ich bin auf der Suche nach einem für mich geeignetem Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit und habe auf Anfrage bezüglich Femto heute folgende Info bekommen, die ich gern zur Diskussion stellen möchte und bitte alle um einen regen Meinungsaustausch dazu:
FEMTO-LASIK Laserbehandlung
(Einschneiden der Hornhaut mit dem Femtosekundenlaser und
Abschleifen ihres Inneren mit dem Excimerlaser zur Herstellung optimaler Sehkraft)
Die FEMTO-Lasik wird seit 5 Jahren angeboten. Nach anfänglicher Euphorie über Sicherheit und Präzision des Femtosekundenlasers basiert die Anwendung heute auf klinischer und wissenschaftlicher Erfahrung. Dies führt dazu, daß an großen seriösen internationalen Laserzentren die Anwendung von fast 100% FEMTO-Lasik auf derzeit 20% gesunken ist. Auch in der Augenklinik am Marienplatz München wird die FEMTO Lasik nur in klinisch sinnvollen Fällen angewendet.
Femto-LASIK: neue Technik, neue Probleme
Ausgangssituation
Bei der LASIK muss vor der eigentlichen Laserung eine Lamelle von der Hornhaut geschnitten werden, die 100 bis 150 Mikrometer dick ist. Dafür werden gegenwärtig Mikrokeratome genannte Instrumente benutzt, die mechanisch arbeiten.
Für die Dauer des Schnittes wird das Auge durch Ansaugung für etwa 20 Sekunden festgehalten. Mit speziell kalibrierten Einmalklingen beträgt die Standardabweichung der Lamellendicke etwa 10 Mikrometer.
Gegenwärtige Femtosekunden-Lasertechnik
Der Laserschnitt wird durch eng aneinander liegende Mikroexplosionen erzeugt, die alle in einer Ebene und nach einem festen Muster positioniert werden müssen. Dafür muss das Auge natürlich auch festgesaugt werden.
Bei einer Wiederholfrequenz des Lasers von 10 kiloHertz dauert dieser Schnitt bei eher schlechter Schnittqualität etwa 100 Sekunden, während derer am Auge ein hoher Überdruck entsteht, der die Durchblutung des Auges zum Stillstand bringt.
Damit ist das kritische Feld des Laserschnittes schon umrissen: Für einen Schnitt, der die Qualität des Mikrokeratoms erreicht, braucht man zur Zeit noch mehr als 2 Minuten — deutlich zu lang, da in dieser Zeit das Auge nicht durchblutet wird.
Um diese Zeit auf 30 Sekunden, die das Auge gut verträgt, zu reduzieren, müsste die Laserfrequenz auf über 100 kiloHertz gesteigert werden. Dies liegt technisch weit ausserhalb des Möglichen bei vertretbar finanziellem Aufwand.
Gegenwärtig verfügbare modernste Lasersysteme arbeiten mit nur 20 kiloHertz und der Laserschnitt dauert 60 Sekunden. Der Laserschnitt hat eine schlechte Qualität und muss mit einem Spatel vervollständigt werden. Die oft gelobte Schnittdickenpräzision ist nicht besser als +/- 10 Mikrometer
Neue Probleme
Neben allen Nebeneffekten, die bei der LASIK auftreten können, ist bei Verwendung des Femtosekundenlasers eine neue Komplikation dazugekommen: das Transient Lightsensitivity Syndrome (TLS).
Dabei habe Patienten in bis zu 20% der Fälle ein scharfes Sehvermögen, sind aber extrem lichtempfindlich. Sehr unangenehm ist die Dauer der Beschwerden — im Durchschnitt dauern sie 133 Tage. Mit hochdosierten Kortisontropfen können die Beschwerden gemildert werden.
Die starke Lichtstreuung beim TLS kommt wahrscheinlich durch die schlechte Schnittqualität, möglicherweise auch durch eine Reizung der Iris durch die lange Ansaugung zustande.
Zusammenfassung
Die zur Zeit leider schon am Patienten angewandten Femtosekundenlaser sind noch nicht weit genug entwickelt um klinisch akzeptabel zu sein: entweder wird das Auge zu lange mit überhohem Druck belastet oder die Schnittqualität ist schlecht. Gegenwärtige Kompromisse führen bisher leider zu keinem Vorteil für den Patienten.
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Nun weiß ich nicht wie alt diese Info bezüglich der Aktualität der Technik ist...
und freue mich über Eure Meinungen dazu.
Es grüßt Euch
Glaski
