Seite 1 von 1

Lasik mit Wellenfront am 21.09.2009 bei VisuMed in München

Verfasst: 23.10.2009, 14:26
von jandria
Hallo,

da wenig zu VisuMed in München zu finden ist, hier nun mein Bericht (ca 5 Wochen nach der OP):

Ausgangswerte: ca -3 auf beiden Augen, mit Hornhautverkrümmung und Pupillengröße >7mm

Ich hatte eine Lasik mit Wellenfront

Am 21.09.2009 um 16:30 Uhr ging es los.

Als erstes bekam ich Augentropfen zum Betäuben des Auges, dann wurde der Augenbereich desinfiziert und natürlich das berühmte Häubchen für die Haare.

Ich musste mich auf eine Liege legen, wo der Kopf auf einem Kissen lag. Dann wurde mein Kopf mit dem Kissen fixiert.
Dadurch konnte ich dann aber auch nicht mehr richtig höhren was zu mir gesagt wurde (das Kissen hat die Ohren zugedeckt). Es wurde trotzdem jeder Schritt angesagt.

Als erstes kam das Rechte Auge dran. Zu erst wurden meine Wimpern abgeklebt, bevor der Lidspreizer eingesetzt wurde.
(Der war ziemlich unangenehm.), dann wurde der Saugring aufs Auge gesetzt und ich musste das Licht im Laser anschauen. Mir wurde dann gesagt, dass ich nichts sehen werde - der Flap wurde geschnitten. Der Flap wurde dann beiseite gehoben (Das Instrument hab ich sehr gut erkennen können.) und schon ging das Lasern los. Das Lasern selber ging recht schnell und war gar nicht so schlimm (riecht auch nicht wirklich doll nach verbrannten Gewebe). Danach wurde das Auge gespült und der Flap wieder zurück getan und nun ging es ans linke Auge.

Während der ganzen Zeit hatte ich mehr Angst wie jemals sonst in meinem Leben und ich hab mich noch nie so ausgeliefert gefühlt.
Das war mit das schrecklichste daran.

Danach konnte ich mich aufsetzen - und sah alles total milchig. Ich hatte schon richtig Panik (so 'ne Nuss vom Friseur hat mir erzählt,
dass eine Freundin angeblich gleich nach dem Lasern klar sehen konnte... von wegen!), aber die Ärztin beruhigte mich, dass das normal sei.

Ich hab dann Augentropfen mit nach Hause bekommen, die ich im Wechsel alle Stunde nehmen sollte.

Schon auf dem Heimweg merkte ich, dass die Wirkung der Betäubung nachlässt und jedes Licht wurde zur Hölle. Ich hab die Augen kaum noch auf bekommen.
Zu Hause musste mein Mann erstmal alles abdunkeln. Die nächsten Stunden hab ich mit schlafen (mit den Augenmasken die ich bekommen habe) und tropfen zugebracht. Das Tropfen war echt schwierig, da ich die Augen kaum aufbekommen habe. Abendbrot gab es dann im schummrigen Licht.

Am nächsten Morgen konnte ich wenigstens schon die Helligkeit ab, aber es war als ob ich alles durch eine schmutzige Brille oder durch Kontaktlinsen, die man vergessen hat zum Schlafen rauszunehmen, sehe. (Schleiersehen siehe Bildersektion)

Mittags bin ich dann zur ersten Nachuntersuchung. Da konnte ich schon 100% sehr gut sehen und 125% leicht mit beiden Augen.

Aber ich hatte noch tagelang das Schleiersehen und am schrecklichsten waren die Blendungen im Dunkeln. Autofahren im Dunkeln war echt blöd.
Gottseidank hat sich das aber schon nach einer Woche wieder gelegt, aber leider noch nicht ganz. Bei der Untersuchung 1 Woche nach der OP, sagte man mir, dass sich das noch legen wird. Immerhin brauchen die Augen 12 Wochen zur Heilung. Dafür wird das 125%-Sehen immer besser.

Nach 4 Wochen, empfinde ich die Blendungen immer noch ein wenig störend, aber nicht mehr beeinträchtigend und ich merke ganz leicht, dass es sich bessert.

Was momentan total genial ist: ich sehe nun die Blätter an den Bäumen total Kontrastreich - ich stehe also gern im Stau und betrachte mir die Bäume an der Autobahn. :)

Ab und zu brennen mir noch die Augen und am Anfang war Computerarbeit nicht so der Hit (2 Wochen Urlaub danach lohnen sich). Aber inzwischen geht das auch ganz gut.

Auf jeden Fall hat sich die OP gelohnt und ich möchte es nicht mehr missen, keine Brille mehr zu brauchen.

LG, Jandria