PRK/Lasek bei carevision in Nürnberg am 27.12.12
Verfasst: 05.01.2013, 14:17
Hallo zusammen,
nachdem ich mich vor meiner OP hier gründlich informiert habe, nun auch mein Bericht, wie es mir bei meiner PRK/Lasek und in den Tagen danach ergangen ist.
Mit 12 bekam ich eine Brille und trug zwischendurch auch mal harte Kontaktlinsen. Charakteristisch war, dass ich rechts deutlich schlechter sah, als links (s. Signatur). Bei den ersten Anzeichen der Altersweitsicht (ich bin jetzt 49) eröffnete mir mein Augenarzt vor 2 Jahren, dass ich mich wegen meiner Brillenwerte nicht für eine Gleitsichtbrille eignen würde. Das gab den Ausschlag, dass ich begann, mich mit dem Augenlasern zu beschäftigen. Im Sommer traf ich jemanden, der mit seiner Lasik-Behandlung bei carevision in Nürnberg sehr zufrieden war. So wurden meine Pläne konkreter und ich ging zur ersten Untersuchung.
Leider ergab sich dabei, dass ich mich für Lasik nicht eigne (Hornhaut zu dünn) und deswegen nur Lasek in Frage kommt. Das war erst mal ein Dämpfer, denn nun musste das irgendwie in meinen Urlaubsplan passen. Schließlich ergab sich dann der 27.12.12, sodass bis zum Arbeitsbeginn am 7.1.13 das meiste überstanden sein sollte.
Bei der kostenpflichtigen Voruntersuchung sprach der Arzt, Dr. Meiller, dann noch das Thema Monovision an (ein Auge bleibt etwas kurzsichtig, sodass man so schnell keine Lesebrille wegen der Altersweitsichtigkeit braucht). Das hat noch mal zu einigem Nachdenken geführt. Letztlich habe ich mich aber dagegen entschieden, denn noch ist meine Altersweitsichtigkeit nicht so ausgeprägt und wenn dann in ein paar Jahren eine Lesebrille kommt, ist es OK. Im Internet las ich außerdem davon, dass Andere das vorher mit Kontaktlinsen ausprobieren. Dafür war keine große Zeit mehr und aufgrund von 5 Minuten mit Spezialbrille Ausprobieren kurz vor der OP wollte ich das nicht entscheiden. Also lieber dauerhaft 100% Fernsicht.
Die OP war am Nachmittag des 27. und verlief dann im Wesentlichen so, wie man es auch in den anderen Berichten zu Lasek hier nachlesen kann (Glückspille, OP-Schühchen, div. Augentropfen, „Augen-Aufhalter“, Lightshow, Ruheraum, alles schmerzfrei). Dr. Meiller hat während der OP auch gut erklärt, was er gerade macht. Überrascht hat mich, dass er das Epithel nicht wieder draufgelegt hat, sondern gleich die Schutzlinse kam. Mittlerweile wüsste man, so der Arzt, dass sich mit Epithel weder am Heilungsverlauf noch am Schmerzempfinden etwas verbesserte.
Direkt danach war die Sicht schon etwas besser, als vorher ohne Brille. Aber schon noch deutlich verschwommen. Die offenbar oft eintretende Lichtempfindlichkeit hatte ich nicht, letztlich sogar bis heute nicht. Am OP-Tag-Abend war es angenehmer, die Lider geschlossen zu halten, sonst kam es nach einiger Zeit zu leichtem Brennen in den Augen. Vermutlich weil durch das Blinzeln die Linse immer leicht hin und her rutscht. Also habe ich Fernsehen gehört und später eines der vorbereiteten Hörbücher eingeweiht. Abends noch die erste von 2 Gelonida genommen, die ich mitbekommen hatte und die tolle Augenklappe aufgeklebt.
Am 28.12., dem Tag danach, war die Sicht links schon recht gut (ich konnte kurze Texte lesen), rechts allerdings nur Doppelbilder. Aus den genannten Gründen war aber auch an diesem und den folgenden Tagen „Augen schonen“, die beste Methode. Ich konnte aber auch problemlos die Augen öffnen, den Tropfenplan abarbeiten und beim Essen meine Familie anschauen. Je länger ich die Augen offen hatten, desto mehr Augenbrennen hatte ich dann allerdings am Abend und auch leichte Kopfschmerzen. Das brennende Gefühl ähnelte dem, das ich früher bei zu lange getragenen harten Kontaktlinsen hatte.
Am 29.12. gab es keine wesentlichen Veränderungen. Am Nachmittag ging ich sogar mal eine halbe Stunde spazieren.
Am 30.12. wachte ich früh um 5 Uhr auf und hatte stärkeres Augenbrennen. Es war zwar noch auszuhalten, aber vorsichtshalber nahm ich mal eine Dolormin (Diclofenac). Morgens hatte sich die Sicht links dann deutlich verschlechtert. So etwas war aber auch vom Arzt als Möglichkeit vorhergesagt worden. Wir hatten an dem Tag Besuch, sodass ich die Augen lange offen hatte, was sich abends mit Augenbrennen und Kopfschmerzen rächte. Mit einer weiteren Dolormin konnte ich aber gut schlafen.
Am 31.12. kam die Schutzlinse raus. Zum Glück sah alles gut aus und ohne Schutzlinse war auch kein Augenbrennen etc. mehr zu spüren. Das Sehen links ist wieder besser (noch leicht kurzsichtig), rechts noch Doppelbilder aber über die Tage schon besser geworden. Gemütliches Silvesteressen mit Freunden ging gut.
Heute ist die OP 9 Tage her. Insgesamt hatte ich keine starken Schmerzen (eher Brennen in den Augen) und es war immer auszuhalten (manchmal noch mit leichtem Schmerzmittel). Im Gegensatz zum gedruckten Tropfplan habe ich in den ersten Tagen aber statt Dexa (Cortison) das Mittel Difen bekommen, das das Schmerzmittel Diclofenac in Augentropfenform ist. Nachdem das anscheinend noch neu ist, hatte ich in den Tagen nach der Lasek vielleicht deswegen weniger Beschwerden als bei älteren Berichten hier zu lesen ist. Jedenfalls blieben die Schmerzen weit unter dem, worauf ich mich aufgrund mancher Berichte hier eingestellt hatte.
Sehen kann ich natürlich schon deutlich besser, als vorher ohne Brille. Nun sind die Veränderungen von Tag zu Tag aber geringer, als in den ersten Tagen. Links sind Lesen und Fernsicht ganz gut. Rechts (das bisher schlechtere Auge) kann ich im Moment nicht unverschwommen lesen (egal ob 20 cm oder 1 m Abstand). Die Fernsicht würde ich rechts subjektiv mit 70% angeben, aber es gibt noch Doppelbilder. Dass es nach Lasek i. d. R. erst nach ca. 14 Tagen annähernd brauchbar ist, soll ja einigermaßen normal sein. Insgesamt ist das wohl alles noch im grünen Bereich.
Soweit mal bis heute.
Grüße NoMono
nachdem ich mich vor meiner OP hier gründlich informiert habe, nun auch mein Bericht, wie es mir bei meiner PRK/Lasek und in den Tagen danach ergangen ist.
Mit 12 bekam ich eine Brille und trug zwischendurch auch mal harte Kontaktlinsen. Charakteristisch war, dass ich rechts deutlich schlechter sah, als links (s. Signatur). Bei den ersten Anzeichen der Altersweitsicht (ich bin jetzt 49) eröffnete mir mein Augenarzt vor 2 Jahren, dass ich mich wegen meiner Brillenwerte nicht für eine Gleitsichtbrille eignen würde. Das gab den Ausschlag, dass ich begann, mich mit dem Augenlasern zu beschäftigen. Im Sommer traf ich jemanden, der mit seiner Lasik-Behandlung bei carevision in Nürnberg sehr zufrieden war. So wurden meine Pläne konkreter und ich ging zur ersten Untersuchung.
Leider ergab sich dabei, dass ich mich für Lasik nicht eigne (Hornhaut zu dünn) und deswegen nur Lasek in Frage kommt. Das war erst mal ein Dämpfer, denn nun musste das irgendwie in meinen Urlaubsplan passen. Schließlich ergab sich dann der 27.12.12, sodass bis zum Arbeitsbeginn am 7.1.13 das meiste überstanden sein sollte.
Bei der kostenpflichtigen Voruntersuchung sprach der Arzt, Dr. Meiller, dann noch das Thema Monovision an (ein Auge bleibt etwas kurzsichtig, sodass man so schnell keine Lesebrille wegen der Altersweitsichtigkeit braucht). Das hat noch mal zu einigem Nachdenken geführt. Letztlich habe ich mich aber dagegen entschieden, denn noch ist meine Altersweitsichtigkeit nicht so ausgeprägt und wenn dann in ein paar Jahren eine Lesebrille kommt, ist es OK. Im Internet las ich außerdem davon, dass Andere das vorher mit Kontaktlinsen ausprobieren. Dafür war keine große Zeit mehr und aufgrund von 5 Minuten mit Spezialbrille Ausprobieren kurz vor der OP wollte ich das nicht entscheiden. Also lieber dauerhaft 100% Fernsicht.
Die OP war am Nachmittag des 27. und verlief dann im Wesentlichen so, wie man es auch in den anderen Berichten zu Lasek hier nachlesen kann (Glückspille, OP-Schühchen, div. Augentropfen, „Augen-Aufhalter“, Lightshow, Ruheraum, alles schmerzfrei). Dr. Meiller hat während der OP auch gut erklärt, was er gerade macht. Überrascht hat mich, dass er das Epithel nicht wieder draufgelegt hat, sondern gleich die Schutzlinse kam. Mittlerweile wüsste man, so der Arzt, dass sich mit Epithel weder am Heilungsverlauf noch am Schmerzempfinden etwas verbesserte.
Direkt danach war die Sicht schon etwas besser, als vorher ohne Brille. Aber schon noch deutlich verschwommen. Die offenbar oft eintretende Lichtempfindlichkeit hatte ich nicht, letztlich sogar bis heute nicht. Am OP-Tag-Abend war es angenehmer, die Lider geschlossen zu halten, sonst kam es nach einiger Zeit zu leichtem Brennen in den Augen. Vermutlich weil durch das Blinzeln die Linse immer leicht hin und her rutscht. Also habe ich Fernsehen gehört und später eines der vorbereiteten Hörbücher eingeweiht. Abends noch die erste von 2 Gelonida genommen, die ich mitbekommen hatte und die tolle Augenklappe aufgeklebt.
Am 28.12., dem Tag danach, war die Sicht links schon recht gut (ich konnte kurze Texte lesen), rechts allerdings nur Doppelbilder. Aus den genannten Gründen war aber auch an diesem und den folgenden Tagen „Augen schonen“, die beste Methode. Ich konnte aber auch problemlos die Augen öffnen, den Tropfenplan abarbeiten und beim Essen meine Familie anschauen. Je länger ich die Augen offen hatten, desto mehr Augenbrennen hatte ich dann allerdings am Abend und auch leichte Kopfschmerzen. Das brennende Gefühl ähnelte dem, das ich früher bei zu lange getragenen harten Kontaktlinsen hatte.
Am 29.12. gab es keine wesentlichen Veränderungen. Am Nachmittag ging ich sogar mal eine halbe Stunde spazieren.
Am 30.12. wachte ich früh um 5 Uhr auf und hatte stärkeres Augenbrennen. Es war zwar noch auszuhalten, aber vorsichtshalber nahm ich mal eine Dolormin (Diclofenac). Morgens hatte sich die Sicht links dann deutlich verschlechtert. So etwas war aber auch vom Arzt als Möglichkeit vorhergesagt worden. Wir hatten an dem Tag Besuch, sodass ich die Augen lange offen hatte, was sich abends mit Augenbrennen und Kopfschmerzen rächte. Mit einer weiteren Dolormin konnte ich aber gut schlafen.
Am 31.12. kam die Schutzlinse raus. Zum Glück sah alles gut aus und ohne Schutzlinse war auch kein Augenbrennen etc. mehr zu spüren. Das Sehen links ist wieder besser (noch leicht kurzsichtig), rechts noch Doppelbilder aber über die Tage schon besser geworden. Gemütliches Silvesteressen mit Freunden ging gut.
Heute ist die OP 9 Tage her. Insgesamt hatte ich keine starken Schmerzen (eher Brennen in den Augen) und es war immer auszuhalten (manchmal noch mit leichtem Schmerzmittel). Im Gegensatz zum gedruckten Tropfplan habe ich in den ersten Tagen aber statt Dexa (Cortison) das Mittel Difen bekommen, das das Schmerzmittel Diclofenac in Augentropfenform ist. Nachdem das anscheinend noch neu ist, hatte ich in den Tagen nach der Lasek vielleicht deswegen weniger Beschwerden als bei älteren Berichten hier zu lesen ist. Jedenfalls blieben die Schmerzen weit unter dem, worauf ich mich aufgrund mancher Berichte hier eingestellt hatte.
Sehen kann ich natürlich schon deutlich besser, als vorher ohne Brille. Nun sind die Veränderungen von Tag zu Tag aber geringer, als in den ersten Tagen. Links sind Lesen und Fernsicht ganz gut. Rechts (das bisher schlechtere Auge) kann ich im Moment nicht unverschwommen lesen (egal ob 20 cm oder 1 m Abstand). Die Fernsicht würde ich rechts subjektiv mit 70% angeben, aber es gibt noch Doppelbilder. Dass es nach Lasek i. d. R. erst nach ca. 14 Tagen annähernd brauchbar ist, soll ja einigermaßen normal sein. Insgesamt ist das wohl alles noch im grünen Bereich.
Soweit mal bis heute.
Grüße NoMono