Erfahrungsbericht Lasikland (Köln), Ablauf OP und Eindruck

positiver als auch negative persönliche Berichte vor / nach LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK...

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l-vizz
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Erfahrungsbericht Lasikland (Köln), Ablauf OP und Eindruck

Beitrag von l-vizz » 08.09.2011, 11:54

Hallo Leserschaft –

da dieser Bericht etwas länger wird, werde ich ihn in verschiedene Abschnitte unterteilen. So kann jeder nur lesen was ihn interessiert.

Vorgeschichte: Ich beschäftige mich nun seit ca. 8 Jahren mit einer Augen OP und hatte aus verschiedenen Gründen Sorge vor dem Eingriff. Zum einen musste ich mir immer eingestehen das es ein eingriff in ein gesundes Organ ist. Mehr oder minder eine Schönheits-OP von denen ich im Grunde nicht viel halte – mal abgesehen davon man ist Unfallopfer oder sonst etwas in der Art. Zum anderen sind es auch die, teilweise horrenden, Kosten gewesen. Bei einem Gespräch mit einem Freund erfuhr ich dann Anfang Juli 2011 das es eine Praxis in Köln gibt, welche die OP zu moderatem Preis bei guter medizinischer Leistung erfüllt. Da der Freund so begeistert vom Eingriff war entschied ich mich – immer noch mit gesunder Skepsis – für den Eingriff und vereinbarte einen Termin zur Voruntersuchung. Bei mir galt es eine Hornhautverkrümmung mit -3 Dioptrien beidseitig zu korrigieren.

Lasikland: Die Praxis liegt zentral im Köln (am Neumarkt). Sie ist sehr gut mit Bus und Bahn – aber auch mit dem Auto erreichbar. Die Praxis an sich ist etwas gewöhnungsbedürftig. Dies liegt vor allem daran, dass die Räumlichkeiten unpassend sind. Wenn man die Praxis betritt befindet man sich gleich in einem recht großen „Empfangsraum“ mit den Empfangsdamen und auch gleich den Wartestühlen. Dies ist aus mehreren Gründen nachteilig. Zum einen sitzt man gleich auf dem Präsentierteller, zum anderen ist es – wenn es denn voll ist (und das wird es an den OP Tagen) – sehr unruhig. Ständig werden Leute aufgerufen, es kommen neue herein, Leute kommen und gehen. Da eigentlich jeder mit Begleitung kommt wird es auch übermäßig voll und nicht jeder (so war es an meinem OP Tag) bekommt einen Sitzplatz. Am Samstag (wo ja auch OPs durchgeführt werden) kommen die Leute zur Nachuntersuchung (dazu später mehr) die am Tage zuvor operiert wurden. Diese sehen zum Teil nicht wirklich gut aus – eine Frau musste am Arm geführt werden und torkelte. Das macht den Patienten nicht gerade Mut denen die OP noch bevorsteht. Ich hatte es da zum Glück schon hinter mir.
Die Praxis ist durchweg 2-sprachig. Die Praxis wirbt im Netz damit eine Alternative zur OP-Reise in die Türkei zu sein. Das stimmt voll und ganz – nicht nur vom Preis – sondern auch von den Angestellten. Bis auf die Optikermeisterinnen waren alle türkischer bzw. orientalischer Abstammung. Ich meine das absolut nicht negativ sondern weise lediglich darauf hin, dass die Darstellung auf der Internetseite durchaus wörtlich zu nehmen ist. Auch der Chirurg führt einen Dr. (TR) im Titel. Ansonsten ist die Praxis sauber, macht einen ordentlichen – aber leider stellenweise chaotischen Eindruck (z.B. lagen die Schutzbrillen welche nach der OP getragen werden müssen einfach in einem Karton hinter der Empfangstheke (es sah aus wie beim 3D Kino in der Grabbelkiste). Solche Dinge fallen mir einfach auf – und das muss ja einfach nicht sein. Zu sagen ist, dass die Voruntersuchung Montag bis Donnerstag stattfinden kann. OPs werden allerdings nur Freitags und Samstags vorgenommen (es gibt nur einen Chirurg derzeit – nach einem zweiten wird wohl gesucht. Genannter Chirurg pendelt zwischen Frankfurt Main und Köln hin und her. In FFM gibt es eine zweite Lasikland Praxis). Allerdings kann man auch – wenn man möchte – Voruntersuchung und OP am selben Tag (also Freitag und Samstag) vornehmen lassen. Ich halte da nicht viel von, man möchte sich ja auch noch einmal Gedanken machen. Dies ist aber natürlich gut für Personen die von weiter her anreisen und natürlich auch irgendwo Geschmackssache. Die Nachuntersuchungen sind jeweils am Tag danach (also Samstags – und ja – auch Sonntags) und werden von einer der Optikermeisterinnen durchgeführt. Die zweite Nachuntersuchung ist 2 Wochen nach der OP, dann noch einmal 3 Monate danach und 1 Jahr danach. Lasikland übernimmt diese – bzw. auch jeder Augenarzt (bis auf den Folgetag – Lasikland empfiehlt es, dort auch wieder in die Praxis zu kommen und die Augen auf jeden Fall dort untersuchen zu lassen).

Kosten: Die OP kostet Grundsätzlich 1.400 Euro. 50 Euro müssen für die Voruntersuchung gezahlt werden – diese werden jedoch bei dem Eingriff angerechnet (folglich sind also noch 1.350 Euro zu zahlen). Nach der OP müssen 3 verschiedene Augentropfen gekauft werden. Hierfür fallen noch einmal 72 Euro an. Ich bin allerdings mit einem Mittel nicht ausgekommen und musst noch einmal nachkaufen (es ging hier um die künstlichen Tränen Artelac EDO). Diese sind im Internet recht günstig für 10 – 15 Euro als 60er Packungen erwerbbar.

Die Voruntersuchung: Ich wurde Ende Juli an einem Dienstag bei Lasikland empfangen. Die Praxis war völlig leer. Ich wurde am Empfang recht kühl (beinahe genervt) empfangen, auf einen Sitzplatz verwiesen und nach ca. 10 Minuten zur ersten Untersuchung gebeten. Hier musste ich lediglich in ein Gerät schauen. Das Bild im Gerät stellte sich abwechselnd scharf und wieder unscharf. Dann wurde mein Auge noch mit einer Flüssigkeit (ich nehme an es war gereinigtes Wasser) besprüht. Wieder durfte ich Platz nehmen. Nach einigen Minuten ging es zum zweiten Gerät. Hier wurde mit einer Art Laser (soweit ich das verstanden habe) die Hornhautdicke und Pupillengröße vermessen. Weiter ging es an ein drittes Gerät. Auch hier wurde lediglich optisch vermessen. Danach musste ich erneut warten (wenige Minuten) und sprach dann mit der Optikermeisterin. Diese sah sich die Augen noch einmal persönlich an und klärte mich über die OP auf. Risiken wurden zwar angeschnitten aber nicht wirklich direkt durch sie angetriggert. Ich konnte allerdings fragen stellen. Die Dame war recht freundlich und nahm sich m.E. auch Zeit. Allerdings merkte man schon das sie diese Erklärung wahrscheinlich 50x in der Woche ‚abfeuert’. Ich sollte einige Tage später einen Rückruf erhalten ob ich für die OP in Frage komme. Diese Entscheidung oblag dem Chirurg. Der Anruf erfolge noch am selben Tag und die OP kam in Frage. Ich vereinbarte einen Termin für Mitte August um 9 Uhr. Ich bekam noch gesagt, dass ich 2 Wochen vor der OP keine Kontaktlinsen tragen darf, ferner keine Blutverdünnenden Medikamente (Aspirin & Co.) – das bekommt man auch noch einmal auf einem Merkzettel.

Der Tag der OP: Ich erschien kurz vor 9 Uhr in der Praxis. 2 Leute waren bereits vor mir da. Ein junger Mann (er war der Erste) und eine junge Frau (folglich die Zweite). Jeder mit Begleitung (was ich auch stark anraten würde). Nach ca. 50 Minuten Wartezeit (es tat sich rein gar nichts) wurde der erste zur Untersuchung gebeten, weitere 30 Minuten später die zweite, weitere 30 Minuten später dann ich. Hier wird nur noch einmal geschaut, ob die Messwerte der Voruntersuchung noch einmal zu den aktuellen Ergebnissen passen. Das ist natürlich gut und wichtig. Die Praxis füllte sich immer weiter und weiter. Irgendwann bekam ich dann den Aufklärungsbogen und musste diesen Unterschreiben. Dies war das erste mal, dass ich die „Problematiken“ dieser OP schriftlich vor Augen geführt bekam. Und dies kurz vor der OP. Warum gab man mir diesen Bogen nicht am Tag der Voruntersuchung bzw. gleich morgens früh? Das kann ich Lasikland nur negativ ankreiden. Denn egal was ich bisher für OPs hatte – ich bekam immer den Aufklärungsbogen mit genügend Bedenkzeit. M.E. ist das doch recht erstaunlich. Nach weiteren 2 Stunden bekam ich dann eine Beruhigungstablette und Augentropfen. Nach weiteren 40 – 50 Minuten wurde ich dann zur OP gerufen. Bevor ich in gesondertem Abschnitt auf meine Erfahrungen bei der OP eingehe, möchte ich hier die negativen Dinge aus der Wartezeit berichten.
1. Die Abarbeitung der Patienten erfolge zwar der Reihe nach. Aber warum musste ich als dritter ca. 4 Stunden warten? Ich finde das unhaltbar – wenn auch ‚nur’ 1.400 Euro bezahlt werden ist es immer noch eine Privatleistung. Ich vereinbare nicht um 9 Uhr einen Termin um dann um 13 Uhr eine OP zu bekommen. Warum kommt es gleich morgens zu so einem enormen Verzug? Das konnte mir – auch nach Rückfrage – niemand beantworten. Ich erfuhr von meinem Freund und auch von anderen Patienten später das alle so lange warten mussten. Unnötig – meiner Meinung nach. Vor allem aus dem Grund, da die Vormittags gleich alle Patienten für 9 Uhr bestellen. Die zweite Traube mit Wartezeit bildet sich dann Nachmittags – da werden wiederum alle für die selbe Zeit bestellt.
2. Die Damen am Empfang beschränken sich auf das nötigste. Man bekommt zwar ein „Guten Tag“ und ein „Auf Wiedersehen“ – aber mehr ist da nicht zu erwarten. Die Praxis finanziert sich über die Masse (das steht auch im Internet auf deren Seite) – aber dafür muss die Freundlichkeit nicht auf der Strecke bleiben. Und das tut sie vollends – mehr dazu später. Freundlich waren eigentlich nur die Optikermeisterinnen, die Dame die Getränke anbot und der OP Helfer (ein muskulöser, sehr freundlicher, türkischstämmiger Mann).
3. Rückfragen (z.B. wie lange die Wartezeit noch andauert) werden unfreundlich geradezu genervt abgetan mit Worten wie „es dauert noch etwas!“.

Die OP: Man wird nach genannter Beruhigungstablette und den ersten Augentropfen in eine hygienische Schleuse – dem Zugang zum OP – geführt. Hier bekommt man eine Kopfbedeckung und die Schuhe werden mit OP-Stoff bedeckt. Hier sitzt man bei klassischer Musik mit einer weiteren Person (die vor einem operiert wird) und hört auch schon das ‚rattern’ des Lasers aus dem OP. Wer schon einmal eine Kernspin bekommen hat wird das klacken wieder erkennen – wenngleich die Kernspin lauter ist. Man bekommt noch einmal Augentropfen und wird dann nach ca. 15 Minuten in den OP geführt. Man nimmt auf einer Liege Platz. Zuerst wird einem ein Gummiring auf’s Auge gesetzt. Dieser verhindert das man zwinkern kann. Das einsetzen ist mit leichten Schmerzen verbunden. Dies war – zumindest für mich – das einzige mal, dass ich von Schmerzen sprechen kann während der OP. Dann wird man unter das erste Gerät gedreht. Bitte sehr mir hier nach, dass ich immer noch Laie bin und nur vermuten kann was passiert. Hier kommt m.E. die Femto Methode zum Tragen. Der Flap wird eingeschnitten. Vom Gefühl her ist das so als würde jemand den Daumen auf das geschlossene Augenlied legen und leicht drücken. Von Schmerzen kann ich hier nicht sprechen. Ist das erledigt wird man unter den Laser gedreht. Hier sieht man einen roten Punkt umrahmt von einem Lichtkreis. Der Chirurg fordert dazu auf den roten Punkt zu fixieren. Dann rattert der Laser los. Hin und wieder wurde ich erneut aufgefordert auf den roten Punkt zu schauen. Im Endeffekt kein Problem – allerdings wird das Auge ab und an durchgewaschen (hier hätte ich mir gewünscht das das kurz vorher angekündigt wird – denn dies ist unangenehm und so hätte ich mich etwas drauf einstellen können). Zwischenzeitlich sah ich den Punkt 4 mal bzw. völlig verwaschen. Nachdem ich den Punkt wieder fixierte bzw. fixieren konnte ging es weiter. Die eigentliche Laser Behandlung ist völlig schmerzfrei und man spürt gar nichts. Lediglich das ‚rattern’ des Lasers führt akustisch vor das sich etwas tut. Pro Auge schätze ich die Behandlungszeit bei mir auf ca. 4 Minuten. Der Chirurg plauderte zwischenzeitlich über eine defekte Kaffeemaschine. Das beruhigte mich, denn wenn etwas nicht „normal“ verlaufen wäre, hätte er sicher nicht über solche Dinge gesprochen. Das strahlte für mich die nötige Ruhe aus. Nach der OP wird man dann in ein weiteres Zimmer geleitet und der Chirurg schaut noch einmal ob der Flap richtig sitzt.
Man wird dann wieder an den Empfang geleitet (ja, da wo alle sitzen und gucken wie auf dem Präsentierteller). Man bekommt dann die Rezepte, die Schutzbrille und bekommt gesagt wann man wieder kommen soll (bei mir am Folgetag – wieder um 9 Uhr).

Direkte Folgen der OP: Nach der OP hatte ich starken Tränenfluss und ein Fremdkörper Gefühl. Alleine durch die Stadt zu irren (ich kenne mich da blendend aus) wäre keine Option gewesen. Eine Begleitung ist nicht nur anzuraten sondern m.E. zwingend erforderlich. Diese „Beschwerden“ hielten ca. 10 – 12 Stunden an. Ich empfehle es sich hinzulegen und die Augen zuzumachen sobald das möglich ist. Die Optikermeisterin riet mich keine Schmerztropfen für das Auge zu nehmen (das verlangsamt den Heilungsprozess) sondern eine Ibuprofen. Daran hielt ich mich – und das wirkte auch recht gut.

Die Nachuntersuchung: Ich war um kurz vor 9 Uhr zugegen. Vor dem Eingang unten auf der Straße standen ca. 15 Mann. Ich wunderte mich und fragte, ob denn noch niemand geklingelt hätte. Dies wurde bejaht – es würde aber keiner öffnen. Um 9:10 Uhr fasste ich mir ein Herz und rief bei Lasikland an. „Ob denn offen sei?“ fragte ich – „Ja, warum?“ – „Na, weil hier unten bestimmt 15 Leute stehen und rein wollen!“ – „Ach, dann wäre wohl die Türklingel kaputt!“. Ich war doch erneut recht erstaunt. Die bestellen alle für 9 Uhr (zumindest die Vormittags operiert wurden) und gucken dann nicht mal aus dem Fenster wenn 15 Minuten später noch kein Mensch da ist? Verwunderlich und meines Erachtens geradezu peinlich. Wie durch einen Zufall war ich wieder als dritter oben am Empfang. Ich wusste – heute wird es nicht so lange dauern. Doch weit gefehlt. Die Leute wurden zwar nach und nach aufgerufen (mit 10 Minuten Versatz) – aber ich war nach 60 Minuten immer noch nicht dran. Ich fand’ das nicht so schlimm – denn ich unterhielt mich prächtig mit anderen operierten die mir von Ihren Problemen und Sorgen berichteten. Man tauschte sich aus. Nach weiteren 20 Minuten ging ich dann doch mal zum Empfang und fragte wann ich denn nun dran sei. Alle Leute die mit mir kamen wären schon durch. Hier kam jetzt die nächste „Schote“. „Es geht der Reihe nach! Bitte setzen Sie sich!“. Ich sagte der Empfangsdame (die mir schon mehrmals negativ untergekommen war), dass das nicht stimmen würde. Die 3 vor mir wären schon lange durch – und selbst Leute die kamen als ich schon lange saß wären schon wieder weg. Sie sah’ das völlig anders. Und so setzte ich mich wieder. Als dann auch meine beiden Unterhaltungspartner aufgerufen wurden – die deutlich nach mir kamen – hatte ich die Nase voll. Die Dame mit der ich mich bereits lange unterhielt war so nett zu „bezeugen“ das sie deutlich nach mir kam jetzt aber vorher dran sein sollte. Das stimmte besagte Angestellte nun endlich um und ich kam nach ca. 2 Stunden endlich zu meinem Recht. Hier gelange ich zu dem einzigen Punkte der einfach gar nicht geht – Diskussion mit einem Kunden (Patienten) über eine Angelegenheit die schlicht und ergreifend sonnenklar ist! Die Nachuntersuchung gestaltete sich als harmlos. Die Optikermeisterin sah sich meine Augen an und kontrollierte erneut den Flap und evtl. Probleme. Ich musste ein paar Reihen vorlesen. Mein linkes Auge war etwas schlechter als das rechte Auge. Dies sei aber auch völlig normal, da nicht beide gleich schnell abheilen würden. Klingt plausibel – und ist es auch – jetzt 4 Wochen nach der OP.

Nachwirkungen bis jetzt: Bisher habe ich immer noch recht trockene Augen. Ich tropfe bis zu 10x täglich und hoffe, dass das auf absehbare Zeit nachlässt. Leider gibt es viele Meldungen über Personen die damit permanent zu tun haben und wo dieses Problem nicht mehr abklingt.
Weiterhin habe ich die ebenfalls bekannten „Starbusts“. Dies äußert sich in ‚ausgefranzten“ Lichtkegeln wie bspw. bei Autoscheinwerfern oder hellen LED Lichtern (bspw. an Decken in Kaufhäusern etc.). Ich gehe aber davon aus, dass sich das noch bessern wird (es ist m.E. schon etwas besser geworden). Ich werde nun aber unabhängig von Lasikland einen weiteren Augenarzt über meine Augen schauen lassen um mir absolut sicher zu sein das auch alles okay ist.

Fazit zur OP und zu Lasikland: Die OP verlief gut. Der Arzt strahlt die nötige Ruhe aus. Die Kontrolle bzw. Voruntersuchung durch die Fachleute (Optikermeisterinnen) verlief gut und freundlich. Der Service drumherum ist eher schlecht zu bewerten. Trotz des vergleichsweise günstigen Preises muss m.E. nicht die Freundlichkeit leiden. Letztlich hatte ich ca. 1 Woche nach der OP einen Brief an Lasikland geschrieben mit den positiven und negativen Erfahrungen. Dieser wurde bis heute nicht beantwortet. Auch das finde ich, ca. einen Monat nach der OP eher schade bzw. ärgerlich. Auch meine bisher 3-malige Frage nach einer Rechnung (ich habe bisher nur eine handgeschriebene Quittung für die OP) blieb unbeantwortet – bzw. ich habe immer noch keine Rechnung erhalten.
Merksatz: Medizinisch hui – Service pfui!

Sparfuchs
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Re: Erfahrungsbericht Lasikland (Köln), Ablauf OP und Eindruck

Beitrag von Sparfuchs » 08.09.2011, 12:36

!!!!!!Super Bericht!!!!!

Was hast du aktuell für eine Sehleistung? Ich habe jetzt schon ganz leichte Starbursts bei Dunkelheit im Straßenverkehr (bin noch nicht gelasert). War das bei dir auch so, bin jetzt schon etwas sensibler mit meinen Augen, bevor ich mich mit dem Thema befasst habe ist mir das nie aufgefallen.

Aber echt ein riesen Dankeschön für diesen authentischen Bericht, es spiegelt fast 1 zu 1 die Erfahrungen meines Arbeitskollegen wieder.

l-vizz
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Re: Erfahrungsbericht Lasikland (Köln), Ablauf OP und Eindruck

Beitrag von l-vizz » 08.09.2011, 13:41

Danke :-) Freut mich wenn ich damit jemand die Entscheidung (egal ob dafür oder dagegen) abnehmen kann.

Ich kann zu meiner Sehleistung leider nur sagen das es besser geworden ist. Ich habe die genauen Werte noch nicht feststellen lassen. Mein linkes Auge hatte bei der Nachuntersuchung nur 70% (das war ja das schlechtere wie in meinem Bericht geschrieben) - das Rechte hatte einen Tag danach schon fast 100 Prozent.

aista
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Re: Erfahrungsbericht Lasikland (Köln), Ablauf OP und Eindruck

Beitrag von aista » 08.09.2011, 15:49

Hallo I-vizz,

danke für deinen ausführlichen Bericht.

Ich habe morgen dort meinen OP-Termin und werde danach auch berichten können wie es dort so abgelaufen ist.

Ich war an einem Samstag dort zur Voruntersuchung.

Deine negativen Eindrücke bzgl. unfreundlicher Mitarbeiterinnen, Patientenansturm etc. kann ich überhaupt nicht bestätigen.
Ich hatte, wie gesagt an einem Samstag, um 9.00 Uhr morgens einen Termin und war angenehm überrascht. Ich fand die Atmosphäre dort sehr angenehm und überhaupt nicht aufdringlich. Die Praxis war super sauber und es ging dort sehr ruhig und gediegen zu, keine Spur von Hektik.
Wenn ich mal zu meinem Hausarzt gehe, ist dort immer das Wartezimmer sowie der Wartebereich im Flur extrem voll besetzt, so dass man erst mal ne Weile im Stehen verbringen muss bis die erste Flut von Patienten weg ist. Und hier war es überhaupt nicht so.
Ok, vielleicht hatte ich an dem Tag Glück und es war verhältnismässig wenig los, kann ich ja aber auch noch nicht anders beurteilen, ich war ja erst 1 x dort.

Die Augenoptikermeisterin hat mir alles ganz klar und deutlich erklärt, auch die Risiken und mögliche Komplikationen. Ohne irgendetwas zu beschönigen! Ok, ich hatte mich ja auch vorher informiert und habe bei den Sachen die mir nicht klar waren nachgefragt und auch dies wurde ausführlich erklärt.
Auch der Arzt selbst hat mir die Untersuchung die er gemacht hat, erklärt und mir immer wieder gesagt das ich ruhig Fragen stellen drüfte wenn irgendetwas unklar wäre. Also ich kam mir gar nicht abgestempelt oder á la Massenabfertigung vor. Auch als mir gesagt wurde das die OP an dem Tag nicht durchgeführt werden konnte, wegen meiner Hornhaut kam der Arzt sogar nochmal selbst und hat mir alles nochmal erklärt. Ich fand das super nett!

Und wegen der Freundlichkeit der Mitarbeiterinnen.... da war eine Einzige, die nicht ganz so freundlich war (jeder hat mal nen schlechten Tag) - aber alle anderen waren sehr nett und freundlich. Ich muss mich da immer an einen alten Spruch meiner Oma erinnern: "Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus!" Und das ist nunmal so, wenn ich genervt die Arzthelferinnen anraunze, dann brauche ich mich nicht zu wundern wenn ich ne patzige Antwort zurück bekomme.

Jeder sieht das halt ein bissl anders, wenn er zum Arzt geht. Es gibt welche die möchten quasi mit dem Hintern hinten rum gehoben werden und den anderen ist das drumherum nicht so wichtig, Hauptsache sie werden vom Arzt fachlich kompetent informiert und behandelt.

Ich werde morgen mal alles auf mich zukommen lassen und ganz entspannt und unvoreingenommen dorthin gehen. Mal sehen was passiert.

:)

l-vizz
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Registriert: 07.09.2011, 16:36

Re: Erfahrungsbericht Lasikland (Köln), Ablauf OP und Eindruck

Beitrag von l-vizz » 08.09.2011, 16:05

Liebe(r) Aista: Danke für die Antwort. "Wie man in den Wald ruft, so schallt es hinaus" ist sicher ein guter, lehrreicher Spruch der zeitlos ist und immer viel Wahrheit innehat. Ich habe mich jedoch freundlich, normal und akkurat verhalten. Wäre ich schon mies gelaunt da hereingegangen, wäre das etwas anderes gewesen. Doch nach 3 Stunden Wartezeit zu fragen und sich dann auch "artig" wieder hinzusetzen ist, denke ich, völlig angebracht.

So wie ich das lese warst Du ja in der Hochsaison der Sommerferien dort (so verstehe ich das). Vielleicht hast Du da Glück.
Ich habe in einem anderem Forum eben mit einer Dame gesprochen die mir schilderte sie wäre im Zugang zur OP mit falschem Namen angesprochen worden und die hätten sogar innerhalb der OP den falschen Bogen gehabt! Das ist natürlich auch ein starkes Stück.
Ich will dich keinesfalls verunsichern und glaube auch, dass der "Laden" dort funktioniert (medizinisch wie jeder andere auch). Allerdings fand' ich eingangs erwähnten Spruch von Dir schon etwas gewagt.
Schau noch einmal auf der Homepage nach - die finanzieren sich über die "Masse". Und die "Masse" muss eben bewältigt werden. Ich bin gespannt wie der Tag für Dich laufen wird und drücke die Daumen, dass das optimal für Dich laufen wird. Hierbei sind Wartezeit & Co ja noch egal - wenn der Rest denn passt.

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