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Lasikerfahrungsbericht vom 2.9.2011

Verfasst: 09.09.2011, 12:59
von Acazhia
Hallo zusammen,

erstmal an alle die hier ihre Erfahrungen weitergegeben haben ein herzliches Dankeschön. Das hat mir im Vorfeld sehr geholfen. Ich dachte ich revangiere mich und schreibe auch mal ein bischen.

Ich war bei CareVision Frankfurt, bin von Herrn Kauffman gelasert worden und es hat soweit gut geklappt. Mit Brille bin ich vor der OP auf 100% auf jedem Auge und auf 125% mit beiden gekommen. Am ersten Tag nach der OP hatte ich 100% auf jedem Auge und 125% mit beiden - ohne Brille!!! Jetzt, eine Woche später, ist es immer noch so. Es fühlt sich an wie ein Wunder und ich bin sehr zufrieden.

Ich werde jetzt die OP nicht ausführlich schildern, das haben andere schon gemacht.

Aber irgenwie habe ich nicht so viel über das was danach kommt gefunden, also wollte ich dazu ein bischen schreiben. Über den Informationszettel habe ich mich nämlich ziemlich geärgert.

Das vielleicht wichtigste - da steht unter der Überschrift: "Die ersten Stunden nach der Operation" der Satz: Nicht an und in den Augen reiben.
Dann gibts noch so eine kleine Klammer hinterher, die sagt, das bezieht sich auf bis zu zwei Wochen nach der Op.

Es gibt auch eine Überschrift für: ein bis zwei Wochen nach der OP und da steht es nicht drin. Wenn man also wie ich die OP schon eine Woche hinter sich hat und mal kurz nachsehen will was noch verboten ist bekommt man den falschen Eindruck.

Warum reite ich so drauf rum? Weil Dr Kaufman mir gesagt hat, dass Augen reiben so ungefährt das schlimmste ist was ich tun könnte. Es kann den Flap verschieben oder Falten bewirken und was ein falsch heilender Flap für Folgen hat, konnte ich hier im Komplikationsbereich ja auf drastische Weise nachlesen.
Er meinte das die meisten anderen Forderungen dazu dienen Situationen zu vermeiden in denen man die Augen reibt und idealerweise sollte ich es 6 Wochen nach der OP vermeiden (von wegen ein bis zwei)

Heute bei der Nachkontrolle hatte ich eine andere Ärztin, die mir mitteilt alles heilt perfect und solange ich daran denke, mir in den nächsten Wochen nicht an den Augen zu reiben, bestehen überhaupt keine Bedenken.

Ich bin froh, dass ich fitte Ärzte habe (ich neige nämlich sehr zum Augen reiben in allen möglichen Situationen), das Merkblatt hat mir die Situation nämlich alles andere als klar gemacht.

Ich muss jetzt zur Arbeit, werde später aber weiter schreiben.

Für jetzt Tschüss und viel Erfolg und Gottes Segen für alle die die OP noch vor sich haben oder die wie ich in der Ausheilphase sind.

Re: Lasikerfahrungsbericht vom 2.9.2011

Verfasst: 09.09.2011, 13:32
von Voki
schön, dass alles geklappt hat, halt uns auf dem laufenden!

Re: Lasikerfahrungsbericht vom 2.9.2011

Verfasst: 09.09.2011, 21:22
von Acazhia
Vielen lieben Dank, Voki :) Das werde ich tun. Aber erst mal werde ich noch ein paar von den Sachen erzählen die schon vorbei sind und meine Gedanken dazu.

Zunächst mal die Sonnenbrille. Man hat mir gesagt, dass ich für nach der OP eine normale Sonnenbrille brauche (weil meine Augen schon ohne Brille sehen können). Hab mir brav eine besorgt, und eine extra dunkle gewählt (weil ein paar Leute geschrieben haben, dass das Licht ihnen arg grell erschien.) Außerdem war sie meiner Gesichtsform angenähert so dass ich auch von den Seiten geschützt war. So in der Theorie eine gute Idee.

In der Praxis habe ich dann erst mal festgestellt, dass ich nicht zu den geblendten Leuten gehört habe, so dass die dunkle Tönung alles andere als eine Hilfe war. Dann haben meine Augen direkt nach der OP immer getränt, wenn ich versucht habe geradeauszublicken (war nach ein paar Stunden weg) und zusätzlich musste ich ja permanent tropfen. Alle Stunde drei verschiendene Tropfen, wobei man mindestens 10 Minuten Abstand je Tropfensorte halten muss - am Tag der OP sollte man sich nichts vornehmen, da ist man schon gut beschäftigt-.
Und was hatte all die Flüssigkeit zur Folge? Richtig. Die so schön dicht sitzende Brille war permanent beschlagen. Das erste Mal dass der Dunstschleier auftauchte hatte ich Angst um meine Augen, habe dann aber schnell gemerkt dass ich bloß die Brille absetzen und wischen musste.

Am nächsten Tag waren meine Augen wie gesagt schon so gut wie vorher mit Brille. Sie haben nur ein bischen geziept wenn es Zeit wurde die Tropfen wieder zu nehmen. Keine beschlagenen Gläser , aber da wir eher weniger Sonnenschein hatten war die dunkle Tönung doch lästig. Bei meiner ersten Nachuntersuchung hat mir Dr.Kauffmann gesagt, dass ich ruhig eine mit heller Tönung kaufen kann, da es nicht ums UV Licht, sondern darum geht die Augen vor Staub, Insekten etc. zu schützen.
Das habe ich auch getan. Nur kam es mir immer noch eigenartig vor die Sonnenbrille ständig zu tragen, auch Abends wenn es schon finster war.
Ich habe mich bei einer Kollegin ausgejammert und die fragte warum ich keine Modebrille kaufte. Ehrlich, ich wusste nicht dass es so was überhaupt gibt. Ich war erst bei H&M, habe meine Modebrille dann aber bei Claire's gefunden, da sie mehr Auswahl haben.
Nichtmal zehn Euro und ich habe meine Schutz-Brillengläser vor den Augen ohne dunkle Tönung. Geht prima!

Die Ärztin meinte heute, ich soll diese Modebrille noch mindestens eine Woche länger tragen. Was solls. Ich habe über 15 Jahre eine Brille tragen müssen, das fühlt sich nicht anders an, außer dass ich genauso gut sehe, wenn ich sie abnehme.

Ja und dann noch die Tropfen. Ich bin halt kein besonders guter Tröpfler. Ich denke daran liegt es, dass ich immer zwei Anläufe brauche bis das Ganze im Auge und nicht in den Wimpern landet.

In der ersten Nacht hatte ich keine Probleme, auch nicht in der zweiten, aber da ich meine Augen ja nicht waschen durfte, hatte ich dann in der dritten Nacht genug Gel in den Wimpern, dass sie Nachts meine Augen verklebt haben.
Ich weiß nicht ob ihr euch meine Panic vorstellen könnt als ich meine Augen morgens wortwörtlich nicht mehr aufbekommen habe.
Ich durfte ja nicht mal Reiben um nachzuhelfen.
Na ja mit etwas Geduld habe ich sie dann doch aufbekommen, das Gel vorsichtig aus den Wimpern gezupft und mein Ungeschick bei den Tropfen verflucht.

Als ich der Ärztin das heute erzählt habe meinte sie das sei nicht ungewöhnlich, ich solle die Augen mit einer Kochsalzlösung aus der Apotheke vorsichtig reinigen.

Alles in allem nichts weltbewegendes, aber wenn man erstmal nicht weiß was vorgeht doch beängstigend. Darum wollte ich es mal erzählen, damit ihr Bescheid wisst falls es einem
von euch auch so geht.

In 3 Wochen ist meine nächste Nachuntersuchung. Ich werde euch davon berichten, oder auch vorher, falls ich noch irgendwelche Erkenntnisse oder Erfahrungen mache.

Liebe Grüße an alle!

Re: Lasikerfahrungsbericht vom 2.9.2011

Verfasst: 13.09.2011, 10:03
von dbg
Hallo,

ich war ja auch bei Dr. Kauffmann in Ffm und muss sagen, dass ich mich wegen des Zettels gar nicht so verrückt gemacht habe.
Ich hatte zuvor hier im Forum etliches gelesen und entnommen, dass das Reiben so in etwa drei - vier Wochen "verboten" wäre.
Ich habe mich dann auch so ziemlich daran gehalten und nach etwa einem Monat vorsichtig begonnen, an den oberen und unteren Rändern der Augen zu reiben ... wenn es nötig war.
Heute - drei Monate nach der OP - reibe ich fast wieder normal, nur dass ich nicht mehr so direkt auf das Auge drücke wie zuvor.
Irgendwie war es für mich auch selbsterklärend, dass Reiben in der "akuten" Heilungsphase nicht dienlich sein KANN.

Weiterhin alles Gute und ebenfalls Gottes Segen !

Holger

Re: Lasikerfahrungsbericht vom 2.9.2011

Verfasst: 19.10.2011, 07:49
von Acazhia
Danke dgb :)

Tja, es ist ja jetzt alles über einen Monat her und soweit so gut. Die Phase der großen Trockenheit von der so viele berichten, hat bei mir noch nicht eingesetzt, aber ich tropfe fleißig weiter, wenn auch vermutlich nicht die 8-10 mal pro Tag, die wohl sinnvoll wären.

Ehrlich gesagt, wenn die Augen nicht anfangen zu ziepen, vergesse ich es leicht.

Die Monatsuntersuchung ist gut gelaufen. Immer noch auf beiden Augen einzeln 100% und auf beiden zusammen 125%.

Ich habe mich mal erkundigt (und aufgeschrieben) wie dick meine Hornhaut vorher und nachher gewesen ist. (Ich war übrigends schwer beeindruckt, wie viele von euch das behalten haben. Ich konnte mir nicht mal meine genaue Dioptrinzahl merken)

Vorher:
links 637 und rechts 633
Nachher:
links 586 und rechts 568

Wenn man von einem Durchschnitt von 550 Mikrometern ausgeht liege ich also immer noch drüber. Vielleicht ist das der Grund warum ich kaum Probleme hatte.

Das einzige Spannende, das ich im Augenblick noch beisteuern kann, ist ein Erlebnis aus Woche 3.

Ich habe zwei Kätzchen und eins hatte nichts besseres zu tun als mir den Schwanz ins Auge zu schlagen.
Ich konnte es noch rechtzeitig schließen, aber da sind Knochen drin und es hat dann auch entsprechend weh getan.

Ich habe das Auge dann noch mal untersuchen lassen aber 'keine Unregelmäßigkeiten feststellbar'
Gesehen habe ich auch normal, aber das Auge hat immer noch etwas wehgetan. Ich hab dann festgestellt, dass ich mir eine Schwellung auf dem Augenlied geholt hatte und das war es was weh getan hat.