~ PRK | Lasek - CareVision Köln ~
Verfasst: 11.04.2011, 12:22
Ich hatte eine PRK Lasek-Behandlung am 02.04. bei Care Vision in Köln.
Ursprünglich war eine Lasik für mich vorgesehen, bei den Voruntersuchungen am Abend sagte der Arzt (Dr.Schimkat) dann aber plötzlich, dass meine Hornhaut zu dünn sei - falls das Ergebnis bei einer Lasik nicht so gut sein sollte würde man danach nicht mehr nachlasern können, da die verbleibenede Hornhaut einfach zu dünn sein würde - was mir wohl auch im Alltag Probleme bereiten könnte.
(Je höher die Dioptrien sind, desto mehr Hornhaut muss weggelasert werden)
Er sagte auch, dass eine PRK eigentlich die bessere Methode sei - erfolgsversprechender und vor Allem für das Auge schonender und mit weniger Infektionsgefahr. Da kein Flap gebildet wird (der im übrigen nie mehr anwächst), kann später auch nie etwas im Auge verrutschen, es kann sich kein Dreck/Staub/Keime unter dem Flap festsetzen, etc. Dennoch entscheiden sich die meisten Menschen aufgrund des schnellen Erfolges eher für eine Lasik-Operation.
Ich habe dann lange hin- und herüberlegt, weil Dr.Schimkat mir sagte, dass eine PRK schmerzhafter und vor Allem langwieriger (6-8 Wochen standen im Raum) ist. Beispielsweise würde ich einige Tage Hilfe benötigen (weil ich ein 18 Monate altes Kind habe, was ich unter den Umständen nicht betreuuen könnte).
Mein Liebster und ich haben dennoch entschieden, dass ich es machen würde, da ich jetzt während der Elternzeit eher für einige Zeit 'ausfallen' kann, als zu einer Zeit, in der ich wieder imn Berufsleben bin.
(Was ich jetzt nach der OP nicht mehr als Hinderniss sehen würde)
Am nächsten Morgen hatte ich also den OP-Termin
- man bekommt OP-Kleidung an
- Patientendaten werden verglichen
- man bekommt betäubende Augentropfen (die Sicht verändert sich dadurch nicht)
- OP wird vorbereitet
- man bekommt erneut betäubende Augentropfen
- man wird auf den OP-Tisch gelegt
- erneut betäubende Augentropfen
- Schwämmchen mit Alkohol für 30 Sekunden aufs Auge (wird runtergezählt)
- los!
Ich habe in jede Hand einen Streßball bekommen, mit denen ich rumspielen und die ich drücken konnte.
Der Arzt schabt bei der PRK die oberste Schicht mit einem Minischaber ab - man sieht, dass sich etwas bewegt (hell-dunkel-hell-dunkel), aber nicht was genau passiert. Dafür habe ich zu schlecht gesehen vorher (5%) und es ist auch einfach zu nah am Auge. Dann wird gelasert. Der Laser ist sehr sehr hell, aus roten gestreuten und einem starren grünen Punkt, den man fixieren soll. Es riecht ein bißchen nach verbrannten Haaren, es wird die letzten paar Sekunden runtergezählt, eine Kontaktlinse wird eingesetzt und schon ist es auch wieder vorbei und die selbe Prozedur beginnt mit dem zweiten Auge.
Insgesamt ist es etwas unangenehm (für mich persönlich vor Allem der helle Laser), aber mit OP-Vorbereitung und Erinnerungsphoto danach war ich insgesamt 25 Minuten im OP.
Nach der Operation sollte ich mich aufsetzen und die Uhr im OP ablesen. Ging prima.
Allerdings haben meine Augen sich extrem schwer angefühlt und ich hatte das gefühl sie nicht wirklich aufhalten zu können.
Schon ganz kurz darauf fingen meine Augen extrem an zu brennen.
Ich wurde in einen Abgeunkelten Raum gesetzt um mich zu 'erholen', 5 Minuten später kamen dann Mann und Söhnchen zu mir.
Wie lange ich in diesem Raum saß weiß ich leider nicht genau - ich konnte auf keine Uhr sehen.
Die Schmerzen fand ich annähernd unerträglich und fragte auch nach einem Schmerzmittel, welches ich aber nicht bekam.
Dr. Schimkat kam mich irgendwann holen (netter Weise half er mir nicht den Weg in sein Arztzimmer zu finden obwohl ich ihm sagte, dass ich meine Augen nicht öffnen kann) um sich meine Augen anzusehen. Er sagte, es sei alles in Ordnung und ich könne nach Hause.
Den Weg zum Auto habe ich dann blind hinter mich gebracht, mein Mann hat mich geführt und ich habe die Augen nicht aufgemacht.
Auch zu Hause bin ich sofort ins abgedunkelte Schlafzimmer und habe da einfach bloß gelegen und gehofft, dass die Schmerzen enden.
Meine Lieben haben in der Zeit die Apotheken abgeklappert um mir das verschriebene Schmerzmittel Valoron zu besorgen - 4 Apotheken hatten es nicht, oder 'durften es nicht rausgeben', so dass wir erst eine Oma als Babysitter herbestellen mussten, damit mein Mann weitere Apotheken abklappern konnte.
Ca. 4 Stunden nach der OP hatte ich dann endlich das Schmerzmittel, was auch relativ schnell gewirkt hat.
Die Augen konnte ich dennoch nicht öffnen.
Die Lider fühlten sich an, als wären sie Tonnenschwer und wenn ich die Augen ein paar Sekunden auf bekam, sah ich so verschwommen, dass mir direkt schwindelig wurde und ich mich übergeben musste (was wohl auch von dem Valoron kam).
-- Also hörte ich dem Fernsehprogramm (das Licht des Fernseher störte mich gar nicht) und Hörspielen von meinem Sohnemann zu und öffnete die Augen nur zum tropfen, schlief viel. (Man muss stündlich 3 verschiedene Augentropfen nehmen)
Der Tag nach der OP (Sonntag) war nicht viel anders, mit Schmerzmittel kein Problem, alles Ess- und Trinkbare kam allerdings sofort wieder aus mir raus, und die Augen konnte ich nicht lange geöffnet halten. (ein bißchen länger als den Tag zuvor)
tropfen musste ich ab heute nur noch 4x am Tag.
Am Montag war es wieder ähnlich, die Augen blieben ca. 1,5 Minuten offen, fielen dann aber von allein zu - Schmerzmittel nahm ich schon deutlich weniger (wahrscheinlich hätte ich es nicht mehr gebraucht, aber aus Angst vor dem Schmerz habe ich es genommen).
Dienstag morgen stand ich auf, tropfte meine Augentropfen in die Augen und konnte die Augen plötzlich geöffnet halten. Ich sah zwar noch recht milchig, aber meine Augen waren nicht mehr schwer und auch ohne Schmerzmittel hatte ich kein Brennen, kein Fremdkörpergefühl, kein Jucken.
Dennoch schlief ich noch recht viel und sah auch nicht besonders gut, so dass ich mit der Kinderbetreuung noch Hilfe brauchte.
Mittwoch war es dann noch besser als Dienstag, ich saah sehr gut (so wie vorher, wenn die Kontaktlinsen ein wenig trocken geworden waren) - konnte auch in der Ferne wieder Dinge scharf sehen, lesen, etc.
Mein Mann bleib Vormittags noch zu Hause, ab Mittags war ich dann aber schon wieder allein mit unserem Kleinen. Kein Problem.
Donnerstag früh wachte ich auf und hatte das erste Mal diesen Moment, von dem ich seit Jahren geträumt hatte - ich öffnete die Augen und SAH! Ganz normal!
Wir fuhren zur Nachuntersuchung zu Care Vision.
Meine Augen wurden genau angeschaut, auf Risse und Wunden untersucht. Dann durfte ich die nach der OP eingesetzten Schutzlinsen entnehmen (selber, da ich früher Kontaktlinsenträgerin war) und es wurde ein Sehtest gemacht.
Laut CareVision hatte ich auf beiden Augen bereits jeweils 70% Sehvermögen, insgesamt 90%, d.h. so gut wie vorher mit Sehhilfe. ich dürfte auch schon wieder Autofahren.
Nach dem Entnehmen der Linsen hatte ich plötzlich ein Fremdkörpergefühl im Auge, was aber mit HyloGel Tropfen ganz gut in den Griff zu kriegen war/ist.
Nach ca. 1 Stunde war dieses Gefühl dann auch schon weg. zwar habe ich nach der Entnahme der Linsen wieder ein bißchen verschwommener gesehen, aber auch das hat sich im Laufe des Tasges reguliert.
Sobald ich merke, es wird etwas undeutlicher tropfe ich HyloGel und es wird schnell wieder besser.
Montag (9 Tage nach der OP) ist alles wunderbar, die Augen sind nicht mehr trocken, sie sind morgens nicht mehr verklebt (gestern und heute) und ich sehe direkt nach dem Aufstehen so, wie früher ohne Brille.. ich kann es selber noch kaum glauben und muss mich erst Mal umgewöhnen, dass mein Abendritual 'Linsen ausziehen' jetzt wegfällt ... komisches Gefühl
Allerdings bin ich mit der Tropfenbehandlung etwas unzufrieden - nach der Entnahme der Linsen ändert sich auch der Tropfplan, man setzt 2 Tropfenarten (Difen-Stulln & Floxal EDO) ab und beginnt mit einer anderen Tropfenart (Dexa EDO). Das bedeuetet aber auch, dass ich von Difen-Stulln und Floxal EDO über 50% der Tropfenfläschchen die ich habe, wegwerfen kann -- ein bißchen viel, wenn man über 100€ dafür zahlt.
HyloLasop/HyloGel, welches man 12 Wochen(!!) mindestens 10x am Tag nehmen soll (am Donnerstag war bei mir die zweite Flasche leer) ist nur 2x in dem Medikamentenpaket dabei, danach muss man es sich selber kaufen in der Apotheke (10ml Flasche = 15€). Etwas happig. Dann sollten sie weniger von den Tropfen die man eh bald absetzen muss hineintun, und mehr von dem, was man wirklich braucht.
(wenn man weiterhin 2,5 Fläschchen pro Woche braucht kommt man nämlich locker auf 420€ für HyloGel, die vorher nie erwähnt werden)
Auch, dass das Medikamentenpaket bei der PRK teurer ist (104€) als bei der Lasik (88€) wurde mir erst nach der Operation mitgeteilt.
Alles kein Weltuntergang, aber es wäre nett gewesen, darüber vorher zu informieren.
Fazit: Wenn vielleicht die Begleitperson schon das Rezept für die Schmerzmittel während der Wartezeit bekommt, (darf eh nicht mit in den OP | trotz Termin um 1100h wurde ich erst um 1315h operiert) und holen kann (Apotheke 3 Minuten zu Fuß), wäre es deutlich erträglicher und wunderbar.
Auch die Tage bis man richtig sehen kann, finde ich vertretbar und auch noch Arbeitnehmerfreundlich - bisher bin ich begeistert und würde es immer wieder machen - auch oder gerade mit PRK!
Nebenbei habe ich 2kg abgenommen und ich werde dieses Jahr durch die Augentropfen keinen Heuschnupfen bekommen - prima!
PS:Heuschnupfenpatienten oder Frauen mit Kinderwunsch sollten generell über eine PRk nachdenken, da sich bei der vielen Gereiztheit der Augen mit Flap eher Probleme ergeben - und in einer Schwangerschaft die Augenveränderungen mit PRK stabil bleiben, während sich der Flap verschieben kann.
Ursprünglich war eine Lasik für mich vorgesehen, bei den Voruntersuchungen am Abend sagte der Arzt (Dr.Schimkat) dann aber plötzlich, dass meine Hornhaut zu dünn sei - falls das Ergebnis bei einer Lasik nicht so gut sein sollte würde man danach nicht mehr nachlasern können, da die verbleibenede Hornhaut einfach zu dünn sein würde - was mir wohl auch im Alltag Probleme bereiten könnte.
(Je höher die Dioptrien sind, desto mehr Hornhaut muss weggelasert werden)
Er sagte auch, dass eine PRK eigentlich die bessere Methode sei - erfolgsversprechender und vor Allem für das Auge schonender und mit weniger Infektionsgefahr. Da kein Flap gebildet wird (der im übrigen nie mehr anwächst), kann später auch nie etwas im Auge verrutschen, es kann sich kein Dreck/Staub/Keime unter dem Flap festsetzen, etc. Dennoch entscheiden sich die meisten Menschen aufgrund des schnellen Erfolges eher für eine Lasik-Operation.
Ich habe dann lange hin- und herüberlegt, weil Dr.Schimkat mir sagte, dass eine PRK schmerzhafter und vor Allem langwieriger (6-8 Wochen standen im Raum) ist. Beispielsweise würde ich einige Tage Hilfe benötigen (weil ich ein 18 Monate altes Kind habe, was ich unter den Umständen nicht betreuuen könnte).
Mein Liebster und ich haben dennoch entschieden, dass ich es machen würde, da ich jetzt während der Elternzeit eher für einige Zeit 'ausfallen' kann, als zu einer Zeit, in der ich wieder imn Berufsleben bin.
(Was ich jetzt nach der OP nicht mehr als Hinderniss sehen würde)
Am nächsten Morgen hatte ich also den OP-Termin
- man bekommt OP-Kleidung an
- Patientendaten werden verglichen
- man bekommt betäubende Augentropfen (die Sicht verändert sich dadurch nicht)
- OP wird vorbereitet
- man bekommt erneut betäubende Augentropfen
- man wird auf den OP-Tisch gelegt
- erneut betäubende Augentropfen
- Schwämmchen mit Alkohol für 30 Sekunden aufs Auge (wird runtergezählt)
- los!
Ich habe in jede Hand einen Streßball bekommen, mit denen ich rumspielen und die ich drücken konnte.
Der Arzt schabt bei der PRK die oberste Schicht mit einem Minischaber ab - man sieht, dass sich etwas bewegt (hell-dunkel-hell-dunkel), aber nicht was genau passiert. Dafür habe ich zu schlecht gesehen vorher (5%) und es ist auch einfach zu nah am Auge. Dann wird gelasert. Der Laser ist sehr sehr hell, aus roten gestreuten und einem starren grünen Punkt, den man fixieren soll. Es riecht ein bißchen nach verbrannten Haaren, es wird die letzten paar Sekunden runtergezählt, eine Kontaktlinse wird eingesetzt und schon ist es auch wieder vorbei und die selbe Prozedur beginnt mit dem zweiten Auge.
Insgesamt ist es etwas unangenehm (für mich persönlich vor Allem der helle Laser), aber mit OP-Vorbereitung und Erinnerungsphoto danach war ich insgesamt 25 Minuten im OP.
Nach der Operation sollte ich mich aufsetzen und die Uhr im OP ablesen. Ging prima.
Allerdings haben meine Augen sich extrem schwer angefühlt und ich hatte das gefühl sie nicht wirklich aufhalten zu können.
Schon ganz kurz darauf fingen meine Augen extrem an zu brennen.
Ich wurde in einen Abgeunkelten Raum gesetzt um mich zu 'erholen', 5 Minuten später kamen dann Mann und Söhnchen zu mir.
Wie lange ich in diesem Raum saß weiß ich leider nicht genau - ich konnte auf keine Uhr sehen.
Die Schmerzen fand ich annähernd unerträglich und fragte auch nach einem Schmerzmittel, welches ich aber nicht bekam.
Dr. Schimkat kam mich irgendwann holen (netter Weise half er mir nicht den Weg in sein Arztzimmer zu finden obwohl ich ihm sagte, dass ich meine Augen nicht öffnen kann) um sich meine Augen anzusehen. Er sagte, es sei alles in Ordnung und ich könne nach Hause.
Den Weg zum Auto habe ich dann blind hinter mich gebracht, mein Mann hat mich geführt und ich habe die Augen nicht aufgemacht.
Auch zu Hause bin ich sofort ins abgedunkelte Schlafzimmer und habe da einfach bloß gelegen und gehofft, dass die Schmerzen enden.
Meine Lieben haben in der Zeit die Apotheken abgeklappert um mir das verschriebene Schmerzmittel Valoron zu besorgen - 4 Apotheken hatten es nicht, oder 'durften es nicht rausgeben', so dass wir erst eine Oma als Babysitter herbestellen mussten, damit mein Mann weitere Apotheken abklappern konnte.
Ca. 4 Stunden nach der OP hatte ich dann endlich das Schmerzmittel, was auch relativ schnell gewirkt hat.
Die Augen konnte ich dennoch nicht öffnen.
Die Lider fühlten sich an, als wären sie Tonnenschwer und wenn ich die Augen ein paar Sekunden auf bekam, sah ich so verschwommen, dass mir direkt schwindelig wurde und ich mich übergeben musste (was wohl auch von dem Valoron kam).
-- Also hörte ich dem Fernsehprogramm (das Licht des Fernseher störte mich gar nicht) und Hörspielen von meinem Sohnemann zu und öffnete die Augen nur zum tropfen, schlief viel. (Man muss stündlich 3 verschiedene Augentropfen nehmen)
Der Tag nach der OP (Sonntag) war nicht viel anders, mit Schmerzmittel kein Problem, alles Ess- und Trinkbare kam allerdings sofort wieder aus mir raus, und die Augen konnte ich nicht lange geöffnet halten. (ein bißchen länger als den Tag zuvor)
tropfen musste ich ab heute nur noch 4x am Tag.
Am Montag war es wieder ähnlich, die Augen blieben ca. 1,5 Minuten offen, fielen dann aber von allein zu - Schmerzmittel nahm ich schon deutlich weniger (wahrscheinlich hätte ich es nicht mehr gebraucht, aber aus Angst vor dem Schmerz habe ich es genommen).
Dienstag morgen stand ich auf, tropfte meine Augentropfen in die Augen und konnte die Augen plötzlich geöffnet halten. Ich sah zwar noch recht milchig, aber meine Augen waren nicht mehr schwer und auch ohne Schmerzmittel hatte ich kein Brennen, kein Fremdkörpergefühl, kein Jucken.
Dennoch schlief ich noch recht viel und sah auch nicht besonders gut, so dass ich mit der Kinderbetreuung noch Hilfe brauchte.
Mittwoch war es dann noch besser als Dienstag, ich saah sehr gut (so wie vorher, wenn die Kontaktlinsen ein wenig trocken geworden waren) - konnte auch in der Ferne wieder Dinge scharf sehen, lesen, etc.
Mein Mann bleib Vormittags noch zu Hause, ab Mittags war ich dann aber schon wieder allein mit unserem Kleinen. Kein Problem.
Donnerstag früh wachte ich auf und hatte das erste Mal diesen Moment, von dem ich seit Jahren geträumt hatte - ich öffnete die Augen und SAH! Ganz normal!
Wir fuhren zur Nachuntersuchung zu Care Vision.
Meine Augen wurden genau angeschaut, auf Risse und Wunden untersucht. Dann durfte ich die nach der OP eingesetzten Schutzlinsen entnehmen (selber, da ich früher Kontaktlinsenträgerin war) und es wurde ein Sehtest gemacht.
Laut CareVision hatte ich auf beiden Augen bereits jeweils 70% Sehvermögen, insgesamt 90%, d.h. so gut wie vorher mit Sehhilfe. ich dürfte auch schon wieder Autofahren.
Nach dem Entnehmen der Linsen hatte ich plötzlich ein Fremdkörpergefühl im Auge, was aber mit HyloGel Tropfen ganz gut in den Griff zu kriegen war/ist.
Nach ca. 1 Stunde war dieses Gefühl dann auch schon weg. zwar habe ich nach der Entnahme der Linsen wieder ein bißchen verschwommener gesehen, aber auch das hat sich im Laufe des Tasges reguliert.
Sobald ich merke, es wird etwas undeutlicher tropfe ich HyloGel und es wird schnell wieder besser.
Montag (9 Tage nach der OP) ist alles wunderbar, die Augen sind nicht mehr trocken, sie sind morgens nicht mehr verklebt (gestern und heute) und ich sehe direkt nach dem Aufstehen so, wie früher ohne Brille.. ich kann es selber noch kaum glauben und muss mich erst Mal umgewöhnen, dass mein Abendritual 'Linsen ausziehen' jetzt wegfällt ... komisches Gefühl
Allerdings bin ich mit der Tropfenbehandlung etwas unzufrieden - nach der Entnahme der Linsen ändert sich auch der Tropfplan, man setzt 2 Tropfenarten (Difen-Stulln & Floxal EDO) ab und beginnt mit einer anderen Tropfenart (Dexa EDO). Das bedeuetet aber auch, dass ich von Difen-Stulln und Floxal EDO über 50% der Tropfenfläschchen die ich habe, wegwerfen kann -- ein bißchen viel, wenn man über 100€ dafür zahlt.
HyloLasop/HyloGel, welches man 12 Wochen(!!) mindestens 10x am Tag nehmen soll (am Donnerstag war bei mir die zweite Flasche leer) ist nur 2x in dem Medikamentenpaket dabei, danach muss man es sich selber kaufen in der Apotheke (10ml Flasche = 15€). Etwas happig. Dann sollten sie weniger von den Tropfen die man eh bald absetzen muss hineintun, und mehr von dem, was man wirklich braucht.
(wenn man weiterhin 2,5 Fläschchen pro Woche braucht kommt man nämlich locker auf 420€ für HyloGel, die vorher nie erwähnt werden)
Auch, dass das Medikamentenpaket bei der PRK teurer ist (104€) als bei der Lasik (88€) wurde mir erst nach der Operation mitgeteilt.
Alles kein Weltuntergang, aber es wäre nett gewesen, darüber vorher zu informieren.
Fazit: Wenn vielleicht die Begleitperson schon das Rezept für die Schmerzmittel während der Wartezeit bekommt, (darf eh nicht mit in den OP | trotz Termin um 1100h wurde ich erst um 1315h operiert) und holen kann (Apotheke 3 Minuten zu Fuß), wäre es deutlich erträglicher und wunderbar.
Auch die Tage bis man richtig sehen kann, finde ich vertretbar und auch noch Arbeitnehmerfreundlich - bisher bin ich begeistert und würde es immer wieder machen - auch oder gerade mit PRK!
Nebenbei habe ich 2kg abgenommen und ich werde dieses Jahr durch die Augentropfen keinen Heuschnupfen bekommen - prima!
PS:Heuschnupfenpatienten oder Frauen mit Kinderwunsch sollten generell über eine PRk nachdenken, da sich bei der vielen Gereiztheit der Augen mit Flap eher Probleme ergeben - und in einer Schwangerschaft die Augenveränderungen mit PRK stabil bleiben, während sich der Flap verschieben kann.