Lasik anerkannt oder nicht? Krankenkasse sagt angeblich nich

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Maria1
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Lasik anerkannt oder nicht? Krankenkasse sagt angeblich nich

Beitrag von Maria1 » 12.04.2003, 15:37

Hallo an alle betroffenen Leser.
Heute morgen bekam ich Post von der Krankenkasse.
Natürlich und wie zu erwarten wurde mein Antrag auf Kostenerstattung der Lasik abgelehnt.

Auszug aus meinem Schreiben:
Das Bundessozielagericht hat in mehreren Urteilen entschieden, dass neue Behandlungsmethoden erst dann von der Krankenkasse erbracht werden dürfen, wenn der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Richtlinien Empfehlungen über den Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Methode abgegeben hat. Diese Richtlinien sind für Vertragsärzet und Krankenkassen verbindlich.

Es reicht nicht aus, dass eine Methode im "Einzelfall" geholfen hat.
Der diagnostische bzw. therapeutische Nutzen muss auf ein Krankheitsbild bezogen medizinisch-wissenschaftlich nachgewiesen sein, damit der Bundesausschuss eine Methode anerkennen kann.

Die Lasik Behandlung hat der Bundesausschuß noch nicht beurteilt und bewertet.!

So also über die medizinische Indikation die in meinem Fall und aus beruflichen Gründen vorliegt, hatte ich mehrere Atteste beigefügt. Ich habe aber das gefühl das die garnicht gelesen wurden, denn ein Stempel mit Datum als gelesen war nur auf dem Kostenvoranschlag der Klinik zu sehen!!!
Dann steht auf jeder Ärzte HP auch auf der vom Berufsverband der Augenärzte, das die Lasik bei Fehlsichtigkeit bis-6 Diopt. und +3 Diopt. wissenschaftlich anerkannt ist!
Was stimmt denn nun?

Was die Wirtschaftlichkeit angeht. Ich glaube das eine im Schnitt 40 jährige Berufstätigkeit mit ca. 600 Euro Kosten alle anderhalb jahre für Kontaklinsen plus Reiniungsmittel und eine einmalige Ausgabe von ca. 5000 Euro Lasik OP für alles zusammen im Vergleich zueinander doch keine Fragen mehr übrig lassen dürfte?!?

Ich bin so sauer !
Hauptsache wir Patienten zahlen fleißig ein!

Ich würde jetzt aber wirklich gerne mal wissen ob diese Lasik Methode nun wissenschaftlich anerkannt ist, wie auch in jedem Merkblatt zu lesen ist oder nicht?
IN dem beigefügten merkblatt der Krankenkasse ist auch erwähnt, das die Krankenkasse in Ausnahmefällen die Kosten übernehmen darf, wenn die vertraglichen Methoden ausgeschöpft oder nicht zumutbar sind und die Wirksamkeit der Methode indikationsbezogen nachgewiesen ist. Beides hatten mit ja Augenarzt und Klinik bestätigt in meinem Fall.

Sorry für den Megalangen Text, aber es könnte ja auch für den einen oder anderen User hier wichtig sien. Außerdem habe ich auf anderen Seiten von einigen Patienten gelesen, denen ein Teil der Lasik bezahlt wurde und zumindest die Untersuchungskosten erstattet wurden. Aber auch das wurde bei mir abgelehnt.

Habt ihr Tipps?

Viele Dank im Vorraus.
Liebe Grüße von Maria.

Gast

Re: Lasik anerkannt oder nicht? Krankenkasse sagt angeblich

Beitrag von Gast » 12.04.2003, 17:56

Hi Maria,

sowohl Lasik als auch PRK sind wissenschaftlich anerkannt. Das bedeutet wohl das diese Methode in einer Mehrzahl der Fälle erfolgreich ist.

Gesetzliche Krankenkassen erstatten aber i.d.R. nur medizinisch notwendige Behandlungen.

Du sagst das es bei Dir medizinisch notwendig ist, aber da gibt es IMHO kaum Beispiele wo einen Lasik wirklich notwendig wäre.

Und für den Beruf, na da wird man wohl sagen: falschen Beruf gewählt.

Das Problem ist wohl folgendes: Wenn die Krankenkasse dies bei Dir bezahlt kommt der nächste usw. Jeder pocht dann auf das Recht der Gleichbehandlung und möchte die OP auch bezahlt bekommen. Wo soll man dann entscheiden bei wem es notwendig ist und bei wem nicht?

Meine Kasse hat übrigens gesagt: Operationen mit dem Laser werden grundsätzlich nicht erstattet, weil der Arzt abrutschen und versehntlich das falsche Gewebe zerstören könnte... ich glaube die haben garnicht begriffen um was es geht.

Gast

Re: Lasik anerkannt oder nicht? Krankenkasse sagt angeblich

Beitrag von Gast » 12.04.2003, 20:15

Das interessante ist, dass die LASIK Operation steuerlich absetzbar ist, wenn die Krankenkasse einen (auch nur kleinen) Teil zubezahlt hat. Dann wird naemlich eine Notwendigkeit angenommen. Ist natuerlich von der individuellen (Steuer-)Situation abhaengig.
-Michael

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: Hallo an alle betroffenen Leser.
: Heute morgen bekam ich Post von der Krankenkasse.
: Natürlich und wie zu erwarten wurde mein Antrag auf Kostenerstattung der Lasik abgelehnt.

: Auszug aus meinem Schreiben:
: Das Bundessozielagericht hat in mehreren Urteilen entschieden, dass neue Behandlungsmethoden erst dann von der Krankenkasse erbracht werden dürfen, wenn der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Richtlinien Empfehlungen über den Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit der Methode abgegeben hat. Diese Richtlinien sind für Vertragsärzet und Krankenkassen verbindlich.

: Es reicht nicht aus, dass eine Methode im "Einzelfall" geholfen hat.
: Der diagnostische bzw. therapeutische Nutzen muss auf ein Krankheitsbild bezogen medizinisch-wissenschaftlich nachgewiesen sein, damit der Bundesausschuss eine Methode anerkennen kann.

: Die Lasik Behandlung hat der Bundesausschuß noch nicht beurteilt und bewertet.!

: So also über die medizinische Indikation die in meinem Fall und aus beruflichen Gründen vorliegt, hatte ich mehrere Atteste beigefügt. Ich habe aber das gefühl das die garnicht gelesen wurden, denn ein Stempel mit Datum als gelesen war nur auf dem Kostenvoranschlag der Klinik zu sehen!!!
: Dann steht auf jeder Ärzte HP auch auf der vom Berufsverband der Augenärzte, das die Lasik bei Fehlsichtigkeit bis-6 Diopt. und +3 Diopt. wissenschaftlich anerkannt ist!
: Was stimmt denn nun?

: Was die Wirtschaftlichkeit angeht. Ich glaube das eine im Schnitt 40 jährige Berufstätigkeit mit ca. 600 Euro Kosten alle anderhalb jahre für Kontaklinsen plus Reiniungsmittel und eine einmalige Ausgabe von ca. 5000 Euro Lasik OP für alles zusammen im Vergleich zueinander doch keine Fragen mehr übrig lassen dürfte?!?

: Ich bin so sauer !
: Hauptsache wir Patienten zahlen fleißig ein!

: Ich würde jetzt aber wirklich gerne mal wissen ob diese Lasik Methode nun wissenschaftlich anerkannt ist, wie auch in jedem Merkblatt zu lesen ist oder nicht?
: IN dem beigefügten merkblatt der Krankenkasse ist auch erwähnt, das die Krankenkasse in Ausnahmefällen die Kosten übernehmen darf, wenn die vertraglichen Methoden ausgeschöpft oder nicht zumutbar sind und die Wirksamkeit der Methode indikationsbezogen nachgewiesen ist. Beides hatten mit ja Augenarzt und Klinik bestätigt in meinem Fall.

: Sorry für den Megalangen Text, aber es könnte ja auch für den einen oder anderen User hier wichtig sien. Außerdem habe ich auf anderen Seiten von einigen Patienten gelesen, denen ein Teil der Lasik bezahlt wurde und zumindest die Untersuchungskosten erstattet wurden. Aber auch das wurde bei mir abgelehnt.

: Habt ihr Tipps?

: Viele Dank im Vorraus.
: Liebe Grüße von Maria.

Gast

Re: Lasik anerkannt oder nicht? Krankenkasse sagt angeblich

Beitrag von Gast » 31.05.2003, 16:58

Hallo Maria,

ich habe im Februar 2003 meine Laser-OP in der Uniklinik Dresden gehabt.Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Ich habe jetzt eine Sehkraft von 125! %. Für diesen Eingriff sind insgesamt incl. Vor-und Nachbehandlung 3200 EUR angefallen. Da ich zu 50 % privat versichert bin, habe ich die Kosten von meiner Beihilfestelle in Höhe von 1600 EUR erstattet bekommen. Der behandelnde Augenarzt Prof.Dr. Pillunat hat mir ein Schreiben für meine Versicherung gefertigt, indem er bescheinigt dass ein Tragen von Kontaktlinsen unmöglich und das Tragen einer Brille nur kurzzeitig bedingt möglich ist aufgrund allergischen Reaktionen. Meine private Krankenversicherung, Signal Iduna, hat sich jedoch strikt geweigert, die restlichen Kosten zu übernehmen, mit der Begründung, dass eine medizinische Notwendigkeit nicht erkennbar ist, trotz Vorlage des ärztlichen Attestes und der Abrechnung der Beihilfe. Auch ich hatte das Gefühl, dass diese Bescheinigungen gar nicht erst richtig gelesen wurden sind. Ich versuche jetzt, die restlichen Kosten über die Steuererklärung wieder hereinzuholen. Vielleicht hat das Finanzamt ja mehr Einsehen.

Liebe Grüsse von Chrissi

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