatzkosten zur Kontrolle kommen konnte.
Ach ja, Kosten. In Summe, also OP-Kosten, Fahrtkosten, Medikamente/Tropfen, ist mir das Ganze auf 3.500 Euro gekommen (für beide Augen zusammen).
So, ich hoffe, dass ich mit meinem Erfahrungsbericht vielleicht manch Einem etwas Angst vor der LASEK nehmen kann.
Anja
LASEK - Uniklinik Heidelberg
Moderator: Frankyboy
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