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Mein Erfahrungsbericht zur Femto-Lasik in Izmir

Verfasst: 12.11.2010, 23:11
von brilleweg
Hallo zusammen,

erst einmal meine doch schon sehr starken Werte:
R: Sph -7,5; Cyl-2,25; Achse 25
L: Sph -8,5; Cyl -1,75; Achse 160

Bevor ich mich entschieden habe die Op in Izmir machen zu lassen, habe ich mich zuerst bei Euroeyes und anschließend bei Care Vision untersuchen lassen.
Die Ergebnisse waren auf der einen Seite erfreulich, aber auf der anderen Seite auch ernüchternd.
Euroeyes Ergebnis: Bei ihnen kommt nur eine Femto-Lasik in Frage. Leider haben wir hier in Hannover nicht den nötigen Laser, sodass Sie für die Op nach Hamburg fahren müssten. Zudem wäre es sehr wahrscheinlich, dass ich mit einer Restsehschwäche von ca 0,5 - 1 Dioptrien auf dem rechten Auge rechnen müsste. Preis: 4800€
Care Vision Ergebnis: Eine Lasik Op ist bei ihren hohen Werten nicht möglich, aber die PRK Lasek können wir bei Ihnen durchführen. Auf Nachfrage wieso sie keine Femto-Lasik anbieten, bekam ich die Antwort, dass Care Vision von der Femto nicht überzeugt ist, da es noch keine Langzeitstudien gäbe. Die PRK Methode überzeugte mich durch ihre Langwidrigkeit nicht.
Nachdem ich zahlreiche Erfahrungsberichte und Videos von Augenoperationen in der Türkei gelesen/geschaut habe, entschied ich mich die Reise bei *zensiert*(Anm der Moderation: bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen)[] zu buchen. Als ich bei der Agentur anrief, hatte ich eigentlich vor die Op in Istanbul machen zu lassen. Die Mitarbeiterin riet mir jedoch dazu, die in der Kaskaloglu Klinik machen zu lassen, da diese auf die Femto Lasik Methode spezialisiert seien. Da ich mich über beide Kliniken vorher informiert hatte, folgte ich ihrem Ratschlag und buchte die Reise.
Preis für die Op: 1340€
Reisekosten: 280€ Flug + 300€ Hotel (4 Nächte)

Die Reise
Meine Reise began am 20.10 vom Hannover Fuughafen aus. Leider sind die Flugzeiten von Hannover aus nicht gerade günstig...geplante Ankunft in Izmir 06.15Uhr. Wir landeten bereit um ungefähr 05.45Uhr. Laut *zensiert*(Anm der Moderation: bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen)[] sollte ein Mitarbeiter der Klinik mit einem Schild in der Ankunftshalle auf mich warten. Aber auch um 06.10Uhr war keine Person zu sehen, auf die die Beschreibung passte. Geht ja toll los...daraufhin habe ich den Flughafen verlassen und draußen Ausschau gehalten. 10 Minuten später sah ich einen Mann der sich gerade bereit machte ein Schild sichtbar hoch zuhalten.Es stellte sich heraus, dass ein Taxifahrer geschickt wurde. Der überreichte mir vor dem Hotel Karaca auch die *zensiert* (Anm der Moderation: bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen) mit dem Ablauf und einigen Tipps zu Izmir. Leider musste mein Zimmer noch gereinigt werden sodass ich noch einige Zeit warten musste (konnte in der frühstücken).
Das Zimmer hatte eine gute Größe. Leider gab es ein paar negativ Punkte. Der kleine Fernseher hatte nur zwei deutsche TV Sender (ZDF und RTL !!!). Die Klimaanlage war ihrem Namen nicht würdig. Sie kühlte sogut wie gar nicht. Also was tun? Fenster auf! Da kommen wir zum nächsten Punkt. Die Standardzimmer sind immer nach hinten hinaus. Man hat einen Ausblick auf ein Parkhaus und bei offenem Fenster "wohltuende" Klänge großer Klimaanlagen). Naja wird schon gehen dachte ich. AM Tag nach der Op hatte ich dann genug von dem Zimmer. Die Klimaanlage heize nur noch anstatt zu kühlen. Der Manager an der Rezeption war sehr freundlich und gab mir direkt ein Zimmer mit Blick auf die andere Seite. Meiner Meinung nach sollte man auf ein Zimmer zur Straßenseite bestehen. Keine lästigen Klimaanlagen und man hat einen Balkon :) Ansonsten war an dem Hotel nichts auszusetzen. Leider gibt es nach Hannover keine Rückflüge am Wochenende, sodass es bei 4 Übernachtungen zum Ende ganz schön langweilig wird. Für den Transfer zum FLughafen in Izmir habe ich den stündlich fahrenden Bus genommen (kostete gerade mal 6 Lira).

Am Tag der Op
Laut Reiseablauf sollte ich um 10Uhr im Hotel abgeholt werden. Rechtzeitig war ich deshalb in der Lobby und traf auf einen Gleichgesinnten. Zu zweit ging es dann mit dem Taxi zur Klinik. Es war super sich auszutauschen und somit die Aufregung etwas zu mildern. Die Dolmetscherin Serap führte uns wenig später in das Stockwerk für die Voruntersuchungen. Bevor die Untersuchungen durchgeführt wurden, erklärte sie uns dort den Ablauf und beantwortete unsere Fragen. Vor dem Sehtest mit erweiterten Pupillen klärte mich Serap auf, dass ich mit einer Restsehschäche auf dem rechten Auge rechnen müsste. Nachdem auch der Sehtest mit erweiterten Pupillen durch war, teilte uns die Oberärztin Dr. Bilgehan Sezgin Asena, dass wir beide für die Op geeignet sind und es bereits um kurz nach 12Uhr losgehen soll. Da stieg meine Anspannung sehr. WIr bekamen eine Beruhigungstablette, die bei mir gefühlt nichts gebracht hat. Unter dem Femtolaser sagte mir Serap, wie ich mich verhalten sollte. Der "Schnitt", welcher pro Auge 18 Sekunden dauert, war überhaupt nicht schlimm. Auch die Lidsperren waren nicht unangenehm. Danach folgte die Korrektur - ebenfalls überhaupt nicht schlimm (dauert pro Dioptrien ca eine Sekunde). Das Aufstehen war ein unglaublich überwältigendes Gefühl. Ich konnte direkt eine Uhr an einer Wand sehen, wo ich vorher nicht mal wusste, dass dort eine Uhr hing.
Ungefähr 30 Minuten nach der Op begannen die Augen zu brennen. Durch das Brennen konnte ich auch nicht schlafen, aber nach ungefähr 3 Stunden war das Brennen bereits vorbei und ich konnte abends bereits im Hotelrestaurant in Ruhe essen. Man merkt in den ersten Stunden wie das unscharfe Sehen immer mehr nach lässt.
Die Nachuntersuchung am nächsten Tag brachte das erfreuliche Ergebnis: Sehkraft bei 100% :) Dadurch, dass meine tatsächliche Sehschwäche mit erweiterten Pupillen geringer war, als ohne, konnte mit der Maximalkorrektur meine Sehschwäche komplett korrigiert werden.
Auf dem rechten Auge bildete sich bei mir ein großer Bluterguss (habe bei dem Auge am Anfang einmal zu viel bewegt). Dieser ist nun nach drei Wochen noch immer zu sehen, wobei er deutlich nach gelassen hat. In den ersten Tagen war es noch ziemlich anstrengend länger auf einen Monitor zu schauen.
Heute habe ich noch Lichthöfe, die aber auch nicht mehr so stark sind wie die Tage direkt nach der Op.

Ich kann jedem die Reise mit *zensiert*(Anm der Moderation: bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen)[] und insbesondere die Klinik empfehlen. Alles war sehr gut organisiert und die Klinik modern. Durch Serap wurde ich in der Klinik perfekt betreut, sodass man keine Angst vor der Sprachbarriere haben muss.

Also auf nach Izmir =)

Re: Mein Erfahrungsbericht zur Femto-Lasik in Izmir

Verfasst: 13.11.2010, 08:08
von Dienchen
Hallo!
Erstmal Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen OP.
Ich bin noch in der Findungsphase und suche noch die passende Klinik.
Habe am 18.11. hier eine Voruntersuchung und bin gespannt, ob ich geeignet bin, denn ich habe auch hohe Dioptrin-Werte.
Viel Spaß mit den "neuen" Augen! Es ist für mich unglaublich zu lesen, dass es klappt.

LG
dienchen

Re: Mein Erfahrungsbericht zur Femto-Lasik in Izmir

Verfasst: 13.11.2010, 10:49
von brilleweg
Danke für die Glückwünsche.
Wie gesagt ich kann die Klinik nur empfehlen.

Noch ein kleiner Nachtrag.
Die künstlichen Tränen "Tears Naturale" bekommt man dort, wie bereits oft erwähnt, sehr günstig (ca 3,50€). Ich habe nun auch eine Versandapotheke, mit Sitz in Tschechien, gefunden, die diese günstig nach Deutschland versendet: http://www.docsimon.de
Der Versand soll 5-10 Werktage dauern (meine erste Bestellung wurde laut Versandbestätigung Montag verschickt und kam heute(Samstag) an).