Meine PRK am 26.August '10 im Kölner RheinPalais-Care Vision
Verfasst: 08.09.2010, 21:08
Meine PRK am 26.August 2010 bei Care Vision
PRK mit 18 ? Ja !
Hallo zusammen,
bevor ihr mich jetzt falsch versteht, ich möchte nicht sagen, dass jeder der 18 ist und mit dem Gedanken spielt, sich lasern zu lassen, es direkt machen soll.
Bei mir war es ein kleiner Sonderfall, warum könnt ihr hier nachlesen.
Meine alten Werte:
R: -6.50
L: -7.75
Wie ich zu Care Vision & damit zu meiner OP kam:
Meine Mutter sah eines Tages einen Informationsstand von Care Vision im Centro Oberhausen. Nach einem kurzem Gespräch lies sie dort meinen Namen und meine Telefonnummer zurück, damit sich das Care Vision Team für ein Vorgespräch bei mir melden konnte. DIes taten sie auch direkt auf der Woche darauf und schon stand ein Termin für ein kostenloses Informationsgespräch mit einer ersten kleinen Untersuchung - der 16.April.
Bei dem Vorgespräch kam herraus, dass ich nur für die PRK geeignet bin, da meine Hornhaut sehr dünn war. Ich fühlte mich bei dem Care Vision Team in Düsseldorf ( Alle Untersuchungen waren in Düsseldorf, die OP selber aber in Köln) sehr wohl.
Da ich mir die ganze Sache noch einmal durch den Kopf gehen lassen wollte, rief mich eine Mitarbeiterin, wie abgesprochen, einen Monat später an. Natürlich habe ich mich doch für die OP entschieden und machte mit ihr direkt einen OP Termin aus.
Voruntersuchung: 20.August
OP: 26.August
Nachuntersuchung: 1.September
& ich freute mich wie verrückt.
Meine Voruntersuchung:
Die Zeit verging wie im Flug. Mittlerweile hatte ich das Geld zusammen gespart und die OP konnte kommen.
Also fuhr ich mit meiner Mutter am 20.August zu Care Vision in Düsseldorf. Dort wurden die üblichen Untersuchungen gemacht ( Messung der Hornhautdicke, Sehtest, Augentropfen zur Pupillenerweiterung). Dort kam es auch zu meinem kleinen Problem und schon wusste ich nicht, ob ich die OP nun wirklich machen sollte oder nicht. (Das ist jetzt hier zu lang um es alles zuschreiben, ihr könnt es aber bei dem obenstehenden Link alles nachlesen)
Nach langem hin und her, entschied ich mich dann aber doch die OP mit meinen erst 18 Jahren machen zu lassen. ( Kurz: Ich lies sie machen, obwohl ich genau weiß, dass ich eventuell wieder eine Brille brauchen werde, dann aber von den hohen Werten weg bin. Es wird für euch vielleicht schwer zu verstehen sein, aber für mich war dies schon sehr wichtig)
Die Tage bis zur OP zogen sich total und meine Angst wurde immer größer. Oft saß ich stundenlang am PC und las mir hier eure Erfahrungsberichte durch. Ich schaute mir sogar Videos in YouTube von PRK's an, die aber meine Angst nur verschlimmerten. Aber irgendwie wollte ich wissen, wie das am Auge alles so ausschaut.
Meine OP:
Mein OP Termin war um 14 Uhr, ich sollte jedoch schon 30 Minuten eher da sein. Meine Mutter und ich fuhren mit dem Auto von Wuppertal nach Köln. Im Auto selber war meine Angst so schlimm, dass ich am liebsten umgedreht wäre. Da wir eine ganze Stunde zu früh in Köln waren, ging ich mit meiner Mutter noch ein wenig durch die Stadt, um meine Angst ein wenig zu unterdrücken - und es funktionierte. Schnell noch in den Kölner Dom hineingegangen und eine Kerze für mich angezündet ( Meine Mutter glaubt manchmal daran
) und schon saßen wir bei Care Vision in Köln.
Dort erledigten wir ein paar Formalitäten, wie zB. wie möchte ich die Medikamente bezahlen und natürlich einer der Sachen, die mir den ganzen Tag am meisten weh taten: ich musste das ganze schöne angesparte Geld abgeben, für eine "arme" Abiturientin nicht gerade leicht, aber schließlich hatte ich ja auch einen Traum - ein Leben ohne Brille bzw. ohne eine so starke Brille.
Als ich im Warteraum saß, war meine Angst wie verflogen. Aufgeregt war ich auch nicht mehr. Ich wollte nur endlich meine OP haben. Als eine Frau, die vor mir operiert wurde, leicht "benommen" und "hilfe suchend" herrauskam, wurde es mir wieder ein wenig komisch. Jedoch hatte ich keine Zeit mich länger mit diesem Gefühl zu beschäftigen, denn schon wurde ich aufgerufen. Ich stand auf und ging einer wirklich sehr lieben Mitarbeiterin hinterher. Als ich ängstlich fragte "Geht's schon in den OP?", lächelte sie leicht und schon stand ich in einem Vorbereitungsraum. Da beantwortete sich die Frage von selbst - ja, es geht gleich los.
Ich bekam mehrere Augentropfen ins Auge, bekam einen Op-Kittel an, sowie einen Schutz für die Schuhe und für die Haare auf. Außerdem wurde die Haut um meine Augen mit einer Art Jod desinfiziert. Meine Brille gab ich der Mitarbeiterin ganz im Vertraun, denn sie war bis zu diesem Zeitpunkt, etwas wirklich sehr sehr wichtiges für mich.
Ich legte mich im OpSaal auf eine Liege und wurde unter den Laser gefahren.
Die Op begann. Mein rechtes Auge war das erste, das leiden durfte, so dachte ich es mir.
Das Lid wurde mit einer Klammer fixiert, damit ich während der OP nicht zwinkern konnte.
Ein Ring wurde aufs Auge gesetzt und eine Lösung hineingespritzt. Von all dem merkte ich rein gar nichts, ich hatte auch nur Angst vor dem Moment, wenn der Arzt mir das Epithel "abkratzt". Jetzt lag ich dort auf diesem OP-Tisch und hatte einfach keine andere Wahl, da muss ich jetzt durch, dachte ich mir. Während ich versuchte mir selbst einzureden, dass es wohl alles nicht so schlimm wird, knetete ich wie verrückt an einem kleinen Ball herrum, den mir der Arzt vorher in die Hand gab. Der Ring wurde abgenommen und das Epithel mit einer Art "Spachtel" abgemacht. Auch davon merkte ich nichts. Zwischendurch wurden mir immer wieder irgendwelche Tropfen ins Auge getropft.
Nun kam der Laser. Ich sollte die ganze Zeit in ein kleines grünes Licht hineinschaun, was mir auch gar nicht schwer fiel. Und schon roch ich das, was ihr alle berichtet hattet, ein Geruch von verbrannter Haut. Die Vorstellung, dass das mein Auge war, was so stank, ekelte mich nur noch mehr an. Der Arzt zählte immer die Sekunden, wie lang der Laser noch laserte, wie lang bestimmte Tropfen wirken müssen,bevor er den nächsten Schritt machen kann ect. Diese Sekunden kamen mir wie Milisekunden vor.
Schon war der Laser fertig und mir wurde die Schutzlinse ins Auge getan und ich konnte sehen =) direkt erkannte ich die kleinen LED's neben dem Laser gestochen scharf. Der Arzt nahm die Klammer wieder aus dem Auge herraus und begann mit dem linken Auge. Ich dachte nur daran, dass ich das, was ich bis jetzt geschafft habe, nur noch einmal schaffen muss und so schlimm war es nun wirklich nicht. Nach dem Lasern konnte ich beim linken Auge wesentlich schlechter sehen, als die Linse auf dem Auge war, aber wieder gut. Der Arzt sagte, dass dies normal sei, denn jedes Auge reagiert anders. Die Op war bereits nach etwa 10 Minuten beendet. Ich stand vorsichtig auf und konnte direkt die Uhr lesen, die im OpSaal hing. Ich war einfach überfroh und total aufgedreht. Es wurde noch schnell ein Foto von mir und dem Arzt Dr. Horowitz gemacht und schon war ich wieder im Vorraum, wo ich meinen OpKittel ablegte und der lieben Mitarbeiterin direkt aufgedreht erzählte, wie toll es doch alles war und wie gut ich schon sehen konnte. Sie gab mir eine kleine Tasche, in der die nötigsten Medikamente drin waren und natürlich meine Brille, die ich aber direkt in die Tasche steckte, da ich sie ja nun nicht mehr brauche.
Im Warteraum wieder angekommen, starrten mich alle an, weil ich lachend aus dem OP rauskam und ich das wohl breiteste Grinsen drauf hatte, was man sich nur vorstellen kann. Meine Mutter war total überrascht und ging mit mir in einen "Dunkelraum", indem man sich noch kurz ausruhen sollte. Direkt rief ich all meine Lieben an und sagte wie gut es mir ging. Ein Mitarbeiter erklärte mir alles zu den verschiedenen Augentropfen und tropfte das erste mal schon. Der Arzt guckte sich noch eben meine Hornhaut an und schaute, ob die Linse gut saß und schon konnte ich nach Hause fahren. Direkt nach der OP konnte ich alles sehen. Auf dem Weg zum Auto spielte ich mit meiner Mutter das Spiel "Was kannst du schon sehen, Nine?" und ich war echt gut.
Aus Angst, dass etwas passieren könnte, setzte ich doch meine Sonnenbrille im Auto auf. Zuhause angekommen tropfte ich und legte mich dann ins Wohnzimmer und guckte ein wenig TV, da ich keine Probleme mit dem Licht hatte.
Abends um 21 Uhr ging ich, nachdem ich mir die "Schutzbrille" fürs Auge aufklebte ( die Dinger nervten echt total), ins Bett, da ich die Nacht zuvor nicht gut schlafen konnte.
Die Tage nach der OP:
Die Nacht schlief ich erstaunlich gut. Am Morgen fühlte ich mich dann aber nicht mehr ganz so toll. Meine Augen tränten wie verrückt und jedes kleines Licht war eine Qual für mich. Also lag ich den ganzen Freitag in meinem dunklen Zimmer im Bett, hörte mir Hörbücher an und versuchte zu schlafen. Die Augentropfen hineinzubekommen war echt eine Überwindung. Zum Glück war meine Mutter da, die mich zwang, diese Drecksdinger zu nehmen. Manche brannten wie verrückt und generell war es schlimm, denn das konnte man ja nicht im dunklen machen. Selbst in meinem Zimmer lag ich mit der Sonnenbrille. Hunger hatte ich nicht wirklich, ich zwang mir eine Kleinigkeit rein und das wars dann für mich.
Die 2. Nacht war echt richtig schlimm. Meine Augen tränten seit Freitag schon sehr stark, aber diese Nacht wurde es echt noch schlimmer. Die Tränen sammelten sich in der "Schutzbrille" bzw "Augenklappen" wenn ich auf der Seite lag ( was ich nachts bevorzuge, vorallem dann, wenn man den ganzen Tag schon auf dem Rücken im Bett lag). So musste ich mich nachts alle halbe Stunde hinsetzen, damit sie herrauslaufen. ( Ich habe in den ersten Tagen eine ganze Klopapierrolle leergemacht. ) Die Nacht war nicht schlimm im Sinne von Schmerzen, nein sie war für mich persönlich einfach totaler Psychoterror. Ich wollte einfach schlafen, doch konnte es nicht.
Samstag morgen ging es mir immer noch so. Ich wollte nicht mehr. Manchmal habe ich mir echt gedacht " Man, warum hast du es gemacht?! Du könntest jetzt dieses oder jenes tun".
Doch Samstagmittag ging es mir plötzlich ein wenig besser. Ich konnte, auch wenn nur mit Sonnenbrille, im weniger abgedunkelten Wohnzimmer liegen und schon etwas am Familienleben teilnehmen. Etwas ganz besonderes für mich, denn ich hasse es, allein zusein. Nachmittags klingelte das Telefon, eine Mitarbeiterin von Care Vision rief mich an, um zu fragen, wie es mir ging, ob ich irgendwelche Fragen habe usw. Ich fand es wirklich richtig nett und süß von Care Vision, dass sie sich die Mühe machten, jeden Patient anzurufen. Selbst am Telefon nahmen sie sich richtig Zeit für mich. Da mich die Schutzlinsen in den Augen echt nervten, und ich auch vorher im Forum gelesen habe, dass 6 Tage ein wenig lang sind, bis die Linsen herraus kommen, machte ich einen Termin für die erste Nachuntersuchung bereits einen Tag früher. Nicht gerade viel Zeit weniger diese Linsen drin zu haben, aber immerhin. In der Zwischenzeit gab's nur eins für mich: Tropfen, Tropfen, Tropfen.
Abends legte ich mich aber doch lieber ins dunkle Zimmer und nahm eine starke Schmerztablette, um die Nacht durchgehend zu schlafen. Und die Nacht war durch die Tablette wirklich wesentlich angenehmer.
Sonntag mittag konnte ich wieder ins Wohnzimmer und ich merkte, dass die Lichtempfindlichkeit deutlich zurück ging. Abends war ich sogar ganz kurz in einer Pommesbude um die Ecke, natürlich nicht ohne Sonnenbrille und vorher anständig getropft zu haben. Ja, ich hatte plötzlich sogar Hunger
.
Ab Montag waren alle "Schmerzen" vergessen. Ich konnte ganz vorsichtig mal kurze Zeit TV gucken und bin abends sogar mal in die Stadt gegangen. Ich wollte einfach raus, um zu gucken, was ich denn schon so alles ohne Brille sehen konnte. Es war wirklich ein sehr gutes Gefühl. Ich konnte unheimlich viel erkennen. Abends legte ich mich früh ins Bett, denn ich musste am nächsten Tag früh zur Nachuntersuchung.
Meine erste Nachuntersuchung:
Dienstag, 31. August- 10 Uhr.
Der Weg mit dem Zug nach Düsseldorf war gar nicht so schlimm, wie ich ihn mir vorstellte. Ich saß mit meiner Sonnenbrille und meiner Mutter im Zug und merkte, wie gut es mir ging. Ich war echt wieder fit, bereits 5 Tage nach der OP.
Bei Care Vision angekommen freuten sich die Mitarbeiterinnen mich zu sehen und vorallem, dass ich sie sehen konnte. Mir wurden die Linsen herausgenommen. Die Ärztin sagte, es kann sein, dass meine Augen jetzt sehr tränen. Aber meine Augen blieben trocken. Es war gar nicht unangenehm, als sie mir die Linsen entfernte. Ich war glücklich, diese Drecksdinger endlich herraus zu haben. Meine Sicht wurde ein kleines bisschen schlechter, mir wurde aber gesagt, dass dies normal sei und in den nächsten Stunden wieder normal werde. Nach einem Sehtest, war die Augenärztin echt überrascht. Sie sagte, dass man bei der ersten Nachuntersuchung bei einer PRK eine Sehkraft von 30% erwartet und ich hatte bereits 74%
Ich war einfach nur überglücklich. Auch die Augenärztin war positiv überrascht. So ein gutes Ergebnis sieht sie nur sehr selten. Leider hatte ich eine leichte Trübung im rechten Auge, sodass ich bereits am Freitag, also 3 Tage später wiederkommen sollte. In der Zeit sollte ich mehr Tropfen, wie es auf einem Plan stand. DIe Ärztin beruhigte mich aber, als sie sagte, dass es nicht schlimmes sei und bei einer PRK öfters vorkommt. Ich bekam noch das Foto von mir und Herrn Dr. Horowitz, was am OPTag gemacht wurde. Es sieht wirklich sehr cool aus und schmückt jetzt zusammen mit meiner Brille und den dummen Augenklappen mein Zimmer
Zuhause angekommen machte ich das, wodrauf ich schon die ganze Zeit seit der OP wartete- ich ging duschen. Natürlich nicht ohne meine Sonnenbrille ( zum Schutz, dass mir kein Tropfen ins Auge ging). Ich nahm die Duschbrause allerdings in die Hand und duschte mich so ab. Meine Haare wusch mir meine Mutter danach( mit Babyshampoo, falls was ins Auge gehen sollte, ist dies nicht ganz so tragisch), weil ich es für "Gefährlich" empfand, dies gleich unter der Dusche zu machen.
Ich war wieder unter den Lebenden. Ich konnte sehen, ich fühlte mich frisch geduscht total wohl. Und das Beste: Ich musste diese Augenklappen nachts nicht mehr tragen!
Die Tage danach war ich viel draußen. Mir tat die frische Luft total gut und so ging ich dem Fernseh gucken aus dem Weg, was meine Augen wahrscheinlich nur mehr beanspruchten würde. Und natürlich: Tropfen, Tropfen, Tropfen.
Meine "zweite" Nachuntersuchung:
Freitags ging es wieder mit dem Zug nach Düsseldorf, nun breits schon ohne Sonnenbrille. Ich war total zufrieden mit dem sehen und hatte echt keine Probleme mehr. Diesmal untersuchte mich der Arzt selber und sagte mir, dass meine Augen schon richtig gut aussehen. Die Trübung sei wohl noch ein wenig da, aber bereits kleiner geworden. Tropfen sollte ich aber immer noch gleich viel.
Die OP ist jetzt 13 Tage her und ich bin einfach super zufrieden. Mittlerweile gehe ich seit 3 Tagen schon wieder zur Schule. Schminken darf ich mich auch schon wieder ganz leicht, was für mich, super eitle Nine, echt klasse ist. Natürlich bin ich dabei echt vorsichtig, genau wie bei allem anderen. Die Haare wäscht mir noch immer meine Mutter ( mit Babyshampoo) und Duschen gehe ich auch nur, wie oben beschrieben. Meine Sonnenbrille brauch ich nur noch ganz selten.
In 1 1/2 Wochen habe ich wieder eine Nachuntersuchung und ich hoffe, dass ich dann einen noch besseren Sehtest abliefere und dass die Trübung im rechten Auge dann ganz verschwunden ist. Die Op hat echt schon ein wenig geschlaucht, ich schlafe andauernd auf dem Sofa ein, vielleicht aber auch, weil mein Hirn sich wegen den Augen so anstrengt, dass es irgendwann einfach ausschaltet
Leute, wenn ihr eure Augen lasern lassen wollt, und aus Angst zweifelt, ich kann euch nur sagen : Macht es! Es ist wirklich nicht schlimm. 1-2 Tage sind unangenehm, aber keineswegs sehr schmerzhaft. Es gibt heute super Schmerzmittel, die die ganze Sache echt erträglich macht. Und in den Momenten, wo das Auge tränt und tränt denk man sich " ich mach es, damit ich die Brille nicht mehr brauch"
Ich schreib euch in 1 1/2 Wochen, wie die Nachuntersuchung war.
Falls ihr zu irgendwas Fragen habt, schreibt mich einfach an.
Ich weiß, der Bericht ist sehr lang geworden, es tut mir leid.
Nine
PRK mit 18 ? Ja !
Hallo zusammen,
bevor ihr mich jetzt falsch versteht, ich möchte nicht sagen, dass jeder der 18 ist und mit dem Gedanken spielt, sich lasern zu lassen, es direkt machen soll.
Bei mir war es ein kleiner Sonderfall, warum könnt ihr hier nachlesen.
Meine alten Werte:
R: -6.50
L: -7.75
Wie ich zu Care Vision & damit zu meiner OP kam:
Meine Mutter sah eines Tages einen Informationsstand von Care Vision im Centro Oberhausen. Nach einem kurzem Gespräch lies sie dort meinen Namen und meine Telefonnummer zurück, damit sich das Care Vision Team für ein Vorgespräch bei mir melden konnte. DIes taten sie auch direkt auf der Woche darauf und schon stand ein Termin für ein kostenloses Informationsgespräch mit einer ersten kleinen Untersuchung - der 16.April.
Bei dem Vorgespräch kam herraus, dass ich nur für die PRK geeignet bin, da meine Hornhaut sehr dünn war. Ich fühlte mich bei dem Care Vision Team in Düsseldorf ( Alle Untersuchungen waren in Düsseldorf, die OP selber aber in Köln) sehr wohl.
Da ich mir die ganze Sache noch einmal durch den Kopf gehen lassen wollte, rief mich eine Mitarbeiterin, wie abgesprochen, einen Monat später an. Natürlich habe ich mich doch für die OP entschieden und machte mit ihr direkt einen OP Termin aus.
Voruntersuchung: 20.August
OP: 26.August
Nachuntersuchung: 1.September
& ich freute mich wie verrückt.
Meine Voruntersuchung:
Die Zeit verging wie im Flug. Mittlerweile hatte ich das Geld zusammen gespart und die OP konnte kommen.
Also fuhr ich mit meiner Mutter am 20.August zu Care Vision in Düsseldorf. Dort wurden die üblichen Untersuchungen gemacht ( Messung der Hornhautdicke, Sehtest, Augentropfen zur Pupillenerweiterung). Dort kam es auch zu meinem kleinen Problem und schon wusste ich nicht, ob ich die OP nun wirklich machen sollte oder nicht. (Das ist jetzt hier zu lang um es alles zuschreiben, ihr könnt es aber bei dem obenstehenden Link alles nachlesen)
Nach langem hin und her, entschied ich mich dann aber doch die OP mit meinen erst 18 Jahren machen zu lassen. ( Kurz: Ich lies sie machen, obwohl ich genau weiß, dass ich eventuell wieder eine Brille brauchen werde, dann aber von den hohen Werten weg bin. Es wird für euch vielleicht schwer zu verstehen sein, aber für mich war dies schon sehr wichtig)
Die Tage bis zur OP zogen sich total und meine Angst wurde immer größer. Oft saß ich stundenlang am PC und las mir hier eure Erfahrungsberichte durch. Ich schaute mir sogar Videos in YouTube von PRK's an, die aber meine Angst nur verschlimmerten. Aber irgendwie wollte ich wissen, wie das am Auge alles so ausschaut.
Meine OP:
Mein OP Termin war um 14 Uhr, ich sollte jedoch schon 30 Minuten eher da sein. Meine Mutter und ich fuhren mit dem Auto von Wuppertal nach Köln. Im Auto selber war meine Angst so schlimm, dass ich am liebsten umgedreht wäre. Da wir eine ganze Stunde zu früh in Köln waren, ging ich mit meiner Mutter noch ein wenig durch die Stadt, um meine Angst ein wenig zu unterdrücken - und es funktionierte. Schnell noch in den Kölner Dom hineingegangen und eine Kerze für mich angezündet ( Meine Mutter glaubt manchmal daran
Dort erledigten wir ein paar Formalitäten, wie zB. wie möchte ich die Medikamente bezahlen und natürlich einer der Sachen, die mir den ganzen Tag am meisten weh taten: ich musste das ganze schöne angesparte Geld abgeben, für eine "arme" Abiturientin nicht gerade leicht, aber schließlich hatte ich ja auch einen Traum - ein Leben ohne Brille bzw. ohne eine so starke Brille.
Als ich im Warteraum saß, war meine Angst wie verflogen. Aufgeregt war ich auch nicht mehr. Ich wollte nur endlich meine OP haben. Als eine Frau, die vor mir operiert wurde, leicht "benommen" und "hilfe suchend" herrauskam, wurde es mir wieder ein wenig komisch. Jedoch hatte ich keine Zeit mich länger mit diesem Gefühl zu beschäftigen, denn schon wurde ich aufgerufen. Ich stand auf und ging einer wirklich sehr lieben Mitarbeiterin hinterher. Als ich ängstlich fragte "Geht's schon in den OP?", lächelte sie leicht und schon stand ich in einem Vorbereitungsraum. Da beantwortete sich die Frage von selbst - ja, es geht gleich los.
Ich bekam mehrere Augentropfen ins Auge, bekam einen Op-Kittel an, sowie einen Schutz für die Schuhe und für die Haare auf. Außerdem wurde die Haut um meine Augen mit einer Art Jod desinfiziert. Meine Brille gab ich der Mitarbeiterin ganz im Vertraun, denn sie war bis zu diesem Zeitpunkt, etwas wirklich sehr sehr wichtiges für mich.
Ich legte mich im OpSaal auf eine Liege und wurde unter den Laser gefahren.
Die Op begann. Mein rechtes Auge war das erste, das leiden durfte, so dachte ich es mir.
Das Lid wurde mit einer Klammer fixiert, damit ich während der OP nicht zwinkern konnte.
Ein Ring wurde aufs Auge gesetzt und eine Lösung hineingespritzt. Von all dem merkte ich rein gar nichts, ich hatte auch nur Angst vor dem Moment, wenn der Arzt mir das Epithel "abkratzt". Jetzt lag ich dort auf diesem OP-Tisch und hatte einfach keine andere Wahl, da muss ich jetzt durch, dachte ich mir. Während ich versuchte mir selbst einzureden, dass es wohl alles nicht so schlimm wird, knetete ich wie verrückt an einem kleinen Ball herrum, den mir der Arzt vorher in die Hand gab. Der Ring wurde abgenommen und das Epithel mit einer Art "Spachtel" abgemacht. Auch davon merkte ich nichts. Zwischendurch wurden mir immer wieder irgendwelche Tropfen ins Auge getropft.
Nun kam der Laser. Ich sollte die ganze Zeit in ein kleines grünes Licht hineinschaun, was mir auch gar nicht schwer fiel. Und schon roch ich das, was ihr alle berichtet hattet, ein Geruch von verbrannter Haut. Die Vorstellung, dass das mein Auge war, was so stank, ekelte mich nur noch mehr an. Der Arzt zählte immer die Sekunden, wie lang der Laser noch laserte, wie lang bestimmte Tropfen wirken müssen,bevor er den nächsten Schritt machen kann ect. Diese Sekunden kamen mir wie Milisekunden vor.
Schon war der Laser fertig und mir wurde die Schutzlinse ins Auge getan und ich konnte sehen =) direkt erkannte ich die kleinen LED's neben dem Laser gestochen scharf. Der Arzt nahm die Klammer wieder aus dem Auge herraus und begann mit dem linken Auge. Ich dachte nur daran, dass ich das, was ich bis jetzt geschafft habe, nur noch einmal schaffen muss und so schlimm war es nun wirklich nicht. Nach dem Lasern konnte ich beim linken Auge wesentlich schlechter sehen, als die Linse auf dem Auge war, aber wieder gut. Der Arzt sagte, dass dies normal sei, denn jedes Auge reagiert anders. Die Op war bereits nach etwa 10 Minuten beendet. Ich stand vorsichtig auf und konnte direkt die Uhr lesen, die im OpSaal hing. Ich war einfach überfroh und total aufgedreht. Es wurde noch schnell ein Foto von mir und dem Arzt Dr. Horowitz gemacht und schon war ich wieder im Vorraum, wo ich meinen OpKittel ablegte und der lieben Mitarbeiterin direkt aufgedreht erzählte, wie toll es doch alles war und wie gut ich schon sehen konnte. Sie gab mir eine kleine Tasche, in der die nötigsten Medikamente drin waren und natürlich meine Brille, die ich aber direkt in die Tasche steckte, da ich sie ja nun nicht mehr brauche.
Im Warteraum wieder angekommen, starrten mich alle an, weil ich lachend aus dem OP rauskam und ich das wohl breiteste Grinsen drauf hatte, was man sich nur vorstellen kann. Meine Mutter war total überrascht und ging mit mir in einen "Dunkelraum", indem man sich noch kurz ausruhen sollte. Direkt rief ich all meine Lieben an und sagte wie gut es mir ging. Ein Mitarbeiter erklärte mir alles zu den verschiedenen Augentropfen und tropfte das erste mal schon. Der Arzt guckte sich noch eben meine Hornhaut an und schaute, ob die Linse gut saß und schon konnte ich nach Hause fahren. Direkt nach der OP konnte ich alles sehen. Auf dem Weg zum Auto spielte ich mit meiner Mutter das Spiel "Was kannst du schon sehen, Nine?" und ich war echt gut.
Aus Angst, dass etwas passieren könnte, setzte ich doch meine Sonnenbrille im Auto auf. Zuhause angekommen tropfte ich und legte mich dann ins Wohnzimmer und guckte ein wenig TV, da ich keine Probleme mit dem Licht hatte.
Abends um 21 Uhr ging ich, nachdem ich mir die "Schutzbrille" fürs Auge aufklebte ( die Dinger nervten echt total), ins Bett, da ich die Nacht zuvor nicht gut schlafen konnte.
Die Tage nach der OP:
Die Nacht schlief ich erstaunlich gut. Am Morgen fühlte ich mich dann aber nicht mehr ganz so toll. Meine Augen tränten wie verrückt und jedes kleines Licht war eine Qual für mich. Also lag ich den ganzen Freitag in meinem dunklen Zimmer im Bett, hörte mir Hörbücher an und versuchte zu schlafen. Die Augentropfen hineinzubekommen war echt eine Überwindung. Zum Glück war meine Mutter da, die mich zwang, diese Drecksdinger zu nehmen. Manche brannten wie verrückt und generell war es schlimm, denn das konnte man ja nicht im dunklen machen. Selbst in meinem Zimmer lag ich mit der Sonnenbrille. Hunger hatte ich nicht wirklich, ich zwang mir eine Kleinigkeit rein und das wars dann für mich.
Die 2. Nacht war echt richtig schlimm. Meine Augen tränten seit Freitag schon sehr stark, aber diese Nacht wurde es echt noch schlimmer. Die Tränen sammelten sich in der "Schutzbrille" bzw "Augenklappen" wenn ich auf der Seite lag ( was ich nachts bevorzuge, vorallem dann, wenn man den ganzen Tag schon auf dem Rücken im Bett lag). So musste ich mich nachts alle halbe Stunde hinsetzen, damit sie herrauslaufen. ( Ich habe in den ersten Tagen eine ganze Klopapierrolle leergemacht. ) Die Nacht war nicht schlimm im Sinne von Schmerzen, nein sie war für mich persönlich einfach totaler Psychoterror. Ich wollte einfach schlafen, doch konnte es nicht.
Samstag morgen ging es mir immer noch so. Ich wollte nicht mehr. Manchmal habe ich mir echt gedacht " Man, warum hast du es gemacht?! Du könntest jetzt dieses oder jenes tun".
Doch Samstagmittag ging es mir plötzlich ein wenig besser. Ich konnte, auch wenn nur mit Sonnenbrille, im weniger abgedunkelten Wohnzimmer liegen und schon etwas am Familienleben teilnehmen. Etwas ganz besonderes für mich, denn ich hasse es, allein zusein. Nachmittags klingelte das Telefon, eine Mitarbeiterin von Care Vision rief mich an, um zu fragen, wie es mir ging, ob ich irgendwelche Fragen habe usw. Ich fand es wirklich richtig nett und süß von Care Vision, dass sie sich die Mühe machten, jeden Patient anzurufen. Selbst am Telefon nahmen sie sich richtig Zeit für mich. Da mich die Schutzlinsen in den Augen echt nervten, und ich auch vorher im Forum gelesen habe, dass 6 Tage ein wenig lang sind, bis die Linsen herraus kommen, machte ich einen Termin für die erste Nachuntersuchung bereits einen Tag früher. Nicht gerade viel Zeit weniger diese Linsen drin zu haben, aber immerhin. In der Zwischenzeit gab's nur eins für mich: Tropfen, Tropfen, Tropfen.
Abends legte ich mich aber doch lieber ins dunkle Zimmer und nahm eine starke Schmerztablette, um die Nacht durchgehend zu schlafen. Und die Nacht war durch die Tablette wirklich wesentlich angenehmer.
Sonntag mittag konnte ich wieder ins Wohnzimmer und ich merkte, dass die Lichtempfindlichkeit deutlich zurück ging. Abends war ich sogar ganz kurz in einer Pommesbude um die Ecke, natürlich nicht ohne Sonnenbrille und vorher anständig getropft zu haben. Ja, ich hatte plötzlich sogar Hunger
Ab Montag waren alle "Schmerzen" vergessen. Ich konnte ganz vorsichtig mal kurze Zeit TV gucken und bin abends sogar mal in die Stadt gegangen. Ich wollte einfach raus, um zu gucken, was ich denn schon so alles ohne Brille sehen konnte. Es war wirklich ein sehr gutes Gefühl. Ich konnte unheimlich viel erkennen. Abends legte ich mich früh ins Bett, denn ich musste am nächsten Tag früh zur Nachuntersuchung.
Meine erste Nachuntersuchung:
Dienstag, 31. August- 10 Uhr.
Der Weg mit dem Zug nach Düsseldorf war gar nicht so schlimm, wie ich ihn mir vorstellte. Ich saß mit meiner Sonnenbrille und meiner Mutter im Zug und merkte, wie gut es mir ging. Ich war echt wieder fit, bereits 5 Tage nach der OP.
Bei Care Vision angekommen freuten sich die Mitarbeiterinnen mich zu sehen und vorallem, dass ich sie sehen konnte. Mir wurden die Linsen herausgenommen. Die Ärztin sagte, es kann sein, dass meine Augen jetzt sehr tränen. Aber meine Augen blieben trocken. Es war gar nicht unangenehm, als sie mir die Linsen entfernte. Ich war glücklich, diese Drecksdinger endlich herraus zu haben. Meine Sicht wurde ein kleines bisschen schlechter, mir wurde aber gesagt, dass dies normal sei und in den nächsten Stunden wieder normal werde. Nach einem Sehtest, war die Augenärztin echt überrascht. Sie sagte, dass man bei der ersten Nachuntersuchung bei einer PRK eine Sehkraft von 30% erwartet und ich hatte bereits 74%
Zuhause angekommen machte ich das, wodrauf ich schon die ganze Zeit seit der OP wartete- ich ging duschen. Natürlich nicht ohne meine Sonnenbrille ( zum Schutz, dass mir kein Tropfen ins Auge ging). Ich nahm die Duschbrause allerdings in die Hand und duschte mich so ab. Meine Haare wusch mir meine Mutter danach( mit Babyshampoo, falls was ins Auge gehen sollte, ist dies nicht ganz so tragisch), weil ich es für "Gefährlich" empfand, dies gleich unter der Dusche zu machen.
Ich war wieder unter den Lebenden. Ich konnte sehen, ich fühlte mich frisch geduscht total wohl. Und das Beste: Ich musste diese Augenklappen nachts nicht mehr tragen!
Die Tage danach war ich viel draußen. Mir tat die frische Luft total gut und so ging ich dem Fernseh gucken aus dem Weg, was meine Augen wahrscheinlich nur mehr beanspruchten würde. Und natürlich: Tropfen, Tropfen, Tropfen.
Meine "zweite" Nachuntersuchung:
Freitags ging es wieder mit dem Zug nach Düsseldorf, nun breits schon ohne Sonnenbrille. Ich war total zufrieden mit dem sehen und hatte echt keine Probleme mehr. Diesmal untersuchte mich der Arzt selber und sagte mir, dass meine Augen schon richtig gut aussehen. Die Trübung sei wohl noch ein wenig da, aber bereits kleiner geworden. Tropfen sollte ich aber immer noch gleich viel.
Die OP ist jetzt 13 Tage her und ich bin einfach super zufrieden. Mittlerweile gehe ich seit 3 Tagen schon wieder zur Schule. Schminken darf ich mich auch schon wieder ganz leicht, was für mich, super eitle Nine, echt klasse ist. Natürlich bin ich dabei echt vorsichtig, genau wie bei allem anderen. Die Haare wäscht mir noch immer meine Mutter ( mit Babyshampoo) und Duschen gehe ich auch nur, wie oben beschrieben. Meine Sonnenbrille brauch ich nur noch ganz selten.
In 1 1/2 Wochen habe ich wieder eine Nachuntersuchung und ich hoffe, dass ich dann einen noch besseren Sehtest abliefere und dass die Trübung im rechten Auge dann ganz verschwunden ist. Die Op hat echt schon ein wenig geschlaucht, ich schlafe andauernd auf dem Sofa ein, vielleicht aber auch, weil mein Hirn sich wegen den Augen so anstrengt, dass es irgendwann einfach ausschaltet
Leute, wenn ihr eure Augen lasern lassen wollt, und aus Angst zweifelt, ich kann euch nur sagen : Macht es! Es ist wirklich nicht schlimm. 1-2 Tage sind unangenehm, aber keineswegs sehr schmerzhaft. Es gibt heute super Schmerzmittel, die die ganze Sache echt erträglich macht. Und in den Momenten, wo das Auge tränt und tränt denk man sich " ich mach es, damit ich die Brille nicht mehr brauch"
Ich schreib euch in 1 1/2 Wochen, wie die Nachuntersuchung war.
Falls ihr zu irgendwas Fragen habt, schreibt mich einfach an.
Ich weiß, der Bericht ist sehr lang geworden, es tut mir leid.
Nine