LASIK bei Care Vision Nürnberg (Dr. Meiller)
Verfasst: 21.11.2009, 13:02
Hallo,
nachdem mir dieses Forum in den letzten Monaten sehr geholfen hat, um mich über Erfolge und mögliche Komplikationen zu informieren, möchte ich Euch meinen Erfahrungsbericht einer LASIK bei Care Vision Nürnberg nicht vorenthalten.
Die Ausgangssituation
Bin 29 Jahre alt (ok, fast 30
) und trage seit meinem 13. Lebensjahr weiche Kontaktlinsen.
Meine Kontaktlinsenstärke lag anfangs bei -1,0 und hat sich im Laufe der Zeit immer wieder erhöht, so dass ich aktuell eine Brillenstärke von -6,0 und -6,25 hatte.
Letztes Jahr hatte ich aufgrund der Kontaktlinse rechts eine Hornhautverletzung, die kein Spaß war. Habe dann fast 2 Monaten keine Linsen getragen, mich brav an die vom Augenarzt verschriebenen Tropfen gehalten und meine ca. 6 Jahre alte Brille getragen. Danach habe ich wieder ohne Probleme auf meine Linsen umsteigen können. Dann, im Mai diesen Jahres, hatte ich am gleichen Auge durch die Kontaktlinse eine Hornhautentzündung. Diese Schmerzen wünsche ich echt keinem – das war schlimmer als die Hornhautverletzung
.
Habe wieder brav Tropfen vom Augenarzt genommen, 3 Monate nur Brille (immerhin hatte ich mir 2008 endlich eine neue Brille besorgt) getragen und gehofft, dass ich danach die Linsen wieder tragen kann. Leider habe ich danach (auf beiden Augen!!) meine Monatskontaktlinsen aufgrund trockener Augen überhaupt nicht mehr vertragen.
Habe dann seit Juli Brille getragen und bei wichtigen Anlässen (Kundentermin, Hochzeitsfeier etc.) für maximal 6h Tageskontaktlinsen getragen, wobei ich hier stündlich künstliche Tränen tropfen musste. Also für mich – die eine brillenfreie Sicht gewohnt war – kein anzunehmender Zustand. Da ich viel Sport mache, kam ich mit meiner Brille überhaupt nicht klar und hatte immer mehr das Gefühl, dass eine Laser-OP meine Lebensqualität wieder erhöhen könnte.
Auswahl Laserklinik
Über einen Kollegen habe ich von Care Vision erfahren, deren Laser-Zentrum zufällig knappe 10 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt ist. Habe mich erkundigt und einen kostenlosen Beratungstermin vereinbart. Habe auch die Augenlaserklinik Fürth angeschrieben und habe Infomaterial erhalten. Da hier die Preise aber deutlich teuerer waren und ich das positive Feedback einer Bekannten meines Kollegen über Care Vision hatte, habe ich mich recht schnell für Care Vision entschieden.
Voruntersuchung
Die bei Care Vision kostenlose Voruntersuchung hatte ich bereits im Juli. Man merkt, dass Care Vision eine Unternehmenskette ist (soll gar nicht negativ klingen), da hier alles bis in Letzte geplant und strukturiert abläuft. Nach diversen Tests wurden Sehstärke (-6,0 auf beiden Augen) und Hornhautdicke (ich glaube, es waren ca. 560 mikrometer) ermittelt.
Nach den Tests wird man in einen kleinen Präsentationsraum geführt und sieht sich ein Informationsvideo an. Da ich in einer Werbeagentur arbeite, habe ich mich über den Film (ich nenne es auch mal Imagefilm) köstlich amüsiert. Es werden LASIK und LASEK anschaulich erklärt (die gleichen Videos befinden sich auf der Website), Risiken werden kurz erwähnt, aber heruntergespielt und das ganze Video endet mit fröhlichen Menschen und lachenden Kindern, die über grüne Wiesen spazieren. Aus Marketingsicht alles richtig gemacht – schön emotional, um positive Gefühle hervorzurufen
.
Im Anschluss hat man ein Gespräch mit der Managerin Frau Bressan, die einen die Möglichkeiten aufzeigt (bei mir sowohl LASIK als auch LASEK), die unterschiedlichen Vorgehensweisen nochmals erläutert und persönliche Fragen beantwortet, die der Film einen nicht beantwortet hat.
Auch die Kosten werden besprochen: Bei mir waren es (egal ob LASIK oder LASEK) 2590,00 EUR minus ein Rabatt von 50,00 EUR (wenn man den Kundennamen angibt, der einem Care Vision empfohlen hat). Also summa summarum 2540,00 EUR.
Als Verkaufsmanagerin war Frau Bressan natürlich darauf aus, sofort eine Zusage zu erhalten und umgehend den OP-Termin festzusetzen.
Da ich bis Oktober immer unter meiner Heuschupfenallergie leide und dabei juckende Augen habe, habe ich den Termin auf November legen lassen. Auf meine direkte Nachfrage meinte sie, dass ich den Termin jederzeit ohne Kosten stornieren könnte, falls ich mich gegen eine OP entscheide. Das hat mich beruhigt, da ich mich über die Risiken noch näher informieren wollte.
2. Voruntersuchung (16.11.2009)
Hier wurden alle Tests der ersten Untersuchung sicherheitshalber wiederholt. Man darf mindesten 2 Wochen davor keine Kontaktlinsen mehr tragen.
Meine Werte haben sich ohne Kontaktlinsentragen doch leicht verändert:
Dioptrien: -5,75 und -6,25
Hornhautdicke; 592 und 593 μm
Dann ging es zu Dr. Meiller, der Hornhaut und Augenhintergrund genau ableuchtete, mich über die Risiken aufklärte und sonstige Fragen beantwortete.
Meine Hornhautverletzung und -entzündung hatten keine Narben hinterlassen, so dass LASIK bei mir möglich war. Da ich mich vorher genau über mögliche Komplikationen informiert hatte, war ich mir der Risiken bewusst. Mir war nur wichtig, dass mein Risiko nicht erhöht ist. Auf diese Nachfrage meinte Dr. Meiller, dass bei mir ein ganz normales Risiko bestehen würde und aus seiner Sicht nichts gegen eine LASIK spricht.
LASIK-OP (19.11.2009)
Donnerstag war es dann soweit – bin um 15.00 Uhr aus der Arbeit. Habe dann noch Haare gewaschen, da man nach der OP mindestens 3 Tage keine Haare waschen darf, um Wasserkontakt am Auge zu vermeiden.
Um 17.45 Uhr bin ich mit meinem Freund bei Care Vision angekommen.
Nach der Zahlung (geht mit Kredit- oder EC-Karte; beachtet Euer Tageslimit auf Euren EC- und Kreditkarten!!) wird einem der Tropfenplan erklärt und man erhält einen kleinen Karton (Kosten für Medikamente ca. 80,00 EUR, Rechung folgt von Parcside-Apotheke per Post) mit folgendem Inhalt:
- Tropfenplan
- Zettel mit allgemeinen Hinweisen
- Nummer Bereitschaftstelefon
- 30 x 0,5 ml Floxal EDO (Bausch & Lomb)
- 50 x 0,5 ml Dexa EDO (Bausch & Lomb)
- 2 x 10 ml HYLO LASOP (Ursapharm)
- 2 Plastik-Augenschutzklappen
- Leukoplast (zum Befestigen der Augenklappen)
Zudem erhält man nach dem Gespräch eine leichte Beruhigungstablette (ich glaube, was war der Wirkstoff Diazepam), deren Wirkung man nicht bewusst spürt. Aber nachdem ich mit dem Aufzug oben angekommen vor dem OP-Raum wartete, konnte ich bereits wieder mit meinem Freund scherzen, was ich auf die Wirkung der Tablette zurückführe.
Dann werden einem die grüne OP-Haube und –Füßlinge aufgesetzt und die Betäubungstropfen verabreicht. Vor mir war noch jemand im OP, aber die Atmosphäre war (auch dank des Personals) sehr entspannt. Ich wollte es einfach nur noch hinter mir haben.
Die Haut um die Augen wird noch mit Jod desinfiziert und weitere Betäubungstropfen getropft, deren Wirkung man aktiv überhaupt nicht spürt – habe mich gefühlt wie immer.
Mein Freund wurde gefragt, ob er mit in den OP oder lieber von draußen zuschauen möchte – er hat dann direkt vor der Glasscheibe Platz genommen, wo man in den OP schauen und alles über eine Monitor verfolgen kann,
Dann hat sich schon die Tür geöffnet und Dr. Meiller hat mich in den OP gebeten. Sein Assistent war einer vom Personal, den ich von den Voruntersuchungen kannte. Dieser fragte mich aus Sicherheitsgründen nach meinem Geburtsdatum, um sicherzustellen dass die Werte vom Computer mit meiner Person übereinstimmen.
Die beiden haben mir abwechselnd genau erklärt, was gemacht wird. Begonnen wurde mir dem rechten Auge: Nach dem Abkleben des Oberlids wurde der Lidspanner eingesetzt. Zwischendurch wurde immer wieder mal getropft. Dann musste ich meinen Blick auf das grüne Licht fokussieren, das zwischen 4 roten Lichtern geblinkt hat.
Eigentlich habe ich weder vom Saugring (hier wurde es kurz ganz dunkel und hat leicht gedrückt), noch vom Schnitt oder dem Zurückklappen des Flaps irgendetwas gespürt. Auch den Lidspanner habe ich nicht als störend empfunden, da ich dem Reflex zu blinzeln normal ausführen konnte, ohne dass sich das Auge dabei schließen kann.
Nur aufgrund der Aussagen von Dr. Meiller wusste ich, was gerade gemacht wurde. Ich habe mich auf die Lichterwolke konzentriert, die teilweise hin- und herschwirrte oder komplett unscharf wurde. Aus den Erfahrungsberichten kannte ich das bereits und habe eisern geradeaus geguckt. Habe dafür mehrmals das Lob „Sie arbeiten gut mit!“ von Dr. Meiller erhalten. Geradeausgucken ist ja nicht wirklich schwer, aber die Aussage hatte definitiv eine beruhigende Wirkung auf mich. Auch während des eigentlichen Laservorgangs (44 Sekunden rechts, 41 Sekunden links) habe ich gar nichts gespürt. Ich fand den Laser auch nicht extrem laut, wie in einigen Erfahrungsberichten beschrieben wurde. Man spürt dabei einen leichten Luftzug und riecht den leichten Geruch von Verbrannten. Super war, dass der Assistenz hochzählt wie viel bereits gelasert wurde (also 25%, 50%, 80%...). Das hat auch ungemein beruhigt. Danach wurde der Flap mit einer Art Silikonspachtel/-pinsel glatt gestrichen. Hat sich – so komisch es klingt – sehr angenehm angefühlt.
Pro Auge hat die ganze OP ca. 5 Minuten gedauert.
Der einzige Unterschied beim linken Auge war, dass ich den Saugring und den Schnitt gespürt habe. Als der Druck stärker wurde als rechts, habe ich das Dr. Meiler gesagt. Er meinte beruhigend, dass man ganz häufig beim zweiten Auge etwas mehr spürt.
Dann war der Schnitt auch schon gemacht – den Laservorgang habe ich wieder gar nicht mehr gespürt.
Nach der OP bin ich langsam von der Liege aufgestanden und konnte wie durch einen Nebel bereits die Uhr und andere Details erkennen, die mit meiner alten Dioptrien-Zahl nicht vorstellbar gewesen wäre. Das war schon ein unglaubliches Gefühl.
Bin dann zu meinem Freund vor die Glasscheibe und konnte gleich eine LASEK-OP am Monitor mit verfolgen. Habe vom Personal gleich die ersten Tropfen aus meinem Karton erhalten. Nach ca. 10 Minuten hat mich Dr. Meiller kontrolliert, ob der Flap richtig sitzt.
Da wie am Fließband operiert wird und fast jeder mit Begleitung anwesend ist, sind vorm OP-Raum die Stühle teilweise knapp. Ich persönlich fand es sehr angenehm direkt nach der OP mich mit anderen Personen austauschen zu können, die die gleichen Eindrücke wie ich gesammelt haben.
Der Abend & Tag danach
Nach der Kontrolle (Flap saß genau richtig) sind wir nach Hause. Auf dem kurzen Heimweg habe ich bereits gemerkt, dass die Augen anfangen zu tränen.
Als ich daheim war (ca. 19.30 Uhr) habe ich mich direkt ins Bett verzogen. Mein Freund hat mir meine Tropfen gegeben, wobei ich beide Augen fast nicht aufbekommen habe. Ich lag mit geschlossen Augen da und habe noch ca. 1,5h Hörspiele gehört. Dabei hat vor allem das linke Auge permanent getränt. Mein Freund hat dann die Augenklappen befestigt (man sieht damit echt lächerlich aus) und ich habe versucht zu schlafen. Habe vorsichtshalber eine leichte Ibuprofen genommen, weil mich die tränenden Augen extrem an die Hornhautentzündung erinnert haben. Bin dann aber relativ schnell eingeschlafen.
Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht und habe versucht vorsichtig die Augen zu öffnen – keine Schmerzen, kein Tränen und ich konnte die Augen ohne Probleme öffnen. Habe wieder beruhigt weitergeschlafen.
Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und konnte bereits klar ohne Nebel sehen – meine Augen haben sich angefühlt wie immer. Unglaublich!
Habe brav getropft und bin am Freitag am späten Nachmittag zum Kontrolltermin.
Dort war ich zuerst etwas enttäuscht: 90% mit beiden Augen. Ist natürlich im Vergleich zu meiner alten Sichtstärke immer noch der Hammer, habe aber schon gehofft, dass ich auf 100% komme. Der Assistent meinte, dass mit der Zeit noch besser wird – mal abwarten.
Ist aber trotzdem ein tolles Gefühl ohne Brille rausgehen zu können, ohne gleich die Gefahr zu laufen überfahren zu werden
.
Dann bei der eigentlichen Kontrolle bei Dr. Meiller hat sich herausgestellt, dass beide Flaps gut sitzen. Durch meine hohe Dioptrien-Zahl verdampft der Laser mehr Hornhaut als bei Personen mit geringeren Dioptrien-Zahlen. Das führt laut Herrn Dr. Meiller zu mehr Irritation an der Hornhaut. Er meinte, dass meine rechte Hornhaut noch etwas irritierter wäre als das linke Auge. Ich muss deswegen rechts alle 2h Dexa tropfen und am Montag (also nach 3 Tagen) nochmals zur Kontrolle.
Hoffe, dass dann beide Augen ok sind und sich nicht irgendwelche Komplikationen ergeben.
Halte Euch auf dem Laufenden.
Grüße Mela
nachdem mir dieses Forum in den letzten Monaten sehr geholfen hat, um mich über Erfolge und mögliche Komplikationen zu informieren, möchte ich Euch meinen Erfahrungsbericht einer LASIK bei Care Vision Nürnberg nicht vorenthalten.
Die Ausgangssituation
Bin 29 Jahre alt (ok, fast 30
Meine Kontaktlinsenstärke lag anfangs bei -1,0 und hat sich im Laufe der Zeit immer wieder erhöht, so dass ich aktuell eine Brillenstärke von -6,0 und -6,25 hatte.
Letztes Jahr hatte ich aufgrund der Kontaktlinse rechts eine Hornhautverletzung, die kein Spaß war. Habe dann fast 2 Monaten keine Linsen getragen, mich brav an die vom Augenarzt verschriebenen Tropfen gehalten und meine ca. 6 Jahre alte Brille getragen. Danach habe ich wieder ohne Probleme auf meine Linsen umsteigen können. Dann, im Mai diesen Jahres, hatte ich am gleichen Auge durch die Kontaktlinse eine Hornhautentzündung. Diese Schmerzen wünsche ich echt keinem – das war schlimmer als die Hornhautverletzung
Habe wieder brav Tropfen vom Augenarzt genommen, 3 Monate nur Brille (immerhin hatte ich mir 2008 endlich eine neue Brille besorgt) getragen und gehofft, dass ich danach die Linsen wieder tragen kann. Leider habe ich danach (auf beiden Augen!!) meine Monatskontaktlinsen aufgrund trockener Augen überhaupt nicht mehr vertragen.
Habe dann seit Juli Brille getragen und bei wichtigen Anlässen (Kundentermin, Hochzeitsfeier etc.) für maximal 6h Tageskontaktlinsen getragen, wobei ich hier stündlich künstliche Tränen tropfen musste. Also für mich – die eine brillenfreie Sicht gewohnt war – kein anzunehmender Zustand. Da ich viel Sport mache, kam ich mit meiner Brille überhaupt nicht klar und hatte immer mehr das Gefühl, dass eine Laser-OP meine Lebensqualität wieder erhöhen könnte.
Auswahl Laserklinik
Über einen Kollegen habe ich von Care Vision erfahren, deren Laser-Zentrum zufällig knappe 10 Gehminuten von meiner Wohnung entfernt ist. Habe mich erkundigt und einen kostenlosen Beratungstermin vereinbart. Habe auch die Augenlaserklinik Fürth angeschrieben und habe Infomaterial erhalten. Da hier die Preise aber deutlich teuerer waren und ich das positive Feedback einer Bekannten meines Kollegen über Care Vision hatte, habe ich mich recht schnell für Care Vision entschieden.
Voruntersuchung
Die bei Care Vision kostenlose Voruntersuchung hatte ich bereits im Juli. Man merkt, dass Care Vision eine Unternehmenskette ist (soll gar nicht negativ klingen), da hier alles bis in Letzte geplant und strukturiert abläuft. Nach diversen Tests wurden Sehstärke (-6,0 auf beiden Augen) und Hornhautdicke (ich glaube, es waren ca. 560 mikrometer) ermittelt.
Nach den Tests wird man in einen kleinen Präsentationsraum geführt und sieht sich ein Informationsvideo an. Da ich in einer Werbeagentur arbeite, habe ich mich über den Film (ich nenne es auch mal Imagefilm) köstlich amüsiert. Es werden LASIK und LASEK anschaulich erklärt (die gleichen Videos befinden sich auf der Website), Risiken werden kurz erwähnt, aber heruntergespielt und das ganze Video endet mit fröhlichen Menschen und lachenden Kindern, die über grüne Wiesen spazieren. Aus Marketingsicht alles richtig gemacht – schön emotional, um positive Gefühle hervorzurufen
Im Anschluss hat man ein Gespräch mit der Managerin Frau Bressan, die einen die Möglichkeiten aufzeigt (bei mir sowohl LASIK als auch LASEK), die unterschiedlichen Vorgehensweisen nochmals erläutert und persönliche Fragen beantwortet, die der Film einen nicht beantwortet hat.
Auch die Kosten werden besprochen: Bei mir waren es (egal ob LASIK oder LASEK) 2590,00 EUR minus ein Rabatt von 50,00 EUR (wenn man den Kundennamen angibt, der einem Care Vision empfohlen hat). Also summa summarum 2540,00 EUR.
Als Verkaufsmanagerin war Frau Bressan natürlich darauf aus, sofort eine Zusage zu erhalten und umgehend den OP-Termin festzusetzen.
Da ich bis Oktober immer unter meiner Heuschupfenallergie leide und dabei juckende Augen habe, habe ich den Termin auf November legen lassen. Auf meine direkte Nachfrage meinte sie, dass ich den Termin jederzeit ohne Kosten stornieren könnte, falls ich mich gegen eine OP entscheide. Das hat mich beruhigt, da ich mich über die Risiken noch näher informieren wollte.
2. Voruntersuchung (16.11.2009)
Hier wurden alle Tests der ersten Untersuchung sicherheitshalber wiederholt. Man darf mindesten 2 Wochen davor keine Kontaktlinsen mehr tragen.
Meine Werte haben sich ohne Kontaktlinsentragen doch leicht verändert:
Dioptrien: -5,75 und -6,25
Hornhautdicke; 592 und 593 μm
Dann ging es zu Dr. Meiller, der Hornhaut und Augenhintergrund genau ableuchtete, mich über die Risiken aufklärte und sonstige Fragen beantwortete.
Meine Hornhautverletzung und -entzündung hatten keine Narben hinterlassen, so dass LASIK bei mir möglich war. Da ich mich vorher genau über mögliche Komplikationen informiert hatte, war ich mir der Risiken bewusst. Mir war nur wichtig, dass mein Risiko nicht erhöht ist. Auf diese Nachfrage meinte Dr. Meiller, dass bei mir ein ganz normales Risiko bestehen würde und aus seiner Sicht nichts gegen eine LASIK spricht.
LASIK-OP (19.11.2009)
Donnerstag war es dann soweit – bin um 15.00 Uhr aus der Arbeit. Habe dann noch Haare gewaschen, da man nach der OP mindestens 3 Tage keine Haare waschen darf, um Wasserkontakt am Auge zu vermeiden.
Um 17.45 Uhr bin ich mit meinem Freund bei Care Vision angekommen.
Nach der Zahlung (geht mit Kredit- oder EC-Karte; beachtet Euer Tageslimit auf Euren EC- und Kreditkarten!!) wird einem der Tropfenplan erklärt und man erhält einen kleinen Karton (Kosten für Medikamente ca. 80,00 EUR, Rechung folgt von Parcside-Apotheke per Post) mit folgendem Inhalt:
- Tropfenplan
- Zettel mit allgemeinen Hinweisen
- Nummer Bereitschaftstelefon
- 30 x 0,5 ml Floxal EDO (Bausch & Lomb)
- 50 x 0,5 ml Dexa EDO (Bausch & Lomb)
- 2 x 10 ml HYLO LASOP (Ursapharm)
- 2 Plastik-Augenschutzklappen
- Leukoplast (zum Befestigen der Augenklappen)
Zudem erhält man nach dem Gespräch eine leichte Beruhigungstablette (ich glaube, was war der Wirkstoff Diazepam), deren Wirkung man nicht bewusst spürt. Aber nachdem ich mit dem Aufzug oben angekommen vor dem OP-Raum wartete, konnte ich bereits wieder mit meinem Freund scherzen, was ich auf die Wirkung der Tablette zurückführe.
Dann werden einem die grüne OP-Haube und –Füßlinge aufgesetzt und die Betäubungstropfen verabreicht. Vor mir war noch jemand im OP, aber die Atmosphäre war (auch dank des Personals) sehr entspannt. Ich wollte es einfach nur noch hinter mir haben.
Die Haut um die Augen wird noch mit Jod desinfiziert und weitere Betäubungstropfen getropft, deren Wirkung man aktiv überhaupt nicht spürt – habe mich gefühlt wie immer.
Mein Freund wurde gefragt, ob er mit in den OP oder lieber von draußen zuschauen möchte – er hat dann direkt vor der Glasscheibe Platz genommen, wo man in den OP schauen und alles über eine Monitor verfolgen kann,
Dann hat sich schon die Tür geöffnet und Dr. Meiller hat mich in den OP gebeten. Sein Assistent war einer vom Personal, den ich von den Voruntersuchungen kannte. Dieser fragte mich aus Sicherheitsgründen nach meinem Geburtsdatum, um sicherzustellen dass die Werte vom Computer mit meiner Person übereinstimmen.
Die beiden haben mir abwechselnd genau erklärt, was gemacht wird. Begonnen wurde mir dem rechten Auge: Nach dem Abkleben des Oberlids wurde der Lidspanner eingesetzt. Zwischendurch wurde immer wieder mal getropft. Dann musste ich meinen Blick auf das grüne Licht fokussieren, das zwischen 4 roten Lichtern geblinkt hat.
Eigentlich habe ich weder vom Saugring (hier wurde es kurz ganz dunkel und hat leicht gedrückt), noch vom Schnitt oder dem Zurückklappen des Flaps irgendetwas gespürt. Auch den Lidspanner habe ich nicht als störend empfunden, da ich dem Reflex zu blinzeln normal ausführen konnte, ohne dass sich das Auge dabei schließen kann.
Nur aufgrund der Aussagen von Dr. Meiller wusste ich, was gerade gemacht wurde. Ich habe mich auf die Lichterwolke konzentriert, die teilweise hin- und herschwirrte oder komplett unscharf wurde. Aus den Erfahrungsberichten kannte ich das bereits und habe eisern geradeaus geguckt. Habe dafür mehrmals das Lob „Sie arbeiten gut mit!“ von Dr. Meiller erhalten. Geradeausgucken ist ja nicht wirklich schwer, aber die Aussage hatte definitiv eine beruhigende Wirkung auf mich. Auch während des eigentlichen Laservorgangs (44 Sekunden rechts, 41 Sekunden links) habe ich gar nichts gespürt. Ich fand den Laser auch nicht extrem laut, wie in einigen Erfahrungsberichten beschrieben wurde. Man spürt dabei einen leichten Luftzug und riecht den leichten Geruch von Verbrannten. Super war, dass der Assistenz hochzählt wie viel bereits gelasert wurde (also 25%, 50%, 80%...). Das hat auch ungemein beruhigt. Danach wurde der Flap mit einer Art Silikonspachtel/-pinsel glatt gestrichen. Hat sich – so komisch es klingt – sehr angenehm angefühlt.
Pro Auge hat die ganze OP ca. 5 Minuten gedauert.
Der einzige Unterschied beim linken Auge war, dass ich den Saugring und den Schnitt gespürt habe. Als der Druck stärker wurde als rechts, habe ich das Dr. Meiler gesagt. Er meinte beruhigend, dass man ganz häufig beim zweiten Auge etwas mehr spürt.
Dann war der Schnitt auch schon gemacht – den Laservorgang habe ich wieder gar nicht mehr gespürt.
Nach der OP bin ich langsam von der Liege aufgestanden und konnte wie durch einen Nebel bereits die Uhr und andere Details erkennen, die mit meiner alten Dioptrien-Zahl nicht vorstellbar gewesen wäre. Das war schon ein unglaubliches Gefühl.
Bin dann zu meinem Freund vor die Glasscheibe und konnte gleich eine LASEK-OP am Monitor mit verfolgen. Habe vom Personal gleich die ersten Tropfen aus meinem Karton erhalten. Nach ca. 10 Minuten hat mich Dr. Meiller kontrolliert, ob der Flap richtig sitzt.
Da wie am Fließband operiert wird und fast jeder mit Begleitung anwesend ist, sind vorm OP-Raum die Stühle teilweise knapp. Ich persönlich fand es sehr angenehm direkt nach der OP mich mit anderen Personen austauschen zu können, die die gleichen Eindrücke wie ich gesammelt haben.
Der Abend & Tag danach
Nach der Kontrolle (Flap saß genau richtig) sind wir nach Hause. Auf dem kurzen Heimweg habe ich bereits gemerkt, dass die Augen anfangen zu tränen.
Als ich daheim war (ca. 19.30 Uhr) habe ich mich direkt ins Bett verzogen. Mein Freund hat mir meine Tropfen gegeben, wobei ich beide Augen fast nicht aufbekommen habe. Ich lag mit geschlossen Augen da und habe noch ca. 1,5h Hörspiele gehört. Dabei hat vor allem das linke Auge permanent getränt. Mein Freund hat dann die Augenklappen befestigt (man sieht damit echt lächerlich aus) und ich habe versucht zu schlafen. Habe vorsichtshalber eine leichte Ibuprofen genommen, weil mich die tränenden Augen extrem an die Hornhautentzündung erinnert haben. Bin dann aber relativ schnell eingeschlafen.
Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht und habe versucht vorsichtig die Augen zu öffnen – keine Schmerzen, kein Tränen und ich konnte die Augen ohne Probleme öffnen. Habe wieder beruhigt weitergeschlafen.
Am nächsten Morgen bin ich aufgewacht und konnte bereits klar ohne Nebel sehen – meine Augen haben sich angefühlt wie immer. Unglaublich!
Habe brav getropft und bin am Freitag am späten Nachmittag zum Kontrolltermin.
Dort war ich zuerst etwas enttäuscht: 90% mit beiden Augen. Ist natürlich im Vergleich zu meiner alten Sichtstärke immer noch der Hammer, habe aber schon gehofft, dass ich auf 100% komme. Der Assistent meinte, dass mit der Zeit noch besser wird – mal abwarten.
Ist aber trotzdem ein tolles Gefühl ohne Brille rausgehen zu können, ohne gleich die Gefahr zu laufen überfahren zu werden
Dann bei der eigentlichen Kontrolle bei Dr. Meiller hat sich herausgestellt, dass beide Flaps gut sitzen. Durch meine hohe Dioptrien-Zahl verdampft der Laser mehr Hornhaut als bei Personen mit geringeren Dioptrien-Zahlen. Das führt laut Herrn Dr. Meiller zu mehr Irritation an der Hornhaut. Er meinte, dass meine rechte Hornhaut noch etwas irritierter wäre als das linke Auge. Ich muss deswegen rechts alle 2h Dexa tropfen und am Montag (also nach 3 Tagen) nochmals zur Kontrolle.
Hoffe, dass dann beide Augen ok sind und sich nicht irgendwelche Komplikationen ergeben.
Halte Euch auf dem Laufenden.
Grüße Mela