Bei hoher Kurzsicht & kommender Weitsicht bis -2,0 lasern?

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Moderator: Frankyboy

Donauwelle
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Re: Bei hoher Kurzsicht & kommender Weitsicht bis -2,0 lasern?

Beitrag von Donauwelle » 22.04.2012, 15:08

Flapdicke ist der "HH-Deckel", der aufgeklappt wird. Erst darunter wird die HH abgetragen. Anschließend wird der HH-Deckel wieder auf die "Wunde" gelegt.

z.B.
HH-Dicke 550
-Flapdicke 120
----------------
HH 430 unter dem Flap
==========
(erst ab diesem Bereich erfolgt der Laserabtrag - abhängig von der Fehlsichtigkeit)

Manche Zentren schneiden bei Bedarf dünne Flaps von ca. 100µm, bei anderen sind 160µm eine gängige Dicke. Wenn man hier im Forum stöbert, gewinnt man den Eindruck, dass der Durchschnittsflap bei ca 130 µm liegt.

Da für die HH-Stabilität fast ausschließlich die HH unter dem Flap herangezogen wird, kann natürlich bei dünnem Flap eine etwas höhere Myopie ausgeglichen werden.
Es gibt natürlich bei dünnem Flap nicht nur Vorteile; es gibt auch Zentren, die Gründe dafür haben, die Flapdicke nicht unnötig dünn zu wählen.

Mit CL simulieren bedeutet, dass man für einige Tage Kontaktlinsen verwendet, die das angestrebte bzw. voraussichtliche OP-Ergebnis "erfühlen" lassen. - So ähnlich, wie du es jetzt notgedrungen mit der alten Brille simulieren musstest :wink: .
Wird z.B. auf einer Seite eine höhere Restmyopie angestrebt (z.B. um eine längere Unabhängigkeit von der Altersbrille zu gewähren) und nur ein Auge (für die Ferne) perfekt korrigiert, kommt es vor, dass manche Personen mit dem Ergebnis total glücklich sind. Andere kommen mit der ungleichen Sicht nicht zurecht.
LG
Donauwelle

peng
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Re: Bei hoher Kurzsicht & kommender Weitsicht bis -2,0 lasern?

Beitrag von peng » 22.04.2012, 22:22

Danke Donauwelle; hab allerdings schon wieder Fragen! :D

In welchen Fällen kann es gut sein, einen dickeren Flap zu wählen?

Mir wird von verschiedenen Stellen geraten, noch HH-Dicke nach der OP übrig zu lassen, damit man noch "Substanz" hat für Korrekturen.
Was wäre denn eine gute Dicke, die noch als Puffer geplant wird?

In den HH-Kalkulator hier http://www.operationauge.de/lasik-lasek ... lator.html
habe ich natürlich gleich meine Daten eingegeben. Aber was heißt in der zweiten Tabelle "OZ Laser" ("der Durchmesser der vom Laser zu behandelnden Fläche")?
Bezieht sich der Behandlungs-Flächen-Durchmesser auf den Durchmesser der Pupille?

Donauwelle
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Re: Bei hoher Kurzsicht & kommender Weitsicht bis -2,0 lasern?

Beitrag von Donauwelle » 23.04.2012, 10:23

Manche wählen einen dicken Flap, weil sie es nicht besser können; andere wählen dickere Flaps, weil diese weniger empfindlich beim Handling sind; andere produzieren dicke Flaps, weil sie ggf. bei einer Nachkorrektur auf der Rückseite des Flaps lasern.....

OZ = opt. Zone. Diese hängt von der Pupillengröße ab. Bei großer opt. Zone ist natürlich mehr HH-Abtrag notwendig.

Manche Kliniken halten 250µm HH (unter dem Flap) für ausreichend; andere tendieren zu 320µm (unter dem Flap).
LG
Donauwelle

peng
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Re: Bei hoher Kurzsicht & kommender Weitsicht bis -2,0 lasern?

Beitrag von peng » 01.05.2012, 17:50

So nun bin ich mittlerweile gelasert (Femto-Lasik) und möchte einen kleinen Erfahrungsbericht geben.

Vorweg: Auch wenn ich im Folgenden ein paar kritische Anmerkungen habe, bin ich doch ziemlich zufrieden mit dem Verlauf der Beratung und der Behandlung.


Die Voruntersuchung im Lasikland Frankfurt war vor ca einer halben Woche. Dabei hat sich zu meiner Überraschung ergeben, dass ich andere Werte habe. Bei Fielmann wurden die Werte erst kürzlich diagnostiziert.

Die Fielmannwerte sind folgende:

rechts: -9,25 / -1,0 Cylinder / 1,0 Visus
links: -9,5/ 0,0 Cylinder / 16° Achse / 1,0 Visus

Das sind die Lasikland-Werte:

rechts: -8,25 / -1,75 Cylinder / 8° (und mündlich gesagt: 0,8 Visus)
links: -8,5 / -0,75 Cylinder / 162° (und mündlich gesagt: 0,8 Visus)

Wie konnte sich eine Differenz von eine Dioptrie ergeben? Auch die beratende Ärztin hatte keine klare Antwort. Für Gründe wie "Tagesform" und "formstabile Kontaktlinsen seit über 3 Wochen abgesetzt" wäre eine ganze Dioptrie wohl zu viel.
Dazu kam, dass ich seit längerer Zeit mit meiner alten Brille verbringe, die Werte im -7,5er Dioptrien-Bereich hat.

Das Vorgespräch war daher für mich mit diesen vielen Werten im Raum einigermaßen verwirrend. Die Ärztin hat mir dann diesen Kuckapparat mit dem Hebearm aufgesetzt, den man vor die Augen geschoben bekommt, wenn man die Zahlenreihen abliest (ihr wisst welchen...). Dort hat sie mir die unterschiedlichen Werte eingestellt (Fielmann-, Lasikland- und alte Brillen-Wert) mit dem Ergebnis, dass ich eigentlich nur den Fielmann-Wert gut fand.

Absolute Konzentration lag von meiner Seite natürlich auf der Bestimmung der Hornhautdicke. Und dann die erwartete Enttäuschung, denn gemessen wurde:

Hornhautdicke rechts: 547µ

Hornhautdicke links: 543µ

Vor ein paar Tagen habe ich hier auf der Seite den Hornhaut-Kalkulator entdeckt und wusste, dass es bei dieser Hornhautdicke sehr knapp werden würde.
Genau das sagte die Ärztin dann auch: ich bin im absoluten Grenzbereich. Wenn ich gelasert werde, wird keine Hornhaut für eine Nachkorrektur mehr überbleiben.
Außerdem klärte sie mich darüber auf, dass bei meinen hohen Werten die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die gelaserten Werte um -1 bis -2 Dioptrien wieder zurückgehen. Nach Prozentzahlen gefragt, sagte sie, dass die Wahrscheinlichkeit schon so um die 40-50% liegen würde; -2 Dioptrien wären aber der "worst case".
Zudem sagte sie mir auch deutlich, dass ich wohl nicht mehr die formstabilen Kontaktlinsen tragen könnte, die ich bisher immer getragen habe, aber weiche möglich wären.

Ich hatte also die Wahl zwischen den Extremen:
Ein Leben wie bisher mit schwerem Brillengestell und teueren Gläsern sowie kratzenden Kontaktlinsen.
Oder bei Rückbilden der Werte eine leichte Kurzsichtigkeit, leichtes Brillengestell fürs Autofahren und Kino-Gehen. Dafür aber, wenn meine Altersweitsichtigkeit einsetzt, in der Nähe kein Bedarf einer Lesebrille.
(Oder natürlich: best verlaufene OP mit einer Korrektur auf 0 Dioptrien)

Nachdem ich noch mal in mich gegangen bin (die Problematik bin ich ja vorher auch schon durchgegangen; danke v.a. für die Beratung von Donauwelle hier im Forum) und mit meiner Freundin darüber gesprochen habe, kam der Entschluss zur OP.


Die Operation war am selben Tag. Sie ging sehr schnell und "von der Stange" - es saßen einige vor mir im Wartebereich vor der OP-Tür und verschwanden für kurze Zeit und kamen dann mit dunkler Sonnenbrille raus. Mal ziemlich k.o., mal erstaunlich fit.

Bei mir ging das auch alles ziemlich schnell - mir eigentlich zu schnell. Den Saugring hatte ich nicht erwartet. Durch ihn kam Druck auf die Augen und ich konnte noch schlechter sehen. Dann war ich schon unter dem Laser und eine Stimme (wohl die von Dr. E. Tecirlioglu) sagte: "Den roten Punkt fixieren". Den konnte ich erst einmal nicht entdecken, was mich auch unruhig machte, denn ich glaube, dass der Laser schon am wegbrennen war.

Irgendwie bleibt die Unsicherheit, dass ich durch diese Aktion vielleicht an gewissen Stellen falsch korrigiert wurde... kann das sein?


Nach der OP konnte ich kaum die Augen aufmachen, hatte Fremdkörpergefühle (was ich aber ja mit Kontaktlinsen kenne) und habe wie durch milchiges Glas geschaut. Glücklicherweise war ich sehr müde und habe so 4h geschlafen. Nachdem ich dann die Augen aufgeschlagen habe, war ich baff:
Ein scharfes Sehen ohne Brille! Wunderbar!


Bei der Nachuntersuchung wurde festgestellt, dass ich überkorrigiert bin (+0,5 und +0,75; in meinem Schreiben für die Führerscheinstelle steht bei beiden Augen +1). Dazu wurde gesagt, dass die Überkorrektur ein zu erwartender Effekt wäre und sich schnell legen würde.


Der Verheilungsprozess geht recht rasch vor sich und ich habe keine Komplikationen. Beunruhigen tut mich dennoch die leichte Weitsicht-Überkorrektur, weil ich eigentlich nicht möchte, dass die bleibt. Außerdem sehe ich mit dem rechten Auge besser. Bei dem linken kann ich nicht so scharf sehen. Es wirkt fast so, als ob es da eine Stelle mitten im Blickfeld gibt, wodurch ich nicht so scharf sehen kann (dort kommt die Unsicherheit her, dass ich mir das durch die Saugring-Aktion eingefangen habe). Das mit der Stelle ist aber Jammern auf hohem Niveau - größtenteils stört es nämlich nicht.

Alles in allem bin ich aber bisher sehr froh, den Schritt gewagt zu haben. Wenn ich morgens wach werde und die Augen aufschlage, kann ich es immer noch nicht fassen, so scharf zu sehen!
Nun hoffe ich natürlich, dass ich nur noch die leichte Weitsicht in den nächsten Monaten überwinde, in denen ohnehin mit einer leichten Wiederkunft der Kurzsichtigkeit gerechnet wird. Bei Lasikland wurde sich ziemlich viel Zeit für die Beratung genommen und ich wurde über alle kritischen Stellen informiert (keine Korrektur-OP; Kontaktlinsen...). Die OP wurde wahrscheinlich schneller durchgezogen als bei viel teueren Lasik-Instituten. Zumal dadurch sich der Laser nicht anders verhalten hat, war mir aber die Ersparnis von über 50% doch wert.

Was sagt Ihr zu meinem Erlebnis?
Zuletzt geändert von peng am 02.05.2012, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.

Downer
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Re: Bei hoher Kurzsicht & kommender Weitsicht bis -2,0 lasern?

Beitrag von Downer » 02.05.2012, 12:16

@peng

Ich habe ein paar Fragen an dich:

1. Du hattest ja Femto-LASIK, richtig?

2 Wie viel Hornhautdicke sind bei dir nun übrig auf beiden Augen?

3. Was ist denn der Grenzwert nach der Korrektur beim Lasikland? 250 μm?

4. Eine Nachkorrektur mit Femto-LASIK ist bei dir nun nicht mehr möglich, wenn sich deine Werte verschlechtern?

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