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PRK bei Care Vision Berlin

Verfasst: 23.02.2009, 17:00
von Detlef
Heute möchte ich über meine PRK vom 23.01.2009 berichten.Ich fang mal damit an, dass ich mich vom 1. Beratungsgespräch (3.12.2008) an wohlgefühlt habe.Grundsätzlich kam für mich nach der Untersuchung die Lasik in Frage. Da war ich schon mal erleichtert, weil ich das Endergebnis natürlich so schnell und schmerzlos wie möglich anstrebte. Beim der tatsächlichen OP.Untersuchung (22.01.2009) empfahl mir Dr.Pieper jedoch eine PRK, da meine Hornhaut sehr Wellig und somit unregelmäßig dick sei. Zwar dauere es länger bis das erwünschte Ergebnis da sei und die Tage nach der OP.seien eher unangenehm. Außerdem wollte ich einer möglichen Problematik mit dem u.U. schlecht- wiederanwachsenden Flap aus dem Wege gehen. Jeder sollte sich vor der OP. einen Notizzettel machen, auf dem er spezielle Fragen aufschreibt die ihn wichtig sind. Wenn man erstmal im Beratungsgespräch ist, fallen einem viele Dinge nicht spontan ein. Und wer mehr fragt, der bekommt auch mehr Information.
Na dann mal los. Freitag 23.1. Ich brauch ja wohl nicht zu erwähnen, dass ich aufgeregt war, um nicht zu sagen, ich hatte ganz schön Schiss. Also nach ca. ein - anderthalbstündigen wirken einer Beruhigungstablette war ich an der Reihe, setze mich in den Vorraum des OP-Raums und bekam die ersten Betäubungstropfen. Nach ca. 5 Min. ging ich in den OP legte ich mich auf die Behandlungsliege und bekam die 2. Portion Betäubungstropfen. Dann ging es eigentlich gleich zur Sache. Die Augenklammer wurde angesetzt und die Ärztin sagte ich solle auf den grünen Punkt sehen, was ich auch tat, solange bis dann das rote Licht alles überstrahlte. Das war der Moment, in dem sie mit der Behandlung begann. Während ich versuchte mein Auge stillzuhalten, in der Position wo ich den grünen Punkt vermutete, spürte ich wie die Ärztin an meinem Auge
zugange war (das aufweichen der Hornhaut mit einem Alkohol) und hörte wie im Hintergrund die Assistentin einen Coutdown zählte, von 40 abwärts.Dann eine kleine Pause (ca.30 Sek.) und dann kam wohl der Laser zum Einsatz. Und wieder ein Countdown wieder (meiner Meinung nach) 40 Sek. Dann sagte die Ärztin OK. die Hälfte haben wir geschafft. Sie meinte damit, dass ein Auge fertig sei und das nach ca.3-4 Min. Lange Rede kurzer Sinn, beim 2. Auge dauerte es nicht länger. Und nach insgesamt ca.8 Min.setzte ich mich auf und traute mich erst gar nicht meine Augen zu öffnen. Als ich sie dann öffnete, fragte sie mich wie spät es denn sei un deutete auf eine Uhr über der Tür und ich sah klar und deutlich, dass es sieben vor neun war. Mit ursprünglichen 5,50 und 6,0 war das natürlich nie möglich.
Auf dem Heimweg war es dann schon nicht mehr so toll, jede Lichtquelle blendete mich und die Augen tränten und deshalb hielt ich sie Augen geschlossen. Am Samstag und Sonntag ging es dann schon besser, konnte zwar nur verschwommen sehen hatte aber keine Schmerzen. (ab und zu, eigentlich immer nach dem tropfen hatte ich für ein paar Sek. klare Sicht, ein Vorgeschmack auf das Endergebnis) Hatte aber auch auf
meinen Körper gehört, der mir sagte: mach deine Augen zu und warte ab. Hab natürlich und das ist ganz wichtig, regelmäßig getropft vor allem weil die Augen so stark tränten und ich mir nicht sicher war, ob die Augentropfen nicht gleich wieder rausgetränt waren. Montag und Dienstag Immer noch extrem Blendempfindlich (deshalb hab ich auch die ganze Zeit seit Freitag Abend bzw.Samstag ständig eine Sonnenbrille getragen) und das in Foren oft beschriebene Gefühl als hätte man Sand im Auge. Dazu kommt noch der Druckschmerz von den Schutzkontaktlinsen.(Als wenn eine Kontaktlinse nicht richtg sitzt oder zu trocken geworden ist) Nur diese Schutzlinse darf man nicht einfach rausnehmen. Man kann aber schon, wenn auch unter Anstrengung etwas Fernsehen oder mal seine E-mails checken. (Aber nicht übertreiben) Ich bin keine Heuelsuse, aber diese beiden Tage waren die schlimmsten. Egal Augen zu und durch, am Mittwoch kommen die Dinger raus.
Mittwoch 28.01 Die Schutzlinsen werden entfernt. Der erste Sehtest ergibt 80%. Auf dem Heimweg stelle ich fest, dass die Sicht jetzt ohne die Schutzlinsen wieder schlechter ist als in den letzten 2 Tagen. Donnerstag Der Druckschmerz ist weg bin aber immer noch bzw. wieder Lichtempfindlicher als Mo.und Di. Ausserdem hatte ich das Gefühl, daß die Augen schneller trocken werden als ich nachtropfen kann, was sich aber am Freitag wieder normalisierte.
Samstag und Sonntag Eine Woche ist seit der OP vergangen und Schmerzen bzw.das Sandkorngefühl sind nicht mehr vorhanden und abgesehen von den Doppelbildern (die ich wenn auch nur noch schwach, heute noch habe) konnte ich schon viele Dinge machen, die früher ohne Brille nie möglich gewesen wären, nur Fernsehen, am PC arbeiten oder aus dem Fenter sehen (besonders wo auch noch Schnee lag) blendete so stark, dass ich es vorzug die Sonnenbrille zu tragen.(Es war aber auch immer ein AHA Erlebnis, wenn ich die Sonnenbrille dann wieder abnahm)

Eigentlich wurde es dann von Tag zu Tag besser, gelegentlich mal das Gefühl, es ist wieder schlechter aber das ist völlig Normal. Wer mit der Arbeit am PC sein Geld verdient, der sollte sich mind.14 Tage Urlaub nehmen und auch dann ist die Arbeit am PC oder Fernsehen nicht gerade ein Vergnügen, aber man kann (ich gehe von mir aus) sich mit viel Anstrengung dann schon durchkämpfen. Autofahren ist in den ersten 2-3 Wochen aus meiner Sicht auch nicht zu empfehlen.Ich glaube d.h. ich bin überzeugt davon, dass diszipliniertes Tropfen für den Verlauf der Heilung und das Endergebnis extrem wichtig ist. Und man sollte die vorgeschriebenen mind.10 malige Anwendung der künstlichen Tränen (Hylolasop) auf jeden Fall einhalten und wenn der Körper sagt, jetzt könnte mein Auge einen Tropfen gebrauchen, dann sollte er den auch bekommen. Die Flasche kostet 14 Euro und es gehen während der Heilung einige drauf, aber da sollte man nicht sparsam sein.

Am.Freitag 20.2. waren 4 Wochen vorbei und der Sehtest ergab 100 %. Ich habe immer noch leichte doppelbilder, was sich schlimm anhört, aber eigentlich nicht dramatisch ist. Laut Aussage meiner Ärztin gibt sich das aber noch und mit dem jetzigen Verlauf ist sie mehr als zufrieden und ich bins auch. Ich kann im Alltag alles machen und vor allem kann ich alles sehen und wenn wie in den Foren und von den Ärzten beschrieben das entgültige Ergebnis bei einer PRK bis zu 6 Monate dauern kann, dann werde ich geduldig warten und mich überraschen lassen.

Mein Fazit zum heutigen Zeitpunkt: Ich würde es wieder tun. Die OP ist logischerweise unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Die ersten Tage, bis zum entfernen der Schutzlinsen sind schon schmerzhaft, aber es gibt Schmerzen, die viel schlimmer sind und die jeder schon mal hatte. Man sollt immer eine Flasche der künstlichen Tränen bei sich haben, wenn man länger ausser Haus ist auch die anderen Tropfen "Flouropos" zur verhinderung der Narbenbildung. Aber nicht im Auto deponieren (Frostgefahr) So, ich hab versucht die wichtigste bzw. interessantesten Dinge zu erwähnen und hoffe es war hilfreich.
Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung. Detlef

Verfasst: 24.02.2009, 19:33
von schönauge
Hi Detlef, danke für Deinen Bericht und weiterhin gute (Sehver-)Besserung!
Wie waren denn Deine Ausgangswerte?
Und was hast Du für die OP bezahlt?
Hat bei Dir nicht ein und die gleiche Person (Arzt? Ärztin?) die Voruntersuchung/OP durchgeführt?
Viele Grüße!

Verfasst: 25.02.2009, 14:16
von Detlef
schönauge hat geschrieben:Hi Detlef, danke für Deinen Bericht und weiterhin gute (Sehver-)Besserung!
Wie waren denn Deine Ausgangswerte?
Und was hast Du für die OP bezahlt?
Hat bei Dir nicht ein und die gleiche Person (Arzt? Ärztin?) die Voruntersuchung/OP durchgeführt?
Viele Grüße!
Hallo Schönauge,

Meine Ausgangswerte waren
Rechts : 1,75 - 6,00 Cyl. Hornhaut 487 mik. m.
Links : 2,25 - 6,00 Cyl. Hornhaut 468 mik.m.

Die Voruntersuchung machte Fr. Dr. Katz, das Beratungsgespräch hatte ich bei Hr. Dr. Pieper und Operateur war Fr. Dr. Fesser.
Mag dem einen oder anderen vielleicht etwas Chaotisch erscheinen, aber wenn das System so funktioniert und das
auch noch erfolgreich, dann soll es so sein. Danke für dein Interesse und einem Gruß von einem zuversichtlichem.... Detlef

Vorläufiger Abschlussbericht...

Verfasst: 20.04.2009, 10:36
von Detlef
...leider hat sich nichts mehr verändert. Habe auf dem linken Auge max. 90 % und auf dem rechten max. 70 % so stehen mir ca. 80 % im Alltag zur verfügung. Nicht das erhoffte Traumergebnis, dennoch kann ich alles (außer Zeitung lesen) ohne Brille machen. Da bei mir relativ viel Material entfernt wurde könnte es sein, dass es sich noch etwas verbessert. (sagt der Doc.) Ich glaub eher nicht dran und warte also bis Ende August, um die jetzt gemessenen Werte nochmal abgleichen zu lassen. Ich gehe davon aus, dass ich im Sept. nochmal unter den Laser gehe. Werde dann nochmals berichten. P.S. Ich bereue es immer noch nicht... Gruß Detlef