gut informiert durch diverse Webpages (eben auch dieser) habe ich mich Ende April entschieden, nach Istanbul zu reisen um dort bei der DGH eine LASIK OP durchführen zu lassen.
Ob DGH oder die anderen zwei (immer wieder genannten Ärzte/Praxen) war mir nicht so wichtig; relevant war die Nennung derselben in verschiedenen Zusammenhängen (bzw. Beiträgen).
Im Vorfeld war ich bei der Laserklinik Frankfurt (Dr. Handzel) die sehr umfangreich meine Augen analysierte (sicher 12-15 verschiedene Geräte bzw. Untersuchungen).
Da ich einen angeborenen Nystagmus habe (seit der Geburt; jedoch wohl nicht so ausgeprägt) waren die Untersuchungen ein wenig langwieriger. Aber schlussendlich für die Vorbereitung einer OP aussagekräftig genug.
Fr. Dr. Handzel hat ein mögliche OP für unbedenklich erklärt.
Vor ca. 6 Jahren hatte ich bei der Uni Klinik Frankfurt ebenfalls mich untersuchen lassen, dort wurde mir aber von einer OP abgeraten (wg. des Nystagmus). Wahrscheinlich war das damals ausgeübte Verfahren PRK bzw. die Technik noch nicht ausgereift genug.
Nun gut, auf die positive Resonanz seitens der Laserklinik Frankfurt habe ich mich flugs bei der DGH angemeldet (Paket).
Organisatorisch lief alles sehr problemlos. Für ausländische Patienten steht eine sehr gut deutschsprechende Kontaktperson (Fr. Ebru) zur Verfügung, die sich sehr um ihre Patienten kümmert.
Jedenfalls hatten wir die vier Tage sehr viel Spaß!
Als wir dann in Istanbul ankamen wurde ich am nächsten Morgen direkt vom Hotel abgeholt und noch in die alte (die neue Klinik, nahe am Atatürk Flughafen öffnet wohl erst Anfang Mai, Pech gehabt) Klinik, die aber durchaus mit deutschen Kliniken/Praxen mithalten kann.
Überrascht war ich über die schiere Anzahl der Patienten, die den ganzen Tag in dieser Klinik warteten. Neben Lasik macht wohl die DGH alle möglichen Augen-OPs.
Also im Gegensatz zu deutschen Praxen geht es bedeutend lebhafter zu, ist aber interessant zu beobachten
Naja, durch Fr. Ebru musste ich nicht lange warten um entsprechende Voruntersuchungen durchführen zu lassen. Frau Ebru und ihre Kollegin (sie spricht allerdings nur Englisch) waren die einzigsten, ausser den behandelten Ärzten die Englisch bzw. Deutsch sprachen. Bei den Voruntersuchungne musste man dann halt auf Zeichensprache umsteigen, oder es wurde 'handgreiflich'
Interessant war, dass (so ich das richtig zusammenkriege) nur einige Untersuchungen bzgl. der Augen durchgeführt wurden. Neben der Hornhautdickenmessung (mit Puster
Untersuchung bzgl. Nachtsicht (wie in Frankfurt) wurden nicht durchgeführt, das fand ich nicht so gut. Es könnte aber sein, dass durch den fehlerhaften Orbscan weitere Untersuchungen nicht mehr gemacht wurden...
Und dieser hat nach wiederholten Versuche kein befriedigendes Ergebnis geliefert (lief völlig problemlos in Frankfurt; ich geh davon aus, das wg. des Nystagmus die Analyse nicht schnell genug durchgeführt werden konnte. Vielleicht war das ein älteres System).
Jedenfalls wurde ich dann von einen sehr gut Deutsch sprechenden Augenarzt (Dr. Serdar Türkekul) eingehend untersucht. Ich halte ihn für sehr kompetent, da er auch ausgiebig erklärte was mit meinen Augen so los ist (das machen deutsche Ärzte nicht, oder nur unzureichend).
Er wollte schlussendlich nicht entscheiden, ob ich für eine OP geeignet bin und hat mich auf einen Kollegen ( Dr. Efekan Coşkunseven) verwiesen (der wohl deutlich mehr OPs durchgeführt hat als er) um eine mgl. OP zu besprechen.
Das war erst am Nachmittag möglich. Also warten. Ich kam dann erst um 18:00h dran (er hatte einige Not-OPs). Er sprach nur Englisch, aber gut und verständlich.
Er sagte das eine OP zu risikoreich sei, da die verwendteten Eyetracker (die verfolgen währen der Laser-OP das Auge) zu langsam für mein Nystagmus wären und es deshalb zu lange dauern (und dadurch zu Komplikationen kommen könnte) würde. Er riet mir von einer OP zum jetzigen Zeitpunkt ab.
In der neuen Klinik (wie gesagt wurde Anfang Mai eröffnet...) käme ein neue System zum Einsatz, das deutlich flexibler den Augenbewegungen folgen könnte.
Ich sollte seiner Meinung nach, nach eine gewissen Einarbeitungszeit seinerseits, ihn im Juni/Juli anrufen um abzuklären, ob er dann eine OP durchführen würde.
Vom Ablauf und Vorgehen der DGH, trotz der Ablehnung war ich sehr angetan und bin überzeugt, daß Deutsche Ärzte/Kliniken persé nicht qualitativ besser sind (es kommt halt immer auf den Arzt an...).
Ich werde mich dann im Juli dann wieder mit Dr Efekan in Verbindung setzen und klären ob es sinnvoll ist wieder nach Istanbul zu reisen.
Von den Kosten komme ich dann in Deutsche Größenordnungen, aber ich fühlte mich kompetent betreut und beraten und das ist für mich dann ausschlaggebend....
