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Implantation von bifokalen Augenlinsen

Verfasst: 04.12.2013, 11:31
von Marionne
In der Hoffung, diesen Thread am richtigen Ort plaziert zu haben...

Guten Tag beisammen,

darf ich mich hier nach Erfahrungswerten mit der Implantation bifokaler Linsen erkundigen?

Also, ich bin heute 56 Jahre jung, meine Augenwerte sind:

- plus 5,25 dpt (beide Augen; seit 5. Lebensjahr, bis heute nahezu konstant)
- plus 2,25 dpt Altersweitsichtigkeit (beide Augen)
- Keine Hornhautverkrümmung, keine sonstigen Devianzen
- Akkommodationsfähigkeit der Augen tendiert inzwischen Richtung Null.

Seit rund 35 Jahren trage ich harte Kontaktlinsen, seit einem Jahr nun bifokale, ebenfalls harte; zusätzlich benötige ich dennoch eine Nahsichtbrille über 1,25 dpt. Diese KL sind bestimmt super angepasst, von meinem Augenarzt. Dennoch ist der Tragekomfort suboptimal, um es gelinde auszudrücken, eigentlich gehen sie mir nur auf den Keks, es macht mich kirre; ebenfalls kirre macht mich dieses ständige Auf- und Absetzen der zusätzlichen Brille, auf und ab, auf und ab - und Lesen kann ich damit trotzdem nicht richtig, Bücher vor allem, für mich ein Grundnahrungsmittel - extrem anstrengend. In summa: es ist zum Mäuse melken.

Damit dieser Zirkus ein Ende nimmt, liebäugle ich damit mir bifokale Linsen einsetzen zu lassen. Mein Augenarzt jedoch rät mir davon ab, er sagte, dass er von 10 bifokalen 8 wieder herausnehmen musste. Das klingt natürlich weniger erfreulich, doch die Technologie sei einfach noch nicht so weit. Monofokale seien ok und in meinem Fall durchaus vertretbar.

Es soll inzwischen sogar multifokale Linsen geben...

Was meint Ihr dazu? Wie sind die Erfahrungswerte mit diesen bi- oder gar multifokalen Linsen? Krieg ich von Euch bessere Prognosen?

Schon mal herzlichen Dank
Marionne

Re: Implantation von bifokalen Augenlinsen

Verfasst: 04.12.2013, 11:50
von Adlerauge273
Ich denke mal, im Forum "Linsenchirurgie" wäre der Beitrag besser aufgehoben, aber egal...

Ich nehme an, bei Dir sollen Deine eigenen Linsen gegen künstliche ausgetauscht werden. Hast Du eigentlich auch einen grauen Star?

LG,
Adlerauge.

Re: Implantation von bifokalen Augenlinsen

Verfasst: 04.12.2013, 12:00
von Marionne
Adlerauge273 hat geschrieben:Ich denke mal, im Forum "Linsenchirurgie" wäre der Beitrag besser aufgehoben, aber egal...
Oh sorry, dieses Forum habe ich übersehen. :? Aber vielleicht könnte ja ein Moderator den Thread dorthin verschieben, bütte.
Ich nehme an, bei Dir sollen Deine eigenen Linsen gegen künstliche ausgetauscht werden.
Ja.
Hast Du eigentlich auch einen grauen Star?
Nein.

Re: Implantation von bifokalen Augenlinsen

Verfasst: 04.12.2013, 12:54
von Adlerauge273
Da die Akkomodationsfähigkeit Deiner Augen bereits Null ist, kann man natürlich trotzdem an einen Linsentausch denken.

Wenn Du Monofokal-Linsen nimmst, brauchst Du zum Lesen dann aber weiterhin eine Brille.

Wenn Du Bifokal-Linsen nimmst, ist im Prinzip auch ein Lesen ohne Brille möglich, allerdings wird durch diese Linsen der Kontrast eingeschränkt, was sich insbesondere am Abend/Nacht bemerkbar macht (z.B. beim Autofahren). Ausserdem muss die Stärke sehr gut angepasst sein, was immer nur mit einer gewissen Toleranz möglich ist. Dass aber "8 von 10" wieder heraus müssen, halte ich für viel zu hoch angesetzt. Geh mal zu einem anderen Augenarzt zum Vergleich.

Es gibt inzwischen auch Trifokal-Linsen am Markt, die haben aber im Prinzip das gleiche Problem wie die Bifokal-Linsen.

LG,
Adlerauge.

Re: Implantation von bifokalen Augenlinsen

Verfasst: 04.12.2013, 16:17
von Marionne
Adlerauge273 hat geschrieben:Wenn Du Monofokal-Linsen nimmst, brauchst Du zum Lesen dann aber weiterhin eine Brille.
Eben. Mit monofokalen Implantaten hätte ich abermals diesen elendigen Zirkus mit diesem Auf- und Absetzen einer zusätzlichen Brille. Hätte diese Zusatzbrille 1 dpt wäre das noch vertretbar, mit 2,25 dpt hingegen stehe ich ohne Zusatzprothese wie blind im Wald. D.h. mit monofokalen Linsen wäre mir nicht viel geholfen. Gut, ich hätte den ganzen Zirkus mit den KLs nicht mehr... Aber...
Ausserdem muss die Stärke sehr gut angepasst sein, was immer nur mit einer gewissen Toleranz möglich ist.
Bei bifokalen KLs ist es nicht "nur" die Stärke, auch die Positionierung der Fokii (heißt das so im Plural?) muss genauestens austariert sein.
Dass aber "8 von 10" wieder heraus müssen, halte ich für viel zu hoch angesetzt.
Doch, genau das sagte mein Augenarzt, den ich sehr schätze. Wäre es ein Babbler, hätte ich diese Hiobsmeldung nicht weiter ernst genommen.
Dabei bezog er sich indirekt auf Implantationen, die in einer Lasik-Klinik in Köln vorgenommen wurden.
Geh mal zu einem anderen Augenarzt zum Vergleich.
Klar, ich bin dabei, habe mir gerade einen Termin geholt. "Je mehr Infos desto gut".

Gibt es denn hier niemand der oder die Erfahrung damit hat? Was ist denn das Problem an diesen bi- oder tri- oder was auch immer -fokalen Implantaten? Irgendeinen Knackpunkt muss es da doch geben?! Ist es die Anpassung?
Eine defizitäre Anpassung bei KLs ist reversibel - im Gegensatz zu Implantaten. Ist es das? :?:



Ob einer der werten Mods so nett wäre und diesen Thread zu "Augen-Operationen" verschieben würde?