Der Bericht ist etwas länger und ausführlicher geworden - die Kurzzusammenfassung: Ich bin schwer begeistert und würde es jederzeit wieder machen!
Ich war letzten Donnerstag, 19.9. in Bratislava (http://www.laseklasik.at/) um meine Augen lasern zu lassen (kurzsichtig, L-4.50, R-4.00). An dieser Stelle muss ich sagen, ich bewundere alle die bereits am ersten Tag einen Erfahrungsbericht schreiben - vorm Computer sitzen funktioniert bei mir erst seit heute, 4 Tage nach der OP nachdem ich gestern abend die Schutzlinsen herausgegeben habe. Aber von vorne:
Ich hatte mir im Juni einen Termin für die Augen-OP in Bratislava ausgemacht. Das ging ganz problemlos per e-mail - Voruntersuchungen habe ich nicht gesondert davor gemacht sondern direkt am Tag der OP letzten Donnerstag. Alternativ könnte man auch zu einer Voruntersuchung hinfahren bzw man kann auch nach den Voruntersuchungen einfach sagen man will nicht lasern und wieder heimfahren.
Letzten Donnerstag bin ich dann gemeinsam mit meinem Mann um 8:30 in Bratislava angekommen. Das Augenlaserzentrum hat sich mit der Anfahrtsbeschreibung von der Homepage von Excimer sehr gut finden lassen. Positiv hervorzuheben ist, dass es auch eine Beschreibung gibt, wie man fahren muss, wenn man sich keine slowakische Vignette kaufen will.
Wir wurden sehr nett von zwei deutschsprachigen Herren empfangen, die uns auch den ganzen Tag über begleitet haben und im Wartezimmer alle Fragen ausführlichst beantwortet haben. Die Warteräume sind sehr schön eingerichtet und die Ledersofas auf denen wir doch einige Stunden gesessen sind während des Tages waren sehr gemütlich. Nach dem Ausfüllen eines kurzen Fragebogens ging es dann gleich los zu den ersten Untersuchungen. Die ganzen Untersuchungen haben sich mit etwas Wartezeit dazwischen bis ca 11 Uhr hingezogen - hatte wirklich das Gefühl, dass mein Auge "rundherum" untersucht und vermessen wurde. Ab halb elf hat es netterweise dann einen Korb mit Sandwiches gegeben der bis ca eins auch regelmäßig aufgefüllt wurde. Zusätzlich hat es Äpfel gegeben und Getränke waren auch den ganzen Tag ausreichend zur Verfügung (soviel Service hätte ich nicht erwartet !).
Nachdem festgestanden ist, dass die OP durchgeführt werden konnte, hatten wir zu fünft in einem eigenen Raum die Risikoaufklärung, erhielten Infos zum OP-Auflauf und es wurde uns auch die gesamte Nachversorgung erklärt (welche Tropfen wielang, etc). Das ganze in der Gruppe zu haben habe ich sehr positiv gefunden, weil man gleich ein bisschen Erfahrungsaustausch hatte und es den Tag auch auflockerte wenn man sich mit "Leidensgenossen" austauschen konnte.
Bzgl der Methode ist zu sagen, dass bei Excimer in Bratislava ausschließlich ohne Schnitt gearbeitet wird (also keine PRK oder Lasik). Durchgeführt werden soweit ich das mitbekommen habe nur Epi-Lasik, Lasek und C-Ten (alles ohne Schnitt - unterscheiden sich nur ob alles mit Laser oder die vorbereitenden Maßnahmen per Hand gemacht werden. Es wird dabei die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, mit Alkohol aufgelöst und dann durchgelasert - das Epithel wächst dann problemlos wieder nach). Was genau davon angewendet wird, ist eine Entscheidung der Ärzte was bei welchem Auge am geeignetsten ist (was auch gut ist, schließlich kennen sich die wesentlich besser damit aus, was bei meinem Auge möglich ist, als ich durch ein paar Stunden Internet-surfen herausfinden konnte) - ich habe übrigens dann auch nicht mehr nachgefragt was bei mir wirklich gemacht wurde.
Für die OP selbst war ich ca 10min im Operationsraum. Ich durfte mich auf eine Liege legen, dann wurde ein Auge abgeklebt und das andere ausgespült. Als nächstes wurde die Lidsperre eingesetzt (diese konnte ich überhaupt nicht spüren - hab nur festgestelllt, dass ich das Auge nicht mehr schließen konnte). Das Lasern selbst dauerte ca 2 Sekunden - merkt man aber nicht. Hab nur einen etwas verbrannten Geruch wahrgenommen vor dem ich aber bereits vor der OP gewarnt wurde. Nach dem ersten wurde dann sofort auch das andere Auge gemacht. Zum Abschluss wurde eine Schutzlinse eingesetzt, die noch bis Sonntagabend im Auge bleiben musste. Bei der ganzen Operation und auch beim Auspülen davor spürt man überhaupt nichts, weil ich die zwei Stunden vor der OP regelmäßig Betäubungstropfen ins Auge bekommen hatte. Nach den 10min durfte ich den OP-Raum wieder verlassen, musste mich noch 5min im Wartezimmer mit geschlossenen Augen hinsetzen und durfte dann nach Hause fahren. Alternativ hätte ich mich auch in ein Hotel bringen lassen können (wurde auch direkt von Excimer organisiert). Mein Mann und ich sind aber zurück nach Wien gefahren um am nächsten Tag in der Früh dann wieder für die Nachuntersuchung nach Bratislava zu fahren.
Am ersten Abend nach der OP habe ich bereits scharf gesehen, hatte aber das Problem, dass die Schutzlinsen gekratzt haben. Auch das ist aber normal und ich hatte ausreichend Augentropfen mitbekommen um regelmäßig einzutropfen. Hab den Abend nach einem Spaziergang an der frischen Luft mit geschlossenen Augen auf der Couch verbracht. Am Freitagmorgen war das Kratzen immer noch da, aber ich habe ebenfalls wieder scharf gesehen. Um halb neun war ich wieder in Bratislava - dort wurde ich kurz untersucht und ein Sehtest gemacht. Lt Ärztin saß die Schutzlinse sehr gut und ich konnte bereits alle Zeilen lesen. Anschließend wurde uns dann nochmal eine halbe Stunde die Nachversorgung erklärt (welche Tropfen wann und wieviel). Weiters wurde auch erklärt, wie man die Schutzlinsen am dritten Tag nach der OP rausnehmen soll. Alternativ bestand auch die Möglichkeit sich für Montag noch einmal gratis einen Termin auszumachen und vor Ort die Schutzlinsen entfernen zu lassen.
Nach der Nachuntersuchung sind wir wieder nach Wien gefahren. Von Freitag bis Sonntag war die Sehschärfe immer etwas abwechselnd (manchmal etwas verschwommen) - wegen den kratzenden Schutzlinsen hatte ich aber die meiste Zeit die Augen geschlossen. Wir waren aber trotzdem am Samstag bei Freunden eingeladen und hatten am Sonntag ein Verwandtschaftstreffen - beide Termine konnte ich ohne Probleme wahrnehmen - konnte halt nicht immer jedem ins Gesicht schauen
Am Sonntagabend habe ich dann mit sehr sehr viel Tränenflüssigkeit (hatte bereits die zwei Stunden davor im 10min-Takt eingetropft) die Schutzlinsen entfernt. Wie ich es erklärt bekommen hatte, konnte ich die Schutzlinse problemlos nach unten rausschieben und anschließend gleich das Augengel reingeben. Die Augen haben direkt danach sehr gebrannt und gekratzt, weshalb ich mich dann gleich schlafen gelegt habe.
Seit heute morgen habe ich keinerlei Kratzen und auch sonst keine Beschwerden mehr. Die Sehschärfe ist heute nicht so prächtig - aber es reicht zum Arbeiten (sitze halt jetzt wesentlich näher am Bildschirm als sonst). Wir wurden aber letzte Woche bereits vorgewarnt, dass die Sehschärfe vor allem in den Tagen nach dem Rausnehmen der Schutzlinsen schlechter ist, also find ich das okay. Die Sehschärfe sollte sich in den nächsten Tagen/Wochen noch optimal einstellen.
Eine weitere Nachuntersuchung ist nicht explizit vorgesehen - es wurde uns nur empfohlen nach 3-6 Monaten nochmal eine Augenuntersuchung machen zu lassen. Diese kann man entweder gratis in Bratislava machen lassen oder auch beim Augenarzt. Sollte ich aber in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten das Bedürfnis nach einer Nachuntersuchung verspüren, kann ich das jederzeit gratis in Bratislava machen lassen.
Zusammenfassend gesagt war/bin ich extrem zufrieden mit der Operation und würde es jederzeit wieder machen lassen. Die Betreuung in Bratislava war/ist ausgezeichnet und ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen. Ich genieße es bereits jetzt morgens direkt nach dem Aufwachen super zu sehen und keine Brille/Kontaktlinsen mehr zu brauchen.
