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Erfahrungsbericht nach 6 Monaten
Verfasst: 09.12.2011, 12:36
von MartinH
Im Juni habe ich in Hamburg in einer Augenklinik meine Augen lasern lassen. Ich hatte bei beiden Augen Kurzsichtigkeit von etwa -7. Leider ist die Zeit nach der Behandlung nicht so verlaufen, wie gedacht. Ich habe noch eine Fehlsichtigkeit von -0,75, laut der letzten Kontrolle des behandelnden Augenarztes. Darüber hinaus hatte ich noch erheblich mit Starburst und Blendungen und Doppelbildern zu kämpfen. Das ist zwar mittlerweile besser geworden, aber ich kann euch sagen, dass das monatelang wirklich ein Stress war. Mit den Nachkontrollen der Klinik bin ich überhaupt nicht zufrieden, obwohl ich immerhin einen Preis von 4500,- € bezahlt habe, geht dort keiner auf meine Schilderungen der Nebenwirkungen ein. Man sagt dort "alles Bestens!" (keine Entzündungen, oder komplikationen in der Heilung!) Leider macht mir besonders mein linkes Auge zu schaffen. Insbesondere merke ich da, dass es beim Blickwechsel einige (kurze) Zeit dauert, bis ich wieder gut sehe. Mit dem Tropfen der Augen habe ich auch so meine Probleme. Ich verwende "Hylo-Vision" und stelle fest, dass ich am Besten sehe, 2-3 Stunden nachdem ich die Augen getropft habe. Hat jemand Erfahrungen mit der Unverträglichkeit von solchen Mitteln? Würde gerne mal was anderes probieren.
Mittlerweile bin ich so weit, dass ich mich an einen anderen Arzt wenden möchte, um mir eine zweite Meinung einzuholen. Als ich im Forum gestöbert habe, fiel mir ein Beitrag auf, bei dem die Symptome einer Dezentrierung geschildert wurden. Das hat sich so angehört wie bei mir. Hat jemand einen Tip für einen Spezialisten, der eine solche fundierte Untersuchung macht? Und eine ungefähre Ahnung was das kostet? Ich habe leider das Vertrauen zum behandelnden Arzt verloren. Danke!
Re: Erfahrungsbericht nach 6 Monaten
Verfasst: 09.12.2011, 13:08
von molle81
hattest du lasik??
wurde bei dir eine zukleine zone gelasert bzgl evtl. grosser pupille??
Re: Erfahrungsbericht nach 6 Monaten
Verfasst: 09.12.2011, 13:47
von Matthias01
Ich habe auch zu große Pupillen gehabt und deshalb ähnliche Effekte in der Dunkelheit. Es wird Zeit, dass es klare Regeln gibt (wie bei der Hornhautdicke), bis wann man eine OP machen darf: Für Pupillengröße und Tränenproduktion. Als OP Interessierter verlässt man sich doch voll und ganz auf die Ärzte. Ich habe nie in Betracht gezogen, dass die Ärzte nur 6mm der Pupille wirklich lasern können. Das ist ja wirklich fast vorsätzliche Schädigung, wenn man Leute mit größerer Pupille lasert. Bei mir steht nur im Belehrungsbogen, dass bei größerer Pupille die Wahrscheinlichkeit von Blendung erhöht ist. Wenn aber nur ein Teil gelasert wird, dann hat das doch nichts mit Blendung zu tun, sondern schlicht mit Unschärfe am Rand. Dann ist die Wahrscheinlichkeit nicht erhöht, sondern das ist eine zwangsläufige Folge. Ohne Brille hatte ich auch solche Starbusts und mit Brille kein bischen. Ist doch klar, wo der Effekt herkommt. Setze ich meine alte Brille auf, so sind die Starbusts auch weg. Leider ist die aber nun natürlich im Zentralbereich zu stark.
Erschreckend, dass auch Du nach sieben Monaten offensichtlich noch Tropfen nehmen musst. Das Trockenheitsproblem wird ja mal sowas von verharmlost.
Ich finde es schrecklich, dass die Standards in Deutschland nicht höher sind.
Re: Erfahrungsbericht nach 6 Monaten
Verfasst: 09.12.2011, 14:03
von Matthias01
Die sagen übrigens immer es sei alles bestens. Bei mir wurde auf eine erhebliche Überkorrektur nicht eingegangen. Hinsichtlich der trockenen Augen wurde mir gesagt, dass ich dann wohl schon vor der OP trockene Augen gehabt hätte (gut, dass man das vorher nicht getestet hatte!). Dies würde leider durch eine solche OP verstärkt und ich müsse damit rechnen, ein Leben lang zu tropfen. Anders die Aussage vor der OP: Besserung auf den Zustand vor dem Eingriff. Das ist eine so verlogene Welt. Da geht es um die große Kohle, das muss man im Blick haben. Die Ärzte haben den teuren Laser finanziert und erhebliche Personalkosten. Da kann man keine Leute wegschicken, die ein wenig trockene Augen oder eine etwas zu große Pupille haben.
Ähnlich zu den Blendungen. Meine große Pupille sei kein Problem, man mache dann eine maßgeschneiderte Lasik (alles kein Problem). Heute kann ich nur jeden Tag kotzen. Große Pupillen sind ein mega-Problem.
1. Restfehlsichtigkeit am Rand verbleibt.
2. Aberrationen höherer Ordnung, die durch eine Lasik verstärkt werden, fallen bei großer Pupille mehr ins Gewicht.
3. Am Rand des Flaps können sich kleine Falten bilden (bei mir auch, so unwesentlich, dass es nicht korrigiert wurde, aber bei weiter Pupille ist dann halt die Sicht nicht klar, weil man durch die Falten am Rand blickt.
Das alles erzählt einem nur niemand vorher. Es wird immer nur gesagt, unter 1% Komplikationen.
Lasst Euch nicht lasern, wenn Eure Pupillen größer sind als die optische Zone. Fragt nach der Größe Eurer Dunkelpupille und lasst Euch schriftlich geben, dass der ganze Bereich vom Laser abgedeckt wird.
Zu den Falten wurde bei der Nachuntersuchung nichts gesagt. Wurde aber in der Uniklinik festgestellt. Diese OP birgt so viele krasse Risiken, die keiner auf dem Schirm hat. Bei mir war vor der OP der Blick immer nur auf das Risiko Sehverlust/Flap-Komplikation gerichtet. Das Risiko ist mega gering. Dafür gibt es eine Menge Risiken, die schon fast keine Risiken sind, sondern teilweise zwangsläufige Folgen der OP.
Ich bin sicher, dass ich in keiner Statistik für Komplikationen beim Laserzentrum auftauchen werden. So kommt man dann auf Zufriedenheitswerte von 98%.
Für Lasik Komplikationen gab es vor zwei oder drei Tagen übrigens einen Beitrag im SWR: Prof. Neuhann aus München scheint ein Spezialist für Komplikationen zu sein.
Re: Erfahrungsbericht nach 6 Monaten
Verfasst: 09.12.2011, 14:15
von vogti2406
Hey Martin, wo bist Du in Hamburg gelasert worden? Ich wurde auch in Hamburg gelasert und bin zufrieden. Vielleicht kann ich Dir mein Chirurg empfehlen...
Probiere mal das Corneregel Edo (ohne Konservierungsstoffe)
Gruß Heike