Lasik mit Keratom am 16.03.09 im Augenzentrum Maus in Köln
Verfasst: 17.03.2009, 20:21
So, nachdem nun das Forum bei der Eingabe meines Erfahrungsberichtes das erst mal abgestürzt ist probiere ich es noch einmal…
Also, ich habe mich seit November 2008 mit dem Gedanken befasst mir die Augen lasern zu lassen. Gestern war es dann so weit und ich habe mich einer LASIK im Augenzentrum Maus unterzogen. Alles Super!! Der Weg bis dahin war aber nicht leicht…
Meine Brillenwerte betrugen vor der OP LI +0,25 / -5,00 / 177°, RE +1,75 / - 5,75 / 6°. Zudem leide ich unter Neurodermitis. Letzten Sommer habe ich noch einmal Kontaktlinsen probiert, diese konnte man jedoch auf Grund meiner starken Hornhautverkrümmung nicht optimal anpassen. Mit Linsen kam ich auf 80 %, allerdings nicht zu jeder Tageszeit. Mit Brille konnte ich 100 % Sehkraft erreichen.
Ich informierte mich im Internet u.a. auch in diesem Forum, bei Bekannten und Freunden. Die Meinungen waren sehr unterschiedlich. Hier im Forum habe ich viele Beiträge gelesen, die mich entweder in meiner Entscheidung bestärkt oder noch mehr verunsichert haben. Deshalb möchte ich auch gerne meine Erfahrung aus erster Hand mitteilen, für die noch Unentschlossenen unter euch.
Meine erste Anlaufstelle war die Augenklinik in Köln-Porz bei Herrn Dr. Meyer. Hier nahm ich zusammen mit einer Freundin an einem Infoabend teil. Für den Anfang war dies auch ok, allerdings fühlte ich mich hier nicht persönlich angesprochen, auch wenn die Gruppe des Infoabends nur aus 7 Personen bestand. Herr Dr. Meyer legte eine DVD ein die man sich anschauen sollte und kam erst danach wieder zu uns um Fragen zu beantworten. Sehr unpersönlich wie ich fand. Ich kam auf die Empfehlung einer Kollegin in diese Klinik, die sich dort vor 4 Jahren hat Artisan-Linsen implantieren lassen bei Herrn Dr. Körber. Sie ist mit ihrer Operation und dem Doktor sehr zufrieden gewesen.
Ein Bekannter vermittelte mir dann einen Voruntersuchungstermin bei Care Vision am Rheinufer. Hier wurden die ersten Messungen von einem Optikermeister vorgenommen, mit dem Ergebnis das wohl weder eine LASIK noch eine Implantation für mich in Frage kommen sollte. Meine Werte seien zu hoch und für beide Verfahren im Grenzbereich des Möglichen. Mit dieser Antwort wollte ich mich aber nicht zufrieden geben, so dass man sich noch einmal bei einem der Ärzte rückversichern wollte. Nach 2 Wochen erhielt ich dann einen Anruf, dass wohl eine PRK bei mir möglich sei. Diese kam allerdings für mich auf Grund der erschwerten Heilungsphase nicht in Frage.
Um sicher zu sein, dass wirklich nichts Anderes mehr geht, meldete ich mich für den Infoabend in der Klinik am Neumarkt (Dr. Gerten / Dr. Kermani) an. Dieser wurde von Herrn Dr. Kermani gehalten und war informativer als der in Porz. Auch hier begleitete mich meine Freundin, und empfand dies ebenso. Es wurde einem umfangreiches Infomaterial und eine DVD über einen OP Ablauf mitgegeben. Außerdem erhielt man einen Gutschein, dass die Voruntersuchung 50 € günstiger ist, wenn man am Infoabend teilgenommen hat. Zudem wurden ehemalige Patienten eingeladen die aus eigener Erfahrung berichteten, wie die OP und die Zeit danach verlaufen sind. Das fand ich sehr gut!! Da das Ergebnis bei Care Vision nicht nach meinem „Geschmack“ ausfiel vereinbarte ich einen Voruntersuchungstermin am Neumarkt. Hierfür musste ich dank des Gutscheins vom Infoabend nur 50 € bezahlen. Es wurden dieselben Messungen wie bei Care Vision von einer Optikerin vorgenommen und dann hatte ich ein kurzes Gespräch mit Herrn Dr. Gerten. Leider war Herr Dr. Kermani nicht da. Herr Dr. Gerten war sehr kurz angebunden, schaute sich die Ergebnisse der Messungen und meine Augen an und teilte mir mit, dass einer Femto-Lasik nichts im Wege stehen würde. Am liebsten hätte er mir noch einen Termin in den kommenden Tagen zugeteilt. Doch das ging mir alles zu schnell. Ich hatte den Eindruck, als wolle man mit mir den Terminkalender für die OPs optimieren. Ich fühlte mich total überrumpelt und hatte kein gutes Bauchgefühl bei der Sache.
Nachdem ich nun 2 Meinungen vorliegen hatte, wollte ich mir noch eine dritte einholen.
Hierzu schrieb ich eine Email an das Augenzentrum Maus. Ich schilderte meine Erfahrungen mit Care Vision und der Klinik am Neumarkt und teilte auch die Ergebnisse und Ausgangswerte mit. Herr Tüss, einer der Optikermeister im Augenzentrum Maus, antwortete mir zügig auf meine Mail. Er teilte mir mit, dass er keine Ferndiagnose stellen könnte und lud mich zu einem kostenlosen Voruntersuchungstermin ein. Diesen nahm ich dann auch kurz darauf war. Ich wurde freundlich empfangen. Es wurden umfangreiche Voruntersuchungen durchgeführt und dann hatte ich ein Gespräch mit Herrn Maus. Auf Grund meiner Werte empfahl er mir eine Lasik mit Keratomschnitt. Er selber präferiert das Keratom im Vergleich zum Femto, da der Schnitt genauer ist und das Auge während der OP nicht so lange aufgehalten werden muss. Die Entscheidungsgründe für die Lasik mit Keratom waren für mich schlüssig und es blieben keine Fragen mehr offen. Bei Herrn Maus, auch wenn er keinen Doktortitel trägt, war mein Bauchgefühl eindeutig. Hier fühlte ich mich gut beraten und gut aufgehoben. Somit vereinbarte ich für den 16.03.09 meinen Lasik Termin.
Wie auch schon Herr Dr. Gerten mir mitteilte bestätigte mir Herr Maus, dass bei meinen Ausgangswerten die Wahrscheinlichkeit einer Re-Lasik größer ist als bei anderen Patienten.
Um ganz auf Nummer sicher zu gehen und mein Bauchgefühl zu bestätigen, nahm ich auch noch an dem Infoabend im Augenzentrum Maus teil. Auch dieser war vielversprechend und beantwortete sämtliche Fragen. Außerdem durfte man sich auch schon einmal den OP aus nächster Nähe ansehen.
Gestern war es dann soweit. Um 08.30 Uhr sollte ich mich im Augenzentrum Maus einfinden. Zunächst wurden noch einmal sämtliche Messungen vorgenommen und mit denen aus Januar 2009 abgeglichen. Alles in Ordnung, die Werte sind stabil. Dann kam ich noch einmal zu Herrn Maus, der sich auch noch einmal die Messergebnisse und meine Augen ansah. Keine Einwände. In 10-15 Minuten sollte es losgehen. Da ich nun doch einen flauen Magen hatte lies ich mir noch schnell eine Beruhigungstablette geben. Ich wurde an den Tresen gebeten, um die Rechnung zu begleichen und das Infomaterial für nach der OP in Empfang zu nehmen. Dann wurde ich auch schon aufgerufen. Meine Schwester begleitete mich, so dass wir beide ein Operationshäubchen aufsetzen durften und rein in den OP. Hier nahm ich dann Platz auf dem zahnarztähnlichen Stuhl. Meine Augen wurden mit Wattepads an der Seite abgeklebt, für die ggf. austretende Tränen- oder Betäubungsflüssigkeit. Dann wurden meine Lider mit Jod desinfiziert. Das rechte Auge wurde nun mit einem Wattepad abgeklebt, damit das linke Auge nicht abgelenkt wird. Die Assistentin träufelte zuvor noch das erste Mal die betäubenden Augentropfen ein. Der Stuhl wurde nach hinten und runter gefahren und schon stand Herr Maus hinter mir und legte mir die Hand auf die Schulter. Er beruhigte mich und begann mit den weiteren Vorbereitungen. Hierfür träufelte er noch einmal die betäubenden Tropfen ins linke Auge und klebte die oberen Wimpern kurz unterhalb der Augenbraue fest. Dann setze er den Lidhalter, ein Gerät das ähnlich aussieht wie eine Wimpernzange. Es hält das obere und untere Augenlid offen, so dass man nicht blinzeln kann. Ich fragte noch kurz, ob die Betäubung auch schon wirkt, dies bejahte Herr Maus und meinte, dass ich ihm ansonsten wegen des Einsetzens des Lidhalters auch schon aus dem Stuhl gesprungen wäre. Er überprüfte die Betäubung aber auch noch einmal indem er mit einem Stift den Stand der Pupille auf meinem Auge markierte. Ich sah den Stift, merkte aber nix. Kurz darauf setze er auch schon den Saugring auf mein Auge, fixierte es und setze das Gerät mit dem Keratom auf. Ich sollte immer das grüne Licht fixieren. Während der Schnitt durchgeführt wurde, wurde es dunkel und kurz darauf schon wieder hell. Jetzt sah ich jedoch den grünen Punkt eher als Puschel, eben unscharf. Herr Maus klappte den Flap nach oben und ging mit einem Schwämmchen über das Auge, desinfizierte die offene Stelle und schon wurde der Laser eingestellt. Nun sah ich mehrere rote Pünktchen neben dem grünen Licht und das Abtragen der Hornhaut ging los. Dies war jedoch mit einem Gestank verbunden, der mit dem Verbrennen von Haaren zu vergleichen ist. Kurz darauf war alles vorbei. Der Flap wurde zurückgeklappt, glatt gestrichen, desinfiziert, eine Schutzlinse aufgesetzt, das Auge mit einem Pad abgedeckt und nach einer kurzen Pause von ein paar Sekunden ging dieselbe Prozedur am zweiten Auge los. Herr Maus versicherte sich in der Zwischenzeit, dass alles ok ist mit mir. Ich konnte während der ganzen OP mit dem Team sprechen, was ich aus der Nervosität heraus auch tat. Das zweite Auge empfand ich entgegen der im Netz geschilderten Meinungen nicht als schlimmer. Es tat in keiner Sekunde der OP weh oder war schlimm. Man muss sich auf einen leichten Druck und ein leichtes Pitschen einstellen, mehr aber nicht. Zahnarzt ist schlimmer!! Nach der OP sollte ich mich kurz aufsetzen, damit mein Kreislauf sich beruhigt, dann ging ich noch für 10 Minuten in den Ruheraum und sollte die Augen geschlossen halten. Im Anschluss schaute sich Herr Maus die Augen noch einmal an, versorgte mich mit den nötigen Augentropfen und entließ mich mit den erforderlichen Anweisungen nach Hause.
Der Eingriff vom Setzen des Lidhalters bis zum Abschluss am rechten Auge dauerte 9:04 Minuten. Hierzu habe ich auch eine DVD erhalten. Um 10:30 Uhr verließ ich das Augenzentrum. Alles in Allem war ich also nur 2 Stunden vor Ort!!
Ich konnte zu diesem Zeitpunkt schon gefühlte 80 % sehen. Teilweise war die Sicht etwas verschwommen und die Linse machte sich mit der Zeit bemerkbar. Aber auch das tat nicht weh. Ein paar Augentropfen zum befeuchten rein und gut war.
Ich ging mit meiner Schwester noch einen Kaffee trinken und ein wenig bummeln, dann legte ich mich für 2 Stunden ins Bett, dunkelte den Raum ab, setze die Augenklappen zum Schutz vor Reiben auf und hörte ein Hörbuch, über das ich leicht einschlief. Ich hatte keine Schmerzen, kein Augentränen und auch sonst keine Beschwerden. Am abend schaute ich schon meine Mails nach und sah fern. Die Nacht verlief auch problemlos.
Heute morgen hatte ich die erste Nachuntersuchung. Zunächst schaute sich Herr Tüss, der Optikermeister, die Augen mit Schutzlinsen an und nahm dann die Schutzlinsen vorsichtig mit Pinzette runter. Ich setzte mich 10 Minuten in den Wartebereich und dann wurde der erste Sehtest gemacht. Mit dem linken Auge kam ich schon auf 100 % und mit dem rechten Auge auf 60-70 %. Mit beiden Augen bestand ich den Sehtest mit 100 %. Herr Tüss stellte fest, das mein rechts Auge noch etwas geschwollen sei von der Schutzlinse, war aber zuversichtlich das sich die Sehstärke noch verbessert und schickte mich zu Herrn Maus. Dieser schaute sich auch noch einmal die Augen an und entließ mich zufrieden mit einem neuen Tropfplan, den ich einzuhalten habe für die nächsten Tage. Mein nächster Termin ist in 8 Wochen, ich kann allerdings auch gerne in der Zwischenzeit vorbeikommen, jederzeit anrufen oder mailen und Fragen stellen, wenn ich verunsichert bin.
Als Fazit kann ich allen Unentschlossenen mit auf den Weg geben: Es tut nicht weh!! Es ist halb so schlimm!! Es ist schnell vorbei!! Außerdem kann ich das Team vom Augenzentrum Maus nur wärmstens empfehlen!!
Scheut euch nicht mir Fragen zu stellen, falls ihr noch mehr wissen wollt.
Liebe Grüße
Anne
Also, ich habe mich seit November 2008 mit dem Gedanken befasst mir die Augen lasern zu lassen. Gestern war es dann so weit und ich habe mich einer LASIK im Augenzentrum Maus unterzogen. Alles Super!! Der Weg bis dahin war aber nicht leicht…
Meine Brillenwerte betrugen vor der OP LI +0,25 / -5,00 / 177°, RE +1,75 / - 5,75 / 6°. Zudem leide ich unter Neurodermitis. Letzten Sommer habe ich noch einmal Kontaktlinsen probiert, diese konnte man jedoch auf Grund meiner starken Hornhautverkrümmung nicht optimal anpassen. Mit Linsen kam ich auf 80 %, allerdings nicht zu jeder Tageszeit. Mit Brille konnte ich 100 % Sehkraft erreichen.
Ich informierte mich im Internet u.a. auch in diesem Forum, bei Bekannten und Freunden. Die Meinungen waren sehr unterschiedlich. Hier im Forum habe ich viele Beiträge gelesen, die mich entweder in meiner Entscheidung bestärkt oder noch mehr verunsichert haben. Deshalb möchte ich auch gerne meine Erfahrung aus erster Hand mitteilen, für die noch Unentschlossenen unter euch.
Meine erste Anlaufstelle war die Augenklinik in Köln-Porz bei Herrn Dr. Meyer. Hier nahm ich zusammen mit einer Freundin an einem Infoabend teil. Für den Anfang war dies auch ok, allerdings fühlte ich mich hier nicht persönlich angesprochen, auch wenn die Gruppe des Infoabends nur aus 7 Personen bestand. Herr Dr. Meyer legte eine DVD ein die man sich anschauen sollte und kam erst danach wieder zu uns um Fragen zu beantworten. Sehr unpersönlich wie ich fand. Ich kam auf die Empfehlung einer Kollegin in diese Klinik, die sich dort vor 4 Jahren hat Artisan-Linsen implantieren lassen bei Herrn Dr. Körber. Sie ist mit ihrer Operation und dem Doktor sehr zufrieden gewesen.
Ein Bekannter vermittelte mir dann einen Voruntersuchungstermin bei Care Vision am Rheinufer. Hier wurden die ersten Messungen von einem Optikermeister vorgenommen, mit dem Ergebnis das wohl weder eine LASIK noch eine Implantation für mich in Frage kommen sollte. Meine Werte seien zu hoch und für beide Verfahren im Grenzbereich des Möglichen. Mit dieser Antwort wollte ich mich aber nicht zufrieden geben, so dass man sich noch einmal bei einem der Ärzte rückversichern wollte. Nach 2 Wochen erhielt ich dann einen Anruf, dass wohl eine PRK bei mir möglich sei. Diese kam allerdings für mich auf Grund der erschwerten Heilungsphase nicht in Frage.
Um sicher zu sein, dass wirklich nichts Anderes mehr geht, meldete ich mich für den Infoabend in der Klinik am Neumarkt (Dr. Gerten / Dr. Kermani) an. Dieser wurde von Herrn Dr. Kermani gehalten und war informativer als der in Porz. Auch hier begleitete mich meine Freundin, und empfand dies ebenso. Es wurde einem umfangreiches Infomaterial und eine DVD über einen OP Ablauf mitgegeben. Außerdem erhielt man einen Gutschein, dass die Voruntersuchung 50 € günstiger ist, wenn man am Infoabend teilgenommen hat. Zudem wurden ehemalige Patienten eingeladen die aus eigener Erfahrung berichteten, wie die OP und die Zeit danach verlaufen sind. Das fand ich sehr gut!! Da das Ergebnis bei Care Vision nicht nach meinem „Geschmack“ ausfiel vereinbarte ich einen Voruntersuchungstermin am Neumarkt. Hierfür musste ich dank des Gutscheins vom Infoabend nur 50 € bezahlen. Es wurden dieselben Messungen wie bei Care Vision von einer Optikerin vorgenommen und dann hatte ich ein kurzes Gespräch mit Herrn Dr. Gerten. Leider war Herr Dr. Kermani nicht da. Herr Dr. Gerten war sehr kurz angebunden, schaute sich die Ergebnisse der Messungen und meine Augen an und teilte mir mit, dass einer Femto-Lasik nichts im Wege stehen würde. Am liebsten hätte er mir noch einen Termin in den kommenden Tagen zugeteilt. Doch das ging mir alles zu schnell. Ich hatte den Eindruck, als wolle man mit mir den Terminkalender für die OPs optimieren. Ich fühlte mich total überrumpelt und hatte kein gutes Bauchgefühl bei der Sache.
Nachdem ich nun 2 Meinungen vorliegen hatte, wollte ich mir noch eine dritte einholen.
Hierzu schrieb ich eine Email an das Augenzentrum Maus. Ich schilderte meine Erfahrungen mit Care Vision und der Klinik am Neumarkt und teilte auch die Ergebnisse und Ausgangswerte mit. Herr Tüss, einer der Optikermeister im Augenzentrum Maus, antwortete mir zügig auf meine Mail. Er teilte mir mit, dass er keine Ferndiagnose stellen könnte und lud mich zu einem kostenlosen Voruntersuchungstermin ein. Diesen nahm ich dann auch kurz darauf war. Ich wurde freundlich empfangen. Es wurden umfangreiche Voruntersuchungen durchgeführt und dann hatte ich ein Gespräch mit Herrn Maus. Auf Grund meiner Werte empfahl er mir eine Lasik mit Keratomschnitt. Er selber präferiert das Keratom im Vergleich zum Femto, da der Schnitt genauer ist und das Auge während der OP nicht so lange aufgehalten werden muss. Die Entscheidungsgründe für die Lasik mit Keratom waren für mich schlüssig und es blieben keine Fragen mehr offen. Bei Herrn Maus, auch wenn er keinen Doktortitel trägt, war mein Bauchgefühl eindeutig. Hier fühlte ich mich gut beraten und gut aufgehoben. Somit vereinbarte ich für den 16.03.09 meinen Lasik Termin.
Wie auch schon Herr Dr. Gerten mir mitteilte bestätigte mir Herr Maus, dass bei meinen Ausgangswerten die Wahrscheinlichkeit einer Re-Lasik größer ist als bei anderen Patienten.
Um ganz auf Nummer sicher zu gehen und mein Bauchgefühl zu bestätigen, nahm ich auch noch an dem Infoabend im Augenzentrum Maus teil. Auch dieser war vielversprechend und beantwortete sämtliche Fragen. Außerdem durfte man sich auch schon einmal den OP aus nächster Nähe ansehen.
Gestern war es dann soweit. Um 08.30 Uhr sollte ich mich im Augenzentrum Maus einfinden. Zunächst wurden noch einmal sämtliche Messungen vorgenommen und mit denen aus Januar 2009 abgeglichen. Alles in Ordnung, die Werte sind stabil. Dann kam ich noch einmal zu Herrn Maus, der sich auch noch einmal die Messergebnisse und meine Augen ansah. Keine Einwände. In 10-15 Minuten sollte es losgehen. Da ich nun doch einen flauen Magen hatte lies ich mir noch schnell eine Beruhigungstablette geben. Ich wurde an den Tresen gebeten, um die Rechnung zu begleichen und das Infomaterial für nach der OP in Empfang zu nehmen. Dann wurde ich auch schon aufgerufen. Meine Schwester begleitete mich, so dass wir beide ein Operationshäubchen aufsetzen durften und rein in den OP. Hier nahm ich dann Platz auf dem zahnarztähnlichen Stuhl. Meine Augen wurden mit Wattepads an der Seite abgeklebt, für die ggf. austretende Tränen- oder Betäubungsflüssigkeit. Dann wurden meine Lider mit Jod desinfiziert. Das rechte Auge wurde nun mit einem Wattepad abgeklebt, damit das linke Auge nicht abgelenkt wird. Die Assistentin träufelte zuvor noch das erste Mal die betäubenden Augentropfen ein. Der Stuhl wurde nach hinten und runter gefahren und schon stand Herr Maus hinter mir und legte mir die Hand auf die Schulter. Er beruhigte mich und begann mit den weiteren Vorbereitungen. Hierfür träufelte er noch einmal die betäubenden Tropfen ins linke Auge und klebte die oberen Wimpern kurz unterhalb der Augenbraue fest. Dann setze er den Lidhalter, ein Gerät das ähnlich aussieht wie eine Wimpernzange. Es hält das obere und untere Augenlid offen, so dass man nicht blinzeln kann. Ich fragte noch kurz, ob die Betäubung auch schon wirkt, dies bejahte Herr Maus und meinte, dass ich ihm ansonsten wegen des Einsetzens des Lidhalters auch schon aus dem Stuhl gesprungen wäre. Er überprüfte die Betäubung aber auch noch einmal indem er mit einem Stift den Stand der Pupille auf meinem Auge markierte. Ich sah den Stift, merkte aber nix. Kurz darauf setze er auch schon den Saugring auf mein Auge, fixierte es und setze das Gerät mit dem Keratom auf. Ich sollte immer das grüne Licht fixieren. Während der Schnitt durchgeführt wurde, wurde es dunkel und kurz darauf schon wieder hell. Jetzt sah ich jedoch den grünen Punkt eher als Puschel, eben unscharf. Herr Maus klappte den Flap nach oben und ging mit einem Schwämmchen über das Auge, desinfizierte die offene Stelle und schon wurde der Laser eingestellt. Nun sah ich mehrere rote Pünktchen neben dem grünen Licht und das Abtragen der Hornhaut ging los. Dies war jedoch mit einem Gestank verbunden, der mit dem Verbrennen von Haaren zu vergleichen ist. Kurz darauf war alles vorbei. Der Flap wurde zurückgeklappt, glatt gestrichen, desinfiziert, eine Schutzlinse aufgesetzt, das Auge mit einem Pad abgedeckt und nach einer kurzen Pause von ein paar Sekunden ging dieselbe Prozedur am zweiten Auge los. Herr Maus versicherte sich in der Zwischenzeit, dass alles ok ist mit mir. Ich konnte während der ganzen OP mit dem Team sprechen, was ich aus der Nervosität heraus auch tat. Das zweite Auge empfand ich entgegen der im Netz geschilderten Meinungen nicht als schlimmer. Es tat in keiner Sekunde der OP weh oder war schlimm. Man muss sich auf einen leichten Druck und ein leichtes Pitschen einstellen, mehr aber nicht. Zahnarzt ist schlimmer!! Nach der OP sollte ich mich kurz aufsetzen, damit mein Kreislauf sich beruhigt, dann ging ich noch für 10 Minuten in den Ruheraum und sollte die Augen geschlossen halten. Im Anschluss schaute sich Herr Maus die Augen noch einmal an, versorgte mich mit den nötigen Augentropfen und entließ mich mit den erforderlichen Anweisungen nach Hause.
Der Eingriff vom Setzen des Lidhalters bis zum Abschluss am rechten Auge dauerte 9:04 Minuten. Hierzu habe ich auch eine DVD erhalten. Um 10:30 Uhr verließ ich das Augenzentrum. Alles in Allem war ich also nur 2 Stunden vor Ort!!
Ich konnte zu diesem Zeitpunkt schon gefühlte 80 % sehen. Teilweise war die Sicht etwas verschwommen und die Linse machte sich mit der Zeit bemerkbar. Aber auch das tat nicht weh. Ein paar Augentropfen zum befeuchten rein und gut war.
Ich ging mit meiner Schwester noch einen Kaffee trinken und ein wenig bummeln, dann legte ich mich für 2 Stunden ins Bett, dunkelte den Raum ab, setze die Augenklappen zum Schutz vor Reiben auf und hörte ein Hörbuch, über das ich leicht einschlief. Ich hatte keine Schmerzen, kein Augentränen und auch sonst keine Beschwerden. Am abend schaute ich schon meine Mails nach und sah fern. Die Nacht verlief auch problemlos.
Heute morgen hatte ich die erste Nachuntersuchung. Zunächst schaute sich Herr Tüss, der Optikermeister, die Augen mit Schutzlinsen an und nahm dann die Schutzlinsen vorsichtig mit Pinzette runter. Ich setzte mich 10 Minuten in den Wartebereich und dann wurde der erste Sehtest gemacht. Mit dem linken Auge kam ich schon auf 100 % und mit dem rechten Auge auf 60-70 %. Mit beiden Augen bestand ich den Sehtest mit 100 %. Herr Tüss stellte fest, das mein rechts Auge noch etwas geschwollen sei von der Schutzlinse, war aber zuversichtlich das sich die Sehstärke noch verbessert und schickte mich zu Herrn Maus. Dieser schaute sich auch noch einmal die Augen an und entließ mich zufrieden mit einem neuen Tropfplan, den ich einzuhalten habe für die nächsten Tage. Mein nächster Termin ist in 8 Wochen, ich kann allerdings auch gerne in der Zwischenzeit vorbeikommen, jederzeit anrufen oder mailen und Fragen stellen, wenn ich verunsichert bin.
Als Fazit kann ich allen Unentschlossenen mit auf den Weg geben: Es tut nicht weh!! Es ist halb so schlimm!! Es ist schnell vorbei!! Außerdem kann ich das Team vom Augenzentrum Maus nur wärmstens empfehlen!!
Scheut euch nicht mir Fragen zu stellen, falls ihr noch mehr wissen wollt.
Liebe Grüße
Anne