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Epi-Lasik in Bratislava

Verfasst: 16.03.2006, 21:45
von Jula
Möchte kurz meine Eindrücke von meinem Augenlaser"ausflug" nach Bratislava schildern. Die positiven Erfahrungsberichte in den verschiedenen Foren haben mich dazu veranlasst, meine Vorurteile gegen eine ausländische Behandlung beiseite zu schieben und nach Bratislava zu fahren. Die Betreuung der beiden Österreicher Nick und Gregori war sehr nett und zuvorkommend, teilweise hätte ich mir aber eine individuellere Aufklärung gewünscht. Nach der OP wurden wir alle ins Hotel gefahren und am nächsten Morgen nochmal nachuntersucht. Ich habe gesagt, dass es mir nicht gut geht, ich hatte einen ziemlichen Druck auf den Augen und außerdem tränten sie ununterbrochen. Mir wurde dann gesagt, dass das immer besser wird. Die OP wäre gut gelaufen und der Rest eine Frage der Zeit. Am zweiten Tag nach der OP (ich war schon wieder zu Hause) waren meine Augen am Morgen so zugeschwollen, dass ich sie nicht mehr aufbekam, außerdem hatte ich Schmerzen als steckten mir zwei Messer in den Augen. Also sind wir zum Notdienst, der mir sagte, dass sich die Konservierungsstoffe der Tropfen zwischen Linse und Auge gesetzt haben und ich allergisch darauf reagiere. Der Arzt hat mir dann andere Tropfen verschrieben und tatsächlich gings einen Tag später schon besser. (Rechnung: 90€) Heute (2 Wochen post-OP) habe ich links 70% und rechts 80%, was aber über den Tag sehr schwankt. Auf meinem rechten Auge konnte ich zwischendurch schon mal scharf sehen, das linke Auge ist seit schätzungsweise 1 Woche unverändert. Natürlich weiß ich, dass man Geduld haben muss, die Sehkraft kommt erst mit der Zeit, aber wenn man jeden Morgen aufsteht und mit dem einen Auge gleich schlecht sieht, wäre es schön, jemanden zu haben, der einem vor Ort adäquat Auskunft geben kann.
Ich möchte mit meiner email keinem ausreden, ins Ausland zu gehen, dass muss jeder für sich entscheiden, denn das Geld ist natürlich ein schwerwiegender Faktor. Aber man ist halt nachher in Deutschland ganz auf sich allein gestellt und kann nicht mit einer verständnisvollen Behandlung der deutschen Ärzte rechnen. Und ich war inzwischen bei zweien vorstellig.
Weiteren Fragen immer gerne!

Verfasst: 11.04.2006, 10:18
von beamer99
Hi Jula.
Danke für Deinen kritischen Bericht.

Ich denke die Hauptsache ist das Ergebniss Deiner OP.

Ich habe am Donnerstag Termin in Bratislava.
So langsam steigt die Spannung...

Du schilderst in Deinem Bericht hauptsächlich die mangelnde Aufklärung vor der OP.
Ich habe mich jetzt seit ca 5 Jahren informiert, ich denke die Infos mit der Kombination der Internet-Seite der Klinik sollten mir ausreichen.
Mich interessiert halt noch die Pupillengrösse und das Laserverfahren.
Mir gefällt am Besten das EPI-Lasek Verfahren.
Eine Tante von mir war vor 6 Wochen da und bekam wohl die Lasek-Methode wg. zu geringer Hornhaut-Dicke, sie wusste es aber gar nicht genau... :shock:

Wie gesagt, mir geht's um das Ergebniss.
Wie ist das Ergebniss bei Dir, 4 Wochen nach der OP?
Bist Du zufrieden?

Danke,

Gruss Uwe

Bratislava

Verfasst: 12.04.2006, 22:39
von Jula
Hallo Uwe,

mit mir hast Du einen der Pechvögel erwischt, was die tollen Ergebnisse nach dem Lasern angehen. Ich habe sehr starke Halos, Lichtempfindlichkeit, trockene Augen...
Ca. 2 Wochen nach der OP wurde ich morgens wach und sah auf dem rechten Auge Doppelbilder. Einige Tage lang hatte ich die Hoffnung, dass sie genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind, aber das ist bis heute nicht der Fall. In der Zwischenzeit war ich auch noch mal in Bratislava zur Nachkontrolle, aber es ist alles normal verheilt, bei mir dauert der Heilungsverlauf nur etwas länger. An Werten kann ich Dir leider nichts mitteilen, sie haben mir trotz zweimaliger Aufforderung nichts geschickt. Das einzige was ich weiß ist meine Dioptrinzahl (re -5, li-4) und die Hornhautverkrümmung. Ich habe sehr große Pupillen und hatte eine ausreichend dicke Hornhaut, die auch für eine Lasik gereicht hätte, bei mir wurde aber auch die Epi-Lasik gemacht.
Bei mir sind es jetzt 6 Wochen post-OP und ich könnte mich besser fühlen, sehe immer noch nicht mehr als 80% laut Untersuchung.
Ich konnte leider nicht früher antworten, aber schreib mir doch mal, wenn du wieder da bist, wie es dir ergangen ist!

Re: Bratislava

Verfasst: 13.04.2006, 04:04
von serkan1
wie ich mich umgehört habe ist epi-lasik schmerzhafter,höhere komplikationen und man braucht länger um die volle sehstärke zu haben.wenn die hornhaut dick genug ist ist eine normale lasik am besten.

Epi-Lasik

Verfasst: 13.04.2006, 10:27
von Jula
Ja, das stimmt, die ersten Tage waren sehr unangenehm, ich hatte keinen Aha-Effekt, d.h. es hat lange gedauert bis ich einigermaßen sehen konnte. In Bratislava argumentieren sie damit, dass bei der Epi-Lasik die Risiken geringer sind, da sich z.B. kein Flap lösen kann und es keine (oder kaum) Vernarbungen gibt. Das sind auch sicherlich Vorteile, aber leider habe ich bisher noch keine wissenschaftliche Stude dazu finden können! Hab also keine Ahnung ob das wirklich stimmt.