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von Donauwelle » 18.03.2008, 17:21
Vorerst einmal alles Gute für die OP; es wird sicher halb so schlimm.
So wie du vielleicht auch, hatte ich schon seit der Terminvereinbarung ziemlichen Bammel und ich löcherte meinen Arzt bezüglich Beruhigungstabletten, Schmerztabletten usw. Wahrscheinlich hatte ich mein Quantum an Angst schon längst verbraucht, als ich in der Klinik war. Die Angst war total weg. - Die Beruhigungsmittel lehnte ich ab.
Ich nehme an, dass die Lasek-OP weniger dramatisch ist, als die Lasik, da das - für manche Patienten unangenehme - Ansaugen des Auges wegfällt. Das Aufspreizen der Lider ist nicht problematisch. Ein bisschen lästig war vielleicht das Ablösen des Epithels mit Alkohol. Aber auch das war nicht spektakulär.
Der Laser-Abtrag war ruck-zuck erledigt, nur das Stinken der verbrannten Hornhaut war ein bisschen komisch. - Vor der OP brauchst du also ganz bestimmt keine Angst haben.
Ich bekam vom Arzt Augentropfen mit, die ich während der ersten Tage 4x nehmen musste mit, und eine Schmerztablette für alle Fälle.
Angeblich klagen manche Patienten nach ca. 1 Stunde über Schmerzen. Mir wurde geraten, in diesem Fall eher rasch die Tablette zu schlucken. Auf jeden Fall wurde mir tunlichst empfohlen, kalte Augen-Gel-Kompressen aufzulegen, da diese oft die Schmerzen lindern oder verhindern. Ich besorgte mir gleich einige davon, da sie häufig gewechselt werden müssen. - Recht viel hätte nicht gefehlt, und ich hätte mein Quartier vor dem Kühlschrank aufgeschlagen, um immer die Kompressen parat zu haben. - Na ja. - Entweder hat das wirklich geholfen, oder die Schmerzen haben sich deswegen in Grenzen gehalten. - Die Schmerztablette wurde nicht notwendig.
Bereits im Wartezimmer bei Voruntersuchungen habe ich mitbekommen, dass jene, die immer bedacht waren, dass die Augen schön feucht waren, weniger Probleme hatten, als jene, die eher nachlässig waren. Deshalb tropfte ich ab dem 4. Tag regelmäß alle 2 Stunden die Tränenersatzmittel, das machte ich auch nachts, wenn ich kurz aufwachte. (Andere Patienten, die nicht so eifrig tropften beklagten sich manchmal, dass in der Früh die Augen wir zugeschweißt waren.) Ich und eine andere fleißige "Tropferin" hatten da keine Probleme.
Gleich nach der OP war die Sehschärfe nicht gerade toll (man konnte alls Beifahrer gerade die Straßenschilder lesen, wenn man ziemlich davor stand), aber bereits am 3. Tag erreichte ich locker die fürs Autofahren notwendigen 70%. - Gefahren wäre ich aber nich, da der Seheindruck noch komisch war. Nach einer Woche hatte ich dann 100 % - und das war auch bei der 4-Monats-Kontrolle noch so. Andere Patienten erreichen diese Sehleistung aber erst später. - Also nicht verzagen, wenn es nicht ganz so schnell geht.
Das Blendempfinden hielt sich in Grenzen, aber nach Möglichkeit drehte ich doch am ersten Tag daheim das Licht ab.
Ich ging am 10. Tag wieder zur Arbeit, hatte aber noch am 7. Tag Bedenken, wie das werden sollte, Stunden in den PC zu schauen. Dann ging das Nah-Fern-Wechseln aber immer besser. Am 1. Arbeitstag funktionierte der Zettel - PC - Wechsel schon halbwegs, aber noch nicht optimal. Das wurde aber täglich besser.
Nochmals alles Gute und freu dich auf die Zeit danach....