Also, eines vorneweg: Viele von Euch haben erfolgreich eine LASIK / LASEK / PRK hinter sich und glaubt mir, ich bin froh, dass es Euch gut geht und ich würde auch sofort Augen tauschen, wenn das ginge...
Ich habe mich hier im Forum eine lange Zeit rumgetrieben, um die Vor- und Nachteile der heutigen Lasertechnik abschätzen zu können.
Und obwohl die ganze Sache nach wie vor einen wahnsinnigen Reiz auf mich ausübt, komme ich nach fast zwei Jahren des Haderns und Abwägens zu dem Schluss, dass eine refraktive Op für mich einfach derzeit noch zu riskant ist.
Wenn ich hier manchmal lese, wie sehr die Leute unter trockenen Augen, Ghosting, Halos, Nachtblindheit usw. leiden und wie sich das Post-Op-Leben teilw. dramatisch verändert, stehen mir die Haare zu berge...
Was mich da ganz besonders stört, sind die hier dokumentierten Unterschiede zu den Hochglanzprospekten und Homepages der Anbieter: "Nach einer LASIK-Operation kann man seinen Lebensstil wie gewohnt weiterführen und nach 2-3 Tagen wieder arbeiten. Sportliche Aktivitäten werden nach ca. 3 Tagen empfohlen." usw.
So selbstverständlich scheint das in der Realität wohl nicht zu sein...
Letztens habe ich die Vor- und Nachteile einmal mit meinem Augenarzt besprochen. Der riet mir dann auch noch davon ab und wiederholte auch die allgemein bekannten Bedenken der LASIK-Gegner.
Er meinte aber auch, dass ihm als Prof. eines großen Krankenhauses in Köln ständig Firmen das Lasergeschäft vorschlagen würden, was er jedes Mal angeblich dankend ablehnen würde.
Auf diese Art das "schnelle Geld" machen zu wollen, halte er nicht mit seiner Eigenschaft als Arzt für vereinbar... Zudem sagte er, dass im Prinzip jeder "dressierte Affe" nach längerer Beobachtungsphase eine LASIK durchführen könnte, da ja im Prinzip sowieso alles der Laser mache. Damit frage ich mich, wie hoch der Einfluss der "Laser-Koryphäen" wie Maus oder Kohnen während einer solchen Op eigentlich sein kann...
Auf jeden Fall bin ich jetzt so verunsichert, dass ich das Vorhaben bis auf weiteres wegen unabschätzbarer Risiken auf Eis lege.
Mein Wunsch nach einem Leben ohne Brille ist jedoch so gewaltig, dass ich den "Markt" weiter beobachten werde.
Vielleicht gibt es in ein paar Jahren ja ein Durchbruch, so dass die refraktive Chirurgie nicht mehr so umstritten ist.
Gruß
