PRK bei Care Vision Berlin am 1.7.2010
Verfasst: 25.07.2010, 13:28
Nun will auch ich über meine eigene OP am 1. Juli 2010 berichten.
Meine Ausgangswerte:
rechts -4,25 cyl -2,75
links -4,75 cyl -3,00
Ich trug mich bereits seit mehreren Jahren mit dem Gedanken meine Augen irgendwann lasern zu lassen. Nachdem ich mich via Internet und hier im Forum ausführlich über mehrere Wochen über die verschiedenen Methoden informiert hatte, wurde mein Wunsch, endlich ohne Brille leben zu können greifbarer.
Ich habe mir dann für den 30.6. einen Termin bei Care Vision Berlin geben lassen, nicht ohne vorher meine langjährige Augenärztin zu kontaktieren und um ihre Meinung zu fragen. Diese hat mich in meinem Vorhaben bestärkt und Bedenken ausgeräumt und meinte nur, dass ich meine Lebensqualität durch eine Laser-OP doch erheblich steigern kann.
Voller Vorfreude ging es dann am 30.6. zur 1. Untersuchung zu Care Vision. Das gesamte Team ist sehr nett und freundlich und meine Augen wurden von der Optikerin eingehend untersucht. Das Ergebnis lautete: Laser tauglich, aber nur PRK.
Diese Diagnose bremste meine Vorfreude kurz aus, da ich ja durch dieses Forum wusste, was auf mich zukommt.
Da ich aber, bedingt durch einen Unfall im Frühjahr bewegungstechnisch für längere Zeit eingeschränkt bin, dachte ich mir, darauf kommt es dann auch nicht mehr an
Sofort im Anschluss wurde ich durch Dr. Pieper nochmals untersucht und er erklärte mir nochmals ausführlich die „fiesere Methode“ (seine Worte), meinte aber, dass man mit dieser Methode ein sehr gutes Ergebnis erzielen kann.
Nun ja – Augen zu und durch – dachte ich mir und lies mir den nächstmöglichen OP Termin geben. Gleich am nächsten Tag, Donnerstag den 1. Juli, nachmittags.
Ich war komischerweise überhaupt nicht aufgeregt und hätte wahrscheinlich die Beruhigungstablette, die man ja an der Anmeldung sofort bekommt, überhaupt nicht gebraucht. Hab sie aber vorsichtshalber trotzdem eingenommen.
Die OP selbst dauert ja incl. Vorbereitung nicht länger als 20 Minuten. Es ist zwar ein komisches Gefühl, wenn jemand auf dem Auge rumkratzt, aber ich hab ja sonst gar nichts gemerkt.
Das Gefühl nach 44 Jahren das 1. Mal ohne Brille mit relativ klarem Blick aus der 17. Etage über Berlin sehen zu können, kann ich gar nicht beschreiben.
Der Doc meinte noch, bis Samstagmittag werde ich ihn wohl hassen, aber dann müsste es besser werden.
Auf gings nach Hause. Gegen 19.00 Uhr setzten die Schmerzen ein. Die nächsten 2 ½ Tage würde ich gern aus meinem Gedächtnis streichen. Aber trotz der Schmerzen, muss ich aber sagen, der kurze Moment, in denen ich die Augen öffnen konnte und einen fast klaren Blick hatte, entschädigte alle Unannehmlichkeiten. Und genau genommen waren die Schmerzen mit ausreichend Ibuprofen doch recht gut auszuhalten. Das stündliche Tropfen übernahm liebenswürdiger weise mein Mann. So wie die Schmerzen gekommen waren, waren sie Sonntagmittag verschwunden. Die nächsten Tage waren wie Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag. Ich konnte es gar nicht fassen, keine Brille (die ja fast 40 Jahre mein ständiger Begleiter war) mehr aufsetzen zu müssen. Kontaktlinsen hab ich übrigens nie wirklich richtig vertragen, was wegen meiner vielen sportlichen Aktivitäten sehr schade und ärgerlich war.
Mittwoch ging es dann zur 1. Kontrolle und Kontaktlinsenentnahme. Die Sicht wurde schlagartig etwas schlechter und das Sandkorngefühl in den Augen verstärkte sich enorm, was aber wohl normal ist.
Bis heute (3 ½ Wochen nach der OP) hat sich mein rechtes Auge sehr gut erholt. Ich sehe recht scharf, aber noch keine 100 %. Mein linkes Auge macht mir etwas mehr Probleme, obwohl in den letzten 14 Tagen eine Besserung eingetreten ist. Ich sehe noch ziemlich unscharf und mit Sicherheit nicht mehr als 70 %, wenn überhaupt. Tagsüber geht es recht gut, allerdings im Dunkeln sehe ich mit dem linken Auge leichte Doppelbilder und Lichter haben alle einen Hof. Das empfinde ich als extrem störend.
Ich weiß, die Heilung dauert länger, aber Geduld gehört nicht zu meinen Stärken. Obwohl mir natürlich nichts anderes übrig bleibt
Ich tropfe sehr, sehr oft mit HYLO-LASOP, was ich als angenehm empfinde. Kurz nach dem Tropfen habe ich übrigens kurz einen glasklaren Durchblick auf beiden Augen.
Nächsten Freitag habe ich meinen nächsten Kontrolltermin und ich bin gespannt, inwieweit sich meine Sehkraft verändert hat.
Alles in allem bin ich jedoch mit dem Ergebnis bis jetzt schon recht zufrieden und vor allem überglücklich, keine Blindschleiche mehr zu sein. Ich kann es kaum erwarten, wieder ins Fitness-Studio, in die Sauna, schwimmen zu gehen und vor allem endlich wieder Fahrrad fahren zu können (was durch meinen Unfall noch ein Weilchen warten muss).
Die Arbeit am Computer erleichtert mir mitunter noch eine leichte Lesebrille (hat Dr. Pieper empfohlen), die ich aber nicht ständig brauche und hoffentlich bald überhaupt nicht mehr.
Ich werde nach dem nächsten Kontrolltermin weiter berichten.
Katja
PS: Kann mir eigentlich jemand sagen, wann man sich wieder "gefahrlos" schminken kann?
Meine Ausgangswerte:
rechts -4,25 cyl -2,75
links -4,75 cyl -3,00
Ich trug mich bereits seit mehreren Jahren mit dem Gedanken meine Augen irgendwann lasern zu lassen. Nachdem ich mich via Internet und hier im Forum ausführlich über mehrere Wochen über die verschiedenen Methoden informiert hatte, wurde mein Wunsch, endlich ohne Brille leben zu können greifbarer.
Ich habe mir dann für den 30.6. einen Termin bei Care Vision Berlin geben lassen, nicht ohne vorher meine langjährige Augenärztin zu kontaktieren und um ihre Meinung zu fragen. Diese hat mich in meinem Vorhaben bestärkt und Bedenken ausgeräumt und meinte nur, dass ich meine Lebensqualität durch eine Laser-OP doch erheblich steigern kann.
Voller Vorfreude ging es dann am 30.6. zur 1. Untersuchung zu Care Vision. Das gesamte Team ist sehr nett und freundlich und meine Augen wurden von der Optikerin eingehend untersucht. Das Ergebnis lautete: Laser tauglich, aber nur PRK.
Diese Diagnose bremste meine Vorfreude kurz aus, da ich ja durch dieses Forum wusste, was auf mich zukommt.
Da ich aber, bedingt durch einen Unfall im Frühjahr bewegungstechnisch für längere Zeit eingeschränkt bin, dachte ich mir, darauf kommt es dann auch nicht mehr an
Sofort im Anschluss wurde ich durch Dr. Pieper nochmals untersucht und er erklärte mir nochmals ausführlich die „fiesere Methode“ (seine Worte), meinte aber, dass man mit dieser Methode ein sehr gutes Ergebnis erzielen kann.
Nun ja – Augen zu und durch – dachte ich mir und lies mir den nächstmöglichen OP Termin geben. Gleich am nächsten Tag, Donnerstag den 1. Juli, nachmittags.
Ich war komischerweise überhaupt nicht aufgeregt und hätte wahrscheinlich die Beruhigungstablette, die man ja an der Anmeldung sofort bekommt, überhaupt nicht gebraucht. Hab sie aber vorsichtshalber trotzdem eingenommen.
Die OP selbst dauert ja incl. Vorbereitung nicht länger als 20 Minuten. Es ist zwar ein komisches Gefühl, wenn jemand auf dem Auge rumkratzt, aber ich hab ja sonst gar nichts gemerkt.
Das Gefühl nach 44 Jahren das 1. Mal ohne Brille mit relativ klarem Blick aus der 17. Etage über Berlin sehen zu können, kann ich gar nicht beschreiben.
Der Doc meinte noch, bis Samstagmittag werde ich ihn wohl hassen, aber dann müsste es besser werden.
Auf gings nach Hause. Gegen 19.00 Uhr setzten die Schmerzen ein. Die nächsten 2 ½ Tage würde ich gern aus meinem Gedächtnis streichen. Aber trotz der Schmerzen, muss ich aber sagen, der kurze Moment, in denen ich die Augen öffnen konnte und einen fast klaren Blick hatte, entschädigte alle Unannehmlichkeiten. Und genau genommen waren die Schmerzen mit ausreichend Ibuprofen doch recht gut auszuhalten. Das stündliche Tropfen übernahm liebenswürdiger weise mein Mann. So wie die Schmerzen gekommen waren, waren sie Sonntagmittag verschwunden. Die nächsten Tage waren wie Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag. Ich konnte es gar nicht fassen, keine Brille (die ja fast 40 Jahre mein ständiger Begleiter war) mehr aufsetzen zu müssen. Kontaktlinsen hab ich übrigens nie wirklich richtig vertragen, was wegen meiner vielen sportlichen Aktivitäten sehr schade und ärgerlich war.
Mittwoch ging es dann zur 1. Kontrolle und Kontaktlinsenentnahme. Die Sicht wurde schlagartig etwas schlechter und das Sandkorngefühl in den Augen verstärkte sich enorm, was aber wohl normal ist.
Bis heute (3 ½ Wochen nach der OP) hat sich mein rechtes Auge sehr gut erholt. Ich sehe recht scharf, aber noch keine 100 %. Mein linkes Auge macht mir etwas mehr Probleme, obwohl in den letzten 14 Tagen eine Besserung eingetreten ist. Ich sehe noch ziemlich unscharf und mit Sicherheit nicht mehr als 70 %, wenn überhaupt. Tagsüber geht es recht gut, allerdings im Dunkeln sehe ich mit dem linken Auge leichte Doppelbilder und Lichter haben alle einen Hof. Das empfinde ich als extrem störend.
Ich weiß, die Heilung dauert länger, aber Geduld gehört nicht zu meinen Stärken. Obwohl mir natürlich nichts anderes übrig bleibt
Ich tropfe sehr, sehr oft mit HYLO-LASOP, was ich als angenehm empfinde. Kurz nach dem Tropfen habe ich übrigens kurz einen glasklaren Durchblick auf beiden Augen.
Nächsten Freitag habe ich meinen nächsten Kontrolltermin und ich bin gespannt, inwieweit sich meine Sehkraft verändert hat.
Alles in allem bin ich jedoch mit dem Ergebnis bis jetzt schon recht zufrieden und vor allem überglücklich, keine Blindschleiche mehr zu sein. Ich kann es kaum erwarten, wieder ins Fitness-Studio, in die Sauna, schwimmen zu gehen und vor allem endlich wieder Fahrrad fahren zu können (was durch meinen Unfall noch ein Weilchen warten muss).
Die Arbeit am Computer erleichtert mir mitunter noch eine leichte Lesebrille (hat Dr. Pieper empfohlen), die ich aber nicht ständig brauche und hoffentlich bald überhaupt nicht mehr.
Ich werde nach dem nächsten Kontrolltermin weiter berichten.
Katja
PS: Kann mir eigentlich jemand sagen, wann man sich wieder "gefahrlos" schminken kann?